Die Loro Parque Fundación feiert ihr 25-jähriges Bestehen im Jahr 2020 mit einer Rekordzahl an Naturschutzprojekten

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Auf der jährlichen Sitzung des Beratungsausschusses der Loro Parque Fundación, die kürzlich in Puerto de la Cruz stattfand, wurde beschlossen, fast 2 Millionen Dollar für Naturschutzprojekte bereitzustellen, die im nächsten Jahr 2020 auf den fünf Kontinenten durchgeführt werden sollen. Mit dieser Summe beläuft sich der Gesamtbetrag, den die Stiftung bisher für den Schutz der Natur aufgewendet hat, auf 21,2 Millionen Dollar.

Vor allem Projekte mit Schwerpunkt auf den Kanarischen Inseln und gesamt Makaronesien (Kapverden, Madeira und die Azoren) erhalten 37% der Mittel (über 706.000 $), gefolgt von den bedrohten Arten und Ökosystemen des amerikanischen Kontinents, die in diesem Jahr 667.000 $ erhalten. Der Betrag für andere Projekte in Spanien und dem restlichen Europa beträgt 233.000 und die afrikanischen Projekte werden im nächsten Jahr $128.000 erhalten. Mit einer Hilfe von mehr als 79.000 Dollar für Projekte in Asien und mehr als 45.000 Dollar für Projekte in Australien und Ozeanien, ist die Finanzierung auf allen fünf Kontinenten und von 50 Naturschutz- und Forschungsprojekten, die von 34 NGOs und Universitäten auf der ganzen Welt durchgeführt werden, komplett.

Bei der Betrachtung der einzelnen Länder sticht Bolivien mit 300.000 $ hervor, gefolgt von Ecuador mit über 118.000 $ und Brasilien mit 78.000 $. Von besonderer Bedeutung ist die Investition in Bolivien. Sie umfasst den Kauf einer 650 Hektar großen Farm, die in ein Biologisches Reservat für den Blaulatzara umgewandelt und als biologische Station für eine lokale Universität geführt werden soll. Aber die Liste der Länder ist viel länger und in diesem Jahr wird die Stiftung auch Projekte in Mexiko, Ecuador, Nicaragua, Guatemala, Kuba, Belize, Costa Rica, Simbabwe, Äthiopien, auf den Kapverden, in Neuseeland und in Französisch-Polynesien durchführen. Darüber hinaus sind einige dieser Projekte länderübergreifend, so dass auch die Ökosysteme und bedrohten Arten vieler anderer Nachbarländer davon profitieren werden.

Aus ökologischer Sicht werden die terrestrischen Arten und Ökosysteme die meiste Hilfe von der Loro Parque Fundación erhalten (fast 1.145.000 Dollar). Besonders hervorzuheben ist der philippinische Rotsteißkakadu (auf der Roten Liste der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur als kritisch gefährdet geführt). Dem Projekt zur Sicherung seiner Populationen auf der Rasa-Insel fließen fast 80.000 Dollar zu. Außerdem wird versucht, den in diesem Gebiet erzielten Reproduktionserfolg auf andere Teile der Region auszudehnen. Weitere Projekte für terrestrische Arten und Ökosysteme werden zum Schutz der Löwen im Hwange-Nationalpark in Simbabwe, und zum Schutz des Grünen Aras und der Amazonas-Eidechse in Ecuador durchgeführt. Alle diese Projekte werden bis 2020 mehr als 60.000 Dollar erhalten.

Nicht zu vergessen sind auch die Bemühungen um den Schutz der marinen Arten und Ökosysteme, denen die Loro Parque Fundación im nächsten Jahr insgesamt mehr als 711.000 Dollar widmen wird. Davon werden fast drei Viertel dem von der Regierung der Kanarischen Inseln mitfinanzierten Projekt Cambio zukommen, das bereits 2019 mit der Installation von Kontroll- und Überwachungssystemen begonnen hat, um den Klimawandel in Makaronesien und seine Auswirkungen auf die Meeresfauna zu kontrollieren. Zwischen 2020 und 2021 werden im Rahmen des Projekts zwei Kontrollbojen installiert, eine auf der Insel Gran Canaria und die andere auf der Insel El Hierro. Diese Stationen werden die Versauerungsrate der Ozeane, den Temperaturanstieg und den Unterwasserlärm analysieren. Außerdem werden autonome Schiffsfahrzeuge für die Durchführung von Messungen im gesamten Archipel eingesetzt, die bis 2023 auf ganz Makaronesien ausgedehnt wird.

Die verbleibenden Mittel für Meeresprojekte werden für die Erhaltung mehrerer kritisch bedrohter Arten wie den Engelshai und Schmetterlingsrochen sowie Meeresschildkröten, Schwertwale, Delfine, Buckelwale und Grindwale eingesetzt.

Offener Brief von Dr. Dag Encke, Leitender Direktor des Nürnberger Zoos, an TripAdvisor

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17.12.2019 Ihre E-Mail vom 5.12.2019 Sehr geehrte Damen und Herren von „TripAdvisor Animal Welfare“, am 5. Dezember erhielten wir folgende E-Mail aus Ihrem Unternehmen:

„Guten Tag Tiergarten Nuremberg,

Vor kurzem haben wir angekündigt, dass TripAdvisor Experiences und Viator ab Januar 2020 den Ticket-Verkauf für alle Attraktionen stoppen, die dazu beitragen, dass künftige Generationen von Waltieren  Wale, Delfine und Tümmler) weiter in Gefangenschaft gehalten werden.

Infolgedessen, ist es jeder kommerziellen Einrichtung, die Wale für die öffentliche zur Schaustellung züchtet oder einführt, ab Januar 2020 untersagt, Tickets auf TripAdvisor und Viator zu verkaufen. Einige Einrichtung qualifizieren sich möglicherweise jedoch für einen Ausnahmestatus und dürfen so weiterhin Tickets über unsere Plattform vertreiben.

Wir haben Tiergarten Nuremberg als eine Einrichtung identifiziert, in der Waltiere öffentlich zu Schau gestellt werden. Daher bemühen wir uns, festzustellen, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus in Frage kommt.

