Diagnose ALS – Das Schicksal des Paratriathleten Markus Häusling

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Am kommenden Sonntag wird im NDR Fernsehen die bewegende Reportage über das abgelaufenen Jahr von Para-Triathlet Markus Häusling ausgestrahlt. Im Juni hat Herr Markus Häusling mit seiner Familie einen Besuch des Loro Parque gemacht.

Das Schicksal des Paratriathleten Markus Häusling

Vor zweieinhalb Wochen: In Rio werden die Paralympischen Spiele eröffnet. Und in Breuna-Wettesingen, einer kleinen 2300-Einwohner-Gemeinde in Nordhessen liegt Markus Häusling auf seinem Sofa und muss mit den Tränen kämpfen. Es war sein großer Traum, sein Ziel in Rio mit dabei zu sein. Dafür hatte der ehemalige Paratriathlet fünf Jahre lang geackert und geschuftet. Sechs Mal pro Woche Training, mehrere Stunden am Tag. Zum ersten Mal überhaupt war seine Sportart bei den Paralympics ins Programm aufgenommen worden und der 45-Jährige, der für den niedersächsischen Verein GC Nendorf startete, witterte seine Chance am größten Event im Behindertensport teilzunehmen. NDR-Autor Alexander Kobs wollte den zweifachen Familienvater, der seit 11 Jahren wegen einer Querschnittslähmung im Rollstuhl sitzt, auf seinem Weg nach Rio begleiten. Doch die Geschichte nahm während der Dreharbeiten eine dramatische Wendung. „Mit Zuckungen in den Armen und im Schulterbereich hat alles angefangen“, sagt Häusling. Er geht zum Arzt. Die Diagnose: Amyotrophe Lateralsklerose – kurz ALS. Die unheilbare Nervenkrankheit. Durchschnittliche Lebenserwartung: Zwischen drei und fünf Jahren. „Der Kampf um Rio ist ein Kampf um ein möglichst langes Leben geworden“, sagt Häusling. Er möchte dennoch weiter begleitet werden mit der Kamera, will auf die Krankheit aufmerksam machen, damit zukünftig intensiver an einem Heilmittel geforscht wird. Er verkauft seine Sportgeräte, hat Ärger mit der Versicherung und legt eine „To-To-Liste“ an – eine „In Frieden-Gehen-Liste“, wie Häusling sie nennt, mit Dingen, die er vor seinem Tod noch erleben möchte. Die Reportage der NDR-Sendereihe „Sportclub Story“ zeigt den eindrucksvollen Kampf eines Spitzensportlers und seinen Umgang mit der Krankheit, an der deutschlandweit knapp 6.000 Menschen leiden.

Sendedatum: Sonntag, 25. September 2016
Uhrzeit: 23:35 Uhr
Autor: Alexander Kobs

Link Sendehinweis

Loro Parque hatte den ersten Zuchterfolg in Europa mit zwei Gelbohr-Rabenkakadus aus Tasmanien

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Loro Parque engagiert sich weiterhin für den Schutz und Erhalt der verschiedenen Tierarten, die unseren Planeten bewohnen. Bei dieser Gelegenheit, begrüsst die Familie des Loro Parque den Nachwuchs von zwei Rabenkakadu-Küken (Zanda funereus xanthonotus) aus Tasmanien. Der Gelbohr-Rabenkakadu gehört zur Ordnung der Psittacidae und ist in Australien beheimatet. Er sieht mit seinem schwarz-gelben Gefieder spektakulär aus.

Es handelt sich um ein wichtiges Ereignis da es die erste offizielle Eintragung dieser Spezies ist. Die Geburt fand in den Einrichtungen des Parks statt. Das erste Küken kam Anfang August zur Welt und das zweite am Ende des Monats August. Eine erfreuliche Nachricht für die Vogelzucht, denn es bedeutet einen fundamentalen Schritt im Verhalten dieser Spezies.

