Ankunft von zwei Zwergflusspferden im Loro Parque

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Nachdem erst von wenigen Monaten die große Einweihung der Zen-Gartens – ein einzigartiger Unterwassergarten auf diesem Planeten – zelebriert wurde und nachdem der Loro Parque kürzlich über das renommierte Portal TripAdvisor, zum zweiten Mal in Folge, zum  Zoo Nummer Eins #1 der Welt gekürt wurde, wartet der Loro Parque mit neuen Überraschungen auf, die sein Engagement für das Wildleben in all seiner Schönheit und Vielfalt unterstreicht.

In diesem Fall, als Teil seines kontinuierlichen Engagements für den Arterhalt, hat der Loro Parque heute Morgen, Samstag 1. September, zwei neue Mitglieder seiner großen Familie willkommen geheißen: zwei Zwergflusspferde, die aus Deutschland und aus der Tschechei gekommen sind, um in einer Anlage zusammenzuleben, die eigens für sie geschaffen wurde. Im Park gelten sie als Repräsentanten ihrer Artgenossen in der Natur, die vor allem durch die Zerstörung ihres Lebensraums, gravierenden Problemen gegenüberstehen.

Adela und Malela, beides Weibchen, werden in einem Raum zusammenleben, der den Sumpfgebieten, in denen diese Art in der Natur lebt, nachempfunden ist. Wasser ist das wichtigste Element. Da diese Tiere nicht schwitzen, trocknet ihre Haut im Kontakt mit der Luft sehr schnell aus. Deshalb ist das Wasser für diese Tiere lebensnotwendig um die Körpertemperatur herunterzukühlen und gut hydriert zu bleiben.

Zwergflusspferde sind Vegetarier. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Farnen, Kräutern, Wurzeln, herabgefallenen Früchten und Buschwerk sowie von Sumpfpflanzen, die sie gelegentlich zu sich nehmen. Im Gegensatz zu den meisten Tieren nutzt diese Art anstatt der Zähne, die Lippen um die Nahrung zu fressen.

Ein außergewöhnliches Merkmal dieser Art, die vom afrikanischen Kontinent kommt, ist, dass sie, anders wie die gemeinen Flußpferde, ihre Jungen nicht im Wasser, sondern an Land gebären. Die Jungtiere können unmittelbar nach der Geburt bereits schwimmen.

Zweifelsohne ermöglicht die Ankunft dieser beiden weiblichenZwergflusspferde im Loro Parque es den Besuchern eine wunderbare Tierart kennenzulernen, die nach Einschätzung der Unión Internacional de la Conservación para la Naturaleza (UICN) vom Aussterben bedroht ist.

Neue Überraschungsattraktion: Kattas

 Ganz in der Nähe der neuen Anlage der Zwergflußpferde können die Besucher eine neue Art mit viel Charisma aus Madagaskar entdecken: Die Ringelschwanzlimuren oder Kattas, die in der Natur ebenfalls vom Aussterben bedroht sind. Diese Tiere sind sehr familiär und sozial. Sie zählen zur primitiven Gruppe der Primaten, die sich in Gruppen von bis zu 30 Tieren zusammenschließen und in denen hauptsächlich die Weibchen die dominante Rolle übernehmen.

Bedauerlicherweise ist der Lebensraum dieser Art unter anderem durch den Bergbau, das Fällen von Bäumen und die Jagd bedroht. Das hat in den letzten 30 Jahren zu einer Halbierung des Bestandes geführt. Ihre Präsenz im Loro Parque wird dazu beitragen, die Besucher für ihre heikle Lage in Madagaskar zu sensibilisieren.

Der Loro Parque, in seiner Funktion als Wildtierschutzzentrum, hat bekräftigt, dass er sich glücklich schätzt, diese neuartigen Anlagen mit allen seinen Besuchern teilen zu können. Außerdem möchte er sich wiederholt bedanken, bei allen Freunden auf den sozialen Netzwerken für die unterstützenden Nachrichten und die Glückwünsche zu seiner Arbeit, bei  allen Reiseveranstaltern für ihre wichtige Förderung eines Zoos, dessen Priorität das Wohlbefinden der Tiere ist sowie bei allen wissenschaftlichen Kollaborateuren, die die Mission des Loro Parques teilen: den Schutz und Erhalt von Tieren und ihres Lebensraum für die künftigen Generationen.

Die Loro Parque Fundación überführt 6 Papageien, die vom Aussterben bedroht sind, zur Auswilderung nach Brasilien

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Die Stiftung Loro Parque Fundación hat heute Abend, Dienstag 21. August, sechs Exemplare des Lear-Aras (Anodorhynchus leari) zu ihrem Herkunftsland, nach Brasilien, überführt,  damit sie dort in ihrem natürlichen Lebensraum ausgewildert werden können. Das Projekt für diese Papageienart zählt zu den großen Projekten, die die Stiftung in Angriff genommen hat. Dank ihr ist es gelungen diese Art in der Einstufung auf der Roten Liste der Internationalen Union zum Erhalt der Natur (UICN) von „kritisch bedroht“ auf „gefährdet“ zu senken.

Von großer Bedeutung war die Arbeit ‘ex situ’, die als Teil dieses Projekts 2006 begann, als die brasilianische Regierung zwei Papageienpaare der  Loro Parque Fundación übergab. Nach knapp sechs Monaten, begannen sie bereits, sich im Loro Parque fortzupflanzen. Seitdem wurden insgesamt 30 Exemplare geboren, von denen sechs ausgewählt wurden, die genetisch am besten geeignet sind – in Abstimmung mit dem Nationalkommitees des Projekts in Brasilien – um in die Freiheit entlassen zu werden.

Dank der Unterstützung der Stiftung, konnte sich die Population dieser Art spürbar erholen. Schon vorher waren neun Exemplare zurückgeschickt worden, um an einen Zuchtprojekt unter kontrollierten Bedingungen teilzunehmen. In diesem Fall werden nun sechs weitere Exemplare – drei Männchen und drei Weibchen – nach Boqueirão da Onça, im Norden des Landes, gebracht, wo bereits zwei Exemplare in Freiheit leben. Die Biologin Erica Pacífico, Chefkoordinatorin des Auswilderungsprojekts, wird die Tiere in Brasilien in Empfang nehmen und ein Techniker des Landes wird die Tiere auf ihrer Reise begleiten.

