Anti-Peta-Kampagne soll Spendern die Augen Öffnen

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Quelle: http://www.outfox-world.de/news/anti-peta-kampagne-soll-spendern-die-augen-oeffnen.html „Peta gibt fast die Hälfte der Spenden für Gehälter aus“ – mit dieser Information verziert rollen derzeit Busse durch Hamburg und Berlin. Hinter der Kampagne steckt laut einem Bericht von realfacesofanimalrights.de der internationale Pelzhandelsverband, der auf diese Weise vor allem wohlmeinende Spender über die Geschäftsgebaren der Tierrechtsorganisation aufklären will. In einer Karikatur wird Peta als geldgieriger Geier dargestellt, der auf einen verhungernden Welpen starrt und diesen offenbar als Beute betrachtet. Nach jahrelanger Zurückhaltung habe die Pelz-Branche sich laut dem Bericht nun entschieden, die Tierrechtsaktivisten anzuprangern – wegen „falscher Anschuldigungen, Heuchelei, Gier und Intoleranz, die darauf abzielen, den Verbraucher irrezuführen und zu schikanieren“. Wer an Peta spende, solle daher wissen, dass die Organisation in Deutschland 42 Prozent aller Spenden für Gehälter und Aufwandskosten ausgebe. „Die Rechnung für diese Armee von Aktivisten belief sich im Jahre 2015 auf atemberaubende 1.728.583 €“, heißt es in dem Bericht. Zudem seien „unglaubliche 1.516.373 €“ allein für Öffentlichkeitsarbeit genutzt worden.
Wie Peta und andere Tierrechtsaktivisten die Öffentlichkeit in die Irre führten, sei bedenklich, wird Mark Oaten vom Internationalen Verband des Pelzhandels zitiert. Nur wenige Menschen wüssten beispielsweise, dass Peta im Jahr 2016 in einer Rettungsstation im US-Bundesstaat Virginia mehr als 1400 Katzen und Hunde getötet habe. Das seien beinahe 72 Prozent der Tiere gewesen, die in die Peta-Station kamen. „Viele ihrer Spender würden sofort den Stecker ziehen, wenn sie dies alles wüssten“, sagte Oaten dem Bericht zufolge. „Es wurde Zeit, dass jemand sie bloßstellt und die Sache richtig stellt.“ Die Busreklame soll der Auftakt zu einer weltweiten Kampagne sein, die Werbung in Großstädten, auf Bahnhöfen, bei Festivals und in Zeitungen umfasst. Damit Peta in Deutschland auch juristisch belangt wird, hatte der Deutsche Jagdverband (DJV) kürzlich Anzeige erstattet, unter anderem wegen falscher Verdächtigung (wir berichteten). In Baden-Württemberg erhielten die Tierrechtler im April offiziell kein Verbandsklagerecht. Zur Begründung wurde dabei auf die seltsame Organisationsstruktur von Peta verwiesen (wir berichteten).

Petas Tiertötungpraxis in der Kritik

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Quelle: http://www.salonkolumnisten.com/petas-tiertoetungspraxis-in-der-Kritik

Die Tierrechtsorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) tötet auch gesunde und vermittelbare Tiere in ihrem Tierheim. Ein Tierrechtler wendet sich nun offen gegen diese Praxis: Nathan J. Winograd ist Autor, Filmemacher und setzt sich aktiv für Tiere und deren Schutz ein.

In den USA sterben viele Tiere in Tierheimen. Jeden Tag werden rund 8.000 Hunde und Katzen eingeschläfert. Das „No Kill“-Konzept soll die Tötungen reduzieren: Eine Tötungsrate in den Tierheimen von etwa 10 Prozent oder sogar weniger. Tiere sollen nur eingeschläfert werden dürfen, wenn ein unabhängiger Tierarzt das Leiden der Tiere feststellt und eine Einschläferung zum Wohl des Tieres empfiehlt. Aktuell werden in den USA auch Tiere eingeschläfert, obwohl sie nicht leiden bzw. ohne, dass unabhängig ihr Leid festgestellt wurde.

Tiere und ihre Tötungsraten

Eine Tötungsrate von 30 Prozent gilt als Erfolg, wobei sie in schlechten Jahren bei 60 Prozent liegen kann. Manche Tierheime haben aber auch eine Tötungsrate von rund 90 Prozent und vermitteln gar keine Tiere weiter.

In deutschen Tierheimen gibt es Härtefälle, um die sich die Mitarbeiter besonders kümmern und bei denen man trotzdem versucht, sie an liebende neue Besitzer zu vermitteln, die ein Herz für diese vom Leben gebeutelten Tiere haben. In den USA werden solche Tiere in „Kill“-Tierheimen geparkt.

Auf Anfrage der Zeitschrift „Ein Herz für Tiere“ teilte Evelyn Ofensberger, Leiterin der Rechtsabteilung des Deutschen Tierschutzbundes, mit: „Die Tierheimordnung des Deutschen Tierschutzbundes regelt ganz genau, wann Hunde und Katzen in Tierheimen eingeschläfert werden dürfen. Nur wenn der Tierarzt eine unheilbare, schwere Erkrankung feststellt, ist dies erlaubt. Ein weiterer Grund zur Tötung eines Tieres kann das Vorliegen von schweren Verhaltensstörungen sein, die für das Tier Leiden im Sinne des Tierschutzgesetzes bedeuten. In solchen Einzelfällen trifft eine Kommission aus Tierärzten und Tierheimmitarbeitern die Entscheidung. In allen anderen Fällen ist die Tötung von Tieren im Tierheim grundsätzlich abzulehnen, denn das deutsche Tierschutzgesetz verbietet das Töten von Tieren ohne vernünftigen Grund.“

Deutsche Praxis als Vorbild

Nathan J. Winograd strebt ein ähnliches Konzept für die USA an: „Wenn PETA sich glaubhaft um alle Tiere kümmern würde, und sie retten wollte, wäre ich ein Unterstützer.“ PETA betreibt ein Tierheim in den Vereinigten Staaten. Dieses gehört zu den „Kill“-Tierheimen und kooperiert auch ausschließlich mit solchen. Winograd will eine Tötungsrate von 10 Prozent oder weniger, der US-Durchschnitt liegt bei 40 Prozent und die Tötungsrate von PETA liegt bei rund 86 Prozent. (Die Zahlen zum PETA-Tierheim stammen von der zuständigen Regierungsbehörde, der VDACS).

