Im Loro Parque sind vier Felsenpinguine geschlüpft

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Die Pinguin-Kolonie des Loro Parque vergrößert sich um vier im Pinguinarium geschlüpfte Felsenpinguin-Küken. Die Küken erfreuen sich bester Gesundheit und entwickeln sich in der Pinguin-Aufzuchtstation prächtig. Sie sind am 4., 9., 12. und 15. Dezember geschlüpft, und blieben zunächst einige Tage lang im Inkubator. Sie werden mit einer besonderen Mischung aus Fischbrei mit Calcium-Zusatz in einem Anteil von 10% ihres Körpergewichts gefüttert.

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Etwa 2 Monate lang werden die Küken in der Aufzuchtstation des PlanetPenguin versorgt, wo die während der ersten Lebenswochen unabdingbare besondere Fürsorge erhalten. Danach beginnt der Integrationsprozess, während dem sie langsam an ihre neue Umgebung gewöhnt werden, um letztlich ganz in die Pinguingruppe integriert zu werden. In diesem Stadium ist das Geschlecht der Küken noch unbekannt, bis es schließlich mit Hilfe von Blutproben bestimmt wird.

Die Experten des Loro Parque versorgen die Vögel mit großem Sachverstand sowie mit Liebe und Respekt. Auf dieser Grundlage hat Loro Parque großartige Ergebnisse, denn es gelingt die Nachzucht aller hier gepflegten Meeresvögel (Humboldtpinguin, Königspinguin, Eselspinguin, Felsenpinguin und Atlantischer Papageientaucher). Den Bewohnern einer der besten Pinguin-Anlagen der Welt kommt eine Einrichtung zugute, die 12 Tonnen Schnee täglich produziert, die ein Filtersystem gegen mikrobiologische Luftverunreinigungen hat, und die für die optimale Reproduktion der Tiere ideale Bedingungen für Lichteinfall und Temperatur bietet.

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Dank des im polaren Ökosystem der Antarktis alljährlich im Frühjahr verfügbaren Nahrungsangebots bilden Pinguine riesige Kolonien, die aus hunderttausenden von Exemplaren bestehen. Leider ist dieser Nahrungsreichtum ernsthaft durch die Überfischung der Meere und durch den Klimawandel bedroht, der die Meeresströmungen negativ beeinflusst! Beispielsweise sind der beständige Schneefall und die Gletscher, auf denen die Pinguine gewöhnlich nisten, in großer Gefahr durch den vom Treibhauseffekt verursachten Klimawandel zu verschwinden. Diese Umstände sind eine ernste Gefahr für die Zukunft dieser erstaunlichen Vögel!

Deswegen engagiert sich Loro Parque als moderner Zoo dafür, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese Probleme zu fördern und die Naturschutzprojekte zu unterstützen. Gleichzeitig hat Loro Parque ein Umweltmanagementsystem realisiert, eine eigene Photovoltaik-Solarenergieanlage zur Gewinnung elektrischer Energie errichtet, fördert einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und setzt sich für den Schutz der natürlichen Lebensräume der Tiere ein.

Rockhopper-Babies im Loro Parque

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Original Artikel: http://zoos.media/medien-echo/rockhopper-babies-loro-parque/

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Seit Jahren hält der Loro Parque Felsenpinguine, die im Englischen den schönen Namen „Rockhopper“ tragen. Diese Tiere brauchen solche Aufmerksamkeit in Zoos, denn der Gesamtbestand der Art ist in den letzten 30 Jahren umd fast ein Drittel zurückgegangen. Moderne Zoos sind wichtige Akteure im Artenschutz im Lebensraum der Wildtiere selbst (in situ) und außerhalb (ex situ).

