Dr. Reinschmidt

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Wir freuen uns, dass Herr Dr. Reinschmidt die Stelle als Zoodirektor in Karlsruhe übernehmen wird.

Die Trennung von seiner Familie war eine schwierige Situation für ihn und deshalb haben wir für seinen Entschluss, auch wenn er eine Lücke hinterlässt, grosses Verständnis.

Wir wünschen Herrn Dr. Reinschmidt für seine Zukunft alles Gute und viel Erfolg mit seinen neuen beruflichen Aufgaben.

Empty the tanks

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Am Samstag, 6. Juni, wurde von verschiedenen Tierschutzorganisationen weltweit eine Protestaktion gegen zoologische Gärten, welche Meeressäugetiere halten, unter dem Slogan “empty the tanks” (leert die Tanks) abgehalten.

Vor dem Loro Parque versammelte sich eine Gruppe von ca. 46 Tierschützern während gut 2 ½ Stunden (obwohl die Genehmigung, welche von einer lokalen Organization zum Schutz der Umwelt beantragt wurde, für eine Gesamtzeit von vier Stunden gewährt wurde) um gegen die Haltung von Meeressäugern in Menschenobhut zu protestieren. Trotz der kontinuierlichen Diskreditierungskampagnen in den Medien, die laufenden Ausstrahlungen der Filme “Blackfish” und “The Cove” sowie die ständigen Anschuldigungen in den sozialen Netzwerken, hatte die Protestaktion nicht den gewünschten Erfolg und es versammelten sich nur einige wenige Aktivisten mehr als im vergangenen Jahr, als ca. 35 Personen demonstrierten.

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Jeder hat das Recht, seine Meinung frei zu äussern und Loro Parque respektiert dieses Recht. Was wir aber nicht respektieren sind Lügen und Falschaussagen, speziell wenn diese zur Manipulierung eingesetzt werden. Der Beweis einer solchen Manipulation findet sich in der Pressemitteilung, welche die Organization der Protestaktion “Empty the tanks” in Spanien veröffentlichte und die wörtlich lautet:

“…..Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Delfins in Gefangenschaft beträgt vier Jahre, während er in freier Natur 40-50 Jahre alt werden kann, erklärt ‘Empty the tanks’….”

Die selben Organizationen (Born Free, SOS Delfines, etc.) verteilten im europäischen Parlament, als sie ihre Kampagne “Delfinarien freies Europa” vorstellten, Informationsmaterial mit folgedem Text:

“….in den besten Installationen können Delfine in Gefangenschaft genauso lange leben, wie ihre Artgenossen in freier Natur….”

Und dieser Aussage lagen, wie üblich, wissenschaftliche Referenzen bei, in denen bestätigt wurde, dass die Mortalität in den Delfinarien nicht bedeutsam von der Mortalität in freier Natur abweicht.

Liebe Aktivisten, man kann nicht das Eine so wie das Andere behaupten. Man kann nicht rigoros und wissenschaftlich sein im europäischen Parlament und danach in der Presse behaupten, dass ein Delfin in Menschenobhut vier Jahr lebt und in freier Natur 40-50 Jahre. Das nennt man Manipulation und das ist nicht seriös.

Es ist auch nicht seriös, dass die selbe Mitteilung von “Empty the tanks” folgendes angibt:

“….wenn Sie eine Eintrittskarte zu einer Delfin-Show kaufen oder dafür bezahlen, um mit Delfinen zu schwimmen, unterstützen und ermutigen Sie die Kontinuität der Grausamkeiten, die in Taiji vorgehen….”

Dies ist eine Lüge und die Anti-Delfinarien Organizationen wissen ganz genau, dass es in Europa nicht einen Delfin gibt, der aus Taiji stammt und dass seit mehr als einem Jahrzehnt keine Tiere aus der freien Natur entnommen werden. Sie wissen auch, dass die europäische Gesellschaft für Meeressäugetiere (welche die europäischen Delfinarien vereint) sich im Jahr 2007 öffentlich gegen die Abschlachtung in Taiji sowie das Jagen von Zetazeen ausgesprochen hat. Die europäischen Delfnarien haben sich also schon lange vor dem Film “The Cove” oder der Entstehung der Organizationen wie “Empty the tanks” oder “SOS Delfine” gegen diese Greueltaten ausgesprochen. Deshalb ist die o.a. Behauptung eine Manipulation und das können wir nicht respektieren.

Trotz der Manifestationen und Lügen-Kampagnen, waren am 6. Juni ca. 2500 Besucher im Loro Parque. Tausende Menschen vertrauen tagtäglich in unsere Arbeit, in unseren Kompromiss für das Wohlergehen unserer Tiere zu sorgen und in unsere Bemühungen die Zetazeen vor ihren grössten Bedrohungen zu schützen; dies sind nicht die Delfinarien sondern der unbeabsichtigte Fang, die Kollisionen, die Umweltverschmutzung und der Lärm……die 2500 Besucher am 6. Juni haben an diesem Tag mehr für die Meeressäugetiere getan als die 46 Aktivisten vor dem Eingang. Dank der Besucher kann Loro Parque €7500 im Umweltschutz investieren (im Durchschnitt spendet Loro Parque jährlich ca. 3€ pro Besucher an die Schutzprojekte für bedrohte Arten der Loro Parque Stiftung).

Liebe Aktivisten, Dank der über 15 Millionen US$ die Loro Parque Fundación bis heute in Arten- und Naturschutzprojekte investiert hat, konnten bereits zwei vom Aussterben bedrohte Arten gerettet werden und viele Arten haben sich in ihrer Anzahl erholt und ihre Situation verbessert. Dank unserer Projekte zum Erhalt der Meeressäugetiere konnten in der Strasse von Gibraltar die besten Stellen als Meeresreservate für Orcas gekennzeichnet werden. In Zukunft kann die Anzahl von Tümmler, die jedes Jahr in den Netzen ersticken, reduziert werden und die Delfine, die vor den kanarischen Küsten leben, können besser vor kontaminierenden Stoffen geschützt werden.

Die Frage ist nun: Was haben Sie gemacht, um die Lebensbedingungen der Zetazeen in freier Natur zu verbessern und somit die Tiere zu schützen? Das paradoxe ist doch, dass die Menschen, die ihren Protest ignorierten und Loro Parque besucht haben, weitaus mehr zum Schutz der Tiere beigetragen haben, als sie.