Winograd möchte die Tötungen nicht abschaffen, sondern sie nur zur eigentlichen Wortbedeutung zurückführen. „‚No Kill‘-Tierheime schläfern Tiere nur nach strengster medizinischer Indikation ein – so wie es in Deutschland auch ist. Wenn PETA wirklich nur die leidenden Tiere einschläfern würde, wäre es kein Problem der ‚No Kill‘-Bewegung beizutreten, denn diese Tiere würden auch dann eingeschläfert, wenn der hinzugezogene, unabhängige Experte genauso urteilen würde.“

Was macht PETA mit den Spendenmillionen

PETA verfügt jedes Jahr über einen mittleren, zweistelligen Millionenbetrag: Nur 10 Prozent davon gehen in das, was PETA „karitativen Tierschutz“ nennt. Gemeint ist damit unter anderem in das Tötungstierheim. An der grundlegenden Situation für die Tiere ändert sich dadurch aber nichts. Gab es 2001 immerhin noch eine Adoptionsrate von rund 26 Prozent (die höchste im Zeitraum von Mitter 1998 bis 2015), sank die Adoptionsrate auf 0,3 Prozent (2008) und lag 2015 bei rund 3 Prozent.

Das wirft Winograd der Tierrechtsorganisation vor: „Sie töten nicht nur gesunde Tiere, einschließlich Hundewelpen und Katzenbabys, sondern sie tun das ohne Anstrengungen zu unternehmen, für die Tiere ein neues Zuhause zu finden.“ Das bestätigt auch PETA. Winograd zitiert die PETA-Gründerin Ingrid Newkirks Aussage, dass nicht im „Home finding business“ sei.

Die Ideologie hinter PETA

Winograd erklärt dazu: „PETAs Ansichten über Hunde und Katzen in Häusern von Menschen kommen aus einer grundsätzlich fehlerhaften Perspektive, die die Partnerschaft zwischen Tier und Mensch in die gleiche Kategorie stellt wie verschiedene und unbestreitbare Formen der Tierausbeutung. Dabei ist es das gar nicht.“

Wenn man nach Erklärungen sucht, warum PETA trotz genügend Finanzmitteln, Reichweite und Möglichkeiten nicht in Tierhaltung investiert, stößt man schnell auf die Ideologie von PETA. Denn PETA ist gegen jede Form der Tierhaltung. Von Nutztieren über Haustiere bis hin zu Assistenztieren wie etwa Blindenhunden: PETA lehnt alle diese Formen ab. Es ist also im PETA-Denken schlicht zielführend, Tier-Haltungen durch Einschläferung zu beenden.

Peta’s Kampagne gegen Orcahaltung geht nach hinten los

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Quelle: http://www.huffingtonpost.de/philipp-j-kroia/kampagne-gegen-orcahaltung-hebt-ab-_b_16507450.html

Angeblich sollen nun Eurowings und Airberlin die PETA-Werbeanzeige gegen Delfinarien im Board-Magazin abdrucken. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Anzeige der Tierrechtsorganisation finden Reisende noch bis Ende Juni im Bordmagazin aller Flugzeuge der Air Berlin. Mit Air Berlin fliegen jährlich durchschnittlich 30 Millionen Menschen, zum Beispiel nach Teneriffa […] .

Auch Millionen Fluggäste von Eurowings und Germanwings finden die Anzeige von PETA im Inflight Magazin, das noch bis Ende August an Bord aller Flugzeuge ausliegt.“

Beide Airlines fliegen in dieser Zeit allerdings Teneriffa gar nicht an: Bereits seit Jahresbeginn hat airberlin die Linie an eine andere Fluggesellschaft abgegeben und Eurowings bedient das Ziel erst wieder ab Oktober. Ob PETA das seinen Rezipienten der Pressemitteilung absichtlich vorenthält oder selbst nicht weiß, ist schlicht nicht überliefert.

Mit seiner edukativen Orcashow erreicht der Park tausende Besucher pro Tag.

Für die Fluglinien könnte das einen Imageschaden bedeuten. Die PETA-Werbung enthält die falsche Pauschalbehauptung, dass Orcas in Menschenobhut immer leiden würden, was nicht stimmt und für moderne Haltungen, wie den erwähnten Loro Parque, bereits widerlegt wurde.

Zudem wird auch gegen andere moderne Zoos und Aquarien Stimmung geschürt, die für umfassenden Arten- und Naturschutz, sowie für die naturkundliche Bildung unerlässlich sind.

Hier ist das Vancouver Aquarium ein gutes Beispiel, wo man verschiedene Delfinarten artgemäß hält, aber man ermöglicht auch Forschung, die für den Artenschutz notwendig ist: etwa die Schweinswalforschung zur Unterstützung des Vaquita-Rettungsplanes.

Außerdem rettet das Rettungszentrum des Aquariums rund 100 Meeressäugern pro Jahr das Leben. Auch gegen solche Einrichtungen richtet sich die PETA-Werbung. Solche populistische Anti-Werbung, die Lügen enthält, schadet der Glaubwürdigkeit eines Mediums, das Werbung verbreitet, weil solche Werbung auch ein schlechtes Bild auf die andere gezeigte Werbung wirft.

Hier müssen Werbekunden abwägen, ob ein zukünftiges Placement in den Board-Magazinen sinnvoll ist, nachdem bekannt wurde, dass beide Unternehmen auch völlig unseriöse Werbung abdrucken.

Delfinarien bekommen Rückenwind von der Wissenschaft

Derweil stärken unabhängige Wissenschaftler den Rücken moderner Delfinarien. Die Wissenschaft ist für die Haltung von Meeressäugern.