Es gibt etwa 80 in Europa gehaltene Exemplare, wovon etwa die Hälfte im Tiergarten Schönbrunn lebt, wo sie ebenfalls gezüchtet werden. Ebenso hält der Loro Parque diese Tiere seit Jahren und auch züchtet erfolgreich. Um die Aufzucht des Pinguinachwuchses des Zoos auch transparent zu zeigen, wurde in Planet Penguin eine spezielle Babystation eingerichtet wie es sie auch in der Animal Embassy für Papageien gibt. Die Besucher können hier sehen wie die Experten für die Tiere sorgen.

Das Futter, das sie bekommen ist speziell auf ihre Bedürfnisse, ihr Alter und ihr Gewicht abgestimmt und genügt höchste Qualitätsanforderungen. Es ist jahrlange Erfahrung von professionellen Pinguinhaltungen, die den Kleinen heute zugutekommt. Später dann sieht man die Tiere in der Eiswelt Antarcica der großen Pinguinariums, wo sie als Nahrung Fisch in Restaurantqualität bekommen.

Die Schneemaschinen des schneesichersten Flecken Erde auf Teneriffa produzieren 12 Tonnen Schnee an jedem Tag. Die Luft wird speziell gefiltert und die Lichtsituation genau an das natürliche Vorbild angepasst. Es gibt weltweit sehr wenige Installationen, die diese Qualität zuverlässig jeden Tag für Pinguine bereit stellen können.

Die Pfleger behandeln die Tiere mit viel Liebe und großen Respekt. Sie kümmern sich rührend um jedes Tier und versorgen es auf Basis neuster wissenschaftliche Erkenntnisse – das ist ein Kennzeichen jedes modernen Zoos.

Letzten September konnten wir ein Video von der besonderen Installation drehen, das wir auf Facebook veröffentlicht haben. Das das kann weiter unten auf dieser Seite entdecken. Darin sieht man auch den Felsenpinguinnachwuchs aus dem letzten Jahr. Darunter findet man dann ein aktuelles Video von der Versorgung des Loro Parque der Jungtiere.

Wichtige Botschafter ihres Lebensraumes

Der naturgetreue Nachbau des Lebenraumes hat neben dem Wohlbefinden seiner Bewohner auch noch einen edukativen Nutzen. Moderne Zoos zeigen ihre Tiere in Gehegen, die in erste Linie den Anforderungen der Tiere gerecht werden, aber auch einen Ausschnitt des natürlichen Lebensraumes darstellen. Aus diesem Grund bietet der Loro Parque für die Felsenpinguine auch speziell naturgetreue Felslandschaften, wo sich die Tiere gerne aufhalten und auch in den Brutbetrieb einsteigen.

Durch die Gemeinschaftshaltung mit Eselspinguinen, Zügelpinguinen und Königspinguinen in der antarktischen Installation, sind sie Botschafter eines hochgradig bedrohten Lebensraumes. Durch Einflussnahme des Menschen und den Wandel des Klimas stehen Polar-Zonen und ihre Bewohner generell vor großen Herausforderungen.

Die Heimat des Felsenpinguins, die von subtropischen bis zu subantarktisch Inseln reicht, muss geschützt werden, wenn sie nicht für immer verloren sein soll und von sämtlichen Tierarten entvölkert werden soll. Auch hier nehmen Zoos eine wichtige Rolle ein. Zoos auf der ganzen Welt zeigen deshalb immer wieder Vertreter dieses Lebensraumes und schützen verschiedenste Arten von Pinguinen aktiv.

Besonders schwer ist es für Zoos, Habitate zu bauen, die so ganz anders sind als das Klima, indem sie selbst erbaut sind. Aber einige Zoos scheuen hier weder Kosten noch Mühen, um so Millionen von Besuchern auch die Polarregionen zeigen zu können, denn diese sind vom Klimawandel mit am meisten betroffen und brauchen Aufmerksamkeit, die Zoos bieten können. So können selbst Urlauber, die eigentlich die Wärme suchen, noch für dem Schutz antarktischer Pinguine inspiriert werden.