Der Ausnahmestatus wird jeder Einrichtung gewährt, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt:

Jede Einrichtung zum Schutz der Waltiere, die allen in Gefangenschaft gehaltenen Tieren ein dauerhaftes Lebensumfeld am/im Meer bietet*

Jede kommerzielle oder gemeinnützige Einrichtung, die derzeit alternative Schutzgebiete für in Gefangenschaft lebende Waltiere im Meer entwickelt und sich öffentlich dazu verpflichtet, alle in Gefangenschaft lebenden Tiere, die sie besitzt, in angemessener Weise in diese Umgebungen umzusiedeln.

Jede WAZA** akkreditierte Einrichtung, die sich offiziell und öffentlich verpflichtet hat, alle der folgenden Praktiken umzusetzen:

  • Beendigung und Unterbindung der Zucht von Waltieren in ihrem Besitz
  • Beendigung der Einfuhr oder Übernahme von in Gefangenschaft gehaltenen Waltieren aus anderen Einrichtungen, um diese zur Schau zu stellen
  • Beendigung des Einfangens sowie der Einfuhr von wilden Waltieren, um diese zur Schau zu stellen

Wenn Tiergarten Nuremberg eines der oben aufgeführten Ausnahmekriterien erfüllt, können Sie den Ausnahmestatus anfordern, indem Sie auf diese E-Mail antworten oder sich bis spätestens 20. Dezember 2019 an awpolicyreview@tripadvisor.com wenden.

Ihre Antwort muss Belege für einen Antrag auf Freistellung enthalten. Wenn von der Einrichtung öffentliche Zusagen als Beweis angeführt werden, muss dies entweder in Form einer Pressemitteilung oder einer von einem seriösen Medienunternehmen veröffentlichten Berichterstattung erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass Tiergarten Nuremberg weiterhin als Attraktion auf TripAdvisor aufgeführt wird, unabhängig davon, ob es für den Ausnahmestatus in Frage kommt. Reisende können weiterhin Bewertungen, Ratings und Fotos abgeben, und die Einrichtung wird weiterhin wie auch heute schon in den TripAdvisor-Rankings angezeigt werden. Erfahren Sie hier mehr über unsere Tierschutzrichtlinien.

Wenn Sie Fragen zu unseren Richtlinien haben oder nicht sicher sind, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus berechtigt ist, wenden Sie sich bitte an: awpolicyreview@tripadvisor.com

Danke,

TripAdvisor Animal Welfare

*Ein Schutzgebiet am Meer ist ein natürlicher Küstenwasserabschnitt wie eine Bucht, in der Waltiere so gut wie möglich in einer natürlichen Umgebung leben, und die gleichzeitig Schutz und Aufsicht durch qualifiziertes Viehzucht- und Veterinärpersonal bietet. Meeresschutzgebiete müssen sich an eine strenge Nichtzuchtrichtlinie halten, dürfen ihre Tiere nicht für Vorführungen oder Aufführungen für die Öffentlichkeit ausbilden und müssen alle Formen der körperlichen Interaktion zwischen Gästen und Tieren, einschließlich der Begegnungen von Mensch und Tier im Wasser, verbieten.

**Die Akkreditierung muss durch einen Mitgliedsverband des Weltverbandes der Zoos und Aquarien (WAZA) erfolgen.“

 

Leider kann ich Ihren Brief an meinen Zoologischen Garten nur unpersönlich beantworten, da Sie ihn mir ohne Nennung eines konkreten Ansprechpartners zugesendet haben. Die Inhalte dieses Briefes hatten Sie im Oktober 2019 als Global News Release veröffentlicht. Da Ihr Schreiben Teil einer öffentlichen Imagekampagne für Ihre Reiseplattform zu sein scheint, antworte ich Ihnen mit größt möglicher Transparenz für Ihre Kunden in der Form des Offenen Briefes.

 Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie keine Eintrittskarten in den Tiergarten der Stadt Nürnberg mehr verkaufen werden, weil der Tiergarten Nürnberg Delphine hält.

In Ihren Tierschutzrichtlinien berufen Sie sich auf „wissenschaftliche Beweise“, dass die Haltung von Delphinen tierschutzwidrig sei. Tierschutzwidrigkeit muss anhand konkreter Haltungsbedingungen und konkret betroffener Tiere nachgewiesen werden. Das hierfür notwendige Werkzeug „Animal Welfare Assessment“ ist eine wissenschaftliche Disziplin. Zur Beurteilung des „Animal Welfare Status“, also des individuellen Wohlergehens von Delphinen, bedarf es methodisch einwandfreier wissenschaftlicher Methoden, die in jedem Einzelfall anzuwenden sind. Ihrer Ablehnung unserer Tierhaltung fehlt jeder Bezug auf ein konkretes „Welfare Assessment“. Sie erwähnen nicht einmal, welcher Methode des Assessments Sie sich für Ihre Bewertung bedienten.

Eine pauschale Diskreditierung der Haltung von Delphinen in meiner Zoologischen Einrichtung halte ich aus wissenschaftlicher Sicht für unseriösen Populismus.

Deshalb zur unmissverständlichen Klarstellung: Wir stellen keinen Antrag auf einen „Ausnahmestatus“ bei Ihnen. Wir lehnen Ihre Forderungen aus fachlichen Gründen zum Wohle unserer Tiere ab.

Auf einer vom Tiergarten Nürnberg organisierten internationalen Konferenz zum Schutz von Delphinen in Küsten- und Binnengewässern (ESOCC Meeting – Ex situ Options for Cetacean Conservation) wurde im vergangenen Jahr erst ein integrierter Ansatz zur Rettung von sieben akut gefährdeten Delphinarten formuliert, der dem Konzept des „One Plan Approach“ folgt und die Haltung und Erforschung bedrohter Arten in Menschenobhut als festen und unverzichtbaren Bestandteil aktueller Schutzstrategien identifiziert.