Eine vergleichende Studie brachte zudem zum Vorschein, dass Delfine in Zoos gesünder sind als ihre wilden Artgenossen. Ebenso wurde schon vor längerer Zeit nachgewiesen, dass Delfine in Menschenobhut unter keinem chronischen Stress leiden, sondern sogar völlig normale Stresswerte aufweisen – ganz anders als oftmals ihre wilden Artgenossen, die deutlich gestresster sind . Ebenso konnte für Wale in Menschenobhut nachgewiesen werden, dass sie beim Training das Glückhormon Dopamin ausstoßen.

Das Wohlergehen der Tiere im Loro Parque wird auch von unabhängigen Experten überprüft. © Philipp J. Kroiß

Solche unabhängig geprüften Studien sind wichtig, um in der Diskussion die Fakten zu klären und sachlich zu diskutieren. Den Delfinariengegnern gehen derweil die Argumente aus und es werden Aktionen gestartet wie in Nürnberg, wo radikale Tierrechtler eine Rauchbombe in einem Delfinarium zündeten und schließlich zu den Tieren ins Wasser sprangen. Das ist natürlich alles andere als sachlich und seriös.

Der Wind dreht sich Langsam wird klar, dass all die populistischen Anschuldigungen, die Aktivisten gegen Delfinarien in den letzten Jahren führten, falsch sind. Die, die den Desinformanten nun vertraut haben, stehen ziemlich lächerlich gemacht dar.

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde PETA gegenüber SeaWorld völlig entmachtet und ein paar Tage zuvor war ihnen in Deutschland das Verbandsklagerecht verwehrt worden.

Man scheiterte hierbei an den Kriterien: „Gesetzlich festgelegte Kriterien, […] stellen dabei sicher, dass nur […] demokratisch strukturierte Organisationen anerkannt werden […]. Darüber hinaus müssen diese jahrelange Erfahrung im Tierschutz nachweisen und so verantwortungsvoll mit ihren neuen Möglichkeiten umgehen können.“ Dies hat PETA wohl nicht nachweisen können.

Der größte ‚Erfolg‘ gegen die Delfinarien war bisher immer die Zerstörung von SeaWorlds Orca-Zuchtprogramm gewesen. Das hat aber eine nicht mehr artgerechte Haltung der Tiere zu Folge und eine ethisch nicht zu rechtfertigende, dauerhafte Medikation der Tiere. In Europa haben sowohl die EU, als auch der europäische Zooverband (EAZA), solche Entscheidungen aus guten Gründen unmöglich gemacht.

In den USA war ein Implementierung rechtlich möglich, aber wie lange sie unter den neuen chinesischen Einflüssen im Unternehmen Bestand hält, ist fraglich, denn es ist bekannt, dass China Orcas züchten will und niemand zweifelt ernsthaft daran, dass sie dies auch tun. Die letztendliche Frage ist nur, wo die Zucht stattfindet bzw. stattfinden kann und wo somit das Unternehmen zukünftig Millionen investieren wird und entsprechend Arbeitsplätze schafft.

Der sprichwörtliche Drops ist aber lange noch nicht gelutscht – in Mexiko wird gerade viel in eine Anti-Delfinarienkampagne gesteckt, die einen Zuchtstopp gesetzlich festschreiben will und in Kanada versuchen Tierrechtler das einzige Kanadische Rettungszentrum für Meeressäuger zu schließen und Walhaltung zu verbieten. Das Tierwohl ist dabei egal – wie schon im Fall SeaWorld, wo es Tierrechtler durch Lobbyarbeit und entsprechende, drücken wir es vorsichtig aus, ‚Motivation‘ von Politikern erreicht haben, dass nun viele Orcas unter einem völlig unnatürlichen Zuchtstopp leben müssen und sinnlose Medikation durch Verhütungsmittel erhalten, die langfristig unter Umständen lebensbedrohliche Krankheiten verursachen.

In der Wildbahn spitzt sich die Lage zu Die Verschmutzung der Umwelt schreitet fort und Walpopulationen schrumpfen. Der chemische Verseuchung der Meere sorgt unter anderem dafür, dass Orcas unfruchtbar werden – es braucht aktuell Forschung an der Reproduktion der Schwertwale dringender denn je. SeaWorld blockiert dies aktuell bzw. muss dies blockieren.

Die Southern Residents Schwertwal Population ist so bedroht wie noch nie. Während man wissenschaftlich geführte Haltungen dieser Tiere nun immer wichtiger werden, versuchen Zoogegner ihnen zu schaden. Alternativkonzepte existieren aber nicht, weil in Delfinarien Forschungen möglich sind, die in der Wildbahn nie möglich sein können.

Keto, Kohana, Skyla und Morgan (v.l.) zeigen sich während der Show als Botschafter ihrer Art und ihres Lebensraumes. | © Philipp J. Kroiß

Während moderne Zoos Millionen in den Schutz dieser Tiere, ihrer Art und ihres Lebensraums investieren, versucht man ihnen durch Populismus zu schaden. Airberlin und Eurowings scheint das egal zu sein! Solange man sie bezahlt, scheinen sie offenbar gerne den Steigbügelhalter für populistische Kampagnen zu spielen, die wichtigen Forschungs-, Natur- und Artenschutzakteuren schaden. Man muss sich auch fragen wie eine Fluglinie, die lieber falschen Darstellungen als wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten zu vertrauen scheint, vertrauenswürdig genug ist, mit ihr in den Urlaub zu fliegen.

Anmerkung: Sowohl Airberlin, als auch Eurowings wurden angeschrieben, damit sie die Gelegenheit bekommen, Stellung zu nehmen. Beide nahmen dies nicht wahr.