Nachdem sie eine Vorgewöhnungszeit und Isolation hinter sich gebracht haben und nachdem sie auf alle möglichen Krankheiten überprüft wurden, werden die Tiere heute nach Brasilien reisen, wo sie eine Quarantänezeit verbringen werden, bevor sie in ein großes Freifluggehege in ihrem natürlichen Lebensraum, mit für diese Art typischen Pflanzen, eingeführt werden. Dort werden sie sich an die Geräusche der Natur und die Umweltbedingungen in der Heimat des Lear-Aras gewöhnen.

In diesem großen Freifluggehege wird etwas praktiziert, was in Fachkreisen ‘soft release’ genannt wird. Das heißt, wenn die Eingewöhnungsphase vorbei ist, werden die Türen der Voliere geöffnet, sodass die Tiere nach ihrem eigenen Willen ein- und ausfliegen können. Die beiden Exemplare, die bereits in der Gegend leben, werden ihren Artgenossen zeigen, wie man sich an die Umgebung anpasst. Sie werden beobachtet und erhalten Unterstützung bis sie sich komplett eingewöhnt haben.

Radikale Aktivisten bringen die Delfine des Loro Parque in große Gefahr

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Am gestrigen Sonntagmorgen, 26. August, nur wenige Minuten bevor eine der Vorstellungen im Delfinarium des Loro Parque begann, sprangen drei radikale Aktivisten, zwei Belgier und eine Holländerin, auf unverantwortliche Weise ins Wasser. Sie berücksichtigten dabei nicht die fürchterlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben können. Sowohl für die Tiere und die Trainer als auch für sie selbst. Zudem wissen diese Personen ganz genau, dass man das Verhalten der Delfine nicht vorhersagen kann und trotzdem sind sie gesprungen.

Glücklicherweise und dank der guten freundschaftlichen und vertrauensvollen Beziehung sowie der engen Verbindung zwischen den Tieren und ihren Trainern konnte vermieden werden, dass sie sich erschrecken und es konnte ein noch viel schlimmeres Ende verhindert werden.

Derartiges, vandalistisches Verhalten geschieht ständig und ein Beispiel dafür ist die Freilassung von Nerzen und Eichhörnchen auf landwirtschaftlichen Höfen, die sich zu einem ernsten ökologischen Problem in  den betroffenen Regionen entwickelt haben. Außerdem muss an einen Fall aus Florida erinnert werden, wo zwei Delfine, von dem Aktivisten Ric O’Barry ins Meer entlassen wurden, die nicht darauf vorbereitet waren: einer davon starb quasi sofort, der andere lebte den Rest seines Lebens mit den gravierenden Auswirkungen dieser Aktion. Dieser Fall wurde vor Gericht gebracht und der Urheber wurde wegen der Schwere des Geschehens dazu verurteilt, die Höchststrafe zu zahlen: 50.000 Dollar.

Der Loro Parque legt den Urhebern solcher Aktionen nahe, dass sie sich um den schrecklichen Schaden kümmern und sorgen, der jährlich über 100.000 Haien angetan wird, die wegen ihrer Flossen gefangen werden oder um die Wälder, die in Riesenschritten schwinden und mit ihnen der Lebensraum von Millionen Arten oder um die Ozeane, die im Begriff sind, abzusterben.

Der Loro Parque hat immer einen großen Wert auf wissenschaftliche Arbeit gelegt, die dank der Tiere und den Präsentationen, die von den Besuchern sehr geschätzt werden, einen äußerst bildenden Charakter hat.

Durch sein Engagement für die Umwelt, hat der Loro Parque, über die Stiftung Loro Parque Fundación, über 18 Millionen Dollar in Umweltschutzprojekte investiert und damit erreicht, dass unter anderem neun Papageienarten vor dem unmittelbar bevorstehenden Aussterben gerettet wurden und die Populationen anderer Tiere gewachsen sind.

Diejenigen, die sich Aktivisten für die Tiere nennen und in diesem Namen solch vandalistische Aktivitäten zulassen, nur um mediale Aufmerksamkeit zu erzeugen, sollten besser gefragt werden, was sie selbst für die Natur getan haben und welchen ökonomischen Beitrag, zum Schutz und Erhalt des Wildtierlebens sie selbst geleistet haben.

Der Loro Parque möchte sich bei den Personen, die während des Vorfalls ganz klar ihre Entrüstung und Ablehnung derartiger Aktivitäten zum Ausdruck gebracht haben, bedanken. Sie kritisierten die Aktivisten aufs Heftigste. Dank gilt auch den echten Liebhabern der Natur, die den Loro Parque seit Bekanntwerden dieser Nachricht in den sozialen Netzwerken, unterstützt haben.

Der Loro Parque wurde zum zweiten Mal zum Zoo Nummer #1 der Welt gekürt

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Der Loro Parque wurde zum zweiten Mal in Folge, nach dem prestigeträchtigen Reiseportal TripAdvisor mit dem ‘Travellers’ Choice 2018’ zum  BESTEN ZOO DER WELT gekürt. Ein Mal mehr haben die unabhängigen Bewertungen der Nutzer des Reiseportals, die die Anlage besucht haben, bestätigt, dass es auf diesem Planeten keinen besseren Park gibt.

Diese Anerkennung bekräftigt die Rolle des Loro Parque als authentisches Wildtierschutzzentrum, dessen Pfeiler Bildung, Arterhalt und die Sensibilisierung seiner Besucher darüber wie wichtig es ist, die Tierwelt und ihre Ökosysteme zu schützen, sind. Fast 50 Millionen Menschen haben die Anlage innerhalb der 45-jährigen Geschichte ihres Bestehens besucht und alle haben den hohen Grad des Wohlbefindens der Tiere des Parks anerkannt.