Wir können auf vielen Ebenen Debatten führen über best practice im ex situ Management von marinen Säugetieren, aber es ist heute geradezu unverantwortlich zum Boykott von Einrichtungen aufzurufen, ohne deren Expertise und ohne deren bauliche Infrastrukturen ein erfolgreicher Schutz bedrohter Arten immer schwieriger und unwahrscheinlicher wird.

Ihr Schreiben kommt zur Unzeit und zeugt von großer Ignoranz in Bezug auf Handlungsoptionen und bald wohl Handlungszwänge im internationalen Artenschutz küsten- und binnengewässerbewohnender Delphine

Angesichts der großen Verantwortung, die wir Menschen – und in besonders pikanter Weise auch und besonders die Tourismusindustrie – für die ökologische Integrität von Küsten- und Binnengewässern haben, erschüttert mich die Schludrigkeit Ihres Schreibens, das angeblich dem Wohlergehen von Delphinen dienen soll, faktisch aber überhaupt keine Recherche zu konkreten Handlungsoptionen erkennen läßt.

TripAdvisor hingegen dürfte durchaus profitorientiert arbeiten und sich eher zu den kommerziellen als zu den caritativen Plattformen zählen. Bei Ihrer Vorgehensweise liegt der Verdacht nahe, dass Ihr Einsatz für Delphine in erster Linie eine Marketingkampagne für das Image Ihres Unternehmens sein könnte.

Fehlanzeige 2: Ein „dauerhaftes Lebensumfeld“ am Meer für „in Gefangenschaft gehaltene Tiere“ ist ein unsinniges Kriterium zur Gütefeststellung einer Einrichtung. Meines Wissens gibt es keine erfolgreiche Haltung unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen. Ob die zwei nach Island verfrachteten Belugas in dem für sie wieder ertüchtigten „Sanctuary“ überleben werden, wird sich zeigen, wenn sie im Frühjahr 2020 aus ihrer überdachten Behausung in die eingenetzte Bucht gesetzt werden.

Fehlanzeige 3: „Alternative Schutzgebiete“ werden zurzeit für sieben stark bedrohte Delphinarten gesucht. Diese ex situ Optionen für bedrohte Delphinarten werden sinnigerweise nicht für die noch unbedrohten Tümmler vorgesehen, die unter unserer Obhut bereits ein sehr gutes und behütetes Leben genießen. Wenn wir in die Zukunft von Delphinen investieren wollen, dann sollten wir sinnstiftende Projekte unterstützen, die dem Überleben bedrohter Arten zugutekommen anstatt Experimente mit bereits gut untergebrachten Tieren zu fordern.

Fehlanzeige 4:

In Ihrer Tierwohlrichtlinie beziehen Sie sich ausschließlich auf das Wohl von Tierindividuen, die in Menschenobhut gehalten werden, schlagen aber eine Translokation der Tiere in offene Meereskäfige vor. Damit unterliegen Sie den Kriterien der IUCN-Richtlinien zur Auswilderung und/oder Translokation von Wildtieren. Es ist mir bewusst, dass diese Richtlinien keinen Gesetzescharakter haben. Aber es sind international anerkannte naturschutzfachliche Standards, die eingehalten werden sollten, weil nicht fachgerechtes Ausbringen von Wildtieren große Risiken sowohl für betroffene natürliche Habitate, als auch für die Tiere selbst birgt. Ihre simplen Vorstellungen von Tierwohl und Natur bewerte ich als zielverfehlend.

Fehlanzeige 5:

Die Beendigung der Zucht von Waltieren ist eine tierschutzfachlich leichtfertige Forderung, der wir zum Wohle der Tiere und ihrer Sozialstruktur keinesfalls entsprechen wollen. Unsere Einrichtung dient dem Artenschutz und dem nachhaltigen Populationsmanagement von den bei uns gehaltenen und europaweit koordinierten Zuchtgruppen. Ihre Forderung richtet sich gegen die sozialen Bedürfnisse der Tiere. Das lehnen wir ab. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms Tiere grenzübergreifend austauschen.

Fehlanzeige 6:

Das Einfangen von Tieren aus der Wildbahn können wir leider nicht beenden, weil wir das seit Jahrzehnten nicht mehr tun.

Die Naturentnahme und der Handel mit Pflanzen und Tieren werden zudem über die CITES geregelt und richten sich zum Glück nicht an Interessen der Tourismusindustrie aus.

Das EAZA Ex situ Programm für Große Tümmler koordiniert die Population der Tümmler in den wissenschaftlich geführten Zoos Europas. Seit 2003 werden keine Tümmler aus der Wildbahn in die Population eingebracht. Die Population wächst nachhaltig und geht in die dritte Generation in Menschhand.

Fazit:

Aus meiner Sicht spielen Sie In Ihrem schlecht recherchierten und potentiell tierschädlichen Forderungsschreiben ein ungutes Spiel mit der Popularität moralisierenden Tierschutzes, mit dem Sie dem Schutz der Spezies fachlich eher schaden und dem Wohlergehen der von uns gehaltenen Tiere keinesfalls nützen.

Es würde mich freuen, wenn Sie künftig in seriöser und partnerschaftlicher Weise auf uns zugehen, wenn Sie offene Fragen zum Wohlergehen unserer Tiere haben. Vielleicht hätten Sie von dem Schreiben abgesehen, wenn Sie unsere Einrichtung vorher kennengelernt hätten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dag Encke

Leitender Direktor

Die Stiftung Loro Parque Fundación rettet 10 Papageienarten vor dem Aussterben

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In diesem Jahr ist es der Loro Parque Fundación im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen gelungen, den Salvadori-Weißohrsittich (Pyrrhura griseipectus) aus Brasilien der Liste der vom Aussterben bewahrten Arten hinzuzufügen. Mit diesem Erfolg feiert die Stiftung bereits die zehnte Papageienart, die sie dank ihrer langjährigen Arbeit zum Schutz und Erhalt  der Tiere in situ und ex situ vor dem Aussterben bewahren konnte.

