PETA ZWEI: Jeder Satz zur Lüge benutzt

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Quelle: http://zoos.media/medien-echo/petazwei-das-macht-der-loro-parque-mit-orcas/

Dass PETA Kinder bis aufs Übelste instrumentalisieren will, ist bekannt. Einen Höhepunkt an Dreistigkeit erreicht aber eine Kampagne von PETA ZWEI, dem Kinderprojekt der radikalen Tierrechtsorganisation.

Widerlegung Satz für Satz

„Ein Freizeitpark auf Teneriffa hält Schwertwale unter miesesten Bedingungen“

Gleich zwei Lügen in einem Satz. Hier die Widerlegung:

  1. Der Loro Parque ist kein Freizeitpark, sondern ein moderner Zoo mit höchster Anerkennung. Loro Parque ist zudem einer der anerkanntesten Zoologischen Gärten der Welt und akkreditiertes Mitglied aller namhafter Zoovereinigungen: der AIZA (Asociación Ibérica de Zoos y Acuario), EAZA (European Association of Zoos and Aquaria), WAZA (World Association of Zoos and Aquariums), EAAM (European Association for Aquatic Mammals), AMMPA (Alliance of Marine Mammal Parks and Aquariums) und des VdZ (Verband der Zoologischen Gärten). Von TripAdvisor wurde Loro Parque zum zweitbesten Zoo der Welt benannt und als bester Zoo Europas ausgezeichnet. Der moderne Zoo wurde 2008 als erster der Welt mit dem internationalen Umweltzertifikat „Biosphere Park – Animal Embassy“ ausgezeichnet, einem Qualitätssiegel, das vom Institute for Responsible Tourism (ITR) verbunden mit der UNESCO entwickelt wurde, um nachhaltige Vorgehensweisen in Parks und Zoologischen Gärten zu fördern. Loro Parque ist der auch erste Zoo, der diese internationale Anerkennung, gemeinsam mit der Einhaltung der Anforderungen von ISO 1400001, ISO 9000 und EMAS, bekommen hat. Der moderne Zoo ist die einzige Einrichtung auf den gesamten kanarischen Inseln, die mit dem „Prince Philippe Prize for Business Excellence“ bedacht wurde, der höchsten Auszeichnung, die ein Unternehmen in Spanien überhaupt bekommen kann. Weiterhin hat Loro Parque in Anerkennung seiner Arbeit zahlreiche Preise verschiedener Reiseanbieter wie TUI, Thomas Cook, Thompson und den besonders prestigeträchtigen Umweltpreis von TUI UK erhalten. Auch von Seiten der Regierung gab es zahlreiche Preise wie die Goldmedaille der Stadt Puerto de la Cruz, die Goldmedaille der Provinz, die Goldmedaille für Verdienste im Tourismus  der Regierung der Kanarischen Inseln, die Goldmedaille „Importantes del Tourismo“ der Regierung der Kanaren, die Goldmedaille für Verdienste im Tourismus des spanischen Ministeriums für Tourismus. Daran sieht man, dass national und international der Zoo höchste Anerkennung genießt.
  2. PETA selbst weiß, dass die Bedingungen nicht „mies“ sind: Der Loro Parque wurde im Jahre 2015 von PETA UK, der Niederlassung PETAS in Großbritannien, wegen angeblicher Tiermisshandlungen bei der spanischen Umweltpolizei SEPRONA angezeigt. Deshalb schickten die zuständigen Behörden sogleich Experten, die diese Vorwürfe überprüfen sollten. Daraufhin wurden der komplette Loro Parque von einem Team der Zentralen Operationseinheit aus Madrid unter der Leitung der Spanischen Generalstaatsanwaltschaft für Umweltfragen kontrolliert. Die Inspektoren interviewten alle Mitarbeiter und überprüften die Aufzeichnungen über die Tiere des Parks, fragten nach unabhängigen tiermedizinischen Berichten und beobachteten die tierpflegerischen Aktivitäten über mehrere Tage ganz genau. Dazu prüften sie auch die Berichte der lokalen Behörden, die zuständig für Tierschutz und für die Inspektionen nach der Gesetzgebung sind, weiterhin die Berichte der lokalen CITES-Behörden und der lokalen Umweltpolizei. Oder kurz gesagt: Es wurde alles überprüft, was man überprüfen kann. Das Ergebnis war dementsprechend deutlich: Alle Berichte zeigen, dass Loro Parque die höchsten Standards in der Tierhaltung nicht nur erfüllt, sondern diese sogar übertrifft, und dass die Anschuldigungen von PETA falsch und irreführend sind. Unabhängig davon wurde das Wohlergehen der Orcas durch das strengste Team der Umweltpolizei und der Fachbehörden nachgewiesen. Aus der Attacke von PETA wurde so ein großer Sieg des modernen Zoos, der die radikale Tierrechtsorganisation Lügen straft.

„Helft uns jetzt, Orca Morgan zu befreien!“

Das ist dreistes Belügen der Kinder. PETA ist nicht fähig, Morgan zu befreien. Morgan gehört rechtlich den Niederländischen Behörden, wie jedes Tier, das dort gerettet wurde. Der Staat bestimmt über die Auswilderung und das hat er auf der Grundlage der Begutachtung des Tieres durch seriöse und unabhängige Experten getan. Bis in die höchste Distanz ist die Free Morgan Foundation (FMF) von der radikalen Delfinarienhasserin Ingrid Visser gescheitert: jedes zuständige Gericht hat gegen die Auswilderung votiert.

Derweil besteht auch gar kein Grund sie auszuwildern. Dies wäre zudem, dem Tier zuliebe nicht verantwortbar, denn niemand weiß, wo ihre Familie aktuell ist, weil sie schon seit Jahren nicht mehr gesichtet wurden und zudem könnte sie sich mit ihr gar nicht verständigen, geschweige denn an der gemeinsamen Jagd teilnehmen, weil ihre Hörbehinderung so stark ist. Deshalb wurde sie ja schon mal von der Familie verstoßen, wie Experten vermuten und es macht Sinn im Sinne des Tierschutzes die Qual eines Auswilderungsversuches, der sicher scheitern wird, dem Tier zu ersparen. Morgan hat im Loro Parque eine neue Familie gefunden, von der sie geliebt und umsorgt wird – sie daraus nun zu entreißen, wäre sowohl falsch, als auch grausam.

„Es ist unmenschlich, riesige Lebewesen in kleine Becken zu sperren und sie dort körperlich und seelisch zu quälen, das haben die meisten Leute spätestens seit der Doku Blackfish über die Schwertwale im amerikanischen Seaworld begriffen.“

Die Becken im Loro Parque sind nicht klein. Die Orcahaltung des Loro Parque ist nach wissenschaftlichen Vorgaben für mehr als sechs Tiere ausgelegt und wird aktuell von sechs  Schwertwalen bewohnt. Die Tiere haben rund 22 Millionen Liter Meerwasser, das aus dem Atlantik kommt, zur Verfügung – mehr als acht Olympische Schwimmbecken. Wellensittiche sind kleine Tiere, haben aber einen ähnlichen Aktionsraum in der Natur, der sogar noch größer ist als der von residenten Orcas – auch sie gedeihen in artgemäßen Volieren, die nach wissenschaftlichen Erkenntnissen errichtet wurden, prächtig.

Kein Orca wird seelisch oder körperlich im Loro Parque gequält. Der Loro Parque und die Gesundheit, sowie das Wohlergehen der Tiere, wird nicht nur von staatlichen Behörden, sondern auch von unabhängigen Auditierungsbüros und von unabhängigen Hochschulexperten für Tierschutz mit sehr guten Ergebnissen fuer die Qualität seiner Tierhaltung begutachtet. Viel mehr noch: die seriöse Wissenschaft ist auf der Seite des Loro Parque, denn jüngst haben sich 80 Wissenschaftler, die überwiegende Mehrheit davon komplett unabhängig, für die moderne und artgemäße Haltung von Meeressäugern ausgesprochen.

Der Film ‚Blackfish‘ ist eine fiktionale Dokumentation. Das bedeutet, er gibt nicht die Realität wieder, sondern wurde von Leuten produziert, um einseitig Stimmung gegen SeaWorld zu machen. Einige Mitwirkende haben sich vom Film losgesagt und seine üblen Methoden offen gelegt so zum Beispiel Bridgette Pirtle. Zudem wurden knapp 70 Fehlinformationen im Film gefunden und nachgewiesen. Auch die Familie der unfreiwilligen Protagonistin des Films sagte sich von ‚Blackfish‘ los. Diesen Film als Quelle zu verwenden belegt die Unseriösität der Argumentation. So ein voreingenommenes Machwerk, das klar nur darauf abzielte als Propaganda-Mittel gegen SeaWorld, eine zu diesem Zeitpunkt seriöse Organisation, zu vewenden und so auch noch Kindern zu empfehlen, zeigt aufs Deutlichste, dass man die Kindern nur fehlinformieren will.

„Was viele aber nicht wissen: Auch in Europa gibt es einen Freizeitpark, der Orcas unter unfassbaren Bedingungen hält und sie quält: den Loro Parque auf Teneriffa.“

Nun, dass wissen viele nicht, weil es schlicht gelogen ist. Die Belege dazu wurden bereits weiter oben gegeben.