Der Zoo in Puerto de la Cruz verfügt über ein ausführliches Programm in den Bereichen Wissenschaft, Bildung und Arterhalt, das seit 1994 über die Loro Parque Fundación umgesetzt wird und hat seitdem mehr als 19 Millionen Dollar, direkt in die Entwicklung von Arterhaltungsprogrammen ‘in situ’ und  ‘ex situ’, investiert. Diese Anerkennung fällt genau mit dem Zeitpunkt zusammen, an dem sechs Exemplare des Lear-Aras – eine der neun Papageienarten, die die Stiftung vor dem Aussterben gerettet hat – nach Brasilien gebracht werden, um in ihren natürlichen Lebensraum ausgewildert zu werden, was als großer Erfolg für den Arterhalt gewertet wird.

Mit diesem und anderen zahlreichen Erfolgen in Bezug auf den Schutz des Wildlebens – viele beziehen sich auch auf das Leben im  Meer – erntet der Loro Parque die Früchte einer Unternehmenspolitik, die alle Gewinne kontinuierlich in die Entwicklung des Unternehmens und in die konstante Verbesserung des tierischen Wohlbefindens investiert. Derzeit engagiert sich das Unternehmen für die strikte Erweiterung der Anlage und der Infrastruktur und trägt so zur konstanten Schaffung neuer Arbeitsplätze für die Kanarischen Inseln bei.

Der Loro Parque ist zweifelsohne zu beglückwünschen und möchte die Gelegenheit nutzen, seinen Besuchern, die täglich aus allen Teilen der Welt in den Park kommen, zu danken. Ebenso den Reiseveranstaltern für ihr wichtiges Engagement für ein Wildtierschutzzentrum, dessen Priorität das Wohlbefinden der Tiere ist sowie allen Kooperationspartnern aus der Wissenschaft, die ihre Mission mit dem Team des Loro Parque teilen: Schutz und Erhalt der Tiere und ihres natürlichen Umfelds für künftige Generationen.

Mehr zu ‘Travellers’ Choice 2018’: https://www.tripadvisor.es/TravelersChoice-Attractions-cZoos

Mehr Information auf: http://www.loroparque.com/

Offener Brief des Verbands der Zoologischen Gärten zu Thomas Cook

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Der Fehler von Thomas Cook

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Der Fehler von Thomas Cook

Ist die Freilassung von Meeressäugern oder deren Überführung in Meeresreservate eine Alternative?

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Source: Ist die Freilassung von Meeressäugern oder deren Überführung in Meeresreservate eine Alternative

Ist die Freilassung von Meeressäugern oder deren Überführung in Meeresreservate eine Alternative?

Angesichts dessen, dass wir uns zu Beginn des 21. Jahrhunderts befinden und die Entfernung von Mensch und Natur immer grösser wird, wird die Bildungsarbeit in modernen zoologischen Einrichtungen immer notwendiger. Jede Tierart, die in einem Zoo untergebracht ist, wird zu einem Botschafter ihrer Art, sowohl für ihre eigenen Artgenossen als auch für viele andere Arten, die in bedrohten Lebensräume und Ökosystemen leben.

Seit mehr als 46 Jahren bietet der Loro Parque immer wieder Schutz für notleidende Tiere und ist so ein zu Hause für viele Tiere, wie z.B. Schimpansen, Pinguine, Gorilla, Tiger und sogar Orcas, geworden. Vor über einem Jahrzehnt benötigte SeaWorld Raum für seine wachsende Orca Gruppe und der Loro Parque stimmte zu, die modernste Anlage der Welt zu kreieren, um vier Exemplaren einen Platz zu geben. Im Jahr 2006 bezogen Skyla, Kohana, Tekoa und Keto (Orcas, die in zweiter und dritter Generation in Menschenobhut geboren wurden) die neu eröffnete Anlage, die der Loro Parque für sie geschaffen hatte. Mit der Geburt von Adán wuchs die Gruppe im Jahr 2010. Und im darauffolgenden Jahr wandte sich die holländische Regierung an den Loro Parque und bat um die Integration von Morgan, ein Orcaweibchen, dass fast tot an der Küste des Wattenmeeres aufgetaucht war. Die Rückkehr von Morgan ins Meer wurde von den holländischen Behörden als nicht durchführbar eingestuft. Sogar der holländische oberste Gerichtshof entschied, nach acht ähnlichen, vorangegangenen Urteilen, dass die Freilassung für das Tier einen langsamen, aber sicheren Tod bedeuten würde und die einzige Alternative zu einer Euthanasie, sei die Integration des Tieres in die Orcagruppe eines Zoos.

Bis zum heutigen Tag sind die Orcas, die im Loro Parque untergebracht sind, in einem perfekten Zustand. Ihre Gesundheit wird von einem Veterinärteam überwacht und ihre täglichen Bedürfnisse von einer Gruppe erfahrener Betreuer erfüllt. Die sozialen Beziehungen in der Gruppe sind stabil und die tierärztlichen Aufzeichnungen belegen, dass die Gesundheit der Tiere so hervorragend ist, dass sie in den letzten drei Jahren noch nicht einmal die Verabreichung üblicher Medikamente benötigten. Zudem wird das veterinärmedizinische Team des Loro Parque von internationalen tierärztlichen Beratern unterstützt, die den Park während des ganzen Jahres regelmäßig besuchen und das Wohlbefinden der Tiere genau kontrollieren.

Obwohl es keinerlei Grund zur Beunruhigung über den Gesundheitszustand und das Wohlergehen dieser Orcafamilie gibt, üben Aktivisten wie PETA (People for the Ethical Treatment of Animals), Born Free Foundation oder die Free Morgan Foundation Druck auf verschiedene Behörden aus, um zu erreichen, dass die Tiere ausgewildert oder in ein Meeresreservat überführt werden. Wie wir später erklären werden, ist die Freilassung dieser Orca-Exemplare ins Meer völlig unmöglich und ihre Überführung in ein Meeresreservat würde ihr Wohlergehen nicht verbessern, sondern im Gegenteil, eher verschlechtern. Aber in der letzten Zeit begrenzen sich die Erpressungen und der Druck der Aktivistdn nicht nur auf Administrationen oder Zoos, sondern sie bedrohen auch Reiseveranstalter und andere touristische Unternehmen.

Es empfiehlt sich zunächst zwei Fragen zu stellen:

Wer sagt, dass die Orcas in Zoos nicht glücklich sind?

