Im Aquarium des Loro Parque werden 9 verschiedene Quallenarten ausgestellt, die sich zum ersten Mal in Spanien eigenständig vermehrt haben

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Das Aquarium des Loro Parque ist der einzige Ort in Spanien, an dem, in der Ausstellung AquaViva, bis zu neun verschiedene Quallenarten beobachtet werden können. Dieser Rekord hat dazu geführt, dass ein großes Wissen über diese Tiere und ihre Bestände gewonnen werden konnte.

Dadurch wurde diese große Ausstellung zu einem wichtigen Hilfsmittel für die Forschung und den Arterhalt. In diesem Sinne trägt die Arbeit des Aquariumteams dazu bei, die eigenen Arten nachzuzüchten und deren biologische Notwendigkeiten kennenzulernen sowie das so gewonnene Wissen zu ihrem Schutz einzusetzen. Der Vermehrungsprozess impliziert, dass die Quallen, ausgehend von Polypen, in einer asexuellen Phase geboren werden. Ein normaler Prozess, der in Forschungszentren und Aquarien weltweit beobachtet wurde.

Außerdem bestehen diese wirbellosen Tiere zu 95% aus Wasser und spielen in Bezug auf das marine Ökosystem eine sehr wichtige Rolle. Denn sie kontrollieren die Planktonvorräte (hauptsächlich Zooplankton) und tragen zur Wasserversorgung migrierender Räuber bei.

Deshalb, ungeachtet ihres „schlechten Rufes“, sind diese Tiere ein sehr wichtiges Glied in der marinen Nahrungskette. Tatsächlich sind diese wirbellosen Organismen Bioindikatoren für die Gesundheit unserer Ozeane und können als Organismus agieren, der durch eine starke Vermehrung ganze Ökosysteme dereguliert.

Im Loro Parque können Besucher diese neun Arten beobachten und mehr über sie erfahren: Phyllorhiza puntata, Sanderia malayensis, Chrysaora achlyos, Chrysaora colorata, Chrysaora pacifica, Rhizostoma pulmo, Pelagia noctiluca, Phacellophora camtschatica y Aurelia aurita. Zudem wachsen derzeit auf der Quarantänestation drei weitere neue Arten heran, die voraussichtlich in den kommenden Monaten in der Ausstellung zu bewundern sein werden.

 

Der Schutz der Wale und die nachhaltige Entwicklung der Region Makaronesien als Hauptziele des MARCET II Projekts

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Das INTERREG-Projekt, bekannt als MARCET, beginnt heute seine zweite Arbeitsphase und startet mehrere wissenschaftliche und technologische Forschungsstudien, die es in den nächsten drei Jahren ermöglichen werden, die Auswirkungen menschlicher Aktivitäten in marinen Schutzgebieten Makrononesiens zu bewerten und zu analysieren. Hierbei sind Wale die maßgeblichen Akteure, nicht nur weil sie als emblematische Arten gelten, sondern auch, weil sie Bioindikatoren für den guten ökologischen Zustand der Meeresgebiete, in denen sie leben, und Schirme zum Schutz des marinen Ökosystems sind. Dieses Projekt wird auch zur Entwicklung von Kriterien zur ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit beitragen, wobei der Tätigkeit der Walbeobachtung besondere Aufmerksamkeit zugeteilt wird.

MARCET II ist eine Initiative der Universität Las Palmas de Gran Canaria unter der Leitung des University Institute of Animal Health and Food Safety (IUSA-ULPGC) und hat direkte Beteiligung von fünfzehn weiteren Institutionen und Organisationen aus den vier makaronesischen Archipelen: PLOCAN, CETECIMA, Loro Parque Fundación, Turismo de Tenerife, CEAMAR, Universidad de la Laguna (ULL), Museu da Baleia de Madeira, Observatório Oceânico da Madeira, Instituto das Florestas e Conservação da Natureza IFCN IP-RAM), Direçao Regional dos Assuntos do Mar (DRAM), Universidade dos Açores, Direçao Nacional do Ambiente de Cabo Verde, InstitutCV und Associação de Biólogos e Investigadores de Cabo Verde (ABI-CV).

Im Rahmen des ersten Meetings dieser zweiten Phase, das im Elder Museum of Science and Technology stattfand, waren Vertreter aller teilnehmenden Einrichtungen anwesend. Die Einweihung fand unter der Leitung des Direktors des Universitätsinstituts für Tiergesundheit und des Projektträgers Antonio Fernandez statt, begleitet von den Vize-Rektoren für Forschung, Innovation und Wissenstransfer der Universitäten von Las Palmas de Gran Canaria und der Universität La Laguna, José Pablo Suárez Rivero und Ernesto Pereda.

„Die Bewertung der Auswirkungen menschlicher Tätigkeiten auf bestimmte Meeresgebiete durch die im Rahmen des Projekts MARCET II geplanten ökologischen, gesundheitlichen und ozeanographischen Studien wird dazu beitragen, Maßnahmen zum Schutz und zur Erhaltung der in diesen Gebieten heimischen Wal- und Delfingruppen durchzuführen, und zwar durch eine Ausweitung, des gesamten marinen Ökosystems, von dem sie abhängig sind“, sagte Antonio Fernández. Aber vor allem, fügte er hinzu, „werden sie nützlich sein, um Wege zu finden, ein Modell der nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung aufzubauen und eine Lebensqualität für alle Arten, die den makaronesische Raum bewohnen, auch den Menschen eingeschlossen, zu gewährleisten.

Ernesto Pereda betonte seinerseits, dass „der multidisziplinäre Ansatz des Projekts der geeignetste Weg ist, die Nachhaltigkeit bei der Beobachtung von Walen und damit das Leben der kanarischen Gesellschaft zu verbessern“ und damit den Beitrag des Wissenstransfers der Universität zu erfüllen. In diesem Sinne betonte sein Amtskollege Suárez Rivero die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den beiden kanarischen Universitäten sowie die Rolle der IUSA bei der Schaffung von Wissensnetzwerken und MARCET II „ist in diesem Sinne vorbildlich“, betonte er.