 

„In der Natur geht es dem König der Tiere zunehmend an den Kragen“

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Quelle: http://www.wochenblatt.es/kanarische-inseln/in-der-natur-geht-es-dem-koenig-der-tiere-zunehmend-an-den-kragen/

Der Loro Parque in Puerto de la Cruz erwartet in den nächsten Wochen Familienzuwachs. Drei junge Löwen werden in ein für sie entworfenes und gebautes Gehege einziehen und als Botschafter ihrer Art die Parkbesucher auf ihre Notlage in der Natur aufmerksam machen. Wolfgang Rades, seit Dezember 2015 zoologischer Direktor des berühmten Tierparks auf Teneriffa, hat dem Wochenblatt im Interview Einzelheiten und Hintergründe dieses Projektes verraten.

Wochenblatt: Herr Rades, vor Ihrer neuen Aufgabe im Loro Parque waren Sie Chef des Tierparks Herborn. Wie hat es Sie aus Hessen auf die Insel verschlagen? Wie kamen Sie in Kontakt mit Familie Kiessling?

Wolfgang Rades: Ich bin engagierter Naturschützer und begeisterter Tiergärtner. Ein senegalesischer Ökologe hat bereits 1968 einen Satz geprägt, der heute der Leitsatz des modernen Zoos in Deutschland ist, und der kurzgefasst lautet: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“ Dies hat meine positive Beziehung zu zoologischen Gärten ebenso beeinflusst wie das Wirken des berühmten langjährigen Frankfurter Zoodirektors Professor Bernhard Grzimek und seine naturkundlichen Filme. Im Biologiestudium spezialisierte ich mich auf Tiergartenbiologie und Tierökologie. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich bin ich seit Jahrzehnten gleichermaßen im Zoobereich wie auch im Natur-, Arten- und Tierschutz engagiert. Unter anderem war ich fast ein Jahrzehnt lang als Artenschutzreferent beim Naturschutzbund Deutschland NABU, dem größten deutschen Naturschutzverband, und als Leiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, einer großen Wildtierauffangstation in Niedersachsen, angestellt. Aufgrund dieses Engagements kam ich im November 2013 im Rahmen eines Informationsbesuchs erstmals in den Loro Parque, und zwar zur Beurteilung der Orcahaltung, der ich zunächst sehr kritisch gegenüberstand. Denn ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass es möglich ist, solch ein großes Meeressäugetier artgerecht in einem Delfinarium zu halten. Hintergrund war, dass wir über den Orca Morgan, der im niederländischen Wattenmeer hilflos aufgefunden worden war, und der in der Natur nicht überlebensfähig wäre, gesprochen hatten, um die Rechtmäßigkeit seiner Haltung im Loro Parque zu überprüfen. Wie ich inzwischen weiß, hat Morgan glücklicherweise auf Anfrage der Niederlande im Loro Parque eine neue Heimat gefunden, und konnte hier bestens in die Orcagruppe integriert werden. Dieser Informationsbesuch öffnete mir die Augen für die im Loro Parque gegebene große Qualität der absolut tiergerechten Orcahaltung.

So kam der Kontakt zur Familie Kiessling zustande, die mich durch ihr vorbildliches Engagement für den Tierschutz wie auch den Natur- und Artenschutz stark beeindruckt hat.

Wochenblatt: Hatten Sie denn schon zuvor vom Loro Parque auf Teneriffa gehört bzw. die Insel besucht?

Wolfgang Rades: Natürlich hatte ich auch schon zuvor vom Loro Parque gerade wegen seiner qualitativ insgesamt sehr guten Tierhaltung und wegen seines vorbildlichen internationalen  Naturschutzengagements mit seiner Naturschutzstiftung gehört. Ich kannte den laut TripAdvisor besten Zoo Europas jedoch ebenso wie die sehr schöne Insel Teneriffa bis zu meinem ersten Besuch 2013 nicht persönlich. Als dann 2015 Matthias Reinschmidt als vorheriger zoologischer Direktor nach 15 Jahren Teneriffa als Direktor des Zoos Karlsruhe zurück in seine badische Heimat ging, entschied ich mich, mich zum Ende des Jahres 2015 der Herausforderung eines der weltweit attraktivsten und im Naturschutz engagiertesten modernen Zoos zu stellen.

Wochenblatt:Im Herborner Tierpark begegnen Besuchern vor allem gefiederte Arten. Da liegt die Verbindung zum Loro Parque nahe. Doch die Bereiche Fische und Meeressäuger stellen Sie auf Teneriffa sicherlich vor neue Herausforderungen.

Wolfgang Rades: Für Wale und Delfine trifft dies zu, mit Robben und terrestrischen Säugetieren (vom Tiger bis zum Elefanten) ebenso wie mit Reptilien, Amphibien und Fischen hatte ich jedoch auch zuvor in anderen Tierparks (Heidelberg, Solingen, Bochum und Herborn) und teils auch im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde gearbeitet.

Wochenblatt: Gibt es eine lustige Anekdote oder (Tier-)Begegnung aus Ihrer ersten Zeit im Loro Parque?

Wolfgang Rades: Ich möchte hier gar nicht mal so sehr etwas Lustiges hervorheben, als vielmehr die enorme Faszination, die die großartige und besonders vertrauensvolle Mensch- Tier-Beziehung zwischen den Trainern und den mit ihnen bestens harmonierenden Meeressäugetieren, besonders den Delfinen und Orcas, mit sich bringt. Hier geschieht in Training und Shows selbstverständlich nichts durch irgendwelche Zwänge (was nach heutigen Erkenntnissen auch gar nicht ginge!), sondern die Tiere machen spielerisch und vollkommen freiwillig auf der Basis positiver Verstärkung mit!

Wochenblatt: Nun wirft im Loro Parque wieder einmal ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Vor einigen Wochen überraschte die Nachricht, dass bald der König des Tierreichs im Loro Parque einziehen wird. Wann ist es so weit, und warum hat sich der Loro Parque ausgerechnet für Löwen entschieden?