„Das Video zeigt, wie der Loro Parque mit den Orcas umgeht.“

Es handelt sich dabei um ein desinformierendes Video über den Loro Parque, gemacht von einer Organisationen, die Zoos hasst und mit diesem Hass versucht, Geld zu verdienen. Solche Videos sollen ahnungslose Menschen überzeugen, der radikalen Tierrechtsorganisation auf dem Leim zu gehen. Es handelt sich nicht um einen seriösen Eindruck wie der Loro Parque mit seinen Orcas umgeht.

„Die Verantwortlichen sperren die Tiere in winzige Betonbecken, in denen sie kaum geradeaus schwimmen können und vor lauter Langeweile neurotische Verhaltensweisen entwickeln.“

Die Orcas können in den Becken sehr wohl gerade aus schwimmen, wenn sie das wollen, genauso um die Kurve, nach unten oder nach oben. Kein Orca hat je dort neurotische Verhaltensweisen entwickelt. In den vielen unabhängigen Überprüfungen, die der Park gerne, aufgrund seiner Transparenz regelmäßig zulässt, wurde auch noch nie eine solche Verhaltensweise beschrieben oder festgestellt. PETA weiß das auch aufgrund der oben erwähnten Überprüfung durch SEPRONA, die sie selbst durch ihre Anzeige ausgelöst haben.

Mehr über die Gestaltung der Becken könnt ihr hier lesen.

„Ein Orca-Weibchen rammt aus Verzweiflung immer wieder den Kopf gegen ein Metalltor, um zu entkommen.“

Auch das ist nie geschehen. PETA zeigt Aufnahmen wie Morgan in einem so genannten Med Pool war. So ein Pool ist vorgeschrieben und für jede Orcahaltung obligatorisch, da hier medizinische Untersuchungen durchgeführt werden können. Die Tiere werden darin nur kurzzeitig untergebracht. Der Moment, der fotographisch eingefangen wurde, zeigt Morgan kurz vor der spielerischen Zusammenkunft mit Tekoa, die sie durch Rappeln am Gate einforderte. Als die beiden dann kurze Zeit später zusammengelassen wurden, spielten sie miteinander. Darauf hatte sich Morgan gefreut – viele Menschen werden das von ihren eigenen Tieren kennen, die sich ganz motiviert auf ein Spiel mit Artgenossen freuen. Morgan ist in der Orcagruppe hervorragend sozialisiert und als Teil der Gruppe spielt sie natürlich gerne mit ihren Artgenossen – wie jedes andere Gruppenmitglied auch.

„In Freiheit schwimmen Orcas über 150 Kilometer pro Tag.“

Das ist schlicht, so generalisiert ausgedrückt, falsch. Es gibt die so genannte transiente Form der Orcas, die weite Strecken zurücklegt. Orcas in Menschenobhut aber gehören zur residenten Form der Schwertwale. Die mittlere Schwimmgeschwindigkeit der Schwertwale vor British Columbia beträgt rund 5 km/h (KRUSE, 1991). Wenn diese Tiere 24 Stunden lang durchschwämmen, kämen sie theoretisch auf 120 km pro Tag. Aber kein residenter Orca schwimmt 24 Stunden mit dieser Geschwindigkeit durch. Man hat grob 5 Aktivitäten, die wilde Orcas, die man durch Beobachtungen im Freiland, meist tagsüber, identifizieren können: Nahrungssuche (etwa zwei Drittel des beobachteten Zeitraums), Travelling (weniger als 5%), Beach-Rubbing (weniger als 5%), Ruhen (rund 13% des Tages) und Sozialisieren (rund 12% des Tages) (FORD, 1989). Bei den letzten beiden Aktivitäten schwimmen die Tiere weniger als 3 km/h, wenn sich ein Orca am Strand rubbelt, wir gar keine signifikante Strecke zurückgelegt. 150 Kilometer sind also illusorisch. Beim Schwertwal Keiko, dessen Auswilderungsversuch leider kläglich scheiterte, wurde eine zurücklegte Strecke von rund 72 Kilometer pro Tag erfasst. Das ist weniger als die Hälfte von PETAs Zahl. Man sieht auch daran die Manipulation.

Die Motivation der Tiere in der Natur, weite Strecken zurückzulegen ist darin begründet, dass sie sich jeden Fisch, den sie zum Überleben benötigen, suchen müssen. Die weltweite Überfischung hat dies nochmal erschwert. Kein Orca muss zu seinem Wohlergehen eine bestimmte Anzahl an Kilometern zurücklegen. Die Verhältnisse in der zudem durch menschliche Einwirkung bedrohten Natur zwingen allerdings die Tiere dazu.

Überhaupt ist die Situation von Orcapopulationen in der Wildbahn alles andere als rosig: die Umweltverschmutzung sorgt für Fruchtbarkeitsprobleme und andere ernste Krankheiten. Die maßlose Überfischung macht es den Tieren unglaublich schwer, die Menge an Futter zu finden, die sie benötigen.

„Wie schlecht es ihnen in Gefangenschaft geht, erkennt man auch den abgeknickten Rückenflossen der männlichen Tiere und den kaputten Zähnen der Orcas, die vor lauter Langeweile an den Beckenwänden kauen, bis ihr Zahnhöhlen freiliegen.“

Erneut eine Lüge von Laien, die weder Ahnung von artgemäßer Haltung haben, noch Kenntnis darüber wie man das Wohlergehen der Tiere ermisst. Das mit den Rückenflossen passiert in der Wildbahn genauso und macht keinerlei Aussage über das Wohlbefinden des Tieres. Dass die Flosse kollabiert, liegt an dem Bindegewebe, weil die Finne keine Knochen oder Muskeln enthält. In Menschenobhut ist in der Tat eine abgeknickte Rückenflosse bei männlichen Orcas häufiger zu sehen als in der Natur. Dies liegt daran, dass die Tiere sich im Delfinarium mehr oberflächennah aufhalten wie es in der Natur der Fall ist – dort müssen sie gezwungenermaßen für ihre Nahrung tiefer tauchen. Eine abgeknickte Rückenflosse hat in Menschenobhut keinerlei bekannte Nachteile für die Tiere.

Die Zähne der Orcas im Loro Parque sind genauso „kaputt“ wie die ihrer wilden Artgenossen in der Natur. Unabhängige Veterinäre, die die Gesundheit der Tiere beobachten, haben darin auch nie ein Problem gesehen. Orcas erforschen ihre Umwelt nun mal mit dem Mund, hauptsächlich mit der Zunge und den Zähnen, weil sie keine Hände haben und die Flipper nicht zum Tasten sind. Dadurch nutzen sich die Zähne eben auch ab. In der Wildbahn teils sogar so stark, dass sie bis auf den Zahnfleischrand abgerieben sind.

„Weil die intelligenten Tiere nichts zu tun haben, kauen sie neurotisch an den Beckenwänden.“, behauptete PETA auch schon mal. Das passiert aber gar nicht. Natürlich erforschen die Tiere auch mal die Ränder, aber das hat nichts mit Neurosen zu tun, und schon gar nicht tun es die Tiere ständig. Vor und nach der Show kann man die Tiere im Loro Parque beobachten und man wird, wenn überhaupt, nur ausnahmsweise einmal solch ein Verhalten beobachten können.

Mehr über dieses Thema kann man hier lesen. Zudem findet man auch hier zu diesen und anderen Themen „Wissenschaftliche Informationen und fachspezifische Bezüge zu einzelnen Aspekten von Schwertwalen (Orcinus Orca)“, die von Tierrechtsaktivisten gerne verschwiegen werden.

„Unterbrochen wird die Ödnis nur, wenn Mitarbeiter kommen, um die Tiere zu unnatürlichen Kunststücken zu zwingen.“

Auch das ist gelogen: Kein Orca wird im Loro Parque zu irgendetwas gezwungen. Jeder weiß: Die Tiere bekommen, in einem modernen Zoo wie Loro Parque, ihre Tagesration immer – ganz unabhängig davon, ob sie am Training teilnehmen oder nicht. Jeder Morgen beginnt mit einem Frühstück, bei dem die Tiere einfach nur Fisch bekommen, bevor die eigentliche Aktivität und das Training beginnt. Wer denkt, dass man hungrige Delfine trainieren könnte, hat keinerlei Erfahrung mit dem Training der Tiere. Bereits während 1960er Jahre ist diese Erkenntnis, dass Delfine (und Orcas sind auch Delfine) nicht über Futterentzug trainiert werden können, bekannt. Kein moderner Zoo macht das auch.

Im Loro Parque gibt es ganze Trainingssessions, die völlig ohne die Gabe von Futter funktionieren. Das zeigt schon wieder den laienhaften Zugang PETAs zum Thema.

Warum machen die Tiere beim Training mit? Es ist sowohl Spaß am spielerischen Verhalten, als auch ihre besondere Beziehung zum Trainer. Außerdem ist für mindestens zwei Walarten beschrieben, dass es zum Ausstoß von Glückshormonen kommt. Orcas werden nach dem gleichen System trainiert. Der Fischhappen ist keine Fütterung, sondern allein positive Verstärkung – ähnlich wie Gelatine, Eis und auch Streicheleinheiten der Trainer.

Die Kunststücke sind zudem nicht unnatürlich, sondern basieren auf den natürlichen Verhaltensweisen der Tiere, die man auch teilweise in der Wildbahn beobachten kann.

Zudem gibt es keine Ödnis, die unterbrochen wird: Die Tiere interagieren den ganzen Tag über mit Artgenossen und ihren Trainern, sodass sie psychisch und physische gefördert werden, aber auch genug Zeit mit ihrer Familie haben.