Der Salvadori-Weißohrsittich, der aus dem Baturité-Gebirge stammt, war durch Wilderei für den Haustiermarkt und durch den Mangel an geeigneten Nistplätzen bedroht. Zweifelsohne hat die Zusammenarbeit zwischen der Loro Parque Fundación und der Organisation AQUASIS die Arbeit des renommierten Biologen Fabio Nunes und seines Teams in der Region vorangebracht, sodass es ihnen gelungen ist, mehr als 1000 Küken zu zählen, die in künstlich angelegten Nestern geboren wurden.

Dieser unglaubliche Erfolg ist direkt auf die Anbringung von Nistplätzen und die Beobachtung seit dem Jahr 2010 zurückzuführen, trotz dabei aufgetretener Schwierigkeiten, wie z.B. die Tiere vor Raubtieren zu schützen.

Eine der Möglichkeiten die Gewohnheiten dieser in der Vergangenheit wenig bekannten Art zu beobachten und zu verstehen, war die aktive Feldarbeit, die es ermöglichte eine große Menge wissenschaftlicher Informationen zu sammeln, die nicht nur für dieses, sondern auch ähnliche Projekte von großer Bedeutung sind.

Außerdem war die Markierung der Tiere durch Ringe von grundlegender Bedeutung, da sie es ermöglichen, Daten über die Bewegung und die Verteilung dieser Sittiche, die sich in der Vegetation wunderbar verstecken können, zu erhalten. Ein weiteres Schlüsselkriterium war die Schaffung von Schutzgebieten, die auch von der lokalen Bevölkerung respektiert werden.

Von nun an beginnt eine neue Phase für diese Art, in der ein Ex-situ-Programm für ihre Wiederansiedlung an einigen bekannten Orten, in denen sie ursprünglich beheimatet war, aber inzwischen verschwunden ist, arbeitet. In diesem Zusammenhang ist es von Bedeutung, dass allein in der Loro Parque Fundación in den letzten Jahren über 60 Exemplare geboren wurden.

Insgesamt hat die Stiftung, seit Beginn dieses Projektes rund 400.000 Dollar in den Schutz des Salvadori-Weißohrsittichs investiert. Auf diese Weise konnte der Bestand von rund 100 Exemplaren auf über tausend im Jahr 2019 erhöht werden. Damit konnte der Gefährdungsgrad auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Internationalen Naturschutzunion (UICN) von „kritisch bedroht“ auf „bedroht“ heruntergestuft werden.

Bis heute hat die Stiftung bereits mehr als 21.000.000 Dollar in Schutzprojekte investiert und die Neueinstufung vieler dieser zehn Arten ist ein Erfolg auf weltweiter Ebene, der diese gemeinnützige Organisation zur effektivsten Organisation für die Erhaltung tropischer Ökosysteme durch den Schutz von Papageien macht.

Wolfgang Kiessling: „Wir haben 9 Papageienarten gerettet, die ohne unsere Hilfe nicht mehr existieren würden, und darauf sind wir sehr stolz“

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Quelle: Tribuna de Tenerife https://tribunadecanarias.es/canarias/32308-wolfgang-kiessling-hemos-salvado-9-especies-de-papagayos-que-sin-nuestra-ayuda-ya-no-existirian-y-estamos-muy-orgullosos 

In diesem Jahr werden Sie sich sicherlich besonders freuen, das 25-jährige Bestehen der Loro Parque Fundación zu feiern: Was hat die Gründung der Stiftung für Sie und Ihre Familie bedeutet?

Zuerst, als mir die Idee kam, schlug ich dem Finanzdirektor vor, die gesamte Papageiensammlung einer Stiftung zu überlassen. Doch er sagte mir, dass dies nicht möglich sei, weil diese ein wichtiger Teil des Vermögens des Loro Parque sei. Ich habe darauf bestanden und am Ende haben wir es doch getan. Intern gab es einige kritische Stimmen, aber nach außen hin gab es genügend Anerkennung. Die Idee kam vom Generalsekretär des CITES, und die Wahrheit ist, dass ich es für eine gute Idee hielt. Es ist nicht das Eigentum, das mich interessiert, es war mir wichtiger, die Tiere in der Obhut des Loro Parque zu halten, aber sie der Menschheit zurückzugeben. Ein wichtiger Schritt war, dass sich der Loro Parque verpflichten musste, alle Kosten für die Loro Parque Fundación zu übernehmen, die alle Gelder, die in die Stiftung fließen, zu 100% der Natur zukommen lässt. Heute besitzt die Stiftung die größte Papageiensammlung und schafft damit einen sehr wichtigen Genpool, sowohl für die Loro Parque Fundación als auch für die Welt. Nach 25 Jahren habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, die Stiftung gegründet zu haben.

Was hat Morgan für Sie bedeutet?

Zuerst Zufriedenheit, denn wir konnten das Leben eines Tieres retten, dem drei Möglichkeiten blieben. Die erste bestand darin, es wieder ins Meer zurückzubringen, was seinen Tod bedeutet hätte; die zweite war Euthanasie und die dritte war die Möglichkeit, hierher zu kommen, um mit den anderen 5 Orcas zu leben, die wir damals in unseren Becken hatten. Mit Morgans Ankunft kam aber auch die Kritik vieler, denn sie sehen nicht die Schwierigkeiten, die sie hatte, ins Meer zurückzukehren. Sie haben nicht akzeptiert, dass Morgan ein krankes Tier war. Sie glauben, dass wir Lügner sind, die sagen, dass sie kein Gehör hat, aber das wurde inzwischen geklärt und bewiesen. Ich glaube nicht, dass es weiterhin in Frage gestellt werden wird. Ich glaube offen gesagt, wenn mir etwas nicht gefehlt hätte, dann war es diese Bewegung. Doch mit der Gewissheit, dass es Morgan gut geht, stillt sie jetzt ein perfekt geborenes Baby namens Ula. Die Mutter versteht sich gut mit ihrem Baby. Das alles sind Erkenntnisse, die ohne sie in unseren Einrichtungen nicht möglich gewesen wären.