Die Antwort ist, dass dies nur von Anti-Zoo-Organisationen behauptet wird. Es gibt keinen Wissenschaftler einer unabhängigen Institurion oder einer Universität, mit akademischem Wissen und nachgewiesener Erfahrung in Bezug auf das Tierwohl, der diese Behauptung bestätigt. Sogar die Wissenschaftler, die diese Anti-Zoo-Organisationen unterstützen, sind keine Experten was das Wohlbefinden der Tiere betrifft, sondern ihre Erfahrungen basieren auf allgemeiner Biologie oder Neuroanatomie.

Worauf basiert ihre Behauptung, dass die Orcas in den Zoos leiden? Nun die Behauptungen basieren nicht auf der Messung von Hormonen, eingehenden Forschungen über das Verhalten oder sorgfältigen wissenschaftlichen Studien, die die Entwicklung der Persönlichkeit und der Aktivität der Tiere berücksichtigt. Die Behauptungen der Anti-Zoo Organisationen basieren auf nie nachgewiesenen Vorurteilen und Spekulationen. Im Gegensatz dazu, verfügt der Loro Parque über unabhängige Studien von Tierwohlexperten der autonomen Universität in Barcelona und der Universität in Las Palmas de Gran Canaria, die hormonelle Parameter, Aktivitäten und Verhalten analysiert haben und zu dem Schluss kamen, dass das Wohlbefinden der Tiere sich auf einem sehr hohen Niveau bewegt.

Dies macht deutlich, dass die selbsternannten Tierrechtsorganisationen behaupten, dass ihre Aktionen auf dem fehlenden Wohlergehen der Orcas in Zoos basieren, obwohl keiner in diesen Organisationen über eine akademische Ausbildung im Bereich Tierwohl verfügt. In der Realität sieht es sogar so aus, dass die Aktivisten, in den allermeisten Fällen, noch nicht einmal über eine minimale Ausbildung in Bezug auf Biologie oder Zoologie verfügen. Die Wahrheit ist, dass diese Organisationen sich in große multinationale Organisationen verwandelt haben, die Millionen Dollar Spendengelder von Leuten mit einem guten Herzen scheffeln, die wirklich ernsthaft um das Wohl der Tiere besorgt sind. Aufgrund dieses Mangels an Wissen und Erfahrung haben die durchgeführten Kampagnen gegen zoologische Einrichtungen mit Meeressäugern nur den Effekt gehabt, dass sie in der Realität ein Desaster für die Orcas sind. Die Entscheidung von SeaWorld im Jahr 2016, das Zuchtprogramm der Orcas zu stoppen, hatte zur Konsequenz, dass die Jagd auf Orcas in Russland verstärkt wurde, um den Nachfragebedarf der chinesischen Parks zu decken.

An diesem Punkt ist es sehr wichtig die Forderung der Anti-Zoo-Gruppen an die Behörden und Reiseveranstalter zu analysieren: Die Orcas freizulassen oder in ein Meeresreservat zu bringen.

1.- Können diese Orcas ins Meer entlassen werden?

Die Antwort ist ganz klar: Nein. Und das wissen sie auch ganz genau, denn da es sich um hybride Tiere (Mischungen von Orcas aus atlantischen und pazifischen Gewässern) handelt, würde keine Behörde, in keinem Land, aufgrund der Gefahr einer genetischen Kontaminierung der wilden Orca-Populationen, einer Freilassung in ihrem Einflussbereich zustimmen,

Und wenn das noch nicht genug Grund wäre, kommt hinzu, dass es sich um Tiere handelt, die in der zweiten, dritten und vierten Generation in Menschenobhut leben und deshalb nie gelernt haben, ihre Beute zu jagen. Der einzige Erfahrungswert, der bekannt ist, bezieht sich auf die Freilassung des Orca Keiko (Protagonist des Film „Free Willy“), der 20 Jahre in einem Zoo verbracht hat, und dem es nicht möglich war, sein Jagdverhalten, um sich zu ernähren, wiederzuerlangen. Und das obwohl Keiko nicht in Menschenobhut geboren worden war. Für Tiere, die seit Generationen außerhalb des Ozeans leben, wäre diese Anpassung sogar noch schwieriger.

Gesundheitsbehörden würden eine solche Freilassung ins Meer auch nicht genehmigen, denn es würde die Möglichkeit beinhalten, dass Bakterien, Pilze und Parasiten, die mit Medikamenten behandelt wurden, große Probleme bei wilden Delfinen und Walen auslösen könnten.

Der beste Beweis für die Unmöglichkeit Orcas, die in Zoos gelebt haben, wieder an das Leben im Meer zu gewöhnen, ist die Freilassung von Keiko. Nach über drei Jahren Arbeit und 20 Millionen Dollar war das einzige Resultat, dass ein wunderbares Tier geopfert wurde, weil es nicht in der Lage war, für sich zu jagen. Aber es scheint, dass weder PETA, noch Born Free oder Free Morgan Foundation von Keikos Tod etwas gelernt haben und weiterhin die Freilassung als eine Ideallösung präsentieren.

2.- Würde der Gesundheitszustand der Orcas verbessert, wenn sie in ein Schutzreservat überführt würden?

Auch in diesem Fall lautet die Antwort: Nein. Es ist sehr naiv zu glauben, dass der simple Umstand, dass sich Orcas, die seit Generationen in Zoos leben, in einem größeren Lebensraum automatisch weitere Strecken zurücklegen würden. Die Realtität ist, dass man sie genauso wie in Zoos halten müsste. Mit Trainern, die sie dazu motivieren zu schwimmen und zu springen, um ihre Energie zu verausgaben und mit einem tierärztlichen Team, das Blut-, Urin-, Stuhl- und Blaslochproben (was nur mittels Training erreicht wird) nehmen würde.

Aus den gleichen Gründen der genetischen Kontaminierung und der möglichen Verbreitung von der vorher genannten Epidemien, würde keine Regierung die Schaffung eines Reservats in seinen Gewässern autorisieren, weil dadurch freilebende Delfine und Orcas gefährdet würden. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tier per Unfall oder Absicht aus einem Reservat entwischt, ist sehr hoch. Genauso wie die Übertragung von Krankheiten über das Wasser, das sich ungereinigt mit dem Meerwasser vermischen würde. Es gibt einen bekannten Präzdenzfall für die absichtliche Freilassung von zwei Delfinen aus einem Reservat. Einer starb und der andere litt unter schwerwiegenden Konsequenzen, denn keines der Tiere war in der Lage lebend Fisch zu fangen, um sich selbst zu ernähren. Der Verursacher der Freilassung, Rick O’Barry wurde wegen Tiermisshandlung und Missachtung der Schutzgesetze für Meeressäuger in der USA, Marine Mammal Protection Act, verurteilt.