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Der Biologe der Loro Parque Fundación, Rafael Zamora Padrón, erklärte, dass die wenigen Paare, die sich kannten keinen Erfolg mit der Brut hatten. Nachdem sich mehrere Embryonen, im Ei nicht weiterentwickelten, haben wir eine Anpassung auf die entsprechenden Werte un die Nahrung, welche für einen normalen Schwangerschaftsverlauf nötig sind, vorgenommen.

Der Biologe fügte weiter hinzu, dass das Paar in der Aufzucht noch unerfahren war. Deshalb wurden die Eier vorsichtig in den Inkubator gebracht. Dies führte letztendlich zum Bruterfolg. Es ist allein schon ein Erfolg, dass sie überhaupt Eier legen, da es sich um eine grosse Vogelart mit geringem Gewicht und anspruchsvollen Bedürfnissen handelt.

Die traurigen Geschaefte der Ingrid Visser mit wilden Orcas

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Seit Jahren setzen sich der Loro Parque und die Loro Parque Fundación für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner ein. So erfüllt es uns mit großer Sorge, wenn Menschen die Sicherheit dieser Bewohner gefährden. Ein Beispiel dafür ist das Schwimmen mit Delfinen in freier Wildbahn. Diese sind nicht daran gewöhnt, dass Menschen zu ihnen ins Wasser springen. Im Interesse der wildlebenden Tiere wäre es auch nicht gut, sie zu sehr an die Nähe der Menschen zu gewöhnen, da negative Folgen solcher Anregungen hinreichend dokumentiert sind. Aus diesem Grund ist man in Hawaii bereits auf dem Weg, diese touristische Praxis in seiner jetzigen Form zu verbieten.

In Neuseeland gibt es dazu bereits eine Gesetzgebung, die es Touristen verbietet, sich den Tieren zu nähern. In letzter Zeit aber häufen sich die Verstöße. So gab es einen Kayakfahrer, der sich mit einer Drohne bei der Interaktion mit einem Orcakalb filmte – eine lebensgefährliche Situation für beide, die vom Menschen allein zu seinem eigenen Vergnügen und zu seiner Selbstdarstellung verursacht wurde.

Ingrid Visser vom Orca Reseach Trust, in deren amateurhafter Obhut jüngst ein Orcakalb starb, gab zu bedenken, dass es „nicht zulässig“ wäre – aufgrund des Marine Mammal Acts und des „gesunden Menschenverstands“. Dabei verschweigt sie, dass sie sich selbst Orcas in freier Wildbahn nähert. So ist sie natürlich kaum ein geeigneter Ansprechpartner in dieser Sache und erst recht kein gutes Vorbild. In diesem Artikel von Awesome Ocean findet man Bildmaterial darüber wie nahe sie den Orcas kommt. Ihr Verhalten ist genauso falsch wie das des Kajakfahrers, das sie kritisiert.

Dr. Visser, die gelegentlich als Orcaexpertin bezeichnet wird, geht aber in Norwegen aus Profitgründen noch einen Schritt weiter: Dort ist sie Schnorchel-Guide für eine niederländische Firma, die Tauchgänge mit wilden Orcas anbietet. In Neuseeland, den USA und vielen anderen Ländern, die es mit dem Walschutz ernst meinen, wären solche Touren unmöglich. Visser nutzt anscheinend das schwache Walschutzrecht in Norwegen, einer Walfangnation, für ihren eigenen Profit aus. In der wissenschaftlichen Gemeinschaft hat sie dieses Vorgehen komplett diskreditiert, denn die Wissenschaft weiß schon lange, dass Schwimmen mit den wilden Delfinen und massentouristisches Whale Watching den Tieren in der Natur schadet.