„Das Publikum hält solche Vorführungen für eine lustige Show, für die Orcas bedeuten sie aber viel Stress.“

Das ist auch gelogen. Trainingseinheiten, und die Shows sind nur öffentliche Trainingseinheiten, die mit edukativen Elementen verbunden werden, verursachen bei den Tieren keinerlei negativen Stress. Zudem hätten sie auch jederzeit die Möglichkeit das Training zu verweigern, wenn dies wirklich schädlichen Stress für sie bedeuten würde. Das tun sie aber nicht. Tatsächlich schütten Wale und Delfine bei modernem Training Glückshormone aus, was auch wissenschaftlich erwiesen ist.

„Einrichtungen wie der Loro Parque behaupten oft, sie würden Tiere schützen und Menschen etwas über die Tiere beibringen. Das stimmt nicht. Aus einer künstlichen Show lernt niemand etwas darüber, wie Orcas wirklich leben.“

Auch das ist komplett gelogen. Der Loro Parque kümmert sich intensiv um Natur- und Artenschutz, so auch um den Schutz der Orcapopulation in Gibraltar. Die Shows sind edukativ und klären die Besucher über Biologie, Verhalten, Bedrohung und Schutz dieser Tiere auf.

„Und wer Orcas wirklich helfen will, lässt sie frei, statt sie einzusperren.“

Was würde passieren, wenn der Loro Parque die Orcas freilassen würde? Sie würden elendig verrecken, weil sie keine Chance haben, in der Wildbahn zu überleben. Auswilderungen von Orcas, die so an die Menschenobhut gewöhnt waren, sind immer gescheitert. Sie freizulassen, ist ihr Todesurteil.

Der Schwertwal Keiko, den viele noch aus den „Free Willy“-Filmen kennen werden, bezahlte einen solchen Auswilderungsversuch mit dem Leben. Experten mit Haltungserfahrung, wie etwa Mark Simmons, haben noch versucht, dem Tier zu helfen, doch die Verleblendung der Tierrechtler an der Spitze des Projektes war zu stark. Der wundervolle Schwertwal bezahlt ihre Idee, dass er frei viel glücklicher wäre, mit dem Leben. Die „Freiheit“ aber war für ihn eine Qual: die kurze Zeit, in der er außerhalb der Reichweite des Projekts war, scheiterte er nicht nur an erfolgreicher Jagd, sondern auch an Sozialisierung mit Artgenossen. Völlig entkräftet wurde er dann wieder in menschliche Obhut verbracht, wo er an einer Lungenentzüdung traurigerweise verstarb. 20 Millionen US-Dollar hat dieses Projekt gekostet, das Experten von beginn an kritisiert haben.

„Wie wenig ernst es dem Park mit seinen Versprechen ist, zeigt das Beispiel von Morgan. Das Orca-Weibchen wurde an der niederländischen Küste gefunden und sollte eigentlich nach einer Rehabilitationszeit wieder freigelassen werden. Das ist jetzt sieben Jahre her. Seitdem hält der Loro Parque Morgan gefangen und zwingt sie wie die anderen Wale, Tricks vorzuführen.“

Auch mit diesem Absatz will PETA Kinder belügen. Was ist wirklich geschehen? Erst nachdem die Niederlande entschieden hatten, dass man das Tier nicht auswildern konnte und auch erst nachdem sieben unabhängige Experten das bestätigt haben, bat man den Loro Parque, das Tier unterzubringen, weil dies die beste Option im Sinne des Tieres war. Das wurde dann von allen zuständigen Gerichten der Niederland bestätigt. Genauso wenig wie jeder andere Wal wird Morgan zum Training gezwungen, wie wir bereits oben erklärt haben.

Ein Versprechen, das Tier auszuwildern gab es zudem nie. Man hat es versucht, aber Experten haben davon abgeraten. Der Expertise der Fachleute ist man dann gefolgt.

„Ihr könnt uns helfen, die Wale zu befreien. Unterschreibt unsere Petition und fordert den Loro Parque auf, Morgan und die anderen Orcas freizulassen. Besucht selbst keine Einrichtungen, die Tiere unter solchen Bedingungen halten, und erklärt auch den Menschen um euch herum, warum der Loro Parque nicht unterstützenswert ist.“

Nichts von dem, was PETA den Kindern empfiehlt, wird auch nur einen Wal befreien. Warum soll die Petition unterschrieben werden? So bekommt PETA Adressen, die man natürlich wunderbar für Spendensammeln nutzen kann. PETA hat, im Gegensatz zum vorbildlichen Engagement des Loro Parque, nicht einen Orca gerettet oder zu seinem Wohlbefinden beigetragen.

Fazit

Nicht ein einziger Satz, den PETA hier tierlieben Kindern als Wahrheit verkaufen will, ist tatsächlich wahr. Es handelt sich um eine Kampagne, die von ersten bis zum letzten Wort aus Desinformationen, Fehlinformationen und Lügen besteht. PETA möchte hier nicht informieren, sondern instrumentalisieren. Dazu nutzt man die Leichtgläubigkeit von Kindern in verantwortungs- skrupelloser Weise aus.

Wer steckt dahinter?

PETA hetzt immer mal wieder gegen Loro Parque, weil sie mit dem bekannten Namen Aufmerksamkeit generieren wollen, um um Spenden zu betteln. Aber: nur 10% dieser Spenden gehen in das, was PETA „karitativen Tierschutz“ nennt. Der blumige Begriff bezeichnet auch das Tötungstierheim der Tierrechtsorganisation, wo über 80% der aufgenommenen Tiere einen schnellen Tod erfahren, weil es eben in den USA erlaubt ist, Tiere nach Gutdünken einzuschläfern. Das macht sich PETA zu Nutze und entledigt sich „lästiger“ zu versorgender Tiere auf diese tierschutzwidrige Art und Weise. PETA tritt eben nicht der No-Kill-Bewegung bei, wo nur Tiere nach strengster medizinischer Indikation eingeschläfert werden – so ähnlich wie es in Deutschland ist. Erschwerend kommt hinzu, dass bei PETA 90% der Tiere bereits in den ersten 24 Stunden nach ihrer Ankunft eingeschläfert werden. In anderen Tierheimen in den USA wartet man deutlich länger. Zudem werden durch PETA Tiere eingesammelt, die durchaus Familientiere sind, und denen PETA durch das extrem frühe Töten die Chance verweigert von ihren Familien gefunden zu werden und dort ein glückliches Leben zu führen. Ausgerechnet solch eine skrupellose Organisation, versucht immer wieder, Kinder durch Lügenmärchen für ihre verantwortungslose Ideologie zu missbrauchen.

PETA möchte, dass „keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten“ besucht werden. Und dies auch aus reinem Selbstschutz, denn, wer moderne Zoos mit zum Beispiel Seelöwen, Seekühen, Schweinswalen oder Delfinen besucht, wird sehen, dass es diesen Tieren dort gut geht. Und wenn er es nicht erkennt, dann erfährt er es durch unabhängige Prüfungen dieser Einrichtungen – gerade in Bezug auf den Loro Parque sind da, wie bereits erwähnt, einige unabhängige Überprüfungen und Stellungnahmen vorhanden.

PETA geht es bekanntlich nicht um Wissenschaft oder Natur- und Tierschutz! Vielmehr geht es PETA um die Verbreitung von Ideologien, die keineswegs dem Wohl der Tiere, aber, „dank“ der so gewonnenen Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde, sehr wohl teuren Werbemanagern und Juristen zu Gute kommt.

Man muss auch bedenken, dass selbst die 10%, die angeblich in „karitativen Tierschutz“ gehen, einer Organisation zu Gute kommen für Tiere ein Recht auf Leben offenbar gar nicht so sehen. Warum sonst das maßlose umbringen von hübschen Hundewelpen und bezaubernden Katzenbabies in ihrem „Tierheim“, das nach deutschen Tierschutz-Maßstäben diesen Namen ohl eher nicht verdienen würde?

Tierliebe im Loro Parque

Trotz, oder vielleicht auch gerade wegen, dieser großen Anerkennung des modernen Zoos und seiner Arbeit wird Loro Parque immer wieder von PETA denunziert. PETA hingegen ist eine Organisation mit einem doch sehr zweifelhaften Ruf. Tierliebe Menschen vertrauen der radikalen Tierrechtsorganisation ihr Geld an in der Hoffnung, dass sie Tierschutz betreibt. Aber stattdessen missachtet die Organisation die Würde und das Leben von Tieren und scheut sich nicht, etablierte und anerkannte Institutionen wie den Loro Parque mit Fehlinformationen zu diffamieren. 90% des PETA anvertrauten Geldes gehen nicht in den Tierschutz, sondern dienen zum Großteil der Eigengefälligkeit!

Hingegen gibt Loro Parque rund 10% der Eintrittsgelder in seine Naturschutzstiftung. So ist es möglich, dass jede Spende an die Stiftung zu 100% Natur- und Artenschutzprojekten zu Gute kommt. Die Loro Parque Fundación hat bereits mehr als 17 Millionen US-Dollar in mehr als 130 Schutzprojekte in über 30 Ländern zur Rettung gefährdeter Papageienarten und Meerestiere, inklusive der Delfine und Wale, investiert. Der Bestand von mindestens acht bedrohten Papageienarten konnte sich dank der Unterstützung der Loro Parque Fundación signifikant erholen.