Der erste Teil des MARCET-Projekts, das 2017 begann und gerade zu Ende gegangen ist, wurde mit dem Ziel geboren, Spitzenforschung und -technologien zu fördern, um die nachhaltige Entwicklung des Tourismus im Zusammenhang mit Walbeobachtungen zu fördern, und zwar durch die Schaffung und Umsetzung des MARCET-Netzwerks. Ein interregionales und multidisziplinäres Netzwerk, das Zentren zusammenführt, die sich auf die Beobachtung und Kontrolle der Gesundheit von Walen und der operativen Ozeanographie konzentrieren, um Wissen, Infrastruktur und bewährte Verfahren in der Region zu integrieren, aufeinander abzustimmen und zu optimieren.

Dank des Instruments, das das bereits bestehende MARCET-Netzwerk bietet, dank der Vereinheitlichung der Arbeitsprotokolle und ihrer Integration zum Schutz und zur Erhaltung der Walpopulationen in Makaronesien aus multidisziplinärer Sicht und dank der Erkenntnisse über die aktuelle Situation des Tourismussektors im Zusammenhang mit der Beobachtung dieser Arten in der Region, wird diese neue Initiative geboren, das Projekt MARCET II. Ziel ist es, den Wert dieser Aktivitäten als Modell für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung auf den makaronesischen Archipelen (Azoren, Madeira, Kanarische Inseln und Kapverden) zu erhöhen, um so die Marktstellung des Ökotourismus durch diese Aktivitäten zu stärken und gleichzeitig Nachhaltigkeitskriterien für die heimischen Walarten festzulegen, die als Touristenattraktion dienen.

Zu diesem Zweck ist MARCET II technisch in drei spezifische Ziele gegliedert. Das erste, das als Schlüssel zur Festlegung ökologischer und ökologischer Nachhaltigkeitskriterien gilt, beinhaltet den Einsatz modernster Techniken der operativen Ozeanographie, sowie die Beobachtung und gesundheitliche Überwachung von Walen, die in Meeresschutzgebieten und in Gebieten von besonderem Interesse für ökotouristische Aktivitäten in Makaronesien leben. Hierbei gelten der Große Tümmler (Tursiops truncatus) und der Schwertwal (Globicephala macrorhynchus) als wichtigste Indikatorarten, um das mögliche Vorhandensein von Risikofaktoren anthropogenen Ursprungs im Zusammenhang mit diesen Meeresgebieten zu bewerten.

Die beiden anderen Ziele sollen den Wert der Wale als Naturerbe und als differenzierte wirtschaftliche Ressource von besonderer Bedeutung für den damit verbundenen Ökotourismussektor in der Region Makaronesien steigern. In diesem Sinne werden Maßnahmen zur Verbreitung und Sensibilisierung für die Vielfalt der in der Region vorhandenen Walarten sowie für die Bedeutung des Schutzes und der Erhaltung der Meeresgebiete, in denen sie leben, durchgeführt. Das dritte spezifische Ziel besteht darin, das Geschäft der Walbeobachtung als Modell für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung in der Region Makaronesien zu stärken.

Der Loro Parque verleiht den Preis Premio Gorila 2018 an Steve Heapy, Geschäftsführer von Jet2.com und Jet2holidays

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Im Sitz der Kanarenregierung wurde am Freitag, 18. Oktober der renommierte Preis  „Premio Gorila 2018“ an Steve Heapy, Geschäftsführer von  Jet2.com und Jet2holidays verliehen. Der Preis wird in diesem Jahr bereits zum 16. Mal vergeben. Er honoriert  Verantwortungsbewusstsein für die Umwelt sowie Strategien und Aktivitäten zum Erhalt der Artenvielfalt und den nachhaltigen Umgang mit  natürlichen Ressourcen.

In diesem Jahr möchte der Loro Parque eine Geschäftspolitik würdigen, die sich am Kunden der Fluggesellschaft orientiert und ein starkes Engagement für umweltpolitische Nachhaltigkeit beinhaltet. Zudem wird Jet2 als erste Fluggesellschaft gewürdigt, die sich dafür einsetzt, den Gebrauch von Plastik an Bord zu reduzieren.

Zur Preisverleihung im Festsaal der Kanarenregierung sind über 200 geladene Gäste erschienen. Darunter zahlreiche lokale, insuläre und regionale Vertreter,  zivile, militärische und konsularische Repräsentanten sowie Privatpersonen.

Wolfgang Kiessling, Präsident der Unternehmensgruppe Loro Parque, nutzte die Gelegenheit, um das Engagement von Heapy in Bezug auf Nachhaltigkeit hervorzuheben. Gerade angesichts der Tatsache, dass die Überbevölkerung der Erde, der Natur und ihren Bewohnern einen nachhaltigen Schaden zufügt.

Deshalb hat die Loro Parque Fundación seit ihrem 25-jährigen Bestehen 21 Millionen Dollar in 180 Artenschutzprojekte auf der ganzen Welt investiert und dadurch 9 Papageienarten vor dem Aussterben bewahrt.

Kiessling hob die wichtige Rolle der Zoos hervor, die wenn sie nicht schon existieren würden, erfunden werden müssten. In diesem Sinne besteht die Arbeit des Loro Parques darin, Tiere und Menschen einander näher zu bringen, damit der Mensch ihre Schönheit, ihren Charakter, ihren Geruch und das tierische Verhalten schätzen lernt … sowie darin die Besucher aufzuklären und für die Wichtigkeit des Tierschutzes zu sensibilisieren

Steve Heapy betonte die tiefe Verbindung zu den Kanarischen Inseln, denen er versprach, „sie in guten und in schlechten Momenten“ zu unterstützen. „Wir sind unseren Urlaubsdestinationen sehr treu und arbeiten zum Wohl beider Seiten auf gewinnbringende und nachhaltige Weise“, ergänzte er.

Zudem erklärte er das Engagement der Fluglinie im Kampf gegen den Plastikkonsum, die damit der gleichen Linie folgt, wie die Loro Parque Unternehmensgruppe. „Es war Christoph Kiessling, der mir vor vielen Jahren von der ungeheuren Menge Plastik in den Ozeanen erzählte“, erklärte er und ging dann darauf ein, wie Jet2.com und Jet2holidays deshalb ihrerseits detaillierte Maßnahmen zum Schutz des Planten umsetzen.

Über Steve Heapy und Jet2.com:

Steve Heapy arbeitet seit 2009, als Geschäftsführer und Marketingdirektor für Jet2. Zuvor hatte er leitende Positionen bei anderen großen Unternehmen der Tourismusbranche inne, wie My Travel, Thomas Cook und Libra Holidays. Im Jahr 2013 wurde er zum CEO als Exekutiv-Direktor von Jet2.com und dem internen Reiseveranstalter Jet2holidays befördert.