Hier die einige Studien zu diesem Thema aus den letzten zwanzig Jahren:

  • Bejder, L., A. Samuels, H. Whitehead, N. Gales, J. Mann, R. Connor, M. Heithaus, J. Watson-Capps, C. Flaherty, and M. Krutzen. 2006. Decline in relative abundance of bottlenose dolphins exposed to long-term disturbance. Conservation Biology doi: 10.1111/j.1523-1739.2006.00540.x. Published online: 9-Aug-2006. (http://www.blackwell-synergy.com/toc/cbi/0/0)
  • Christiansen, F., D. Lusseau, E. Stensland and P. Berggren. 2010. Effects of tourist boats on the behaviour of Indo-pacific bottlenose dolphins off the south coast of Zanzibar. Endangered Species Research 11: 91 – 99.
  • Constantine, R. 2001. Increased Avoidance of Swimmers By Wild Bottlenose Dolphins (Tursiopstruncatus) Due to Long-term Exposure to Swim-With-Dolphin Tourism. Marine Mammal Science, 17(4): 689-702.
  • Constantine, R., D.H. Brunton, and T. Dennis. 2004. Dolphin-Watching Tour Boats Change Bottlenose Dolphin (Tursiopstruncatus) Behaviour. Biological Conservation, 117: 299-307.
  • Jensen, F.H., L. Bejder, M. Wahlberg, N. Aguilar Soto, M. Johnson and P.T. Madsen. 2009. Vessel noise effects on delphinid communication. Marine Ecology Progress Series, 395: 161-175.
  • Lusseau, D. 2003. Effects of tour boats on the behavior of bottle-nose dolphins: Using Markov chains to model anthropogenic impacts. Conservation Biology 17: 1785–1793. Lusseau, D. 2004. The hidden cost of tourism: detecting long-term effects of tourism using behavioral information. Ecology and Society, 9(1): 2.
  • Lusseau, D. and J.E.S. Higham. 2004. Managing the impacts of dolphin-based tourism through the definition of critical habitats: the case of bottlenose dolphins (Tursiops spp.) in Doubtful Sound, New Zealand. Tourism Management 25: 657-667.
  • Nowacek, S.M., R.S. Wells, and A.R. Solow. 2001. Short-term effects of boat traffic on bottlenose dolphins, Tursiopstruncatus, in Sarasota Bay, Florida. Marine Mammal Science 17(4): 673-688.
  • Samuels, A. and L. Bejder. 2004. Chronic interaction between humans and free-ranging bottlenose dolphins near Panama City Beach, Florida, USA. Journal of Cetacean Research and Management, 6(1): 69-77.
  • Samuels, A., L. Bejder, and S. Heinrick. 2000. A Review of the Literature Pertaining to Swimming with Wild Dolphins. Contract Report Prepared for the Marine Mammal Commission.
  • Wells, R.S. and M.D. Scott. 1997. Seasonal Incidence of boat strikes on bottlenose dolphins Near Sarasota, Florida. Marine Mammal Science, 13(3): 475-480.

Mehr dazu: http://www.nmfs.noaa.gov/pr/dontfeedorharass.htm

Wir hoffen sehr, dass wir unsere Besucher animieren können, solche unsenisblen Touren nicht zu unterstützen, denn sie schaden Wildpopulationen, deren Schutz sich der Loro Parque zur Aufgabe macht. Die Loro Parque Stiftung wendet jährlich rund eine Millionen Dollar auf, um Tieren in der Wildbahn durch Natur- und Artenschutz zu helfen. Dazu gehört es auch schädliche Eingriffe des Menschen zu reduzieren. Deshalb rufen wir Sie dazu auf an solchen touristischen Angeboten nicht teilzunehmen, um die Ausbeutung von Wildpopulationen nicht zu unterstützen – zum Schutz der Natur, unserem wichtigsten Erbe.

Die Delfine in unserer Haltung sind an den Kontakt mit den Trainern gewöhnt. Hohe Hygienevorschriften sorgen dafür, dass das Einschleppen von Krankheiten verhindert wird. Zudem werden unsere Tiere erstklassig medizinisch versorgt. Auch bieten wir keine Delfinschwimmprogramme für Touristen an, weil wir keine falschen Anreize schaffen wollen, denn Delfine sind nun mal Wildtiere und können dem Menschen in der Wildbahn durchaus gefährlich werden. Innerhalb der letzten Jahre sind einige Verletzungen und sogar Todesfälle von Menschen zu beklagen, die Opfer von wilden Delfinen wurden. Unsere Trainer arbeiten lange daran, das Vertrauen der Delfine zu erlangen und das ist die Basis für die tägliche Zusammenrabeit mit den Tieren.