Im Fall von Ölteppichen und anderen Schiffsunglücken oder einfach durch die allgemeine Plastikverschmutzung der Meere, wären die Tiere in ernster Kontaminierungsgefahr.

Im Fall von Unwettern, wären die Tiere gefährdet zu ertrinken, wenn Abschottungsnetze reißen würden oder einfach durch große Wellen in der Bucht, die die Tiere an Land drücken könnten. Deshalb müsste das Reservat über ein Notfallsystem verfügen. In der Praxis würde dies bedeuten, Becken mit Filter- und Chlorsystemen zu bauen, etc.

Der Nahrungsbedarf der Orcas wäre genauso groß wie in einem Zoo. Das heißt, man müsste ihnen 8 bis 9 Mahlzeiten täglich anbieten, was einer Menge von über 300 Kilogramm hochwertigem Fisch entspricht. Es ist unmöglich, dass in einer kleinen Bucht eine so große Menge Fisch generiert würde und sie ins Wasser zu werfen, würde bedeuten, dass sie durch die Maschen der Netze entfliehen könnten. Deshalb müsste die Methode, die Orcas mit gefrorenem Fisch zu ernähren, auch in einem Reservat beibehalten werden.

Eine Gruppe von sechs dieser großen Tiere würde jedes Jahr rund 54.000 Kilogramm Exkremente produzieren. Deshalb wären starke Strömungen in der Bucht nötig, um das Wasser sauberzuhalten. Solch starke Strömungen könnten sich aber auch negativ auf die Tiere, sowie die Netze und die Verankerungen zum Verschließen der Bucht, auswirken.

Die Haltung eines Orcas kostet jährlich rund 600.000 US Dollar. Deshalb müsste ein solches Reservat für die nächsten 40 bis 50 Jahre, mindestens 3,6 Millionen Dollar pro Jahr erwirtschaften. Berücksichtigt man die Schwierigkeiten, die Tierheime für Hunde und Katzen haben, um niedrigere Haltungskosten zu regenieren, könnte es sein, dass diese Ausgaben, in einigen Jahren, über die Steuern der Bürger ausgeglichen werden müssten.

All diese Argumente machen klar, dass weder die Freilassung ins Meer noch die Unterbringung in einem Reservat mögliche Optionen für Orcas sind, die in menschlicher Obhut geboren wurden, wie es bei denjenigen der Fall ist, die im Loro Parque leben. Und was ist mit Morgan? Sie wurde nicht in menschlicher Obhut geboren. Das stimmt und wie schon erwähnt, kam Morgan nach einer lebensrettenden Rettungsaktion und aufgrund einer Anfrage der holländischen Behörden, die eine Euthanasie vermeiden wollten, in den Loro Parque. Man kann sagen, dank des Loro Parque wurde ihr zwei Mal das Leben gerettet. Mit der Ankunft von Morgan in unserer Anlage waren uns drei Dinge bewusst:

  1. Unser Eingreifen war nötig, um das Leben eines Tieres zu retten.
  2. Die Kosten unserer Anlage würden sich um 600.000 US Dollar im Jahr erhöhen.
  3. Durch die Aufnahme Morgans würde kein einziger zusätzlicher Besucher in den Park kommen.

Aber wie oftmals zuvor, entschied sich der Loro Parque dafür einem Tier in Not zu helfen. Deshalb haben wir Morgan aufgenommen und hiessen sie mit Professionalität, aber vor allem mit viel Liebe und Respekt gegenüber einem Tier, das sehr gelitten hatte, bei uns willkommen.

Aber, für uns völlig unerwartet, löste die Ankunft von Morgan eine Welle der Kritik bei den Aktivisten und eine Verbreitung von Falschmeldungen aus. So wurde z.B. behauptet, dass ihre Familie im Meer auf sie warten würde (obwohl ihr Pod nie gesichtet wurde), während es am wahscheinlichsten ist, dass sie wegen ihrer sensorischen Schwäche zurückgelassen wurde. Ihr Gehörschaden, der erst viele Monate nach ihrer Ankunft in unserer Einrichtung festgestellt wurde, könnte der Grund gewesen sein, weshalb die Maxime „nur die Stärksten überleben“ angewandt wurde. Ihre Familie hat sich von einem Mitglied getrennt, das zum Überleben der Gruppe nichts beitragen konnte.

Als die Betreuer von Morgan zu vermuten begannen, dass sie taub sein könnte, nahm der Loro Parque Kontakt zu den besten Experten im Bereich der Akustik von Cetaceen auf, zu Dr. Houser, Dr. Luke und Dr. Finneran von der Marine Mammal Foundation, IMARES und von der US Navy. Diese demonstrierten, dass Morgan der Gehörsinn komplett fehlt und haben ihre Resultate in Fachzeitschriften publiziert.

Deshalb würde die Freilassung von Morgan im offenen Meer ebenfalls ihren sicheren Tod bedeuten. Außerdem nachdem sie (wie der Rest der Orcas) nicht gelernt hat, zu jagen, würde das fehlende Gehör verhindern, dass sie Beute findet, weil ihr Sonarsystem nicht funktioniert. Zudem würde ihr Kommunikationsproblem verhindern, dass sie sich mit anderen Orcas zum Jagen koordinieren könnte und Orcas wie Morgan sind nicht in der Lage, sich selbständig zu ernähren.

In Folge, wenn PETA oder Born Free Foundation ihr Ziel erreichen würden, die Orcas des Loro Parque freizulassen oder in ein Reservat zu bringen, würde das zu ihrem sicheren Tod führen.