Die Gründung der Stiftung war für Sie und Ihre Familie in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung. Zum einen gehören alle Papageien im Loro Parque der Stiftung und zum anderen investieren Sie mehr als 20 Millionen Dollar in Umweltprojekte. Es gibt immer „vereinzelte“ Gruppen, die die Arbeit des Loro Parque kritisieren, obwohl erwiesen ist, dass Sie Millionen in den Naturschutz und in den Tierschutz investieren…

Ich möchte deutlich machen, das zuvor erwähnte Verschenken der Papageien war nicht das einzige Geschenk, das wir verschenkt haben. Zunächst kauften wir eine 3 Hektar große Finca, die der Stiftung zur Verfügung gestellt wurde. Das größte Geschenk war dann, dass der Loro Parque dafür, dass von jeder Art aus der Sammlung ein Pärchen existiert, alle Kosten der Stiftung übernommen hat. Das führt insgesamt zu etwa 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass unsere Stiftung mindestens 3,5 Millionen Euro pro Jahr ausgibt, wovon 2,5 Millionen vom Loro Parque bezahlt werden. Was die „vereinzelten“ Gruppen betrifft, so halte ich ihre Kritik für das Idiotischste, was es gibt. Im Jahr 1950 hatten wir 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde, in 50 Jahren haben wir uns auf 6 Milliarden vervielfacht. Diese Millionen von Menschen auf der Erde nutzen die natürlichen Ressourcen, die eigentlich exotischen Tieren zur Verfügung stehen. So zerstören wir diese Erde mit beeindruckender Geschwindigkeit. Das stellt die aktuelle Bevölkerung von 1,8 Milliarden Menschen dar, wir sind in 19 Jahren um 180 Städte wie London mit allem, was dazugehört, gewachsen. Es gibt einen Kollaps, und wir wissen nicht mehr, wohin es mit der Welt geht. In dieser Zeit, in der die Tiere so schrecklich behandelt werden, gibt es einige Aktivisten, die glauben, Bescheid zu wissen, die keine Profis sind, die keine Spezialisten auf diesem Gebiet sind, die es wagen, uns zu sagen, dass unsere Einrichtungen, die auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau sind, schlecht für die Tiere sind. Ein Tier ist auf kleinem Raum völlig zufrieden, mit genügend Futter und gut versorgt, während das Gebiet, das es in der Natur braucht, nur so weitläufig ist, weil es seine Nahrung zum Überleben erjagen muss. Abgesehen davon möchte ich klarstellen, dass in Freiheit zu leben heutzutage für Tiere schwieriger ist. Denken wir zum Beispiel an die Brände im Amazonas oder an die Brände in den Wäldern um Sydney: Halten Sie es nicht für eine Katastrophe, dass Millionen von Tieren in den Flammen sterben? Bei uns haben sie dieses Problem nicht, sie haben weniger Platz, aber mehr Sicherheit und Nahrung. Bei den Löwen zum Beispiel hat uns der Verantwortliche der Born Free Stiftung versichert, dass es ihnen in unseren Einrichtungen besser geht als in Äthiopien, weil sie hier gut versorgt und gefüttert werden. Sie verlangen, dass wir unsere Orcas und Delfine frei lassen. Unsere Tiere sind hier glücklich und wir halten uns an die Gesetze. Wir ermöglichen den Waltieren, sich zu fortzupflanzen und ihren Nachwuchs groß zu ziehen und darüber hinaus forschen wir.

Im Moment engagieren sich die Zoos, vor allem die wichtigsten weltweit, für den Artenschutz: Was tut der Loro Parque für die Rettung und den Schutz der Arten?

Mit der Stiftung helfen wir Forschern aus der ganzen Welt und finanzieren ihre Projekte. Das ist sehr wichtig und wurde anfangs nur bei den Papageien so gemacht, denn am Anfang gab es im Loro Parque nur Papageien. Später, mit der Ankunft der Waltiere, haben wir unsere Projekte auf Orcas und Delfine ausgeweitet. 1988 finanzierte der Loro Parque ein Forschungsprojekt über die Wale auf der Insel, als das Vorkommen von Pottwalen bestätigt wurde. Wir finanzieren auch Forschungsprojekte für Löwen in Afrika, auch in Äthiopien, und in vielen Bereichen, die nicht mehr nur mit Papageien zu tun haben. Wir haben 9 Papageienarten gerettet, die ohne unsere Hilfe nicht mehr existieren würden, und wir sind sehr stolz darauf. Unsere Arbeit hat viele Früchte getragen. Wir haben es im Stillen getan, ohne Werbekampagnen, um das zu erreichen, was wir wollten, nämlich der Natur zu helfen. Ich bin auch sehr glücklich, weil ich mit den Hundeheimen auf der Insel, wie dem Tierra Blanca Tierheim, oder dem Punta Brava Tierheim und ebenfalls einem in El Sauzal, sehr eng zusammenarbeite. Es gibt jedoch Aktivistinnen, die in Amerika Tierheime haben und, so scheint es, für jedes Tier, das sie sammeln, bezahlt werden, aber die meisten Tiere sterben innerhalb von achtundvierzig Stunden. Die Tierheime, die wir auf der Insel haben, werden im Gegensatz dazu von Freiwilligen betrieben und die Politiker helfen nicht, sie sind sich dessen nicht bewusst. Die Freiwilligen leisten eine enorme Arbeit und die Politiker sollten sich um sie kümmern und ihnen helfen.

Sie haben auch angeregt, dass die Stiftung ihre Arbeit in allen Bereichen der Natur und auch der Ozeane ausbauen soll: Welche Arbeiten führen Sie derzeit im Bereich der Meeresforschung durch?