In jeder Präsentation bekommt ein Kind die Möglichkeit mit den Großen Tümmlern näheren Kontakt aufzunehmen – das ist für das Kind völlig ungefährlich, weil die Trainer diese Interaktion überwachen. Auch durch solche Präsentationen werden die Delfine zu Botschaftern ihrer Art in der Natur, unserem wichtigsten Erbe, dessen Schutz wir uns verschrieben haben. Zu diesem Schutz gehört eben auch, dass Touristen nicht die zu große Nähe von wilden Meerestieren suchen, weil dies grossen Schaden für beide anrichten kann.

Forscher zeichnen erstmals Gespräch zwischen Delfinen auf

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Ein wissenschaftlicher Artikel, über die „Kommunikation der Delfine“, gelang kürzlich an die Öffentlichkeit und wurde innerhalb der wissenschaftlichen Sparten, der Kommunikationsmedien, weiträumig verbreitet. Gemäss einer Studie erscheint es so, dass die Delfine eine komplexe Sprache haben (so wie der Mensch, oder sogar darüber hinaus). Wenn sich jemand die Mühe machte den Originalartikel zu lesen, könnte er feststellen, das die gezogenen Schlussfolgerungen nicht auf experimentellen Daten fußen, sondern auf indirekten Tests und Demonstrationen, sowie hochspekulativen Annahmen.

Es scheint als hätten die aktuellen wissenschaftlichen Enthüllungen eine gewisse Tendenz zur Sensationslust, vor allem dort, wo es um die Intelligenz der Tiere geht. Sie bieten immer Platz für Modeerscheinungen oder für was auch immer, welches, einem Teil der Bevölkerung gefallen würde. Die Wissenschaft soll es beweisen (z. B. das einige Tiere intelligenter, fürsorglicher und menschlicher wären als der Mensch selbst)

Bedauerlicherweise sind wir weit davon entfernt demonstrieren zu können, dass Delfine Unterhaltungen führen, oder sogar in der Lage wären Töne, in der Art zu kombinieren, dass sie Worte ergäben, da alle wissenschaftlichen Erkenntnisse in die entgegengesetzte Richtung weisen. Nicht einmal mit den erhaltenen Ergebnissen aus dem, in diesem Artikel, veröffentlichten Experiment können Sie vorführen, dass die Delfine eine Sprache hätten. Daher erscheint die Schlussforgerung des Autors „(… die Menschen sollten den ersten Schritt machen, um eine Beziehung zu den ersten, intelligenten Bewohnern dieses Planeten aufzubauen.)“ ein wenig pubertär und wenig wissenschaftlich.



Originalartikel: Forscher zeichnen erstmals Gespräch zwischen Delfinen auf

Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Delfine wie Menschen unterhalten. Sie formen Sätze und lassen den Partner aussprechen.

Schon länger wussten Forscher, dass Delfine über Klicklaute und Pfeiftöne kommunizieren. Unklar war bisher allerdings, ob sie sich auch direkt in Eins-zu-Eins-Gesprächen unterhalten können. Nun ist es erstmals einem Team von Wissenschaftlern gelungen, eine Unterhaltung zwischen zwei Delfinen aufzuzeichnen.

Nach den Erkenntnissen der Forscher des „Karadag Nature Reserve“, eines Wasserschutzgebiets in der Ukraine, ändern Delfine die Lautstärke und Häufigkeit ihrer pulsierenden Klicklaute, um einzelne „Wörter“ zu formen. Diese wiederum fügen sie zu Sätzen zusammen. Ihr Gegenüber wartet das Ende der Nachricht ab, bevor es antwortet.