Das zeigt ganz deutlich, dass die Reklamationen von PETA, Born Free oder Free Morgan Foundation jeglicher Grundlage entbehren und aus Sicht des Tierwohls nicht zu rechtfertigen sind. Aber diese Organisationen, die ja für das Tierwohl arbeiten sollten, tun dies nicht. Leider nutzen sie ihre Spendenfonds nicht, um den Tierschutz zu verbessern, sondern um ihre Diffamierungskampagnen gegenüber Zoos zu organisieren, die auf Lügen basieren, und den Zweck haben, noch mehr Spendengelder einzusammeln. Um ein Beispiel zu geben: PETA erhält allein in den USA über 60 Millionen Dollar Spendengelder im Jahr. Sie unterhalten damit nicht ein einziges Tierheim, aber ihre Führungskräfte verdienen fünfstellige Gehälter, die Mitarbeiter reisen in der Businessklasse und steigen in Luxushotels ab. Nicht ein einziger Dollar, der multinationalen Organisation PETA wird für den Erhalt bedrohter Tierarten ausgegeben. Ganz im Gegenteil, es ist bekannt, dass sie hunderte Tiere töten, wie das beigelegte Buch (Why Peta kills) zeigt. Wer kümmert sich um die 300.000 kleinen Meeressäuger, die jedes Jahre als unfreiwilliger Beifang, in Geisternetzen, durch die Verschmutzung oder durch Kollisionen mit Booten verenden? Wer sorgt sich um die 100 Millionen Haie, die jedes Jahr in den Ozeanen rund um den Globus gefangen werden? Sicherlich nicht PETA und auch nicht Born Free oder Free Morgan Foundation, oder irgendeine andere Anti-Zoo-Organisation. Nicht das aller kleinste bisschen.

Der Haushalt von PETA, allein in den USA, hat in etwa das Volumen eines Unternehmens, wie die Loro Parque Gruppe, die über 1.000 Menschen beschäftigt und sich mit viel Liebe und Fürsorge um die 40.000 Tiere in ihrer Obhut kümmert. Obwohl der Loro Parque nicht das enorme Geschäftsvolumen von PETA erreicht, spendet er jährlich 10% jeder verkauften Eintrittskarte an die Loro Parque Fundación, die wiederum jedes Jahre eine Millionen US Dollar in Arterhaltungsprojekte in allen Teilen der Welt investiert. In dem 24-jährigen Bestehen der Loro Parque Fundación hat sie an über 150 Projekten weltweit teilgenommen, 19 Millionen US Dollar investiert und hat es geschafft, 9 Papageienarten vor dem Aussterben zu retten. Einige davon auf eigene Initiative und andere in Zusammenarbeit mit anderen zoologischen und Artenschutz-Organisationen. Es lohnt sich, dass der Leser in diesem Zusammenhang darüber nachdenkt, dass weder PETA, noch Born Free Foundation Aktivitäten unternehmen, um Arten zu retten. Im Fall von PETA ist ganz klar, dass sie davon leben grosse Unternehmen durch Verbreitung von Lügen und Erpressung zu zerschlagen. Im Fall der Born Free Foundation können Sie ein angehängtes audiovisuelles Dokument sehen, in dem der Verantwortliche des Born Free Reservats in Äthiopien ganz offen verschiedene Gründe nennt, weshalb es den Tieren in einem abgegrenztem Reservat besser geht als in freier Natur.

Es ist unverständlich, dass Thomas Cook sich, nach 45 Jahren ehrlicher und zufriedenstellender Zusammenarbeit mit uns, von PETA, Born Free Foundation und anderen Aktivisten-Organisationen einschüchtern lässt und seinen Kunden auf Teneriffa den Besuch einer ökologischen Einrichtung, einer Botschaft der Tiere und der exotischen Pflanzen, die von einer sechsten Ausrottung bedroht sind, vorenthält. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass diese sechste Ausrottungsphase durch das enorme Bevölkerungswachstum und die Zerstörung von Lebensräumen, die eine Vertausendfachung der natürlichen Ausrottung von Arten zur Folge hat, ausgelöst wurde.

In einer Welt, in der die ersten Auswirkungen des Klimawandels, mit großen Bereichen Nordeuropas, in denen Temperaturen von über 40oC erreicht werden, und Meeren, die unter Überfischung und Verschmutzung leiden, spürbar sind; die Tatsache, dass eine Gruppe Orcas vor der Küste Teneriffas Pilotwale angreift und erbeutet oder das Image, des Orcaweibchens, die zur gefährteden Population der südlich von Vancouver lebenden Orcas gehört, die ihr totes Kalb seit mehr als 10 Tagen auf ihrer Schnauze trägt – diese Tragödien sollten uns zum Nachdenken bringen.

Natürlich ist es nicht der günstigste Moment, in dem Thomas Cook entscheidet, dass die Tiere, die der Loro Parque liebevoll versorgt und schützt, aus seinem touristischen Angebot eliminiert werden sollen.

Auch wenn es widersprüchlich klingt, leben heute mehr Cetaceen in den Ozeanen der Welt, als vor 60 Jahren. Und das dank TV-Serien wie Flipper, der Existenz von Delfinarien, die eine Verbindung mit hunderten Millionen Besuchern aus aller Welt schuffen und so eine soziale Sensibilität für das weltweite Fangverbot von Walen vorbereitete. Das heißt, der Angriff auf Zoos, die Cetaceen beherbergen und dessen Ausweitung auf die gesamte Zoo-Gemeinschaft, gefährdet eines der wenigen Instrumente, das sich in Bezug auf den Erhalt bedrohter Arten, als nützlich erwiesen hat.

In dieser Situation, in der Medien bereits berichten, dass finnische Reiseveranstalter dem Beispiel von Thomas Cook folgen wollen, wächst der Loro Parque weiter. Das zeigt uns, dass trotz der politischen Entscheidung der Reiseveranstalter, die Besucher dem Loro Parque die Treue halten und die wichtige Rolle, die der Artenschutz für unseren Planeten hat, begreifen. Die Unterstützung durch unsere Besucher macht ganz deutlich, dass der Loro Parque eine Einrichtung ist, die für die Natur und die Wildtiere notwendig ist. Wenn sie nicht schon existieren würde, müsste man sie zum Wohl des Planeten erfinden.