Seit seinem Eintritt bei Jet2.com hat sich die Zahl der Passagiere vervierfacht und die Zahl der Flüge hat sich verdreifacht, was die Airline zum Marktführer im Bereich der Billigfluglinien macht. Zudem wurde das Unternehmen mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, wie beispielsweise dem Bronzepreis „Bester Reiseveranstalter auf der iberischen Halbinsel und auf den Kanaren“, der 2010 im Rahmen der British Travel Awards verliehen wurde.

 

Ohne Zoos nichts los

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Quelle: Heiko Wernin Link:  https://taz.de/Klimawandel-und-Biodiversitaet/!5626458/?goMobile2=1570752000000

Selbst wenn wir das Klima bis 2050 retten, könnten wir dann ganz schön allein dastehen: Für Tausende von Tier- und Pflanzenarten ist das zu spät.

Hurra, wir schreiben das Jahr 2050 und das Klima ist gerettet! Wer hätte das drei Jahrzehnte zuvor noch für möglich gehalten? Dass es tatsächlich gelingen könnte, die Erderwärmung bei 1,5 Grad einzuhegen!

Also alles noch mal gutgegangen? Leider nein. Denn für Tausende Tier- und Pflanzenarten kam jede Hilfe zu spät. Sie sind ausgestorben. Wo es einst im Great Barrier Reef vor der australischen Küste über 2.300 Kilometer Länge als einer der größten Hotspots der Biodiversität wimmelte und funkelte, stehen über weite Strecken nun weiße Kalkgerippe, über die ein paar verhungernde Seesterne kriechen.

Keine Überraschung: Schon 2019 stand fest, dass selbst bei Erreichen des 1,5-Grad-Ziels 70 bis 90 Prozent der Korallenriffe sterben würden, einhergehend mit dem Verlust Tausender Arten.

Aber nicht nur der Klimawandel, die Aktivitäten der Menschheit insgesamt haben das lang befürchtete größte Massenaussterben seit dem Ende der Dinosaurier ausgelöst. Wo früher artenreiche Regenwälder standen, wachsen heute nur noch Sojabohnen oder es wächst gleich gar nichts mehr, weil die Erosion die dünne Schicht fruchtbaren Tropenbodens weggespült hat. Wo einst Wildnis oder vielgestaltige Kulturlandschaften lagen, stehen heute Siedlungen und Industriegebiete.

Letzte Chance: Zoo

Selbst in den zahlen- und flächenmäßig ohnehin schon viel zu kleinen Schutzgebieten sind massenhaft Arten für immer verschwunden: gewildert wie die Nashörner, Elefanten und Schildkröten, oder aber wie die Frösche und Salamander an einer sich weltweit ausbreitenden Pilzinfektion verreckt.

Im Jahr 2050 hätte die Menschheit dabei auf viele dieser Probleme eine Antwort: Das Bevölkerungswachstum ist zum Stillstand gebracht, die industrielle Landwirtschaft wurde zurückgedrängt, der Fleischkonsum reduziert, der Amphibienkillerpilz besiegt, großflächige neue Schutzgebiete konnten geschaffen und verwüstete Flächen renaturiert werden.

Einzig: Die Arten, die dort 2019 noch lebten, gibt es schlicht und einfach nicht mehr. Einmal ausgestorben, sind sie für immer weg. Da nutzt das schönste wiederhergestellte Biotop nichts.

Schon 2019 war die Lage für die globale Biodiversität eindeutig und ebenso gut wissenschaftlich abgesichert wie der menschengemachte Klimawandel. Der Weltbiodiversitätsrat IPBES hatte unmissverständlich auf die drohende Katastrophe hingewiesen: Geschätzt eine Million Arten stand vor dem Aussterben, und zwar nicht irgendwann, sondern in den kommenden Jahrzehnten.

Abgesehen davon, dass im Jahr von Trump und Bolsonaro die Welt von rettendem Tun weit entfernt war – selbst wenn damals sofort und ohne weitere Verzögerungen alles unternommen worden wäre, um bedrohte Spezies in ihren Lebensräumen zu schützen, wäre es für viele von ihnen längst zu spät gewesen.

Zu groß waren damals schon die Schäden in den Biotopen, zu fragmentiert die Restlebensräume, zu geschwächt und individuenarm die überlebenden Populationen, zu verschmutzt die Ozeane, zu weit verbreitet freilaufende Katzen und eingeschleppte Bioinvasoren.

Als nur noch rund 50 Java-­Nashörner durch die Dschungel trotteten, war längst klar, dass sie in freier Wildbahn keine Chance mehr hatten. ­Dasselbe galt für die letzten 10 Vaquita-Schweins­wale, die letzten 15 chilenischen Loa-Frösche, die letzten vier Jangtse-Riesenweichschildkröten … Die einzige Chance, diese Arten zu erhalten, wäre gewesen, sie zunächst in menschlicher Obhut zu züchten.

Fundiertes Populationsmanagement fehlt

Doch die Menschheit hat versäumt, solche Reservepopulationen aufzubauen. Dabei wäre das leicht möglich gewesen. Die nötigen Kenntnisse und Techniken, um bedrohte Arten durch Erhaltungszuchten dauerhaft zu retten, standen bereit. Erforderlich wären nur mehr Geld und Platz gewesen.

Gerade die besonders betroffenen kleineren Arten wie Amphibien, Reptilien, Fische und Wirbellose konnten mit vergleichsweise wenig Aufwand in den Aquarien und Terrarien von Zoos, wissenschaftlichen Einrichtungen und engagierten Privathaltern gezüchtet werden. Man hätte nur Kapazitäten ausbauen und Halter koordinieren müssen, um ein biologisch fundiertes Populationsmanagement aufzubauen.

Bei vielen größeren Tierarten funktionierte das ja längst erfolgreich: Wisent, Przewalski-Pferd, Waldrapp, Arabische Oryx-Antilope, Spix-Ara, Zhous Scharnierschildkröte, Axolotl – zahlreiche Arten konnten durch Erhaltungszucht zunächst vor dem Aussterben bewahrt werden, oder ihre kurz vor dem Verschwinden stehenden Freilandpopulationen wurden durch die Auswilderung von gezüchteten Tieren gestärkt.