Diese Erfolge verdeutlichen die Bedeutung moderner Zoologischer Gärten für den Natur-, Arten- und auch Tierschutz. Dennoch werden sie immer wieder von einer Minderheit extremistischer Anti-Zoo-Gruppen, wie von PETA, schlecht gemacht werden. Dieser Populismus schadet aber nicht nur den Zoos, sondern dem gesamten Tier-, Arten- und Naturschutz – und das ist die große Gefahr. Denn umfassender Schutz von Tieren, ihren Populationen, ihren Arten und ihren Habitaten ist nur mit den modernen Zoos möglich, nicht gegen sie.

5 Gründe, die eine Schmierenkampagne entlarven

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Quelle: http://www.huffingtonpost.de/philipp-j-kroia/schmierenkampagne-orcas-zoo_b_16099130.html

PETA scheint verzweifelt. Nachdem Airlines wie Condor und Flughäfen wie Teneriffa Süd und München eine angekündigte Werbe-Kampagne gegen den Loro Parque nicht unterstützen wollten, gibt es nun eine Seite, die „5 Gründe, warum Sie den Loro Parque nicht besuchen sollten“, aufzählt, aber an der Wahrheit scheitert – genau wie die Werbekampagne zuvor.

5 Desinformationen über den Loro Parque

Folgend werde ich nun die sog. Gründe PETAs aufführen, die sich bei seriöser Betrachtung als Desinformationen und falsche Behauptungen herausstellen.

„Die Orcas werden auf kleinstem Raum in kargen Betonbecken gehalten.“

Das ist falsch. Die Orcahaltung des Loro Parque ist nach wissenschaftlichen Vorgaben für mehr als sechs Tiere ausgelegt und wird aktuell von sechs Schwertwalen bewohnt. Die Tiere haben rund 22 Millionen Liter Meerwasser, das aus dem Atlantik kommt, zur Verfügung – mehr als acht Olympische Schwimmbecken.

PETA zeigt dazu ein Foto wie Morgan in einem so genannten Med Pool war. So ein Pool ist vorgeschrieben und für jede Orcahaltung obligatorisch, da hier medizinische Untersuchungen durchgeführt werden können. Die Tiere werden darin nur kurzzeitig untergebracht.

Der Moment, der fotographisch eingefangen wurde, zeigt Morgan kurz vor der spielerischen Zusammenkunft mit Tekoa, die sie durch Rappeln am Gate einforderte. Als die beiden dann kurze Zeit später zusammengelassen wurden, spielten sie miteinander. Darauf hatte sich Morgan gefreut – viele Menschen werden das von ihren eigenen Tieren kennen, die sich ganz motiviert auf ein Spiel mit Artgenossen freuen.

Dann wird behauptet: „In Freiheit schwimmen Orcas über 150 Kilometer pro Tag.“ Das ist schlicht, so generalisiert ausgedrückt, falsch. Es gibt die so genannte transiente Form der Orcas, die weite Strecken zurücklegt. Orcas in Menschenobhut aber gehören zur residenten Form der Schwertwale. Die mittlere Schwimmgeschwindigkeit der Schwertwale vor British Columbia beträgt rund 5 km/h (Kruse 1991).

Wenn diese Tiere 24 Stunden lang durchschwämmen, kämen sie theoretisch auf 120 km pro Tag. Aber kein residenter Orca schwimmt 24 Stunden mit dieser Geschwindigkeit durch. Man hat grob 5 Aktivitäten, die wilde Orcas, die man durch Beobachtungen im Freiland, meist tagsüber, identifizieren können: Nahrungssuche (etwa zwei Drittel des beobachteten Zeitraums), Travelling (weniger als 5%), Beach-Rubbing (weniger als 5%), Ruhen (rund 13% des Tages) und Sozialisieren (rund 12% des Tages) (Ford, 1989).

Bei den letzten beiden Aktivitäten schwimmen die Tiere weniger als 3 km/h, wenn sich ein Orca am Strand rubbelt, wir gar keine signifikante Strecke zurückgelegt. 150 Kilometer sind also illusorisch. Beim Schwertwal Keiko, dessen Auswilderungsversuch leider kläglich scheiterte, wurde eine Geschwindigkeit von rund 72 Kilometer pro Tag erfasst. Das ist weniger als die Hälfte von PETAs Zahl. Man sieht auch daran die Manipulation.

Das Wohlergehen der Tiere im Loro Parque wird auch von unabhängigen Experten überprüft. © Philipp J. Kroiß

„Orcas treiben lustlos im Wasser“

Garniert wird diese falsche Behauptung mit einem Bild auf dem Keto einen Artgenossen in einem anderen Becken beobachtet. Von lustlos keine Spur – er ist am anderen Tier interessiert und beobachtet es.

Jeder, der tatsächlich im Loro Parque war, hat auch gesehen, dass die Tiere nämlich nicht lustlos im Wasser treiben, sondern sie miteinander interagieren, spielen, trainieren und auch andere Aktivitäten durchführen, die auch wilde Orcas zeigen. Deswegen will PETA auch nicht, dass man den Loro Parque besucht, damit man diesen Punkt nicht widerlegen kann, was man sofort könnte, wenn man vor Ort gewesen wäre.

Völlig zusammenhanglos kommt man auf die Rückenflosse zu sprechen, die bei einem Tier im Loro Parque, dem ältesten Orca-Männchen, abgeknickt ist, wie man dann auch auf dem Foto sieht. Das passiert in der Wildbahn genauso und macht keinerlei Aussage über das Wohlbefinden des Tieres.

Keto, Kohana, Skyla und Morgan (v.l.) zeigen sich während der Show als Botschafter ihrer Art und ihres Lebensraumes. | © Philipp J. Kroiß

„Um Nahrung zu bekommen, müssen die Orcas stupide Tricks vorführen“

Das ist glatt gelogen! Jeder weiß: Die Tiere bekommen, in einem modernen Zoo wie Loro Parque, ihre Tagesration immer – ganz unabhängig davon, ob sie am Training teilnehmen oder nicht. Jeder Morgen beginnt mit einem Frühstück, bei dem die Tiere einfach nur Fisch bekommen, bevor die eigentliche Aktivität und das Training beginnt.

Wer denkt, dass man hungrige Delfine trainieren könnte, hat keinerlei Erfahrung mit dem Training der Tiere. Bereits während 1960er Jahre ist diese Erkenntnis, dass Delfine (und Orcas sind auch Delfine) nicht über Futterentzug trainiert werden können, bekannt. Kein moderner Zoo macht das auch.

Im Loro Parque gibt es ganze Trainingssessions, die völlig ohne die Gabe von Futter funktionieren. Das zeigt schon wieder den laienhaften Zugang PETAs zum Thema.

Warum machen die Tiere beim Training mit? Es ist sowohl Spaß am spielerischen Verhalten, als auch ihre besondere Beziehung zum Trainer. Außerdem ist für mindestens zwei Walarten beschrieben, dass es zum Ausstoß von Glückshormonen kommt . Orcas werden nach dem gleichen System trainiert.

Mit seiner edukativen Orcashow erreicht der Park tausende Besucher pro Tag.

„„Killerwale“ mit kaputten Zähnen“

Die Zähne der Orcas im Loro Parque sind genauso „kaputt“ wie die ihrer wilden Artgenossen in der Natur. Unabhängige Veterinäre, die die Gesundheit der Tiere beobachten, haben darin auch nie ein Problem gesehen.

Orcas erforschen ihre Umwelt nun mal mit dem Mund, hauptsächlich mit der Zunge und den Zähnen, weil sie keine Hände haben und die Flipper nicht zum Tasten sind. Dadurch nutzen sich die Zähne eben auch ab. In der Wildbahn teils sogar so stark, dass sie bis auf den Zahnfleischrand abgerieben sind.

„Weil die intelligenten Tiere nichts zu tun haben, kauen sie neurotisch an den Beckenwänden.“, behauptet PETA. Das passiert aber gar nicht. Natürlich erforschen die Tiere auch mal die Ränder, aber das hat nichts mit Neurosen zu tun und schon gar nicht tun es die Tiere ständig. Vor und nach der Show kann man die Tiere im Loro Parque beobachten und man wird, wenn überhaupt, nur ausnahmsweise einmal, solch ein Verhalten beobachten können.

Mehr über dieses Thema kann man hier lesen.

Morgan lebt gesund und artgemäß im Loro Parque © Philipp J. Kroiß

„Orca-Mädchen Morgan wird nicht ausgewildert“

Das kann man nicht dem Loro Parque vorwerfen, denn das wurde von den höchsten gerichtlichen Instanzen der Niederlande, in deren Besitz Morgan ist, so entschieden. Dies geschah im Interesse des Tierschutzes aus gutem Grunde: Durch ihre starke Hörbehinderung ist sie nicht überlebensfähig.

Die Abschlussbehauptung PETAs ist: „Orcas gehören ins Meer und nicht in Gefangenschaft! Loro Parque, Marineland und SeaWorld ignorieren das Leid der Tiere und zeigen damit, dass ihnen das Wohl der Tiere, die sie einsperren, nicht am Herzen liegt.“

Im Loro Parque leidet kein Tier und es lebt dort kein Orca, der eine Chance hätte, in der Natur zu überleben. Sie sind auch nicht eingesperrt, sondern werden gehalten wie viele andere Zootiere auch.

Sie leiden nicht, wie SEPRONA, die höchste spanische Instanz in diesen Fragen, feststellte – ein Ergebnis, das PETA auch kennt. Somit löst sich auch die hanebüchene Behauptung, dass den Leuten im Loro Parque das Wohl der Tiere nicht am Herzen liegen würde, völlig in Bedeutungslosigkeit auf.

Mehr zum Fall Morgan, findet man hier und hier.

