Zwei Kaiserschnurrbarttamarin-Zwillinge werden im Loro Parque geboren

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Die durch das Coronavirus verursachte Gesundheitskrise hat das Leben im Loro Parque nie zum Stillstand gebracht. Mit der Ankunft des Sommers wurde der Zoo von Puerto de la Cruz, wie schon in den vergangenen Jahren, Zeuge der Geburt von zwei Kaiseräffchen-Zwillingen.

Die Eltern haben 2018 zum ersten Mal Nachwuchs bekommen und die Tatsache, dass sie sich noch immer fortpflanzen, ist ein Indikator für das Wohlergehen der Tiere im Park und dafür, wie gut diese Familie des Saguinus imperator gefestigt ist.

Bei dieser Art ist es das Männchen (oder ein anderes Mitglied der Gruppe), das beim Tragen der Jungen hilft, bis sie von den Eltern unabhängig werden, und sie von Zeit zu Zeit der Mutter zum Säugen gibt. Im Loro Parque wurden bereits drei Zwillingspaare geboren, das letzte erst vor kurzem. Nun kann man beobachten, wie sie gemeinsam in ihrer Einrichtung ihr Familienleben führen, wobei sogar die Brüder die Neugeborenen tragen.

Insofern ist es wichtig, stabile Familiengruppen zu erhalten, damit die älteren Geschwister während des Prozesses des Miteinanders alles Notwendige lernen, um in Zukunft erfolgreiche Eltern zu sein.

Der Kaiserschnurrbarttamarin ist in den Wäldern von Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Peru beheimatet, wo er sich hauptsächlich von Insekten, Früchten, Blumen, Nektar und Kleintieren wie Fröschen, Schnecken, Eidechsen oder Spinnen ernährt. Er hat charakteristische Schnurrhaare, Krallen anstelle von Nägeln an allen Fingern mit Ausnahme des Daumens und zwei statt drei Backenzähne auf jeder Seite des Kiefers, beides Aspekte, die ihn von anderen Affenarten unterscheiden.

Glücklicherweise ist er auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) als wenig gefährdete Art aufgeführt, somit ist er nicht vom Aussterben bedroht. Die Größe ihrer Populationen nimmt jedoch ab und ihr

Lebensraum schrumpft, u.a. aufgrund der Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten und der Abholzung.

Diese Familie ist Teil eines Ex-situ-Erhaltungsprogramms der European Association of Zoos and Aquariums (EAZA), das in die Vision „One Plan Approach to Conservation“ der IUCN integriert ist. Im Loro Parque treten die Tiere als Vertreter ihrer Artgenossen in freier Wildbahn auf und tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes der Wildtiere und ihrer natürlichen Lebensräume zu schärfen. Darüber hinaus fördern sie das Wissen über die Art, ihre Fortpflanzung und Zucht, Informationen, die auch für den Schutz von Populationen in der freien Natur sehr wertvoll sind.

Der Tierschutz benötigt eine unabhängige Wissenschaftt

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Quelle:

In den letzten Jahrzehnten hat die Sorge um das Wohlergehen der Tiere weltweit immer mehr zugenommen. Die Lebensqualität von Tieren, sowohl in der Natur als auch in Zoos, ist für die Öffentlichkeit von Bedeutung. Darüber hinaus sind Gesetzgeber und Regulierungsbehörden dafür zuständig, Richtlinien zu erlassen, die Einfluss auf das Wohlergehen dieser Tiere haben können. Es ist wichtig, dass diese Entscheidungen auf der Grundlage unvoreingenommener und genauer Überprüfungen wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden. Leider entspricht nicht jede Begutachtung den allgemein anerkannten Standards für die Analyse und die Objektivität.

In einer Arbeit mit dem Titel The Bias and Misrepresentation of Science Undescriptions the Productive Discourse on Animal Welfare Policy: A Case Study (Die verzerrte und falsche Darstellung von Wissenschaft führt in der Tierschutzpolitik zu keinem produktiven Diskurs: Eine Fallstudie) ​ , untersuchte ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Kelly Jaakkola, Forschungsdirektorin am Dolphin Research Center in Grassy Key, Florida, eine schwerwiegende fehlerhafte Beurteilung des Wohlergehens von Orcas (Schwertwalen) in menschlicher Obhut.

Die von ihnen analysierte Studie mit dem Titel The Adverse Effects of Captivity and Chronic Stress on Orca (Orcinus orca) Welfare (Die schädlichen Auswirkungen der Gefangenschaft und des chronischen Stress auf das Wohlbefinden von Schwertwalen (Orcinus orca)) wurde von Dr. Lori Marino, Naomi A. Rose, Ingrid N. Visser, Heather Rally, Hope Ferdowsian und Veronica Slootsky verfasst. Alle Autoren dieser Abhandlung von Marino et al. sind bekannte Gegner der Haltung von Orcas und anderen Meeressäugern in zoologischen Einrichtungen.