Es ging in die richtige Richtung – doch dann kam alles anders. Statt dass die Zoos ausgebaut wurden, gerieten sie immer stärker unter Druck. Statt dass Privathalter zur Verstärkung der Zuchtbemühungen eingebunden wurden, verbot man die private Wildtierhaltung. „Artgerecht ist nur die Freiheit“, skandierten Tierrechtler, die ihr eigenes Gefühlsleben auf andere Spezies projizierten, obschon ihnen Nashorn und Lemur-Laubfrosch angesichts der Zustände in dieser angeblichen Freiheit sicherlich den Vogel gezeigt hätten – oder die Socorro-Taube, die im Freiland schon 2019 ausgestorben war und nur noch in Zoos und bei Züchtern weiterleben konnte.

Gefühligkeit siegte über Faktenkenntnis

Aber es nutzte alles nichts, Gefühligkeit siegte über Faktenkenntnis: Eine zoologische Einrichtung nach der anderen wurde geschlossen, in Auffangstationen für einheimische Feld-, Wald- und Wiesenarten oder in Heime für irgendwelche Schmusetiere umgewandelt.

Nun stehen noch reihenweise großzügig gehätschelte Rehe in weitläufigen Anlagen herum, während verwöhnte Hunde und Katzen über monströse Luxusspielplätze tollen, in die all die Tierschutz-Spendengelder geflossen sind, statt sie für den Erhalt gefährdeter Arten einzusetzen.

Zu spät. Nun sind sie ausgestorben. Kein Kind wird je wieder über einen lebenden Elefanten, eine Giraffe oder ein Nashorn staunen, und von der Vielfalt der rund achttausend Amphibienarten ist gerade mal gut die Hälfte übriggeblieben.

Dieses Massensterben ist nicht nur tragisch, weil jede Art ein unersetzlicher Wert an sich ist – das kann man ethisch begründen, religiös oder auch nur aus der Beobachtung der Freude, die sie dem Menschen spenden.

Jede Spezies kann von unschätzbarem Nutzen sein

Jede Spezies kann aber zudem von unschätzbarem Nutzen für den Menschen sein, nur weiß man halt vorher nicht, welche. Wer hätte beispielsweise 1928 gedacht, dass dank eines hässlichen Schimmelpilzes ein Jahr später ein Stoff namens Penicillin entdeckt werden würde, der Abermillionen Menschen das Leben retten sollte?

Wie dramatisch sich zudem das Verschwinden so vieler Spezies auf die globalen Ökosysteme auswirkt, ist 2050 schon deutlich zu spüren. Durch das Fehlen vieler natürlicher Prädatoren und durch plötzlich frei gewordene ökologische Nischen breiten invasive Arten, Ernteschädlinge und Krankheitsüberträger sich ungebremst aus.

2051: Outbreak. Ein neuer, für Menschen tödlicher Krankheitserreger taucht plötzlich auf und rast um die Welt. Den Forschern gelingt es nicht, rechtzeitig ein Gegenmittel zu entwickeln. Pech gehabt, denn das hätte es längst gegeben – wie unzählige andere natürliche Substanzen, die in den Pflanzen und Tieren der Welt unerkannt schlummern, beziehungsweise eben schlummerten.

Der Wirkstoff, der die Menschheit hätte retten können, steckte in der Haut eines kleinen amazonischen Frosches, der irgendwann um 2040 beim Abbrennen eines der letzten brasilianischen Regenwaldstücke ausgerottet worden war. In Terrarien war er noch in den 2030er-Jahren eine häufig gezüchtete Art. Vor den Haltungsverboten und den Zooschließungen.

Das ist jetzt mal wirklich dumm gelaufen.

IAAPA antwortet TripAdvisor

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IAAPA antwortet TripAdvisor Source: https://www.iaapa.org/news/iaapa-responds-tripadvisor Sehr geehrter Herr Kaufer,

Seitens IAAPA, der globalen Vereinigung für die Freizeitparkindustrie und unseren mehr als 6.000 Mitgliedern weltweit, müssen wir Ihnen mitteilen, dass wir von ihrer jüngsten Entscheidung keine Eintrittskarten mehr für Parks zu verkaufen, die Wale und Delfine auf professionelle Art beherbergen, sehr enttäuscht sind und uns diese Anlass zur Besorgnis gibt. Diese Entscheidung berücksichtigt nicht das kontinuierliche und erschütterliche Engagement für das Tierwohl, die Gesundheit und die Pflege dieser Tiere.

IAAPA hat zahlreiche Mitglieder weltweit, die Tiere in ihrer Obhut haben. Diese Mitglieder sind akkreditiert und verfügen über gut geführte Anlagen, die den Gästen eine enge persönliche Erfahrung bieten. Diese wunderbaren Erlebnisse tragen dazu bei, Menschen aller Altersklassen zu inspirieren und aufzuklären, sodass sie aus eigenem Antrieb eine Wertschätzung für die Tiere sowie einen Respekt vor ihnen und der Natur entwickeln können.

Zoos, Aquarien und Einrichtungen mit Tieren geben Menschen die Gelegenheit,  einen unvergesslichen Kontakt und direkte Erfahrungen mit der Welt der Natur zu erleben. Das ist insbesondere für die Menschen von Bedeutung, die in Städten und urbanen Vorstädten leben. Solche Besuche bieten ihnen einmalige Begegnungen und schaffen Erinnerungen, die einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Sie helfen Menschen dazu zu bewegen, sich im Sinne des Schutzes und Erhalts der natürlichen Ressourcen zu verhalten und sich dafür einzusetzen. Und jeder von uns bei IAAPA findet, dass Menschen, die Möglichkeit haben sollten, selbst zu entscheiden, ob sie einen gut geführten Zoo besuchen möchten.

TripAdvisor sollte ebenfalls bedenken, dass die Verweigerung der Unterstützung an Zoos eine Politik ist, die einen negativen Folgeeffekt auf die Tiere in der Wildnis verursacht. Zoologische Anlagen betreiben eine wichtige Forschungsarbeit, die hilft, Naturschutzprojekte in der Wildnis zu unterstützen. Sie geben geretteten oder bei illegalen Handlungsaktivitäten beschlagnahmten Tieren ein Zuhause und tragen an ihren Standorten und weltweit zum Katastrophenschutz bei. Der Besuch eines Zoos, eines Aquariums oder eines Tierparks hinterlässt einen bleibenden Eindruck bei jedem Einzelnen und beeinflusst die Wahrnehmung seiner Umwelt. IAAPA ist der Meinung, dass Menschen die Möglichkeit haben sollten, einen gut geführten Zoo zu besuchen.