Hintergrund der Kampagne

PETA hetzt immer mal wieder gegen Loro Parque, weil sie mit dem bekannten Namen Aufmerksamkeit generieren wollen, um um Spenden zu betteln, denn damit schließt der Artikel. Aber: nur 10% dieser Spenden gehen in das, was PETA „karitativen Tierschutz“ nennt.

Der blumige Begriff bezeichnet auch das Tötungstierheim der Tierrechtsorganisation, wo über 80% der aufgenommenen Tiere einen schnellen Tod erfahren, weil es eben in den USA erlaubt ist, Tiere nach Gutdünken einzuschläfern.

Das macht sich PETA zu Nutze und entledigt sich „lästiger“ zu versorgender Tiere auf diese tierschutzwidrige Art und Weise. PETA tritt eben nicht der No-Kill-Bewegung bei, wo nur Tiere nach strengster medizinischer Indikation eingeschläfert werden – so ähnlich wie es in Deutschland ist.

PETA möchte, dass „keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten“ besucht werden. Und dies auch aus reinem Selbstschutz, denn, wer moderne Zoos mit zum Beispiel Seelöwen, Seekühen, Schweinswalen oder Delfinen besucht, wird sehen, dass es diesen Tieren dort gut geht. Und wenn er es nicht erkennt, dann erfährt er es durch unabhängige Prüfungen dieser Einrichtungen.

Loro Parque wird ständig besucht von solchen Prüfern – von Wissenschaftlern, über Tiermediziner, unabhängigen Experten bis hin zu Regierungsbehörden. Keiner hat je die Orcahaltung beanstandet. Viel mehr noch: die Wissenschaft ist auf der Seite des Loro Parque, denn jüngst haben sich 80 Wissenschaftler, die überwiegende Mehrheit davon komplett unabhängig, für die moderne und artgemäße Haltung von Meeressäugern ausgesprochen.

PETA geht es bekanntlich wohl nicht um Wissenschaft oder Natur- und Tierschutz, sondern vielmehr scheint es um Ideologietransfer zu gehen, der keineswegs dem Wohl der Tiere, aber, „dank“ der so gewonnenen Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde, sehr wohl teuren Werbemanagern und Juristen zu Gute kommt.

Das Elsternest: Die Haltung von Meeressäugern im Loro Parque Teneriffa, Teil 1

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Quelle: https://elsternest.blog/2017/04/16/eingesperrt-und-depressiv-teil-i/

Die Haltung von Meeressäugern in zoologischen Gärten und Aquarien ist mittlerweile sehr umstritten. In der Tat deutlich stärker, als die Haltung der meisten anderen Tiere. Auch Menschen, die Zoos sonst eher positiv betrachten, lehnen die Haltung dieser Tiere aus vielen Gründen komplett ab. Die Tiere seien depressiv, ihrer Freiheit und Würde beraubt. Zusätzlich wird dieser Eindruck durch „Skandale“, in Form von Videos oder Fotos, bestärkt.

Im Februar dieses Jahres war es mir erfreulicherweise gestattet, einen Blick hinter die Kulissen der Tierhaltung im Loro Parque auf Teneriffa zu werfen. Dort werden derzeit zwei Arten von Delfinen gehalten: Schwertwale (Orcinus orca) und Große Tümmler (Tursiops truncatus). (Eine Anmerkung vorab: Der Einfachheit halber verwende ich im weiteren Verlauf den Begriff „Delfin“, wenn ich mich auf beide Arten beziehe.)

In dieser Reihe blicke ich auf die wichtigsten Themen der Meeressäugerhaltung, zeige populäre Irrtümer auf und erläutere anhand des Beispiels im Loro Parque, was ein modernes Delfinarium ausmacht.

Teil 1: Ein Leben im Planschbecken?

Das am häufigsten geäußerte Argument gegen die Haltung von Walen und Delfinen ist die Größe der Becken. Ein Delfinarium wäre kein adäquater Lebensraum für diese Tiere, vergleichbar mit einem Swimmingpool für Menschen. Dabei ist es egal, wie groß ein solches Becken letztendlich ist, denn es ist nicht der Ozean und wird es auch nie sein. Aber brauchen diese Tiere wirklich den Platz der Meere um zufrieden zu sein?

Schon allein die Begriffe „Ozean“ und „Delfin“ sind sehr schwammig. Welcher Ozean ist gemeint? Welcher Delfin ist gemeint? Diese Fragestellung ist nicht unerheblich. Denn weltweit gibt es etwa 43 Delfinarten, verteilt auf die unterschiedlichen Weltmeere und sogar Flüsse. Es sollte nicht verwunderlich sein, dass die Haltungsansprüche deshalb sehr unterschiedlich sind, angefangen bei der Wassertemperatur bis hin zur Konstellation und Größe der Gruppen. Aber das alles ist doch unerheblich in Anbetracht der Tatsache, dass diese Tiere alle hunderte Kilometer am Tag zurücklegen, richtig? Nein. Erstens zeigen nicht alle Arten ein so ausgeprägtes Wanderverhalten, und selbst innerhalb einer Art kann es diesbezüglich zu starken Abweichungen zwischen den einzelnen Populationen kommen. Zweitens sollte man sich immer vor Augen halten, dass Tiere niemals grundlos solch weite Strecken zurücklegen. Wenn sie es tun, dann sicher nicht aus purem Vergnügen. Wie in diesem Artikel bereits erklärt wurde, lassen sich Wanderungen immer auf die Suche nach Ressourcen wie Nahrung, Wasser oder besseren Bedingungen für die Jungenaufzucht zurückführen. Das Leben in freier Wildbahn ist eben kein vergnügliches Spiel. Der Kampf ums Überleben zwingt alle Lebewesen dazu, ihre Energiereserven nur für essentielle Aktivitäten, wie beispielsweise den Nahrungserwerb, zu verbrauchen. In menschlicher Obhut fällt die Nahrungssuche komplett weg, und damit auch eine Hauptursache für besagte Wanderungen.

Gerne wird von Gegnern dieser Tierhaltung behauptet, dass wir Menschen ja auch nicht in einem Swimmingpool leben wollen. Diese Art der Meinungsmache ist nichts weiter als Vermenschlichung. Wale und Delfine sind zwar sehr intelligent, jedoch reichen ihre kognitiven Leistungen diesbezüglich nicht an die eines Menschen heran. Bis heute fehlt jeglicher wissenschaftlicher Beleg, dass sich ein Tier seiner „Gefangenschaft“ bewusst ist bzw. überhaupt dessen bewusst sein kann. Davon mal abgesehen, dass sich die Größe moderner Becken kaum mit einem Swimmingpool vergleichen lässt. Rechnen wir das spaßeshalber doch einmal aus:

Ein herkömmlicher Swimmingpool besserer Machart hat etwa die Maße (BxHxT) 3m x 2m x 0,75m. Ein durchschnittlicher Erwachsener ist etwa 1,80m groß. Umgerechnet auf einen ca. 6m langen Schwertwal (männlich) ergeben sich grob aufgerundet die Maße 10m x 6,70m x 2,50m. Solche geringen Maße haben höchstens Becken für die medizinische Behandlung der Tiere, auf welche im nächsten Abschnitt noch weiter eingegangen wird. Zum Vergleich: Das oben gezeigte Showbecken hat allein eine Tiefe von etwa 12m. Diese Rechnung ist keineswegs völlig ernst gemeint. Dennoch zeigt sie ganz deutlich, dass solche Behauptungen eben ziemlich oft an der Realität vorbei gehen.

Das hier soll natürlich kein Plädoyer dafür sein, Meeressäuger in beliebig kleinen Becken zu halten. Ein gewisser Platzbedarf ergibt sich schon allein durch die Größe der Tiere, doch erfüllen wissenschaftlich geführte Delfinarien diese Ansprüche mindestens ausreichend. Wie bei allen anderen Tierhaltungen gibt es auch hier Richtlinien und Standards, die eingehalten werden müssen. Heutzutage sind die Beckenkomplexe moderner Einrichtungen in kleinere und größere Bereiche unterteilt. So gut wie immer vorhanden ist mindestens ein großes Hauptbecken, mehrere Nebenbecken, sowie ein kleiner Medical Pool. Diese Medical Pools sind, wie der Name schon vermuten lässt, speziell für die medizinische Untersuchung und Behandlung konzipiert. Um diese Untersuchungen zu erleichtern, sind sie nicht besonders groß. Da sich die Tiere dort aber nur für eine kurze Zeit aufhalten sollen, ist das nicht weiter problematisch. Dennoch sind sie immer wieder im Mittelpunkt der Kontroverse über Delfinarien, meist durch Schockbilder, welche ein isoliertes Tier in solch einem Becken zeigen. Dabei wird nicht selten behauptet, sie seien dort dauerhaft eingesperrt. Es wird dann oftmals ein Bildausschnitt gewählt, der den wahrscheinlich sogar offenen Zugang zu den anderen Bereichen absichtlich nicht zeigt.

Es konnte interessanterweise schon mehrfach dokumentiert werden, dass sich Tiere gleich zu mehreren freiwillig in relativ kleinen Nebenbecken aufhalten obwohl sie Zugang zu den anderen Bereichen hätten. Auch im Loro Parque konnte ich dieses Verhalten bei den Großen Tümmlern beobachten:

Insgesamt drei Tiere (eines ist hier nicht zu sehen) hielten sich in einem vergleichsweise kleinen Becken auf…

…obwohl sie freien Zugang zu diesem deutlich größeren Becken hatten.