Nächster Schritt Mensch-Tier-Gespräch Beobachtet haben die Wissenschaftler das bei den zwei Schwarzmeertümmlern Yasha und Yana, deren Unterhaltung sie mithilfe eines Unterwassermikrofons in einem Pool aufnahmen. Chef-Forscher Dr. Vyacheslav Ryabov sagte dem britischen „Telegraph“, es sei nun klar, dass Delfine eine eigene Sprache sprechen. Als nächstes sollte man herausfinden, wie Menschen direkt mit ihnen kommunizieren können.

Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Physics and Mathematics“ veröffentlicht. (cho)

Peta

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Original: Peta-Chef rechtfertigt die Ermordung Tausender Tiere

Das Entsetzen ist groß: Ausgerechnet die Tierschutz-Organisation Peta soll Tausende in Not geratene Tiere töten. Harald Ullmann, der Vorsitzende von Peta Deutschland, erklärt, warum die Aktivisten Tiere töten – und auch gesunde Tiere sterben müssen.

Der Vorsitzende von Peta Deutschland, Harald Ullmann, rechtfertigt die Tötung Tausender Tiere durch seine Organisation. Peta ist schon mehrmals in die Kritik geraten, weil die Aktivisten mehr als 90 Prozent der Tiere einschläfern, die in der US-Zentrale in Virginia abgegeben werden. „In unserer Gesellschaft ist es schon so weit gekommen, dass Menschen, die Tiere schützen wollen, gezwungen sind, sie zu töten“, sagte Ullmann der „Huffington Post“. „In den USA landen pro Jahr zwischen sieben und acht Millionen Tiere in Tierheimen. Es gibt einfach nicht genug gute Plätze für sie.“

Die Zentrale in den USA sei kein Tierheim im gewöhnlichen Sinne. Es sei eine Notfallstation. „Zu uns kommen Tiere, die von anderen Tierheimen abgewiesen wurden“, sagte Ullmann zur „Huffington Post“. „Sie sind alt, krank oder nicht vermittelbar. Peta weist kein Tier ab.“

Ullmann gibt außerdem zu, dass Peta auch gesunde Tiere einschläfert, die theoretisch vermittelt werden könnten. „Wir versuchen immer, mit dem Besitzer einen Weg zu finden, dass er das Tier doch behalten kann“, sagte Ullmann. „Wenn das nicht geht, kontaktieren wir Tierschutzorganisationen oder Tierheime, die ein neues Zuhause finden können. Menschen, die ein Tier bei uns abgeben, wissen, dass wir es einschläfern müssen, wenn wir keinen Platz finden.“ In Deutschland betreibt Peta keine Aufnahme-Einrichtung.



Original: Harald Ullmann, Peta Deutschland: „Wir sind kein Tierheim“

Das Entsetzen ist groß: Ausgerechnet eine Tierschutz-Organisation soll Tausende in Not geratene Tiere töten. Systematisch sollen die Aktivisten auch völlig gesunde Tiere einschläfern, die in ihrer US-Zentrale in Virginia abgeben werden. Diesen und noch schlimmere Vorwürfe erhebt HuffPost-Blogger Nathan Winograd.

Und tatsächlich: Das Landwirtschaftsministerium in Virginia hat Zahlen zu den Tötungen veröffentlicht, die Peta der Behörde regelmäßig melden muss. Die Organisation tötet mehr als 90 Prozent der Tiere, die sie aufnimmt. Die Statistiken von 2004-2010 sind auf der Seite des Ministeriums einsehbar. 2010 schläferte Peta 3630 von 4596 Tieren ein.

Finanzieren Spender bei Peta also Quälerei und Massentötungen? Die Vorsitzende von Peta USA, Ingrid Newkirk, hat in einem Gastbeitrag auf Huffington Post bereits zu den Vorwürfen Stellung genommen. Jetzt wehrt sich auch der Vorsitzende von Peta Deutschland. Im HuffPost-Gespräch erklärt Harald Ullmann, warum die Aktivisten Tiere töten.