Wir fordern Sie auf, mit globalen Zoo- und Aquarien-Vereinigungen, inklusive der

Alliance of Marine Mammal Parks & Aquariums, Association of Zoos and Aquariums,  European Association of Zoos and Aquaria, World Association of Zoos and Aquariums sowie mit der  British and Irish Association of Zoos and Aquariums Kontakt aufzunehmen. Jede dieser Organisationen engagiert sich für das Tierwohl und unterstützt fundierte Entscheidungen und bewährte Verfahren, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und gut dokumentierter Forschung und nicht auf Meinungen basieren.

Wir laden Sie außerdem dazu ein, jede Anlage, die bei uns Mitglied ist, rund um den Globus zu besuchen, sodass Sie das Engagement, die Pflege, die Hingabe und die Bedeutung ihrer Arbeit besser verstehen. Wir werden Ihnen jederzeit gerne bei einer Kontaktaufnahme behilflich sein.

Bitte überdenken Sie diese kurzsichtige Positionierung, die eine nachhaltige negative Auswirkung haben könnte.

Mit freundlichen Grüßen Hal McEvoy President and CEO IAAPA   Über IAAPA:

IAAPA ist eine vielseitige und dynamische Vereinigung von professionellen Attraktionenparks weltweit. Als größte, internationale Handelsvereinigung für dauerhaft niedergelassene Attraktionenparks, vereint IAAPA die Attraktionengemeinschaft, verbindet Menschen, um gemeinsam zu lernen und zu wachsen und steht für die Förderung des höchsten professionellen Qualitätsstandards und Sicherheit weltweit.

IAAPA wurde 1918 gegründet und repräsentiert über 6.000 Attraktionenparks, Lieferanten und Einzelmitglieder aus über 100 Ländern. Zu den Mitgliedern zählen professionelle Freizeitparks, Themenparks, Attraktionen-  und Wasserparks, Resorts, Familien-Freizeit-Zentren, Zoos, Aquarien, Wissenschaftszentren, Museen, Produzenten und Zulieferer.

Der Hauptsitz des Verbandes  befindet sich in Orlando, Florida, US. IAAPA unterhält zudem Niederlassungen in Brüssel, Belgien, Hong Kong, Shanghai, Mexiko Citiy und Alexandria in Virginia, US. Mehr Informationen über IAAPA.org oder über soziale Medien: @IAAPAHQ #IAAPA.

Das Radrennen Cicloturista Loro Parque-Siam Park feiert den Erfolg seiner zwölften Auflage

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Das Radrennen Cicloturista Loro Parque-Siam Park wurde am Sonntag, 13. Oktober, zum zwölften Mal durchgeführt. In diesem Jahr waren über 300 Radsportler am Start, um die Distanz zwischen dem Loro Parque in Puerto de la Cruz und dem Siam Park in Adeje zu bezwingen und dabei auf ein Rennen zu setzen, das keinen Wettbewerbscharakter hat und jedes Jahr neue Teilnehmer dazugewinnt.

Der Startschuss fiel um 9 Uhr am Loro Parque. Das Rennen führte durch die Gemeinden Puerto de la Cruz, Los Realejos, San Juan de la Rambla, Icod de los Vinos, El Tanque, Santiago del Teide, Guía de Isora und endete am Ziel, vor dem Siam Park in Adeje, gegen 14 Uhr.

Das Rennen verlief ohne Zwischenfälle und in einem optimalen Rhythmus. Die Teilnehmer wurden im besten Wasserpark der Welt mit einer perfekten Abkühlung erwartet, die sie  nach der stundenlangen Herausforderung frische Kraft schöpfen ließ.

Zudem wurden zahlreiche Preise unter allen Teilnehmern verlost. Nach der Preisverleihung konnten sich die Teilnehmer den Rest des Tages mit ihren Familien im Siam Park vergnügen und jede einzelne der spektakulären Attraktionen erkunden.

Die Cicloturista Loro Parque-Siam Park hat sich im Rennkalender Teneriffas unter den Rennen ohne Wettbewerbscharakter zum renommiertesten und beliebtesten Rennen entwickelt. Auf diese Weise möchten der Loro Parque, der Siam Park und die Inselregierung das Bewusstsein der Menschen dafür schärfen, wie wichtig es ist, sich sportlich zu betätigen, nachhaltigen Tourismus zu fördern und die Umwelt zu respektieren. All diese Elemente zusammen machen das Rennen zu einer perfekten Veranstaltung. Renommierte Marken und Unternehmen wie Loro Parque Fundación,  Emicela, El Aderno, Pepsi o Paluper, unterstützen den Event.

 

Die fragwürdige Ethik von Ingrid Visser

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Author: Jenna Deedy

Eine umstrittene neuseeländische Walforscherin verursacht mit ihrer jüngsten PR-Maßnahme unter den Mitgliedern der Zoo-Gemeinschaft Verwunderung und stellt ihre eigene Ethik in ein zweifelhaftes Licht.

Ingrid Visser ist eine in Neuseeland geborene Walforscherin, die für ihre Studien an wilden Schwertwalpopulationen bekannt ist, die sie sowohl in Neuseeland, als auch in anderen Teilen der südlichen Hemisphäre durchgeführt hat. Außerdem führt sie Anti-Zoo-Kampagnen durch – Sie zählt zu denjeningen, die im Rahmen ihrer Mission Zoos aufsuchen, die Orkas beherbergen, Fotos macht, um sie dann als „Beweis“ für „Misshandlungen“ zu verbreiten.

Zudem ist sie für ihre fragwürdigen „Forschungsmethoden“ bekannt, die sie in den letzten Jahren mit einer skrupellosen Vorgehensweise gezeigt haben. Es zeigt sich auch in ihrer jüngsten PR-Kampagne, in der sie SeaWorld in gerichtliche Klagen verwickelt.

Ingrid’s PR-Kampagne

Im Jahr 2018 wurde Ingrid Visser von einer Kläger-Gruppe gefragt, ob sie für sie in dem laufenden Verfahren, das als „Anderson v. SeaWorld“ bekannt ist, als „unabhängige Expertin“ aussagen würde. In dem Prozess, der 2015 initiiert wurde, wurde bezugnehmend auf den Anti-Zoo-Film Blackfish behauptet, dass SeaWorld falsche Werbeaussagen in Bezug auf die Schwertwale in seiner Obhut machen würde.