 

Hier gut zu erkennen: Die Schleuse war zu dem Zeitpunkt geöffnet.

Die Tiere zogen das kleinere Becken dem größeren aus nicht bekannten Gründen vor und spielten dort lieber mit einem Ball, statt das gesamte Platzangebot zu nutzen. Die genauen Ursachen dieses Verhaltens sind offenbar noch nicht genau geklärt, jedoch kann man zumindest daraus schließen, dass die Tiere sich in den kleineren Becken nicht zwangsläufig unwohl fühlen müssen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Wasserqualität. Dabei hält sich nach wie vor das Gerücht, das Wasser würde aus hygienischen Gründen mit Chlor versetzt werden und daher die Augen der Tiere reizen. Tatsächlich war das vor einiger Zeit noch eine recht häufig angewandte Methode. Die meisten modern geführten Einrichtungen haben mittlerweile jedoch auf eine biologische Wasseraufbereitung umgestellt, die ohne Zugabe von Chlor funktioniert. Der Duisburger Zoo erklärt diese Methode auf seiner Seite ausführlich. Auch der Loro Parque verzichtet auf die Zugabe von Chlor. Betritt man die Räume, in denen sich die riesige Filteranlage von „Orca Ocean“ befindet, so wundert man sich zuerst über den plötzlichen Lärm; denn die Anlage ist nach außen so gut isoliert, dass weder Orcas noch Besucher etwas davon mitbekommen. Die Nähe zum Meer macht es hier sogar möglich, Wasser direkt aus dem Atlantik zu beziehen. Bevor das Meerwasser in die Becken gelangt, wird es zuvor in den großen Filteranlagen aufbereitet. Wasser, das aus dem Becken zurück in die Filter fließt, wird ebenfalls noch einmal gereinigt bevor es zurück in den Atlantik geleitet wird.

Die Filteranlage von „Orca Ocean“

Gelegentlich kommt die Frage auf, warum die Becken von Delfinen so „kahl“ und reizarm seien. Im Kontext steht auch die Behauptung, die glatten Wände würden das Echolot der Tiere reflektieren und sie deshalb immensem Stress aussetzen. Über die „reizarme“ Struktur der Becken lässt sich sagen, dass sie zumindest bisher keinen nachgewiesenen Nachteil für die Tiere besitzen. Eine naturnahe Beckengestaltung beinhaltet natürlich auch ästhetische Vorteile, doch scheinen die Tiere selbst kein gesteigertes Interesse daran zu haben. Eine ausreichende Beschäftigung ist unabhängig davon durch Spielzeug, Training und andere Formen von Enrichment gewährleistet. Ob sich eine Einrichtung für eine solche Gestaltung entscheidet, oder die konservative Variante ohne Felsen wählt, hat somit bisher keinen nachgewiesenen Einfluss auf das Wohlbefinden seiner Bewohner. Zu den Vorwürfen bezüglich des Echolots lässt sich ganz einfach antworten, dass ein solches Echolot eben nur so funktioniert. Der Delfin stößt Töne aus, welche auf ein Objekt prallen um anschließend wieder zu ihm zurück reflektiert werden. Dadurch erhält das Tier Informationen über Größe und Beschaffenheit des Gegenstandes. Gestresst oder gar verrückt wird ein Delfin davon sicher nicht.

Eine gute Tierhaltung fängt bei der Unterbringung an, und deshalb ist dieses Thema auch im Bezug auf Meeressäugetiere sehr wichtig. Wissenschaftliche Erkenntnisse tragen dazu bei, die Bedürfnisse der Tiere besser zu verstehen und damit auch ihre Haltung in Menschenobhut stetig zu verbessern. Dabei ist es wichtig, dass wir uns bei der Beurteilung dieser und anderer Tierhaltungen nicht ausschließlich von unseren persönlichen Empfindungen leiten lassen. Nur weil etwas auf den ersten Blick ästhetisch weniger ansprechend wirkt, muss es für die Tiere nicht zwangsläufig von Nachteil sein. Wie immer empfehle ich, sich am besten persönlich ein Bild zu machen und sich bei Fragen direkt an den Zoo und seine Mitarbeiter zu wenden. Ein wissenschaftlich geführtes Delfinarium nimmt seine Aufgaben und Verantwortung gegenüber den Tieren ernst und versucht diese bestmöglich umzusetzen.

So lügt PETA über den Loro Parque

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Original-Artikel: So lügt PETA über den Loro Parque

PETA scheint verzweifelt. Nachdem Airlines wie Condor und Flughäfen wie Teneriffa Süd und München eine angekündigte Werbe-Kampagne gegen den Loro Parque nicht unterstützen wollten, gibt es nun eine Seite, die „5 Gründe, warum Sie den Loro Parque nicht besuchen sollten“, aufzählt, aber an der Wahrheit scheitert – genau wie die Werbekampagne zuvor.

5 Desinformationen über den Loro Parque

„Die Orcas werden auf kleinstem Raum in kargen Betonbecken gehalten.“

Das ist falsch. Die Orcahaltung des Loro Parque ist nach wissenschaftlichen Vorgaben für mehr als sechs Tiere ausgelegt und wird aktuell von sechs Schwertwalen bewohnt. Die Tiere haben rund 22 Millionen Liter Meerwasser, das aus dem Atlantik kommt, zur Verfügung – mehr als acht Olympische Schwimmbecken.

PETA zeigt dazu ein Foto wie Morgan in einem so genannten Med Pool war. So ein Pool ist vorgeschrieben und für jede Orcahaltung obligatorisch, da hier medizinische Untersuchungen durchgeführt werden können. Die Tiere werden darin nur kurzzeitig untergebracht. Der Moment, der fotographisch eingefangen wurde, zeigt Morgan kurz vor der spielerischen Zusammenkunft mit Tekoa, die sie durch Rappeln am Gate einforderte. Als die beiden dann kurze Zeit später zusammengelassen wurden, spielten sie miteinander. Darauf hatte sich Morgan gefreut – viele Menschen werden das von ihren eigenen Tieren kennen, die sich ganz motiviert auf ein Spiel mit Artgenossen freuen. Morgan ist in der Orcagruppe hervorragend sozialisiert und als Teil der Gruppe spielt sie natürlich gerne mit ihren Artegnossen – wie jedes andere Gruppenmitglied auch.

Dann wird behauptet: „In Freiheit schwimmen Orcas über 150 Kilometer pro Tag.“ Das ist schlicht, so generalisiert ausgedrückt, falsch. Es gibt die so genannte transiente Form der Orcas, die weite Strecken zurücklegt. Orcas in Menschenobhut aber gehören zur residenten Form der Schwertwale. Die mittlere Schwimmgeschwindigkeit der Schwertwale vor British Columbia beträgt rund 5 km/h (Kruse 1991). Wenn diese Tiere 24 Stunden lang durchschwämmen, kämen sie theoretisch auf 120 km pro Tag. Aber kein residenter Orca schwimmt 24 Stunden mit dieser Geschwindigkeit durch. Man hat grob 5 Aktivitäten, die wilde Orcas, die man durch Beobachtungen im Freiland, meist tagsüber, identifizieren können: Nahrungssuche (etwa zwei Drittel des beobachteten Zeitraums), Travelling (weniger als 5%), Beach-Rubbing (weniger als 5%), Ruhen (rund 13% des Tages) und Sozialisieren (rund 12% des Tages) (Ford, 1989).Bei den letzten beiden Aktivitäten schwimmen die Tiere weniger als 3 km/h, wenn sich ein Orca am Strand rubbelt, wir gar keine signifikante Strecke zurückgelegt. 150 Kilometer sind also illusorisch. Beim Schwertwal Keiko, dessen Auswilderungsversuch leider kläglich scheiterte, wurde eine Geschwindigkeit von rund 72 Kilometer pro Tag erfasst. Das ist weniger als die Hälfte von PETAs Zahl. Man sieht auch daran die Manipulation.

„Orcas treiben lustlos im Wasser“

Garniert wird diese falsche Behauptung mit einem Bild auf dem Keto einen Artgenossen in einem anderen Becken beobachtet. Von lustlos keine Spur – er ist am anderen Tier interessiert und beobachtet es. Jeder, der tatsächlich im Loro Parque war, hat auch gesehen, dass die Tiere nämlich nicht lustlos im Wasser treiben, sondern sie miteinander interagieren, spielen, trainieren und auch andere Aktivitäten durchführen, die auch wilde Orcas zeigen. Deswegen will PETA auch nicht, dass man den Loro Parque besucht, damit man diesen Punkt nicht widerlegen kann, was man sofort könnte, wenn man vor Ort gewesen wäre.

Völlig zusammenhanglos kommt man auf die Rückenflosse zu sprechen, die bei einem Tier im Loro Parque, dem ältesten Orca-Männchen, abgeknickt ist, wie man dann auch auf dem Foto sieht. Das passiert in der Wildbahn genauso und macht keinerlei Aussage über das Wohlbefinden des Tieres.

 

„Um Nahrung zu bekommen, müssen die Orcas stupide Tricks vorführen“

Das ist glatt gelogen! Jeder weiß: Die Tiere bekommen, in einem modernen Zoo wie Loro Parque, ihre Tagesration immer – ganz unabhängig davon, ob sie am Training teilnehmen oder nicht. Jeder Morgen beginnt mit einem Frühstück, bei dem die Tiere einfach nur Fisch bekommen, bevor die eigentliche Aktivität und das Training beginnt. Wer denkt, dass man hungrige Delfine trainieren könnte, hat keinerlei Erfahrung mit dem Training der Tiere. Bereits während 1960er Jahre ist diese Erkenntnis, dass Delfine (und Orcas sind auch Delfine) nicht über Futterentzug trainiert werden können, bekannt. Kein moderner Zoo macht das auch.