Huffington Post: Peta schläfert fast alle Tiere ein, die in der US-Zentrale abgegeben werden. Ist das noch Tierschutz?

Harald Ullmann: Die Zentrale in den USA ist kein Tierheim im gewöhnlichen Sinne. Es ist eine Notfallstation, die letzte Zuflucht. Zu uns kommen Tiere, die von anderen Tierheimen abgewiesen wurden. Sie sind alt, krank oder nicht vermittelbar. Peta weist kein Tier ab. In der Statistik sind außerdem die Fälle nicht erfasst, die vermittelt werden, bevor wir sie aufnehmen und in der Kartei erfassen.

HuffPost: Werden auch Tiere getötet, die gesund sind und theoretisch vermittelt werden könnten?

Ullmann: Wir versuchen immer, mit dem Besitzer einen Weg zu finden, dass er das Tier doch behalten kann. Wenn das nicht geht, kontaktieren wir Tierschutzorganisationen oder Tierheime, die ein neues Zuhause finden können. Menschen, die ein Tier bei uns abgeben, wissen, dass wir es einschläfern müssen, wenn wir keinen Platz finden.

HuffPost: Wie tötet Peta die Tiere?

Mit der gleichen Methode, wie es beim Tierarzt passiert.

HuffPost: Wann ist töten barmherzig?

Ullmann: Kein Tier sollte unnötig leiden. Wenn es keine Chance auf Heilung oder Besserung gibt, raten auch Tierärzte dazu, einzuschläfern.

HuffPost: Wie leben Tierfreunde bei Peta damit, Tiere zu töten?

Ullmann: Das ist furchtbar. In unserer Gesellschaft ist es schon so weit gekommen, dass Menschen, die Tiere schützen wollen, gezwungen sind, sie zu töten. In den USA landen pro Jahr zwischen sieben und acht Millionen Tiere in Tierheimen. Es gibt einfach nicht genug gute Plätze für sie.

Ist ein schlechter Platz nicht immer noch besser als der Tod?

Die Tierheime in den USA sehen ganz anders aus als hier. Da leben zum Beispiel KatzenFinden Sie jetzt Ihr neues Haustier! bis an ihr Lebensende in übereinandergestapelten Boxen – also oft 15 Jahre lang.

Die einzige Möglichkeit, diese Situation zu bekämpfen, ist die Kastration. Peta hat bis jetzt in North Carolina und Virginia knapp 100.000 Tiere kostenlos oder kostengünstig kastrieren lassen.

HuffPost: Warum betreibt Peta keine Tierheime, auch in Deutschland nicht?

Ullmann: In unserer Satzung haben wir uns auf das Leiden in der industriellen Tierhaltung festgelegt. Das sind pro Jahr alleine in Deutschland über drei Milliarden Tiere, die für Nahrungsmittel, Bekleidung oder im Tierversuch sterben. Es gibt schon sehr gute karitative Einrichtungen in Deutschland. Wir wollen die Öffentlichkeit über Tierrechte aufklären und das Problem an der Wurzel bekämpfen. Wenn weniger Menschen Fleisch essen oder sich unüberlegt ein Haustier holen, dann kommen auch weniger Tiere in schlimme Situationen.

HuffPost: Unterstützt Peta Tierheime finanziell?

Ullmann: Nein, wir konzentrieren uns auf die industrielle Tierhaltung. Wir haben keine Partnertierheime, wir unterstützen Einrichtungen aus dem Ausland punktuell. Wir helfen zum Beispiel Hotels in der Türkei bei der Einrichtung von Häusern für Straßenkatzen.

HuffPost: Was macht Peta mit den Spendengeldern?

Ullmann: Wir machen Öffentlichkeitsarbeit, ermitteln verdeckt auf Pelzfarmen oder in Einrichtungen für Massentierhaltung und wir gehen ganz massiv die Großkonzerne an, die Tiere ausbeuten. Für karitativen Tierschutz verwenden wir nur einen kleinen Teil, ungefähr zehn Prozent.