Wolfgang Rades: Der Löwe gilt als der König der Tiere. Aber selbst dieser majestätischen Tierart geht es, wie auch anderen Großtieren, weltweit und jetzt zunehmend auch im bislang noch relativ dünn besiedelten Afrika, bedingt durch menschliche Bevölkerungszunahme und die Übernutzung der natürlichen Lebensräume, in der Natur beängstigend schlecht! In Afrika leben heute nur noch weniger als 25.000 Löwen, nachdem es vor fünfzig Jahren noch etwa 100.000 waren. Neben dem Lebensraumverlust spielt gerade beim Löwen als Fleischfresser die Konkurrenzsituation zum Menschen eine Rolle, denn aufgrund des zunehmenden Mangels an natürlichen Beutetieren verschärfen sich die Mensch-Tier-Konflikte. Zunehmend müssen die Löwen in Rinderherden einbrechen, wenn sie nicht verhungern wollen. In der Folge werden die Tiere oftmals illegal abgeschossen oder vergiftet! Über solche Zusammenhänge zu informieren, hat sich Loro Parque zum Ziel gesetzt, denn zweifellos ist dies eine der wichtigsten Aufgaben des modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere!

Selbstverständlich engagiert sich Loro Parque im Rahmen seiner Naturschutzprojekte gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter auch mit Reiseunternehmen, wie der Nachhaltigkeitsinitiative Futoruis in Deutschland, für die Schaffung von Grundlagen für ein nachhaltiges naturtouristisches Angebot. Und natürlich kommt dem Löwen als einer Flaggschiffart, einem Vertreter der berühmten afrikanischen „Big Five“, im KAZA-Transfrontier Schutzgebiet, das im Rahmen internationaler Zusammenarbeit fünf südafrikanische Staaten umfasst, eine ganz besonders große Bedeutung zu.   

Wochenblatt: Die Löwen, die im Loro Parque einziehen werden, gehören zur Unterart des Angola-Löwen. Welche Besonderheiten kennzeichnen diese Unterart?

Wolfgang Rades: Zunächst ist der südwestafrikanische Angola-Löwe die für das KAZA-Projekt typische Unterart, von der es nach den vorliegenden Erkenntnissen leider nur noch etwa 400 Tiere gibt. Dass diese Unterart mit einer goldgelben bis hellbraunen Grundfärbung und einer zumeist prächtigen blonden Mähne des Männchens zudem sehr attraktiv ist, ist natürlich ein positiver Nebeneffekt, der die Stellung der Tiere im Loro Parque als Botschafter für die in der Natur lebenden Artgenossen untermauern dürfte.

Wochenblatt: Woher kommen die Löwen und weshalb dieser Umzug?

Wolfgang Rades: Das Männchen kam im Zoo Lissabon, der bei der Haltung und Zucht des Angola-Löwen eine große Tradition hat, im August 2015 zur Welt. Die beiden Löwenmädchen wurden im Juli 2016 im auf Wildkatzenhaltung spezialisierten französischen Parc des Felins geboren. Der Austausch von Tieren und die Kooperation in internationalen Zuchtgemeinschaften ist wesentlicher Bestandteil der modernen Tiergartenbiologie. Und natürlich hoffen wir auf die Gründung einer harmonischen Löwenfamilie, die den Bestand des Angola-Löwen in menschlicher Obhut als genetische Reserve für die bedrohte Population der Unterart in der Natur sichern hilft.

Wochenblatt: Inwieweit ist das Gehege dem natürlichen Habitat seine Bewohner ähnlich?

Wolfgang Rades: Die etwa 1.000 qm umfassende Löwenanlage wird mit ihrer großen Naturnähe mit Savannenpflanzen und Felslandschaften dem Habitat des Angola-Löwen in der KAZA-Region mit trockenen Buschsavannen in Wassernähe sehr nahekommen. Malerisch eingerahmt wird das Ganze zudem mit den für die Kanarischen Inseln typischen Drachenbäumen, die den Löwen im Sommer willkommenen Schatten spenden werden.

Wochenblatt: Wie engagiert sich Loro Parque für den Schutz des Angola-Löwen in Afrika?

Wolfgang Rades: In Zusammenarbeit mit namhaften Naturschutzorganisationen und dem Projekt WildCRU der Universität Oxford werden die Aktionsräume der Löwen in der KAZA Region mithilfe von Fotofallen und der Besenderung einzelner Löwen mit Satelliten-Halsbändern erforscht. Die resultierenden Erkenntnisse sollen dem besseren Schutz der Löwen (und anderer Wildtiere) zugutekommen, auch, indem sie zur Vermeidung von Mensch-Tier-Konflikten beitragen. Bislang hat die Loro Parque Fundación hierfür 125.000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Wochenblatt: Wie denken Sie, schafft es ein Zoo, den Artenschutz-Gedanken an seine Besucher weiterzugeben?

Wolfgang Rades: Loro Parque liegt auf einer beliebten Urlaubsinsel, und wir müssen hier besonders beachten, dass die meisten Menschen den Park nicht als außerschulischen Lernort (der er natürlich ist) wahrnehmen und nutzen wollen, sondern dass sie sich vielmehr hier in ihrer Freizeit entspannen und erholen möchten. Deswegen setzen wir zunächst darauf, dass wir unseren Besuchern durch die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier die Faszination und Schönheit der Natur und der Tierwelt vermitteln, und sie dabei im Rahmen eines sogenannten „Edutainments“, also einer geschickten Mischung von Unterhaltung und Bildungsarbeit, eher unmerklich für die Tierwelt interessieren und über sie informieren. Dass zudem im vergangenen Jahr fast 129.000 unserer Gäste an einer Discovery-Tour mit weiteren Hintergrundinformationen über die  Tiere teilgenommen haben, ist eine schöne Bestätigung dieses Konzepts.

Wochenblatt: Bei Facebook gibt es zur bevorstehenden Eröffnung des Löwengeheges die verschiedensten Meinungen. Viele Kommentare loben die Bemühungen des Loro Parque um eine artgerechte Haltung, aber es gibt auch Gegner. So fordert zum Beispiel ein Kritiker die Schaffung eines „virtuellen Zoos mit Hologrammen der Tiere“, ein anderer fragt sich, warum die Löwen nicht in Afrika ausgewildert werden. Was sagen Sie dazu?