Im Loro Parque gibt es ganze Trainingssessions, die völlig ohne die Gabe von Futter funktionieren. Das zeigt schon wieder den laienhaften Zugang PETAs zum Thema.

Warum machen die Tiere beim Training mit? Es ist sowohl Spaß am spielerischen Verhalten, als auch ihre besondere Beziehung zum Trainer. Außerdem ist für mindestens zwei Walarten beschrieben, dass es zum Ausstoß von Glückshormonen kommt. Orcas werden nach dem gleichen System trainiert.

 

„„Killerwale“ mit kaputten Zähnen“

Die Zähne der Orcas im Loro Parque sind genauso „kaputt“ wie die ihrer wilden Artgenossen in der Natur. Unabhängige Veterinäre, die die Gesundheit der Tiere beobachten, haben darin auch nie ein Problem gesehen. Orcas erforschen ihre Umwelt nun mal mit dem Mund, hauptsächlich mit der Zunge und den Zähnen, weil sie keine Hände haben und die Flipper nicht zum Tasten sind. Dadurch nutzen sich die Zähne eben auch ab. In der Wildbahn teils sogar so stark, dass sie bis auf den Zahnfleischrand abgerieben sind.

„Weil die intelligenten Tiere nichts zu tun haben, kauen sie neurotisch an den Beckenwänden.“, behauptet PETA. Das passiert aber gar nicht. Natürlich erforschen die Tiere auch mal die Ränder, aber das hat nichts mit Neurosen zu tun und schon gar nicht tun es die Tiere ständig. Vor und nach der Show kann man die Tiere im Loro Parque beobachten und man wird, wenn überhaupt, nur ausnahmsweise einmal, solch ein Verhalten beobachten können.

Mehr über dieses Thema kann man hier lesen.

„Orca-Mädchen Morgan wird nicht ausgewildert“

Das kann man nicht dem Loro Parque vorwerfen, denn das wurde von den höchsten gerichtlichen Instanzen der Niederlande, in deren Besitz Morgan ist, so entschieden. Dies geschah im Interesse des Tierschutzes aus gutem Grunde: durch ihre starke Hörbehinderung ist sie nicht überlebensfähig.

Die Abschlussbehauptung PETAs ist: „Orcas gehören ins Meer und nicht in Gefangenschaft! Loro Parque, Marineland und SeaWorld ignorieren das Leid der Tiere und zeigen damit, dass ihnen das Wohl der Tiere, die sie einsperren, nicht am Herzen liegt.“

Im Loro Parque leidet kein Tier und es lebt dort kein Orca, der eine Chance hätte, in der Natur zu überleben. Sie sind auch nicht eingesperrt, sondern werden gehalten wie viele andere Zootiere auch. Sie leiden nicht, wie SEPRONA, die höchste spanische Instanz in diesen Fragen, feststellte – ein Ergebnis, das PETA auch kennt. Somit löst sich auch die hanebüchene Behauptung, dass den Leuten im Loro Parque das Wohl der Tiere nicht am Herzen liegen würde, völlig in Bedeutungslosigkeit auf.

Mehr zum Fall Morgan, findet man hier und hier.

 

Hintergrund der Kampagne

PETA hetzt immer mal wieder gegen Loro Parque, weil sie mit dem bekannten Namen Aufmerksamkeit generieren wollen, um um Spenden zu betteln, denn damit schließt der Artikel.

Aber: nur 10% dieser Spenden gehen in das, was PETA „karitativen Tierschutz“ nennt. Der blumige Begriff bezeichnet auch das Tötungstierheim der Tierrechtsorganisation, wo über 80% der aufgenommenen Tiere einen schnellen Tod erfahren, weil es eben in den USA erlaubt ist, Tiere nach Gutdünken einzuschläfern. Das macht sich PETA zu Nutze und entledigt sich „lästiger“ zu versorgender Tiere auf diese tierschutzwidrige Art und Weise. PETA tritt eben nicht der No-Kill-Bewegung bei, wo nur Tiere nach strengster medizinischer Indikation eingeschläfert werden – so ähnlich wie es in Deutschland ist.

PETA möchte, dass „keine Freizeitparks oder Zoos, die Meeressäuger in Gefangenschaft halten“ besucht werden. Und dies auch aus reinem Selbstschutz, denn, wer moderne Zoos mit zum Beispiel Seelöwen, Seekühen, Schweinswalen oder Delfinen besucht, wird sehen, dass es diesen Tieren dort gut geht. Und wenn er es nicht erkennt, dann erfährt er es durch unabhängige Prüfungen dieser Einrichtungen.

Loro Parque wird ständig besucht von solchen Prüfern – von Wissenschaftlern, über Tiermediziner, unabhängigen Experten bis hin zu Regierungsbehörden. Keiner hat je die Orcahaltung beanstandet. Viel mehr noch: die Wissenschaft ist auf der Seite des Loro Parque, denn jüngst haben sich 80 Wissenschaftler, die überwiegende Mehrheit davon komplett unabhängig, für die moderne und artgemäße Haltung von Meeressäugern ausgesprochen.

PETA geht es bekanntlich wohl nicht um Wissenschaft oder Natur- und Tierschutz! Vielmehr geht es PETA um die Verbreitung von Ideologien, die keineswegs dem Wohl der Tiere, aber, „dank“ der so gewonnenen Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde, sehr wohl teuren Werbemanagern und Juristen zu Gute kommt.

 

VIVA Canarias – Stiftung Loro Parque

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Original Artikel: VIVA Canarias – Stiftung Loro Parque

Es war ein ‚normaler‘ Montag einer wie immer stressigen Redaktionsschlusswoche, als ich unverhofft eine formale Einladung erhielt, die Loro Parque Stiftung kennenzulernen sowie hinter die Kulissen der verschiedenen Arbeitsbereiche dieses gigantischen Tierparks blicken zu können. Wie interessant es werden würde, das konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht vorstellen. Aber immerhin besuchen über zwei Millionen Menschen den Loro Parque jährlich, also um das Zehnfache als das meistbesuchte Museum auf Ganaria (Kolumbushaus). Ich möchte Sie jetzt nicht mit einer Menge Fakten überladen, sondern in diesem ersten Teil – soviel nehme ich vorweg – einladen, mich auf dieser zweitägige Tour zu begleiten.

Donnerstag sollte es los gehen und so verschob ich alle Termine, die ursprünglich an diesen beiden Tagen hätten stattfinden sollen. Nur meinen Fotografen konnte ich nicht frei bekommen, denn ich hatte ihn auf Bitten von Gran Canaria Natural (Abteilung der Inselregierung) schon ‚verkauft‘. Der Konzern Loro Parque hat sicher einige Fotos im Fundus. Ich beschloss also, dass mein Hirn und meine Aufmerksamkeit reichen müssen und beschloss diese Tour alleine zu machen.

TREFFPUNKT: POEMA DEL MAR

Vielleicht haben Sie es schon gehört, dass Loro Parque derzeit in Las Palmas riesiges Aquarium bauen lässt, das den poetischen Namen „Poema del Mar“ trägt und sicher eines der Touristenattraktionen der Stadt werden wird. Dort war der Treffpunkt und ich parkte mein Auto im Einkaufszentrum El Muelle nebenan (präge mir die Parknummer ein, denn ansonsten ist nachher stundenlanges Suchen angesagt).

Ich hetze zum Gebäude, ein kurzer und bestimmender Pfiff zwingt meinen Blick nach rechts, wo eine Dame neben einem kleinen Bus steht und winkt. Ich sehe mich um und nachdem sich hier niemand außer mir befindet, muss wohl ich gemeint sein. Überaus freundlich werde ich von Señora Begoña Vera Guanche begrüßt, die Presse- und Kommunikationskoordinatorin auf Gran Canaria (ihr Pendant auf Teneriffa heißt Natalia).

Ich nahm in der ersten Reihe im Bus Platz und binnen weniger Minuten kamen die anderen Teilnehmer, cool, zielstrebig und selbstbewusst (während meines immer kleiner wurde). Viele kannten sich untereinander und begrüßten sich überschwänglich.

DIE GLORREICHEN ZWÖLF

Zwölf Pressevertreter waren wir und vertreten war das ‚Who is Who‘ der spanischen bzw. kanarischen Presseszene, wie z. B. EFE (die spanische Presseagentur), die größten Tageszeitungen Canarias 7 und La Provincia, zwei TV-Sender eine Online-Redaktion etc. Jetzt stieg mein Selbstbewusstsein wieder, denn ich war das einzige nicht spanisch-sprachige Medium, das mit diesem illustren Kreis mit durfte.

Nur eines bereitete mir Bauchweh, denn ich merkte, dass weitere Teammitglieder (sprich die Kameraleute und Fotografen) von anderen Inseln direkt in Teneriffa dazu stoßen werden. Und ich ‚arme kleine Viva‘ war mit nichts bewaffnet außer mit meinem Notizblock. Ich fragte im Flüsterton Begoña, ob ich ein paar Fotos aus ihrem Loro Parque Fundus erhalten könnte, da mein Fotograf anderweitig verbucht war. Das sei überhaupt kein Problem (sie managte an diesen beiden Tagen alles wie ein Profi und es gab aber auch wirklich nichts, dass sie aus der Ruhe bringen konnte. Sie lächelte und machte) ie dass ist kein Problem, sie kümmert sich gleich darum (und ich rutschte ein wenig tiefer in meinen Sitz).