Wir haben ein Projekt in der Straße von Gibraltar, das wir mit großem Erfolg finanzieren. Wir haben die Bewegung der Tiere überwacht und sind dabei zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Tiere keine 100 Meilen schwimmen, wie die Aktivisten sagen. Wir haben festgestellt, dass sie 6 bis 8 Meilen pro Tag schwimmen, weil sie in diesem Umfeld genug Nahrung finden. Wenn eines Tages die Nahrung ausgeht, dann wandern sie ein wenig weiter, aber das ist der Grund dafür, dass sie nicht aus Freude an der Bewegung weiterziehen, sondern nur zum Überleben. Als nächstes haben wir das Projekt CanBio. Ich danke an dieser Stelle der Regierung der Kanarischen Inseln und den beiden Universitäten der Kanarischen Inseln. Es ist ein Klimaschutzprojekt, das das Meer säubert und die Lärmverschmutzung im Meer reduziert. Wir finanzieren das alles mit 1 Million Euro von unserer Seite aus und 1 Million Euro werden von der kanarischen Regierung bereitgestellt. Alle exotischen Tiere stehen unter enormem Druck. Vor hundert Jahren gab es 10 Millionen Elefanten auf der Welt, heute sind es weniger als 400 000. Wenn wir so weitermachen, werden sie in 30 oder 40 Jahren verschwunden sein. Wenn wir nicht einige in Parks oder Zoos halten, wird kein Exemplar mehr übrig bleiben.

Die Loro Parque Gruppe engagiert sich sehr für die Eliminierung von Kunststoffen und Mikro-Kunststoffen. Welche Aktionen führen Sie in diesem Bereich durch?

Bevor wir das in Erwägung zogen, war mir nicht bewusst, wie schwierig es ist, Plastik zu eliminieren. Wenn man sich umsieht, ist alles aus Plastik. Es ist unmöglich, Plastik von einem Tag auf den anderen zu eliminieren. Dies ist eine Initiative, die von der Industrie ausgehen muss. Sie müssen ein Produkt finden, das dem Kunststoff ähnlich, aber kompostierbar ist. Wir haben in allen unseren Parks Plastik zum Einmalgebrauch eliminiert. Im Poema del Mar machen wir viel Werbung dafür. Außerdem haben wir kürzlich die Erlaubnis bekommen, eines der Fischbecken in unserem Loro Parque Aquarium mit Plastik zu füllen. Bisher habe ich alle menschlichen Eingriffe in unseren Aquarien verboten, weil ich möchte, dass die Besucher die Fische so sehen, als wären sie im Meer. Aber ich habe eine Woche lang eine Ausnahme gemacht, um die Reaktionen unserer Besucher zu sehen. Außerdem hatte ich die Idee, Plastik für die Herstellung von Skulpturen zu verwenden. Ich bin ein Fan der Kunst von Néstor Martín-Fernández de la Torre, dem großen Maler der Kanarischen Inseln. So haben wir den Auftrag erteilt, einige Skulpturen aus Plastik herzustellen, die von der Arbeit dieses wunderbaren Künstlers inspiriert sind. Außerdem wurde dieses Plastik bei den Reinigungsarbeiten an den Stränden, die wir mit Kindern unternommen haben, gesammelt und die Kinder durften auch bei der Herstellung der Skulpturen mithelfen. Das Ergebnis: Wir haben die erste Skulptur an der Universität von La Laguna eingeweiht. Wir wollen vor der Gefahr, die Plastik darstellt, warnen und deutlich machen, dass es auch für andere, nicht schädliche Dinge verwendet werden kann, wie zum Beispiel Kunst.

Kürzlich, bei der Verleihung des Preises Premio Gorila, sagten Sie, dass die Welt in Flammen steht. Was wollten Sie damit sagen?

Ich wollte vor der großen Explosion der Menschheit warnen. Die Bevölkerung hat in den letzten fünfzig Jahren in einem rasanten Tempo zugenommen. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen und das Jahr 2050 erreichen, wird es weder einen einzigen Baum noch ein Meer mit Nahrung darin geben. Das meine ich mit dem Ausdruck, dass die Welt in Flammen steht. Außerdem sind die Waldbrände in Brasilien nicht einmal so groß wie die in Afrika. Dort, und ohne dass jemand darüber spricht, brennen sehr große Wälder, und auch in Australien. In den ersten 4.000 Hektar verbrannten 350 Koalas, das ist die Hälfte des Bestandes des Parkes. Es gibt viele Tiere, die jeden Tag durch Brände sterben. Wir zerstören den Planeten.

Um das Thema ein wenig zu wechseln, was waren die Ergebnisse für die Loro Parque Gruppe in diesem Jahr 2019?

Es läuft gut, die Besuche im Loro Parque laufen nach wie vor nach Plan. Das Poema del Mar, das uns am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, bringen wir auch zu einem guten Abschluss. Wir haben ein Mitarbeiter-Team, das sehr gut und in die richtige Richtung arbeitet. Wir haben neun Haie, die im Loro Parque geboren wurden, dorthin geschickt und es ist einfach wunderbar. Auch der Siam Park läuft besonders gut. Das Hotel Botánico könnte etwas mehr Gäste haben, aber alle leiden unter dem Konkurs von Thomas Cook.

Ich nehme an, es wird eine große Freude für Sie sein, dass der Loro Parque als einer der besten Zoos der Welt anerkannt ist, nicht wahr?

Ich bin sehr zufrieden, aber ich war überrascht, dass Tripadvisor uns letztes Jahr als den besten Park der Welt ausgezeichnet hat und dieses Jahr aber erklärt hat, dass er keine Zoos mehr bewerten wird und diese Kategorie der Auszeichnungen gestrichen hat. Das ist unerklärlich, aber ich habe einen recht ernsten Brief an die Verantwortlichen geschrieben. In der Tat habe ich erklärt, dass der Siam Park zukünftige Anerkennungen ablehnen wird, wenn diese Entscheidung nicht rückgängig gemacht wird. Ich glaube nicht, dass es glaubwürdig ist, dass wir zuerst zur Weltspitze erklärt wurden, und im darauf folgenden Jahr die Kategorie gestrichen wird. Aber der Siam Park hat schon eine Reihe von Auszeichnungen erhalten… Aktuell haben wir zum achten Mal den Preis für den besten Park Europas erhalten.

Sie haben ein ausstehendes Projekt auf Gran Canaria mit dem Siam-Park… Wie geht es voran?