Wolfgang Rades: Zunächst einmal möchte ich betonen, dass die Tierhaltung im Loro Parque natürlich im Einklang mit den neuesten tiergarten- und verhaltensbiologischen Erkenntnissen absolut tiergerecht erfolgt. Die ablehnenden Kommentare in den sogenannten sozialen Medien sprechen hingegen nicht für die Sachkenntnisse der Kommentatoren. Es ist schon eine verrückte Zeit: Es gibt Menschen, die lesen irgendwelche emotional verklärten und völlig realitätsfremden Posts bei Facebook etc. und meinen dann, mehr von den Tieren zu verstehen als die Wissenschaftler, Tierärzte und Tierpfleger, die sich seit etlichen Jahren intensiv mit den Tieren befassen. Diese Stimmung wird geschickt von den Funktionären radikaler Tierrechtsorganisationen wie PETA oder der Born Free Foundation, oftmals unter gezielter Verbreitung von Lügen, geschürt, um an die Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde zu gelangen. Zumeist kommen diese Spenden jedoch nicht dem Natur- und Tierschutz zugute, sondern dienen zum überwiegenden Teil der Eigengefälligkeit radikaler Tierrechtsfunktionäre!

Hingegen unterstützt Loro Parque die Naturschutzarbeit der Loro Parque Fundación mit 10% der Eintrittsgelder. Diese konnte schon mehr als 17 Millionen Dollar in mehr als 130 Schutzprojekte in über 30 Ländern zum Schutz seltener Arten investieren, und dadurch beispielsweise wesentlich dazu beitragen, dass sich die Bestandszahlen von zumindest acht hochgradig von der Ausrottung bedrohten Papageienarten in der Natur erfreulich erhöht haben.

Doch zurück zur Rolle des modernen Zoos in unserer von Verstädterung und der daraus resultierenden Naturentfremdung. Vonseiten der Tierrechtsaktivisten heißt es oft, wir bräuchten keine Zoos mehr, denn es gäbe heute ein großes Angebot gut gemachter Naturdokumentationen und andere virtuelle Angebote. Dabei übersehen sie, dass die große Mehrheit der naturentfremdeten Bevölkerung gar keine Motivation hat, sich Naturdokus über Orcas und ihre Gefährdung durch Umweltgifte, Plastikmüll und überfischte Meere, oder über die Gefährdung der Menschenaffen durch die Abholzung der Regenwälder und die Anlage von Palmölplantagen, oder eben auch über die Gefährdung des Königs der Tiere anzusehen. Ähnlich wie ein Video nicht das unmittelbare Erlebnis eines Konzertbesuchs ersetzen kann, ist die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier durch nichts zu ersetzen! Dass diese hauptsächlich im Zoo erfolgen sollte, liegt auf der Hand.  Denn natürlich können die weltweit mehr als 700 Millionen Jahresbesucher zoologischer Gärten nicht auf Safari in die letztverbliebenen Lebensräume der bedrohten Tierwelt geschickt werden. Nicht wenige Zoobesucher werden aber nach der faszinierenden Begegnung mit dem lebenden Tier sehr viel eher aufnahmebereit für Informationen über Tierwelt und Natur sein, und folglich für die Notwendigkeit des Naturschutzes und eines Tierschutzes mit Augenmaß sensibilisiert sein. Von diesen Zoobesuchern sind jedenfalls nicht solche wirklichkeitsfremden Vorschläge wie die nach einer Auswilderung der zoogeborenen Löwen zu erwarten. Denn wir informieren ja im Loro Parque darüber, dass es in der Natur dem König der Tiere zunehmend an den Kragen geht, wenn wir nicht, mithilfe der modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere, in Kooperation mit seriösen Naturschutzverbänden, dagegensteuern.

Hierzu möchte ich abschließend meinen Hochschullehrer, Professor Gunther Nogge, den ehemaligen Direktor des Kölner Zoos, zitieren, der einmal gesagt hat: „Gäbe es noch keine Zoos, so wäre es an der Zeit, sie zu erfinden!“ – Denn: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“

Löwinnen eingetroffen

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Quelle: http://www.wochenblatt.es/kanarische-inseln/loewinnen-eingetroffen/

Die ersten beiden Bewohner des neuen Löwengeheges im Loro Parque sind eingetroffen und inspizieren ihr neues Zuhause. Das rund 1.000 Quadratmeter große Gehege, das ihrem natürlichen Habitat nachempfunden ist, und das angenehme Klima der Kanareninsel sorgen für eine gute und problemlose Eingewöhnung.

Die beiden jungen Löwenmädchen der Unterart der Angola-Löwen sind Schwestern und stammen aus dem Zoo Parc des Félins im französischen Nesles, wo sie auch geboren wurden. Sie sind noch kein Jahr alt und bringen mit circa einem Meter Körperlänge und 60 Zentimetern Schulterhöhe zwischen 30 bis 40 Kilo auf die Waage. Im Loro Parque bekommen sie täglich je zwei Kilogramm Frischfleisch – Rindfleisch, Kaninchen und Hühnchen sind ihre Leibspeisen.

Loro Parque wird Lion’s Kingdom am 25. Mai feierlich eröffnen. Ab 26. Mai können Besucher des Parks das Löwengehege und seine Bewohner bewundern.

Wenn Tierrechtler zu Greenwashern werden

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Quelle: Wenn Tierrechtler zu Greenwashern werden

Branson’s Virgin

Richard Branson wird gerne in Verbindung mit „grünen“ Investments gebracht. Seine Fluglinien aber, sind so gar nicht ‚grün‘: die brachten es 2014 schon auf rund 7.100.000 metische Tonnen CO2 innerhalb weniger Jahre. Schon eine stolze Summe für jemanden, der auf seinem Blog über den Klimawandel schwadoniert.

Seine Flagschiff-Airline Virgin Atlantic brachte es allein in den Jahren 2006 und 2007 auf knapp fünf metrische Tonnen CO2. Das ist natürlich nicht wirklich gut. Mitglied dieser Virgin-Gruppe ist auch Virgin Holidays. Die haben sich nun jüngst gegen die Haltung von Walen geäußert und änderte damit die Richtung des Unternehmens.