Obwohl die angesprochenen Themen, wie Lebenserwartung, Stress, Raumangebot und die Frage, ob Orcas in menschlicher Obhut genügend physische, kognitive und soziale Stimulation erhalten, für den Tierschutz wichtig sind, ist das Papier von Marino et al. weit von einer genauen und unvoreingenommenen Untersuchung entfernt. In ihrer kritischen Stellungnahme untersuchen und erklären Jaakkola et al. eine Reihe von methodischen Fehlern und falschen Darstellungen aus der wissenschaftlichen Literatur, die in der Arbeit von Marino et al zu finden sind, darunter problematische Referenzierungen, überzogene Interpretationen von Daten, irreführende Wahl von Begriffen und voreingenommene Argumentationen.

„Debatten über den Tierschutz in Zoos und Aquarien sind wichtig“, sagt Dr. Jakkola, „aber eine fundierte Entscheidungsfindung erfordert per Definition eine solide wissenschaftliche Grundlage, und das Papier von Marino et al ist keine gute Wissenschaft. Die Quellen sind unvollständig und ungenau, die Argumente sind voreingenommen und ihre Auswertung der Daten irreführend. Derartige allgegenwärtige Probleme untergraben nicht nur die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit, sondern können auch zu Fehlinformationen führen, und sogar – noch sehr viel schädlicher – zu falschen Entscheidungen für die Tiere und ihre Pflege“.

Jaakkola et al. beziehen sich mit ihrer Kritik auf die grundsätzliche Diskussion über den Erhalt der Glaubwürdigkeit von wissenschaftlichen Überprüfungen. Sie äußern sich absichtlich nicht dazu, ob Orcas in Zoos und Aquarien gehalten werden sollen. „Es ist absolut notwendig, dass wir als Wissenschaftler nicht zulassen, dass unsere persönlichen Gefühle die Interpretation von Daten verzerren, und das , wie es bei Marino et al. der Fall ist, Agenden die Art und Weise beeinflussen, wie wissenschaftliche Daten analysiert und kommuniziert werden“, sagt Co-Autorin Dr. Stephanie L. King, Dozentin an der Universität von Bristol in Großbritannien. „Letztendlich wird eine schlechte wissenschaftliche Praxis nichts Positives bewirken, weder für die Tiere selbst, noch für die Öffentlichkeit oder die Gesetzgeber und die Regulierungsbehörden.“

ARTICLE: Jaakola, K., Bruck, J.N., Connor, R.C., Montgomery, S.H., King, S.L., (2020) ​Bias and misrepresentation of science undermines productive discourse on animal welfare policy: A case study ​Animals​, 10, 1118. Available with open access at https://www.mdpi.com/2076-2615/10/7/1118

82 Prozent der Deutschen von Zoos überzeugt

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Quelle: https://www.vdz-zoos.org/de/presse/pressemitteilungen/01072020-forsa/

Die Deutschen sind Zoo-Freunde: Eine deutliche Mehrheit befürwortet, dass es zoologische Einrichtungen gibt, bewertet deren Artenschutzbemühungen als sehr wichtig und lernt in ihnen Wertschätzung für Tiere kennen. Das ist das Ergebnis der aktuellsten und umfassendsten Studie zur Einstellung der Deutschen gegenüber Zoos, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. „Diese Umfrage-Ergebnisse erfüllen uns mit Stolz“, sagt der Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, Prof. Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Sie zeigen neben der hohen Akzeptanz, dass es unseren Zoos gelingt, als Brücke zwischen urbaner Lebenswelt und den Anliegen des Natur- und Artenschutzes zu fungieren, indem sie diese wichtigen Themen transportieren.“

Die zentrale Frage der repräsentativen Studie im Auftrag des Verbandes war jene nach dem Grad der Akzeptanz. Gefragt, ob sie Zoos in Deutschland befürworten, antworteten überwältigende 82 Prozent mit „Ja“; lediglich 12 Prozent der Deutschen lehnen demnach Zoos ab, die übrigen Befragten machten keine Angaben. Erfreulich für die Zoos ist, dass sich der Zustimmungswert auf diesem hohen Niveau einpendelt; gegenüber der ersten Auflage der Umfrage 2017 ist er sogar noch um einen Prozentpunkt gestiegen.

Moderne zoologische Gärten haben sich dem Schutz der schwindenden Biodiversität verpflichtet, indem sie bedrohte Tierarten in Zoos und im natürlichen Lebensraum pflegen und erhalten. Diese gesellschaftliche Aufgabe wird von der deutschen Bevölkerung besonders hoch eingeschätzt. Demnach sagen 65 Prozent der Befragten, dass diese Bemühungen „sehr wichtig“ sind; für weitere 28 Prozent sind sie „wichtig“. Ähnlich verhält es sich mit dem Engagement der Zoos vor ihren Toren: 55 Prozent der Deutschen halten es für „sehr wichtig“, wenn sich Tiergärten und Zoo direkt in den bedrohten Lebensräumen für die Tiere stark machen, für weitere 36 Prozent ist es noch „wichtig“. VdZ-Präsident Jörg Junhold, der als Direktor auch den Zoo Leipzig leitet, sagt dazu: „Das sind sehr erfreuliche Werte, die sich mit unserem Ansinnen und Selbstverständnis decken: Wir sind als Zoos die Artenschutzzentren der Gegenwart.“