Obwohl Teile der Anklagen abgewiesen wurden, wurde gleichzeitig zugelassen, dass gegen andere Punkte weiterverhandelt wird. Im Februar 2019, legte Visser einen Bericht vor, in dem ihre Ergebnisse diskutiert wurden, die auf einen „angeblichen“ Missbrauch hinwiesen. Die Anhörung in diesem Anklagepunkt wird voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres stattfinden. In Bezug auf Ingrid’s Beteiligung wird schnell klar, dass sie als einzige „Expertin“ in diesem Fall geladen ist, während es doch möglich wäre, weitere Experten einzubeziehen, um eine zweite Meinung einzuholen.

Es könnte ein weiterer PR-Schritt für die Forscher-wird-zum-Extremisten-Widersprüche werden, der zufällig eine lange Geschichte einer fragwürdigen Ethik ist.

Free Morgan Foundation: Orca-Rettung oder Tierrechts-Betrug? 

Das Motiv hinter Ingrid Visser’s Stiftung Free Morgan Foundation ist einfach: Das Ziel ist es, den Schwertwal Morgan, der gerettet wurde und derzeit mit einem eigenen Kalb im Loro Parque lebt, aus der menschlichen Obhut zu entfernen und in ein potentiell gefährliches „Auswilderungs-Programm“ zu überführen. Bis jetzt hat Ingrid Visser das hart verdiente Spendengeld, das für die Rettung und Rehabilitierung vorgesehen war, für Gerichtsverfahren ausgegeben, die allesamt in einer gerichtlichen Niederlage endeten.

Zudem belegt schon der Name der Organisation, dass es ihr lediglich um Morgan geht und nicht um andere Tiere. Obwohl sie oftmals die anderen Tiere, die im Loro Parque leben, nutzt, um die Sympathie und Spendenwilligkeit eines besorgten Publikums zu wecken, das getäuscht wird, indem ihm vorgegaukelt wird, dass selbst wenn Morgan nicht in ein Meeresreservat verlegt wird, wie Visser es verspricht, das Geld dann zum Wohl anderer Tiere in Not eingesetzt würde, was allerdings keinesfalls der Fall ist.

Bevor Visser schließlich Anfang 2018 aus dem Loro Parque verbannt wurde, wurde nachgewiesen, dass sie die Gelder der Free Morgan Foundation nutzte, um regelmäßig nach Spanien zu reisen, um Fotos und Videos von Morgan zu machen, mit denen sie ihre falschen Anklagen über die Haltung von Schwertwalen in diesem Zoo fortsetzte, um mehr Spendengelder zu regenerieren. Die Richtlinien des Loro Parque verbieten es, Fotos und Videos seiner Tiere für kommerzielle Zwecke zu nutzen, sofern keine ausdrückliche Genehmigung dafür vorliegt. Trotzdem hat Visser diese Vorgabe wiederholt missachtet und alle Fotos und Videos zu einem Teil ihrer Anti-Zoo-Propaganda gemacht, die dann für kommerzielles Marketing für die Free Morgan Foundation genutzt wurden. In einem Maße, das dazu führte, dass das Personal des Loro Parque ihr ein dauerhaftes Hausverbot ausgesprochen hat.

Es hilft nicht, dass die wahren Motive, die hinter der Free Morgan Kampagne stehen, nicht etwa Morgan selbst war oder einen Unterschied für Orcas überall zu bewirken, sondern dass sie gerade zu diesem Zeitpunkt ihre neue Kampagne startete. Visser hatte zuhause in Neuseeland eine Menge finanzieller Probleme, die  sie  an den Rand des Ruins und dem Verlust ihres Hauses führten. Deshalb ist es vielleicht in erster Linie das Geld, das sie vorrangig motivierte, die Gruppe ins Laufen zu bringen

Deshalb ist die eigentliche Frage, die sich zu dieser speziellen Gruppe stellt: Sorgte sich Ingrid tatsächlich um das Wohl eines verwaisten, geretteten Orcas oder brauchte sie in erster Linie das Geld?

Die gesamte “Bob”-Geschichte

Im Jahr 2016 war  Ingrid Visser in einen  misslungenen Rettungs- und Rehabilitierungsversuch eines verwaisten Schwertwalkalbes, verwickelt. Drei Wochen nachdem es erstmals ohne Familie gesichtet wurde, wurde es „Bob“ genannt. Während des misslungenen Rehabilitierungsversuchs, hielt Visser das sechs Monate alte Kalb in einem kleinen Becken, wo ihm viel zu viel menschlicher Kontakt mit Visser und ihrem Personal zukam. Diese Interaktionen gingen so weit, dass Visser seinen Bauch streichelte oder sogar erlaubte, dass kleine Kinder ihn während der Behandlung streichelten. Sie ging sogar so weit, sich selbst als seine „Mama“ zu bezeichnen, während sie mit ihm herumalberte.

Es war schon schlimm genug, dass niemand eine Maske trug, wie es bei der Rehabilitierung eines kranken und gestrandeten Cetaceo Vorschrift ist – während sie Bob behandelten. Nicht überraschend.

Auch wenn es das Argument gibt, dass es für Bob besser war, in einem Pool gesund gepflegt, anstatt eingeschläfert zu werden, wie es in den meisten Fällen von gestrandeten Cetaceen der Fall ist, wäre es viel besser gewesen, den Fokus auf das Auffinden seiner Familiengruppe zu lenken und so eine potentielle Wiedervereinigung zu ermöglichen, bevor man das Tier rettet und rehabilitiert. Ich meine, drei Wochen lang wussten Visser, ihr Personal und das neuseeländische Amt für Artenschutz von Bob und der Möglichkeit, dass das Tier zu einer Gruppe gehört, die üblicherweise auf der Durchreise ist und sich vielleicht noch in der Nähe aufhielt. Und das war bereits bekannt, bevor es so schwach wurde, das es schließlich gerettet wurde.

Das Problem mit durchreisenden Orca-Gruppen ist, dass es, sobald sie ein Gebiet verlassen haben, Jahre dauern kann, bis sie in das gleiche Gebiet zurückkehren. Selbst wenn Bob es geschafft hätte, sich zu erholen und zu überleben, wäre es sehr unwahrscheinlich, dass eine solche Wiedervereinigung gelungen wäre. Aber nachdem es in Neuseeland illegal ist, Cetaceen in Zoos zu halten, wäre es sehr schwierig gewesen, eine Anlage zu finden oder zu bauen, in der Bob hätte leben können.