Kathleen Dezio, Präsidenting der Alliance of Marine Mammal Parks and Aquariums (AMMPA) erklärt dazu, dass die Mitglieder der Allianz neue Haltung des Unternehmens nicht unterschreiben könnten, denn sie sei beleidigend für zoologische Einrichtungen und ihre Mitarbeiter. Es sei „nicht akzeptabel und kommt nicht aus einer Zusammenarbeit, sondern aus der Agenda der Tierrechtsorganisationen“. Diese seien mit der usprünglichen Erklärung unglücklich gewesen; zuvor hatten nämlich Mitglieder der Allianz in Zusammenarbeit mit Virgin und Tierrechtsorganisationen eine andere Veinbahrung getroffen. Diese ist durch die aktuelle Erklärung gebrochen worden, die allein auf Tierrechtsideologie basiert.

Die Agenda hinter solchen Entscheidungen ist klar. Mit leeren Worten wird nun ein Pseudo-Greenwashing erzielt. Tierrechtler feiern dies als großen Erfolg und sprechen dann nicht mehr über die Millionen Tonnen an schädlichen Stoffen, die die zugehörige Fluglinie in die Luft pustet. Solange ihre Agenda erfüllt ist, kann er dem Klima schaden wie er will – Tierrechtler interessiert das nicht.

Merlin Entertainments Wale

Merlin Entertainment ist ein noch kurioserer Fall. Dabei handelt es sich um eine Firma, die Vergnügungsparks betreibt – unter anderem den Heide Park. Der hat von 1979 bis 2008 ein Delfinarium mit Show beherbergt. Ein Jahr nach der Übernahme durch Merlin war es damit vorbei. Arnie und Sunny wurden dann vom Tiergarten Nürnberg aufgenommen, parallel sollte das WDC, eine Delfinaringegnerorganisation, die sich mit Merlin Entertainment verbündet hatte, für eine Meeresbucht sorgen. Daraus geworden ist nichts, die Tiere sind inzwischen Teil des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms für Delfine, nehmen an Shows teil und leben gesund und glücklich in modern geführten Anlagen.

Merlin Entertainment ist auch für das Gardaland verantwortlich. 2013 fand hier die letzte Show statt, aber die vier Tiere blieben auch nicht dort. Auch für sie sollte das WDC eine Lösung finden und scheiterte genauso. Nau und Mia zum Beispiel, die im Gardaland geboren worden waren, leben heute in der Delfinhaltung in Genua. Diese Tiere gehören aber ohnehin einem Privatmann und waren nur eine Leihgabe. Insgesamt kann mal also sagen, dass das WDC keinen Einfluss mehr auf die Großen Tümmler hat.

In den knapp 50 Sea Life Zentren, die Merlin betreibt, wird, nach außen hin, die Überzeugung vertreten, man sei gegen die Haltung von Walen in Menschenobhut. Jetzt ist es aber so, dass es in Shanghai (China) das Changfeng Ocean World gibt, das auch unter dem Namen Sea Life Shanghai bekannt ist. Diesen Namen trägt, die Einrichtung nicht umsonst, denn seit 2012 ist sie im Besitz von Merlin Entertainment. Dort werden auch Weißwale (Belugas) gehalten und zudem Seelöwen. Mit beiden gibt es wohl nicht nur Show, sondern auch Interaktionen für die Besucher. Genauso wie bei der Delfinhaltung scheint das WDC wiedermal nach dem selben Modell für das Greenwashing verantwortlich: wie für die Großen Tümmler zuvor will man wieder ein ’sanctuary‘ bauen. Ob aus solchen Lippenbekenntnissen je mehr wird, ist fraglich – bisher existieren die vom WDC angestrebten Projekte nicht. Merlin macht es sich aktuell sehr einfach un leugnet einfach die Existenz auf der Webseite

Wenn es grün werden soll und dann blutrot wird

In einer ähnlichen Greenwahsing-Kampagne kooperierte TripAdvisor unter anderem mit PETA gegen Zoos. Durch die üble Tötungspraxis und unseriöse Spendenverwendung steht die bekanntes Tierrechtsorganisation aber in keinem guten Lich dar. PETA-Kooperationspartnern klebt das Blut von zehntausenden Haustieren in den USA an den Händen, da sie so die Arbeit der Tierrechtsorganisation unterstützen.

PETA ist aber nicht nur ein Einzelfall der Szene, sondern besonders die Spendenpraxis ist wahrscheinlich auf viele andere Zoogegner gut übertragbar, da sie meist sehr intransparent mit der Spendenverwendung umgehen. Somit funktionier Greenswashing mit Tierrechtsorganisationen nicht wirklich. Sobald Leute hinter die Fassade schauen, wird die große Lüge und deren Agenda aufgedeckt.

Großer Erfolg des Loro Parque: Vier junge Sandbankhaie feiern ihren ersten Geburtstag

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Loro Parque, laut TripAdvisor der beste Zoo in Europa und der zweitbeste der Welt, hat mal wieder einen Grund zu feiern. Die im Aquarium des Loro Parque geborenen Sandbankhaie, sind nämlich ein Jahr alt geworden, und entwickeln sich prächtig! Abel, Airam, Liam und Juan waren die ersten Jungtiere dieser Haiart, die auf den kanarischen Inseln in menschlicher Obhut geboren wurden. Sie sollen noch in diesem Jahr nach Las Palmas de Gran Canaria in das neue, bald vor der Eröffnung stehende. Großaquarium Poema del Mar umziehen, um dort ein Riffaquarium zu beleben.