Ein Beamter hat behauptet, dass ich vierzehn Millionen Schulden habe, das hat mir viel Schaden zugefügt, weil ich laut den Urkunden maximal drei Millionen schulde. Dieser Betrag sollte nach der Fertigstellung des Kanals beglichen werden. Allerdings ist der Kanal immer noch 80 Meter zu kurz. Die Arbeiten wurden nicht umgesetzt, weil es illegale Abwasserrohre gibt, die versetzt werden müssen. Ich stimmte zu, diese Rohre für 240.000 Euro zu reparieren, aber die Stadtverwaltung ist damit nicht zufrieden und wollte, dass ich Canaragua für Rohre, die vor dem Park verlaufen, bezahle. Das lehnte ich ab. Das wären mehr als 500.000 und ich weigere mich, ich brauche keinen Park auf Gran Canaria zum Leben und meine Familie auch nicht. Wir haben einige Parks auf Teneriffa, die wunderbar laufen, und wir haben die Gewinne daraus verwendet, um sie auf Gran Canaria zu investieren, zum Beispiel in das Aquarium, wo wir wie Löwen um unsere Ziele kämpfen.

Welche Projekte planen die Loro Parque Gruppe und die Familie Kiessling mittelfristig?

Wir wollen Punta Brava von seinem Parkplatzproblem befreien. Vor allem im Sommer ist es ein Problem, denn es kommen so viele Besucher, die den Loro Parque besuchen wollen, dass die Autos den Verkehr praktisch lahm legen. Deshalb möchte ich die Tiefgarage erweitern, und zwar um mehr als das Doppelte der jetzigen Größe. Seit fünf Jahren diskutieren wir mit den Behörden über Details und es sieht so aus, als würden wir bald die Genehmigung erhalten. Im Loro Parque möchte ich die Leinwand aus dem Naturavisión-Kino entfernen und dort AquaViva installieren, die Zylinder möchte ich darunter setzen, um etwas noch Schöneres zu machen, als wir es bisher hatten. Außerdem möchte ich dort, wo jetzt das AquaViva ist, alles abreißen und ein Becken für die Orcas anlegen, mit etwa 6.000 Kubikmetern Wasser. Wir haben die Grundstücke oberhalb und links vom Loro Parque gekauft und pflanzen alle Bäume und Pflanzen, die wir benötigen. Wir haben unsere eigene biologische Finca und alle Parks, das Hotel und das Brunelli’s arbeiten mit diesen Produkten. Wir haben den Exit Palast neben dem Siam-Park gekauft, um einige Tiefgaragenplätze anzulegen und darüber ein großes Spa zu errichten, das mit dem Siam-Park verbunden ist. Außerdem wollen wir ein Brunelli’s in der Stadt eröffnen. Zudem errichten wir das zweitgrößte Windrad auf den Kanarischen Inseln. Wir haben viele Projekte.

 

Loro Parque feiert 47 Jahre Liebe zu Natur und Tieren

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Kurz vor Weihnachten feiert der Loro Parque am Dienstag, den 17. Dezember, sein 47-jähriges Bestehen, in einem Jahr, in dem er seine Liebe und sein Engagement für die Natur und Tiere durch den Kampf gegen Plastik noch einmal mehr unter Beweis gestellt hat.

Der Loro Parque begann 1972 mit nur 25 Personen, 150 Papageien und einer Fläche von 13.000 Quadratmetern. Von dieser Zeit bis heute und nach einer Vielzahl von Herausforderungen hat sich der Park zu einer der angesehensten zoologischen Einrichtungen der Welt entwickelt, sowohl wegen seiner Schönheit, als auch aufgrund der hervorragenden Qualität seiner Einrichtungen und des absoluten Respekts vor der Natur.

Bye Bye, Plastic!

Loro Parque setzt sich mit Nachdruck für den Schutz der Umwelt und den Erhalt der Tierwelt ein. So setzte der Park in diesem Jahr angesichts der verheerenden Auswirkungen von Plastik auf den Planeten seine im Jahr 2018 eingeleitete Strategie zur Verbannung von Einweg-Plastik aus seinen Anlagen fort. Auf diese Weise wird es ihm bis 2020 gelingen, auf mehr als 90% dieses äußerst schädlichen Materials zu verzichten und somit nicht mehr mehr als 30 Tonnen Plastikmüll zu erzeugen.

Darüber hinaus wollte der Park in diesem Jahr noch einen Schritt weiter gehen und startete das Projekt Bye Bye, Plastic. Mit diesem Projekt wurden zwei große Skulpturen aus recycelten Objekten aufgestellt, die das ernste Problem, das dieses Material für die Umwelt darstellt, sichtbar machen. Diese Kunstwerke, inspiriert von der Arbeit des kanarischen Malers Néstor Martín-Fernández de la Torre, werden dazu dienen, sowohl Einheimische als auch Besucher auf die dramatischen Auswirkungen von Plastik auf die Ozeane, den Planeten und das Leben aller aufmerksam zu machen.

Loro Parque Fundación, 25 Jahre im Einsatz für die Natur

In diesem Jahr, im September, feierte die Loro Parque Fundación 25 Jahre Liebe zur Natur und Einsatz für ihren Erhalt. Die 1994 vom Loro Parque gegründete gemeinnützige Organisation hat in ihrer Geschichte bereits mehr als 21,5 Millionen Dollar für mehr als 180 Naturschutzprojekte auf fünf Kontinenten bereitgestellt und dazu beigetragen, 9 Papageienarten vor dem totalen Aussterben zu bewahren.

Korallenzucht

Mitte diesen Jahres hat der Loro Parque zum ersten Mal eine einzigartige Ausstellung vorgestellt: eine Farm mit asexuell reproduzierten Korallen. Dank ihr konnten die Besucher aus nächster Nähe die Arbeit des Aquarium-Teams mit diesen Organismen, die in der Natur eine unentbehrliche Rolle für die Ozeane und die Sauerstoffproduktion spielen, beobachten.