Die Forsa-Studie zeigt ebenso, dass ein Zoobesuch im 21. Jahrhundert sehr positiv auf die Besucher wirkt. Mehr als zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen bei ihrem letzten Besuch etwas über Tiere (11 Prozent „sehr viel“; 58 Prozent „viel“) gelernt. Darüber hinaus entsteht bei einer Mehrheit auch eine emotionale Verbindung: 32 Prozent der Befragten sagen, dass sich ihre Wertschätzung für Tiere durch den Zoobesuch vergrößert hat („voll und ganz“); weitere 48 Prozent stimmen dieser Aussage „eher“ zu. 71 Prozent (20 Prozent „voll und ganz“, 51 Prozent „eher“) sagen, dass sie sich während des Zoobesuches mit der Natur verbunden gefühlt haben.

„Wir sind sehr glücklich, dass die Arbeit unserer modernen Zoos inzwischen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet“, sagt Jörg Junhold. „Das ist uns Auszeichnung und Ansporn zugleich – wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“

Hinweise: Die Forsa-Befragung wurde mittels eines Online-Tools im November 2019 durchgeführt. In Deutschland wurden bundesweit 1.508 nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Parallel dazu hat der Verband der Zoologischen Gärten dieselbe Untersuchung auch in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz durchführen lassen. 

Kontakt

Sebastian Scholze, Leiter Kommunikation (sebastian.scholze@vdz-zoos.org; 0175-2731955)

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.

Das Unternehmen ZEBEC spendet der Loro Parque Fundación einen Ponton-Prototypen zur Rettung von Walen

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Am Vormittag des 30. Juni, lieferte die Firma ZEBEC, Hersteller der Schwimmkörper für den Wasserpark Siam Park, an die Loro Parque Fundación einen ersten Prototyp eines Pontons, der helfen soll gestrandete Wale und Delfine (Cetaceen) zurück ins Wasser zu bringen.

Ziel der Stiftung ist es, aus diesem Prototyp ein optimiertes Modell für die Rettung gestrandeter Cetaceen zu entwickeln. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tiergesundheit der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) durchgeführt.

Ab sofort wird der Ponton sowohl dem IUSA als auch den Rettungszentren der Kanarischen Inseln zur Verfügung stehen, die ihn anfordern können, wenn sie einen gestrandeten Wal wieder zurück ins Wasser bringen müssen. Darüber hinaus wird das System dank der Tests, die mit den Tieren des Loro Parque und den gestrandeten Exemplaren der IUSA durchgeführt wurden, weiterentwickelt, um seine Konzeption zu verbessern.

Diese Zusammenarbeit ist Teil des Projekts MARCET II, das sich unter anderem mit der Planung neuer Infrastrukturen und Ausrüstungen zur Rettung von gestrandeten Tieren befasst. Ziel ist es, diese Art von Pontons, sobald das Modell ausgereift ist, nicht nur auf den Kanarischen Inseln, sondern in ganz Makaronesien und insbesondere auf den Kapverdischen Inseln, wo es sehr viele Strandungen von Walen und Delfinen gibt, zur Verfügung zu stellen.

MARCET II: Schutz von Meeressäugern und nachhaltige Entwicklung im makaronesischen Gebiet des Atlantik

Das Projekt MARCET II führt mehrere wissenschaftliche und technologische Forschungsstudien durch, die die Bewertung und Analyse der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten in den geschützten Meeresgebieten der Region Makaronesien im Atlantik ermöglichen. Dabei wurden Wale und Delfine als wichtigste Arten ausgewählt, nicht nur, weil sie als emblematische Arten gelten, sondern auch, weil sie Bioindikatoren für den guten ökologischen Zustand der Meeresgebiete sind, in denen sie leben, und sie somit besonders zum Schutz des marinen Ökosystems beitragen. Ebenso trägt dieses Projekt zur Entwicklung von ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitskriterien bei, wobei der Beobachtung von Walen und Delfinen besondere Aufmerksamkeit gilt.

MARCET II ist eine Initiative, die von der ULPGC über die IUSA geführt wird und an der weitere fünf Institutionen und Organisationen aus den vier makaronesischen Archipelen direkt beteiligt sind: PLOCAN; CETECIMA; Loro Parque Fundación; Turismo de Tenerife; CEAMAR; Universidad de la Laguna (ULL); Museu da Baleia de Madeira; Observatório Oceânico da Madeira; Instituto das Florestas e Conservação da Natureza IFCN IP-RAM; Direçao Regional dos Assuntos do Mar (DRAM); Universidade dos Açores; Direçao Nacional do Ambiente de Cabo Verde; Instituto Nacional de Desenvolvimiento das Pescas (INDP); BIOS.CV, y Associação de Biólogos e Investigadores de Cabo Verde (ABI-CV).