Die Tragödie des kleinen Bob legte nicht nicht nur die Unerfahrenheit einer Walforscherin offen, die einst ein offenes Meeresreservat in Washington State vorschlug, in dem über 300 Cetaceen leben sollten, sondern auch den Mangel an Selbstvertrauen.

Die norwegische PR-Kampagne, über die niemand spricht 

Im Zuge der Nachforschungen, die 2015 von Eric Davis und Erin McKinney angestellt wurden, wurde aufgedeckt, dass Ingrid plante, einen „Spezialgast“ für eine Orca-Schnorchel-Tour im Winter 2016 zu halten. Sie sollte von Waterproof Expeditions, einem Tauchunternehmen, das auf Sporttauchen und Schnorcheln spezialisiert ist, organisiert werden. In E-Mails, die den beiden Reportern vorlagen, wurde aufgedeckt, dass Visser und das Unternehmen $3,810.10 pro Person für das Schwimmen mit einer wilden Orca-Gruppe vor der norwegischen Küste berechnete.

Während es für Visser viel logischer wäre, mit einem Walbeobachtungsunternehmen im pazifischen Nordwesten zusammenzuarbeiten, um Menschen zu ermöglichen, wilde Orcas von einem bequemen Boot aus zu beobachten, ist Visser für das Schwimmen mit wilden Orcas bekannt.

Dabei gibt es sowohl in den USA als auch in Vissers Heimat Neuseeland Gesetze, die verbieten, dass Menschen wilde Schwertwale belästigen. Zum Beispiel legt das United States Marine Mammal Protection Act (US-Meeressäuger-Schutzprogramm) einen Beobachtungsabstand von 100 Yards fest, der für alle großen Walarten gilt, während die neuseeländischen Meeressäugerschutzgesetze einen Mindestabstand von 54 Yards von allen Walen oder Delfinen im offenen Gewässer vorsehen.

Demgegenüber gibt es in Norwegen keine Gesetze oder Regelungen, die Meeressäuger vor menschlichen Interaktionen schützen, wenn sie in der freien Natur stattfinden. Das bedeutet, dass Visser und das Unternehmen, diese Gesetzeslücke, die die Wale in einer Walfangnation geschützt hätten, bewusst ausnutzten.

Zudem, nachdem Visser von dem Tauchunternehmen als „Wissenschaftlerin“ betrachtet wurde, die öffentlich ihre Bedenken gegenüber Schwertwalen in Menschenobhut bekundete, wäre es überhaupt fragwürdig, dass sie ihr erlauben, als „Reiseführer“ zu fungieren und dabei gerade den Tieren zu schaden, um die sie sich angeblich so sehr sorgte. Das bringt mich zu dem nächsten Punkt, in Bezug auf Vissers fragwürdige Ethik, wenn es um die Erforschung von wilden Orcas geht.

Fragwürdige Scheinheiligkeit

Die größten ethischen Bedenken in Bezug auf Ingrid Visser basieren auf der Tatsache, dass sie eine lange Reihe von Interaktionen mit wilden Orcas vor der neuseeländischen Küste aufweist, während sie Zoos wegen der Beherbergung von Schwertwalen angreift. Viele ihrer Interaktionen mit den Tieren hätten leicht zu einer unabsichtlichen Schädigung von Neuseelands wildem Orcabestand führen können. Aber es gibt noch etwas, das sehr viel bedenklicher ist als ein potentieller Unfall eines Freaks mit einem wilden Orca: Sie ruft sowohl die Öffentlichkeit als auch ihre Online-Fans dazu auf, ebenfalls an solchen Interaktionen teilzunehmen.

In vielen Videos und Fotos, die sie und ihr Team veröffentlichen, wenn sie ihre Aktualisierungen bekanntgeben, kann man Visser dabei beobachten, wie sie mit den Händen aufs Wasser klatscht, um die Tiere zu rufen und so ihre Aufmerksamkeit zu erregen. Bei ihren Interaktionen vom Boot aus, kann man sehen, wie sie manchmal die Füße auf den Körper des Tieres legt, um sie zu massieren oder sie anpustet. Einige dieser Interaktionen finden außerhalb von Strandungen statt.

Bei den Interaktionen zwischen Mensch und wildem Orca wirbt und beteiligt sie sich daran den wilden Orcas zu schaden. Denn Forschungen haben bewiesen, dass Interaktionen zwischen Mensch und wilden Meeressäugetieren dazu führen können, dass die Tiere die Fähigkeit verlieren können, sich zu verteidigen und dem Menschen gegenüber zu zutraulich werden, was ihr Überleben gefährdet. In der Folge kann es die Überlebenschancen der Tiere reduzieren und möglicherweise dadurch die Menschen in gefährliche Unfallsituationen mit ihnen bringen.

Während Vissers Forschungserlaubnis als Argument aufgefasst werden kann, ihr diese Interaktion mit den Meeressäugetieren zu erlauben, sollte bemerkt werden , dass die Schwertwale im SeaWorld ihr ganzes Leben in der Gesellschaft von Menschen verbracht haben und an Interaktionen mit ihnen gewöhnt sind. Diese Interaktionen sind nötig, um die Tiere in ihrem Alltag gesund und aktiv zu halten und so ihr Wohlergehen zu sichern. Studien haben gezeigt, dass Menschen, die die Gelegenheit hatten Schwertwale und andere Tierarten in Zoos oder Aquarien zu erleben, mehr dazu animiert werden, das Wildleben zu respektieren, was Visser weder durch ihre Interviews noch über die sozialen Medien erreicht.

Es sollte außerdem beachtet werden, dass Vissers Forschungserlaubnis, die von der neuseeländischen Regierung ausgestellt wurde, sich nur auf eine nicht invasive Forschungsarbeit mit wilden Orcas bezieht und nicht beinhaltet, mit ihnen zu schwimmen oder zu spielen, als wären es ihre Haustiere. In Neuseeland beträgt allein die Strafe für das Belästigen wilder Meeressäugetiere rund $250,000,

Zusammenfassung 

Bei der Beurteilung von Vissers Beteiligung an der verbraucherbasierten Klage gegen SeaWorld, muss man ihre fragwürdige Ethik in Frage stellen, bevor man sie als unabhängige „Expertin“ in Betracht zieht. Dazu müsste auch ihr fragwürdige Ethik berücksichtigt werden, wenn es darum geht, wie sie die wilden Orcabestände  erforscht, welche Nähe sie zu radikalen Tierrechtsaktivisten hat und der Schaden, der den Tieren dadurch zugefügt werden kann. So sehr ich Visser als Wissenschaftlerin respektiere, muss ich auf einige ihrer unethischen Praktiken hinweisen, wie sie solche Forschungen betreibt.