Ein Jahr des Nachwuchses

2019 hat im Loro Parque ein regelrechter Babyboom stattgefunden, was zeigt, wie gut es allen Tieren geht. So begrüßte die authentische Tierbotschaft mit großer Freude Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen, den Zebrahaien, den Schwarzschwänen, Quallen…. und, wie es sich für das größte Papageienreservat der Welt gehört, zahlreichen Nachwuchs bei den Papageien.

Loro Parque, eine echte Botschaft der Wildtiere

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende, in dem der Loro Parque seine Position als authentische Tierbotschaft weiter gefestigt hat. Eine Tierbotschaft in der die Exemplare, die in seinen Einrichtungen leben, als Vertreter ihrer Artgenossen fungieren, die nach Angaben der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) meist in gewissem Grad vom Aussterben bedroht sind. Die Besucher lernen diese Tiere aus nächster Nähe kennen und werden sich der Gefahren bewusst, denen sie in der Wildnis ausgesetzt sind. Dadurch kann ein besserer Schutz der Wildbestände gewährleistet werden.

Eine Erfolgsgeschichte

In seiner 47-jährigen Geschichte hat das Unternehmen Loro Parque zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die vom spanischen Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus verliehene Plakette und Goldmedaille für touristische Verdienste, die Goldmedaille der Regierung der Kanarischen Inseln, die Goldmedaille der Stadt Puerto de la Cruz und des Inselrates von Teneriffa. Loro Parque ist auch das einzige Unternehmen auf den Kanarischen Inseln, das den Prince Felipe Award for Business Excellence gewonnen hat.

Die Stiftung Loro Parque Fundación bekräftigt ihr Umweltengagement mit einer neuen Skulptur

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Die Stiftung Loro Parque Fundación hat am Mittwoch, 4. Dezember, eine neue Skulptur präsentiert, die aus Recyclingmaterial geschaffen wurde und das schwerwiegende Problem verdeutlichen soll, das durch Plastik in der Umwelt verursacht wird. Die Einweihung erfolgte im Kreisverkehr der Kreuzung TF-316 nach Las Dehesas, in der Gemeinde Los Realejos.

An der Veranstaltung nahmen der Bürgermeister von Los Realejos Manuel Domínguez González, der Bürgermeister von Puerto de la Cruz Marcos González Mesa sowie der Vizepräsident der Loro Parque Unternehmensgruppe und Präsident der Loro Parque Fundación Christoph Kiessling teil.

Dieses zweite Kunstwerk, ist Teil einer Reihe von Aktivitäten gegen die Nutzung von Einmalplastik, die in den Anlagen der Unternehmensgruppe Loro Parque durchgeführt werden. Dank dieser Strategie, die das Unternehmen seit Anfang 2018 verfolgt, wurden über 30 Tonnen dieses schädlichen Materials eliminiert.

In diesem Sinne, hat sich der Künstler Paolo Bonano, der diese bewusstseinsfördernde Kunstwerke geschaffen hat, von dem aus Las Palmas de Gran Canaria stammenden Künstler Néstor Martín-Fernández de la Torre inspirieren lassen und sein Werk hauptsächlich aus Dosen, Flaschen und Plastikdeckeln geschaffen.

Im Rahmen des gleichen Projektes „Bye Bye Plastic“, weihten die Stiftung Loro Parque Fundación und die Universität von La Laguna,  am 28. November, die erste Skulptur mit dem gleichen Ziel ein: sie soll das Engagement für die Suche nach Lösungsansätzen fördern, um unseren Planeten sauberer zu halten und unsere Mitbürger für das Problem sensibilisieren, dem sich unsere Ozeane und ihre vielfältigen Meeresbewohner gegenübersehen, insbesondere in Bezug auf die Vermüllung des Meeres.

Auf diese Weise weist die Loro Parque Fundación wieder einmal darauf hin, dass die Anhäufung von Plastik in den Ozeanen auf eine schreckliche Weise, die marine Artenvielfalt bedroht. Gemäß den Zahlen der Vereinten Nationen: „13.000.000 Tonnen Plastik gelangen jährlich in den Ozean und verursachen unter anderem den Tod von 100.000 marinen Arten, jedes Jahr“.

Darüberhinaus gehen Schätzungen davon aus, dass im Jahr 2050 mehr Plastik im Ozean zu finden sein wird, als Fische. All dies weist darauf hin, dass die Wildtierschutzzentren, eine besondere Rolle zum Schutz von Arten für die künftigen Generationen spielen.

Loro Parque öffnet die Anlage der Seelöwen erneut für die Öffentlichkeit

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Der Loro Parque hat am vergangenen Sonntag, 1. Dezember, die Anlage der Seelöwen wiedereröffnet. Nach sechswöchigen Reformarbeiten, in deren Rahmen die Anlage komplett erneuert wurde, können die Besucher die majestätischen Tiere wieder aus der Nähe erleben.

Während der Arbeiten blieb das Stadion geschlossen. Es wurden neue Türen eingebaut, der Quarantäne- und Trainingsbereich für die Seelöwen wurde modernisiert und es wurde ein neuer Stamm in der Ausstellung angebracht. Alle Maßnahmen tragen zum Wohlergehen der Tiere bei, die ab sofort in einem natürlichen Lebensraum zusammenleben, der moderner und transparenter ist.

Dies ergänzt ein Umfeld, das auch vorher schon sehr sicher und frei von Kontaminierung war. Dafür sorgen ausführliche, regelmäßige Analysen und verschiedene Filtermethoden, die die 700.000 Liter Wasser im Ausstellungsbecken auf einem perfekten Niveau halten.

Zudem profitieren die Besucher von den Reformen. Die Anlage wurde frisch gestrichen, die Sitze, der Boden und der Garten renoviert, ein hochmodernes Audiosystem der neuesten Generation installiert und neue Handläufe an den Flanken des Stadions sorgen für einen bequemeren Zugang zu den Sitzreihen.

Ab diesem Wochenende werden die normalen Zeiten für die Vorstellungen der Seelöwen wieder eingehalten, in denen die Tiere dem Publikum über pädagogische und Artenschutz-Inhalte näher gebracht werden. Das ist im Einklang mit dem Engagement des Loro Parque zum Schutz der Umwelt.