Thomas Cook beendet Zusammenarbeit mit Orca-Attraktionen – WAZA veröffentlicht Stellungnahme

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Quelle: https://www.eap-magazin.de/8-Nachrichten/6915,Thomas-Cook-stellt-Zusammenarbeit-mit-Orca-Attraktionen-ein-%96-WAZA-ver%F6ffentlicht-Stellungnahme.html

Wie der britische Reiseveranstalter Thomas Cook vor wenigen Tagen verlauten ließ, soll der Verkauf von Eintrittskarten für Freizeitanlagen, die Orcas in Gefangenschaft halten, vollständig eingestellt werden. Die Entscheidung beruhe auf tierschutzrechtlichen Gründen und betrifft die Parks der Marke SeaWorld sowie den spanischen Loro Parque.

Sowohl die SeaWorld-Parks als auch der auf der Kanaren-Insel Teneriffa beheimatete Loro Parque sind von anerkannten Prüforganisationen für die Einhaltung strenger Auflagen zur Gewährleistung des Tierwohls mehrfachlich zertifiziert.

Die World Association of Zoos and Aquariums (WAZA) äußerte sich nun in einer offiziellen Stellungnahme zur Entscheidung von Thomas Cook, die den Beitrag, den Tierparks zum Artenschutz, allgemeiner Aufklärungsarbeit und zur Förderung von Forschungsprojekten leisten, außer Acht ließe und gefährde.

„Thomas Cook stellt Orcas in den Mittelpunkt, übersieht bei dieser Entscheidung aber weltweit laufende Initiativen zum Schutz mariner Arten. Diese Programme zur Rettung von Grindwalen oder Meeresschildkröten werden durch die Einnahmen aus dem Tourismus finanziert. Thomas Cook verkauft seinen Kunden somit nur einen Bruchteil der Geschichte und könnte dadurch wichtige Artenschutz-Maßnahmen behindern“, so Doug Cress, CEO WAZA.

Lesen Sie hier die Stellungnahme der WAZA.

Offener Brief des AMMPA & IMATA zu Thomas Cook

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Quelle: 180802AMMPA_IMATAThomasCookLetter Sehr geehrter Dr. Frankhauser,

wir wenden uns an Sie im Namen der Alliance of Marina Mammal Parks & Aquarium (AMMPA) und der internationalen Trainervereinigung für Meeressäuger-Trainer (IMATA), um die Thomas Cook Group zu bitten, ihre Entscheidung keine Tickets mehr für SeaWorld in Orlando und den Loro Parque in Spanien, wegen der Haltung und Ausstellung von Killerwalen in ihren weltbekannten Anlagen zu verkaufen, zu überdenken.

Unsere Anfrage basiert auf Wissenschaft, Forschung und auf von der Alliance, dem weltweit führenden Fachverband und Akkreditierungsstelle für Zoos, Aquarien und Meeresparks, die Meeressäugetiere ausstellen, auf Richtigkeit überprüften Fakten. Die Alliance unterstützt die höchsten Standards zur Pflege von Meeressäugetieren und trägt zu deren Schutz in der Wildnis, durch die Aufklärung der Öffentlichkeit, wissenschaftliche Forschung sowie der Rettung und Rehabilitierung von kranken und verletzten Wildtieren, bei. Die von uns akkreditierten Anlagen in den USA, Kanada, Mexiko, Europa, Asien und in der Karibik – inklusive SeaWorld in Orlando und dem Loro Parque – besitzen gemeinsam den weltweit größten Erfahrungsschatz und die größte Fachkenntnis.

Als eine der ältesten und größten Tiertrainingsorganisationen in der Welt, widmet sich IMATA dem Fortschritt in Bezug auf die Pflege und Handhabung von Meeressäugetieren, indem sie die Kommunikation fördert und die besten Praxismethoden, über Training, öffentliche Ausstellung, Forschung, Haltung, Erhalt und öffentliche Aufklärung, miteinander teilen. IMATA Mitglieder nutzen die fortgeschrittensten und verantwortungsbewusstesten Techniken, von denen die Meeressäuger in ihrer Obhut profitieren, um die Begegnung der Besucher mit diesen Tieren zu einem emotionalen und persönlichen Erlebnis zu machen und sie sie für den Erhalt der Ozeane und den Respekt vor den Meeressäugetierarten einsetzen.

Während wir den Wunsch von Thomas Cook teilen, das Wohlbefinden von Tieren im Tourismus sicherzustellen, ist es enttäuschend, dass Ihr Unternehmen den Umstand ignoriert, dass beide Einrichtungen die höchsten Tierstandards in der Welt erfüllen und in Bezug auf Bildung, Arterhalt und Forschungsbemühungen zum Erhalt der Killerwale und anderer Meeressäugetiere in der Wildnis, führend sind. SeaWorld und Loro Parque sind zudem führend, wenn es um die Rettung von Meeressäugetieren, Rehabilitierung und eine wichtige Verbindung von Menschen und der täglichen Arbeit zum Schutz marinen Lebens geht. Diese Arbeit ist exakt das, was Ihre Kunden meinen, wenn sie ihren Wunsch zum Ausdruck bringen, dass das Tierwohl ernst genommen werden soll.

Verweigern Sie Ihren Kunden nicht die Wahl, selbst zu entscheiden, ob sie alles was SeaWorld und der Loro Parque allegemein für die Tiere und deren Wohlergehen leisten, sehen möchten. Ermöglichen Sie ihnen die Erfahrung aus erster Hand, wie inspirierend und oftmals transformierend es ist, Meeresbewohner so nah und in einem sicheren und bildenden Umfeld zu sehen, das für Mensch und Tier positiv ist. Genau deshalb sind akkreditierte Meeresparks so kritisch in dem globalen Bemühen, die Meeressäugetiere und Ozeane zu schützen.

SeaWorld hat in den letzten fünf Jahrzehnten über 31.000 Tiere über das SeaWolrd Cares Programm gerettet und steht wichtigen weltweiten Schutzprojekten für Tiere und ihren Lebensraum mit fundiertem und professionellem Sachverstand zur Seite. Als Teil ihrer 10 Millionen Dollar Einlage zum Schutz von Killerwalen, hat SeaWorld entscheidend dazu beigetragen, eine Nahrungsanalyse von nördlichen Killerwalen zu finanzieren und hat an der Zusammensetzung von Killerwalmilch gearbeitet, um ihren Nährstoffbedarf sowie ihre Fähigkeit Toxine in ihrer Umwelt in der Schwangerschaft und Stillzeit zu metabolisieren, zu verstehen.