Es geht hier mehr darum, Visser in die Pflicht zu nehmen, in der Hoffnung, sie dazu zu bewegen, mehr Verantwortung zu übernehmen und den nötigen Respekt zu zeigen, wie es Walforscher an der Westküste tun.

Der Präsident und Geschäftsführer von AZA , Dan Ashe, antwortet auf die jüngste Tierwohlpolitik von TripAdvisor

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Quelle: https://www.aza.org/aza-news-releases/posts/aza-president-and-ceo-dan-ashe-responds-to-tripadvisors-updated-animal-welfare-policy Author: AZA

Die Reise- und Tourismus-Plattform TripAdvisor hat heute eine neue, untragbare Buchungspolitik verabschiedet, in deren Rahmen sie verkündet, dass sie nicht länger Eintrittskarten für Parks verkaufen wird, in denen Cetaceen – Delfine und Wale – gehalten werden, außer wenn der Park zusichert, dass diese augenblicklichen Bewohner, die Letzten sein werden, die der Park beherbergen wird. Die Vereinigung der Zoos und Aquarien (AZA) verurteilt die neue Politik von TripAdvisor und steht voll hinter jedem akkreditierten AZA-Mitglied, das sich um Delfine und Wale kümmert. Dan Ashe, AZA Präsident und CEO, hat dazu folgendes bekanntgegeben:

„TripAdvisor erlaubt einer radikalen Minderheit, ihre Firmenpolitik zu diktieren, anstatt auf die Stimmen und Wünsche ihrer Kunden zu hören.

Der hohe Qualitätsstandard, den AZA- Mitglieder bieten, ist bewährt und durch unseren rigorosen und unabhängigen Akkreditierungsprozess bestätigt, der zusichert, dass das Wohlergehen der Tiere in ihrer Obhut immer an erster Stelle steht und auf dem höchsten Niveau wissenschaftlicher Erkenntnisse und Daten beruht.

Gut gestaltete Lebensräume und respektvolle Interaktionen mit Walen und Delfinen in akkreditierten Anlagen erfreuen sich beim Publikum einer großen und steigenden Beliebtheit. Es ist nachgewiesen, dass sie Beziehungen fördern, die das Verständnis der Zuschauer wecken und zu Reaktionen animieren.

Gewinne, die in AZA-Parks, die für Delfine und Wale sorgen, erzeugt werden, unterstützen mit Millionen Dollar die Tierwohlforschung, globale Arterhaltungsbemühungen und kritische Rettungs-und Rehabilitierungs-Aktivitäten, aber niemals das Einfangen wilder Cetaceen.

TripAdvisor folgt dem gleichen Weg wie Thomas Cook und sollte besser genau betrachten, was mit Unternehmen geschieht, die extreme Meinungen über das Interesse  informierter Kunde stellt. Jährlich besuchen Millionen Menschen von AZA akkreditierte Parks, die für Delfine und Wale sorgen und die Besucherzahlen steigen. Sicherlich werden die Mitbewerber von TripAdvisor aufmerksam sein und die Gelegenheit nutzen, um eine steigende Nachfrage nach menschlichen, respektvollen und inspirierenden Tierinteraktionen zu bedienen.

TripAdvisor sollte seinen Gästen gute Informationen zur Verfügung stellen und darauf vertrauen, dass sie wohlüberlegte Entscheidungen fallen.”

Mehr über die  AZA Akkreditierungsstandards auf deren Webseite: https://www.aza.org/accreditation Über AZA

AZA, die Vereinigung für Zoos und Aquarien, wurde 1924 gegründet. Es ist eine gemeinnützige Organisationen, die sich der Entwicklung von Zoos und Aquarien in den Bereichen Artenschutz, Tierwohl, Bildung, Wissenschaft und Erholungswert widmet. AZA ist die akkreditionsgebende Instanz für Top-Zoos und Aquarien in den USA und in 11 weiteren Ländern. Achten Sie auf das AZA Akkreditierungslogo, wann immer sie einen Zoo oder ein Aquarium besuchen, um sich zu versichern, dass sie einen Park unterstützen, der sich hervorragend um seine Tiere kümmert, eine wundervolle Erfahrung für sie bereithält und sich um eine bessere Zukunft für alle Lebewesen sorgt. AZA ist führend im Artenschutz und Ihre Verbindung, um Tieren weltweit zu helfen. Mehr Informationen über www.aza.org.

Die neue TripAdvidsor Politik ist unüberlegt und wird Walen, Delfinen und anderen Cetaceen schaden, sagt American Humane

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Quelle: https://www.americanhumane.org/press-release/new-tripadvisor-policy-is-ill-advised/  Autor: American Humane Angesichts des sechsten Massensterbens bittet American Humane TripAdvisor seine Entscheidung zu widerrufen

Der Politikwechsel bei TripAdvisor’s ist unüberlegt und  basiert nicht wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie wird jedem Tier, das sie vorgibt, schützen zu wollen, schaden“, sagt Dr. Paul Boyle, Nationaldirektor für humanen Artenschutz bei American Humane. „Als erste, nationale Humanorganisation und als leidenschaftliche, globale Interessenvertreter von Tieren seit über 140 Jahren, treten wir dieser Entscheidung ausdrücklich entgegen. Wir schlagen einen ausgewogenen Ansatz vor, um diese wundervollen Tiere tatsächlich zu erhalten, was die Mehrheit der Menschen von globalen Führungen erwartet. Sie  wollen Zugang zu Bildungsstätten haben, um professionelle Erfahrungen zu erleben. Zu einer Zeit, in der die weltweite Artenvielfalt, dem „sechsten großen Massensterben“, wie Wissenschaftler es nennen, entgegen geht, bitten wir TripAdvisor seine neue, unüberlegte und absolute Entscheidung zu revidieren, denn sie wird den erstaunlichen und unersetzlichen Walen, Delfinen und anderen Cetaceen, mit denen wir die Erde teilen, schaden.