Die Junghaie werden fünf mal wöchentlich mit einer Mischung aus weißem und nährstoffreichem Fisch, geschälten Garnelen und Tintenfischen gefüttert. Dabei erhalten sie eine Nahrungsmenge, die 3% ihres Körpergewichts entspricht, und die ihnen ein konstantes Wachstum bei guter Gesundheit ermöglicht. Obwohl sie noch sehr jung sind, nehmen sie bereits am innovativen und im Aquarium des Loro Parque bemerkenswert ausgereiften Trainingsprogramm für Haie teil. Diese freiwilligen Übungen ermöglichen die stressfreie Durchführung biologischer und medizinischer Untersuchungen der Tiere, wie das Wiegen, Vermessen oder medizinische Check-ups.

Sandbankhaie können bis zu 45 Jahre alt werden und bekommen nur alle zwei Jahre Nachwuchs. Diese Haie sind lebendgebärende Tiere, ihr Nachwuchs kommt bereits vollständig entwickelt zur Welt. Bei jeder Geburt kann das Weibchen bis zu 7 bis 10 Junge gebären.

Im Loro Parque sind diese Haie perfekte Botschafter, die die Zoobesucher auf die Probleme und Gefahren, denen die Meerestiere in der Natur durch menschlichen Raubbau ausgesetzt sind, aufmerksam machen. Bereits heute stehen 11 Haiarten auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, und jährlich sterben etwa 100 Millionen Haie infolge menschlicher Ausbeutung!

Zwar bewohnen die Haie bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren unseren Planeten, aufgrund unverantwortlichen menschlichen Handelns drohen diese großartigen Tiere jetzt jedoch für immer zu verschwinden!

IX Internationale Papageien Konvention 2018

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Liebe Freundin, Lieber Freund,

Mit großer Freude teilen wir Ihnen mit, dass die Vorbereitungen für den IX. Internationalen Papageienkongress schon in vollem Gange sind und die Anmeldung bereits eröffnet ist. In etwas mehr als ein Jahr beginnt die neunte Auflage und wir freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen. Verpassen Sie nicht die Gelegenheit, um sich noch heute auf unserer Webseite anzumelden.

Viele unvergessliche Überraschungen und Veranstaltungen erwarten Sie auf der neunten Auflage dieses Kongresses. Wir freuen uns schon jetzt sehr auf unser nächstes Treffen auf Teneriffa.

Bis bald!

Veranstaltungskomitee des IX. Internationalen Papagaienkongresses
E.Mail: congreso2018@loroparque.com
Tel : 0034 922 373 841 Durchwahl 281

Zoo-Delfine gesünder als wilde Artgenossen

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Quelle: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/zoo-delfine-gesuender-als-wilde-artgenossen-a-1146109.html

Wilde Delfine sind einer Studie zufolge häufiger krank als ihre in Gefangenschaft lebenden Artgenossen. Die Autoren einer im Fachmagazin „PLoS One“ veröffentlichten Forschungsarbeit führen dies auf Umwelteinflüsse zurück, vor allem auf die Verschmutzungen der Lebensräume der Meeressäuger.

Die Wissenschaftler verglichen für ihre Untersuchungen zwei Populationen: Delfine in zwei Aquarien in den US-Bundesstaaten Georgia und Kalifornien sowie wilde Artgenossen in Gewässern vor Florida und South Carolina.Delfine sind bekannt für ihre kognitiven Leistungen. Sie nutzen Werkzeuge, sprechen einander mit Namen an und haben ein beeindruckendes Gedächtnis. In der Nahrungskette stehen sie weit oben, in den Körpern der Tiere sammeln sich daher durch Nahrung mit aufgenommene toxische Stoffe.

So wiesen wilde Delfine aus der Indian River Lagune in Florida hohe Bleiwerte auf, die Säuger aus freien Gewässern von Charleston in South Carolina hatten demnach Rückstände von offenbar aus chemischer Produktion stammenden organischen Chemieabfällen in sich.

Die Vergleichstiere aus dem Georgia Aquarium in Atlanta und dem Naval Warfare Systems Center in San Diego in Kalifornien waren dagegen deutlich gesünder. „Die wilden Delfine versuchen uns etwas mitzuteilen, aber wir hören nicht zu“, sagt Bossart. „Als eine Wächterart sind Delfine wichtig, um den Zustand der Ozeane insgesamt einzuschätzen.“ Allzu gut scheint der nicht zu sein.

Weniger als die Hälfte der wilden Delfine waren der Studie zufolge „klinisch normal“. Viele wiesen eine chronisch erhöhte Immunabwehr auf – ein Zeichen für Körperreaktionen auf Krankheiten. Wahrscheinlich handele es sich dabei um Reaktionen gegen Krankheitserreger, Parasiten und von Menschen verursachte Verschmutzungen im Ozean, die es unter Zoobedingungen so nicht gebe, sagte die Hauptautorin Patricia Fair von der Medizinischen Universität von South Carolina.

Ihr Kollege Gregory Bossart, Cheftierarzt des Georgia Aquarium berichtete von zahlreichen Infektionen und Tumoren, die er bei der Untersuchung von insgesamt 360 wild lebenden Tieren beobachtete habe. Auch antibiotikaresistente Keime habe er gefunden.

Delfine sind bekannt für ihre kognitiven Leistungen. Sie nutzen Werkzeuge, sprechen einander mit Namen an und haben ein beeindruckendes Gedächtnis. In der Nahrungskette stehen sie weit oben, in den Körpern der Tiere sammeln sich daher durch Nahrung mit aufgenommene toxische Stoffe.

So wiesen wilde Delfine aus der Indian River Lagune in Florida hohe Bleiwerte auf, die Säuger aus freien Gewässern von Charleston in South Carolina hatten demnach Rückstände von offenbar aus chemischer Produktion stammenden organischen Chemieabfällen in sich.

Die Vergleichstiere aus dem Georgia Aquarium in Atlanta und dem Naval Warfare Systems Center in San Diego in Kalifornien waren dagegen deutlich gesünder. „Die wilden Delfine versuchen uns etwas mitzuteilen, aber wir hören nicht zu“, sagt Bossart. „Als eine Wächterart sind Delfine wichtig, um den Zustand der Ozeane insgesamt einzuschätzen.“ Allzu gut scheint der nicht zu sein.