Der Loro Parque erhält regelmäßig Auszeichnungen für exzellente Arbeit und die besten Bewertungen von Besuchern, die den Einsatz für Meeressäugetiere anerkennen. Der Loro Parque trägt zudem entscheidend zur Unterstützung von Arterhaltungs- und Forschungsprojekten in der Welt bei. Seit 2011 hat der Loro Parque Forschungsarbeiten mit Orcas finanziert oder unterstützt, die sich auf Bioakustik, Genetik, Physiologie, Verhaltensforschung, Biotracking und Biometrie fokussieren. Er beteiligt sich auch an einem Projekt, das die Auswirkungen einer realistischen Schadstoffbelastung auf die Immunfunktionen der Killerwale untersucht, um Daten für ein Populationsmodell und die Auswirkungen von Schadstoffen zu generieren. Als Ergebnis dieser wissenschaftlichen Arbeit wurden in den letzten sechs Jahren, sechs wissenschaftliche Studien in Fachjournalen veröffentlicht (drei weitere wurden eingereicht), zwei Masterarbeiten und sechs Diplome wurden erstellt und elf Präsentationen wurden auf internationalen Kongressen vorgestellt.

Wie alle Alliance Mitglieder sind SeaWorld Orlando und Loro Parque an ihrer Aufgabe orientiert und machen das Tierwohl zu ihrer Top-Priorität. Der Erhalt der Tiere ist das, was die Profis dieser außerordentlichen Organisationen dazu inspiriert, ihr Leben der bestmöglichen Pflege von Meeressäugetieren, sowohl innerhalb ihrer Organisationen, als auch in der Wildnis zu widmen.

Ihr Einsatz und die Möglichkeiten, die sie der Öffentlichkeit bieten, um mit diesen bewundernswerten Tieren in Kontakt zu treten und mehr über sie zu erfahren, ist genau das, was Millionen Besucher in diese Parks zieht.

Wir verstehen den Druck, den Tierrechtsaktivisten wie PETA auf ein Unternehmen durch endlose Proteste, Briefe und ständig wechselnde Forderungen zum Erreichen ihrer Ziele ausüben können. Sie zielten ihre Aktivitäten auf die Thomas Cook Gruppe und sie werden weiterhin Druck auf Ihr Unternehmen und andere ausüben. Nichtsdestotrotz verwechseln Sie bitte nicht das Interesse der Besucher für das Tierwohl mit der radikalen Agenda von Tierrechtsaktivisten, die Sie angegriffen haben und nun Ihre Reaktion dazu nutzen, die Unterstützung von Organisationen, die in der Tat signifikative Arbeit zum Schutz der Meeressäugetiere leisten, zu unterlaufen.

Im Gegensatz zu den Behauputungen von Tierrechtsorganisationen, zeigen wissenschaftliche Studien, dass Meeressäugetiere, die in akkreditierten Einrichtungen leben, sich gut entfalten und so lange leben, oftmals sogar länger, als ihre Artgenossen in der Wildnis. Sie leben unter hohen Qualitätsstandards, erhalten nährstoffreiche Nahrung, reguläre und präventive veterinärmedizinische Untersuchungen durch lizensierte Profis und sie üben und spielen auf eine Weise, von der Körper und Geist profitieren. Dies sind Fakten, die von Experten belegt sind, die die Tiere kennen und sich um sie kümmern und nicht von denjenigen, deren Ziel es ist, die Tiere aus öffentlichen Ausstellungen zu verbannen. Noch einmal wir, fordern Ihr Unternehmen auf, Ihr Entscheidung zu überdenken, Ihren Kunden die Möglichkeit zu enthalten, SeaWorld und Spaniens Loro Parque, beides weltweit führende Meeresparks zum Schutz von Meeresleben, zu erleben.

Mit freundlichen Grüßen
Kathleen Dezio AMMPA President & CEO
Grey Stafford, PhD IMATA President

Unterstützung für Humane Certified™ Institutionen nach der Entscheidung eines Reiseveranstalters

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Source: https://www.americanhumane.org/blog/support-for-humane-certified-institutions-following-travel-operator-decision-2/

American Humane, der seit 141 Jahren im Tierschutz arbeitet und der größte zertifizierende Gutachter für Tierwohl in der Welt ist, steht hinter dem Loro Parque und unseren anderen Humane Certified™ Institutionen, denn sie wurden gemäß der unabhängigen Gold Star Tierwohlstandards, die auf der Wissenschaft sowie der Meinung führender Tierexperten, Veterinäre und Ethikern basieren, vergeben.

Wir können das exzellente Wohlbefinden der Tiere im Loro Parque, inklusive der Orkas, die gesund sind und sehr gut behandelt werden, bestätigen. Weniger als ein halbes Prozent der Zoos, Aquarien und Tierschutzzentren in der Welt haben es geschafft, unsere strenge Zertifizierung zu erhalten, die ausführlich viele Dimensionen des Wohlbefindens berücksichtigt.

Die Entscheidung von Thomas Cook wurde von einer Tieraktivisten-Philosophie vorangetrieben, die Tiere aus unserem Leben drängen wollen und nicht auf Wissenschaft, aktuellen Erwägungen über das Wohlergehen, guter Pflege der Tiere, die wir voraussetzen oder dem unschätzbaren Einsatz für Arterhalt und der öffentlichen Aufklärungsarbeit, die für das Leben so vieler Arten, mit denen wir die Erde teilen, von enormer Bedeutung ist, basiert.

Mit dieser Entscheidung hat sich Thomas Cook einen beispiellosen, riesigen Schritt von der soliden und unvoreingenommenen Beratung von Reisenden, die gute, sichere und ethisch vertretbare Urlaubserfahrungen machen wollen, entfernt, was den unglücklichen Effekt haben wird, dass mehr bemerkenswerte und bedrohte Arten näher an die Schwelle der Ausrottung getrieben werden.

Diejenigen, die aufregende und ethisch einwandfreie Erfahrungen mit Tieren machen wollen, können sicher sein, dass sie sie im Loro Parque finden werden und genießen können.