Es ging los und kurze Zeit später waren wir am Flughafen Gando angelangt. Wir wurden fast durchgeschleust, mein bisher schnellstes Check-In (mir fielen die neugierigen Blicke der anderen Flughafenpassagiere auf, die uns beobachteten während wir schnellen Schrittes mit allerlei technischem Equipment an ihnen vorbei marschierten). Der Flug verging wie im Nu und schon waren wir im schönen Teneriffa. Mir stachen sofort die dicht bewachsenen Berghänge ins Auge und während der kurzen Fahrt nach Puerto de la Cruz saugte ich die Gegend auf. Ein besonderer Augenschmaus war natürlich der Teide, der imposant das Umfeld überragte und auch die anderen Teilnehmer zu fesseln schien. Ansonsten war es lebhaft im Bus und alle unterhielten sich kreuz und quer. Journalisten müssen wohl kommunikativ sein, sonst wären sie wahrscheinlich eine Fehlbesetzung.

STIL AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Mir blieb fast die Spucke weg (verzeihen Sie diese Formulierung) als ich sah, in welchem Hotel man uns einquartierte. Es ist das Beste Haus auf Teneriffa, das einzige, das mit einem Gran Lujo ausgezeichnet wurde – quasi fünf Sterne Plus.

Das Hotel Botanico & The Oriental Spa Garden liegt in Puerto de la Cruz. Es zu beschreiben würde den Rahmen sprengen und es verdient eine eigene Story. Ich war schon in vielen guten Häusern, aber dieses hatte ein außergewöhnlich hohes Niveau und einfach Stil. Im Zimmer lag auf dem Bett sogar ein handgeschriebener (!) Willkommensbrief der Hoteldirektion. Dort merkte ich auch, dass ich bei all dem Stress auf Gran Canaria einiges vergessen hatte – das größte Malheur war aber, dass meine Augengläser auch nicht dabei waren. Halbblind wie ein Maulwurf muss ich also umso mehr aufpassen und sicherheitshalber mit dem Handy alles abfotografieren, damit ich es mir dann vergrößern kann. Flexibilität ist mein zweiter Vorname…

CHRISTOPH KIESSLING, PRÄSIDENT DER LORO PARQUE FUNDACIÓN: 17 Millionen Dollar in Projekte in 30 Ländern

Präsident der Fundación Loro Parque und Viz-Präsident des Parks Trip Advisor attestiert dem Loro Parque, der beste Europas zu sein und die Nummer Zwei weltweit. Darauf kann man mehr als Stolz sein. Gegründet hat den Zoo der Deutsche Wolfgang Kiessling bereits im Jahr 1972. Und es war sehr herausfordernd als Ausländer, der zwar perfekt französisch sprach, dafür kein Wort spanisch, seine Ideen umzusetzen. Ich war schon gespannt auf seinen Sohn Christoph Kiessling, Präsident der Loro Parque Fundación und Vize-Präsident des Loro Parque.

Die Arbeit der Stiftung war das Hauptanliegen für diese Einladung an die Presse und ehrlicherweise musste ich gestehen, dass ich davor noch nie von dieser Fundación gehört habe. Wie wichtig Herrn Kiessling die Stiftung ist, bewies er, dass er uns an beiden Tagen begleitete. Es war eine wertvolle Bereicherung und er gab immer wieder interessante Einblicke und Hintergrundinformationen, aber auch einige amüsante Anekdoten, von sich gab. Die spanische Delegation war schier sprachlos, denn uns ist durch die Reportagen im TV ja schon einiges Bekannt aber die Spanier wusste gar nicht, welch wichtige Rolle die Arbeit der Loro Park Stiftung auf internationalem Terrain vollbringt.

KNIGGE SAMT FAKTEN

Wir finden uns alle pünktlich im Präsentationsraum des Hotels ein. Christoph Kiessling muss sich nicht beweisen. Das ist wohl Jedem von uns klar. Er erscheint tiefsinnig, ambitioniert und interessiert. Er hat Knigge nicht gelesen, sondern sich verinnerlicht, ohne an Bodenständigkeit und Lockerheit zu verlieren. Sein Auftreten ist klarerweise selbstbewusst, aber nicht abgehoben. Elegantes Business Casual würde ich sein Outfit beschreiben, Jeans mit marinefarbenem Sakko und trendiges Shirt… ein interessanter Mix. „Das Fenster, das die einzigartige Schönheit unter Wasser zeigt“, das möchte Loro Parque mit seinem neuen Projekt „Poemas del Mar“ in Las Palmas realisieren. Und wenn nur ein Teil der Professionalität und Kreativität dieser „Macher-Familie“ umgesetzt wird, dann können wir davon ausgehen, dass es auch gelingen wird.

WACHSEN MIT BEDACHT

Das Unternehmen wurde 1972 gegründet und Herr Christoph Kiessling beginnt gleich mit einer Anekdote über die Gründung des Loro Parque. Wolfgang Kiessling wollte einen Safaripark mit Löwen und Tiger realisieren, alles was man sich in einem afrikanischen Dschungel so vorstellt. Also ging er zu seinem Vater, um für das Startkapital zu erbitten. Dieser hörte seinen Sohn interessiert zu und fragte: „Was essen denn Löwen? Wieviel kostet die Verpflegung etc.?“ Einige solcher Fragen später ging der Sohn in sich und überdachte alles. Er griff die Idee auf einen Papageienzoo zu machen und startete mit 120 Exemplaren auf einem Terrain von 13.000 Quadratmetern. Das hat er sich damals wohl nicht vorstellen können, welche Dimensionen diese damalige Idee einmal einnehmen wird. Heute ist der Park zehn Mal so groß und verfügt über 4.000 Exemplare (350 Spezies), neben weiteren Tieren… Das geschah nicht von heute auf morgen. Die Erweiterungen wurden sukzessive gemacht und so wie das Unternehmen Geld erwirtschaftete, wurde es für reinvestiert. Der Zoo – das ist eine andere Geschichte.

TRANSPARENZ SCHAFFT WISSEN UND RESPEKT

Transparenz schafft Wissen und das widerrum Respekt für die Tiere. In vielen Bereichen arbeiten die Teams und Fachleute quasi vor den Augen der Besucher, so wie beispielseise in der Veterinärabteilung. Man kann ihnen durch eine Glasscheibe zusehen.

Beeindruckende Fakten: Der Loro Parque ist Weltführer im Artenschutz von Papageienvögel (Ordnung der Psittaciformes). Im September fand die III Internationale „Parrot Convention“ statt, bei der Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt kamen. Das Wissen der Fachkräfte ist gefragt, denn sie kennen die Tiere wie ihre Westentasche und können mit wertvollen Hintergrundinformationen dienen. Der Loro Parque verfügt über die größte Gendatenbank der Welt.

Die Stiftung hat 120 Projekte in über 30 Ländern und investierte 17 Millionen USD seit Beginn der Tätigkeit in diese Projekte. Artenschutz ist wichtiger, als wir (Laien) uns das vorstellen können. Stirbt eine Spezies aus, dann hat das mitunter für andere Arten eine existenzbedrohende Konsequenz und diese zieht immer größere Kreise, wenn die Biodiversität aus dem Gleichgewicht rutsch. Einige dieser Projekte wurden kurz umrissen und zeigen den enormen Erfolg, die die Stiftung sich auf die Fahne heften kann. Die Arbeit erfordert viel Einfühlungsvermögen und Sensibilisierung der Leute an vorderster Reihe (und auch eine große Portion Kreativität). Manche dieser extrem vom Aussterben bedrohten Arten schrumpften auf lediglich einige Dutzend Exemplare. In wenigen Jahren konnten die Populationen vergrößert werden. Zu einer ihre Erfolgsstorys zählt der in seiner Heimat ausgestorbene Spix-Ara im Jahr 2000. Der Weltbestand konnte von ein paar Dutzend Exemplaren auf mehr als 1000 gehoben werden. Ich werde Ihnen ein oder zwei dieser super interessanten Projekte gesondert vorstellen. Diese unterteilen sich in Projekte von Meeresbewohnern und jene an Land.

IN SITU – EX SITU

Wissenschaftliche Forschung unter kontrollierten und idealen Bedingungen für die Tiere, um mehr über sie zu erfahren (die Physiologie, Biologie, Toxikologie etc.). Diese Kenntnisse helfen den Erhalt sicherzustellen. Es gibt eine Art Kommunikationszonen, wo beispielsweise gerettete Tiere mit jenen, die in der Loro Parque Zuchtstation geboren sind, sich kennenlernen können. Ziel ist es schließlich, dass die in menschlicher Obhut gezüchteten Vögel eines Tages in die freie Natur entlassen werden können (Auswilderung). Die Arbeit der Loro Parque Stiftung ist international etabliert und inzwischen reichen Organisationen, Wissenschaftler, Länder etc. Anträge ein, welche um Unterstützung bitten. Nachdem ein Gremium entschieden hat welche Projekte realisiert werden, werden diese in die „ToDo“-Liste aufgenommen und mit erhalten den Status „in Arbeit“.

100% DER FINANZMITTEL FLIESST IN DIE PROJEKTE

Loro Parque ist der größte Sponsor mit über 2,5 Millionen Euro pro Jahr (10 Prozent der Eintrittskarten des Zoos gehen in die Stiftung). Weitere Unterstützer sind Lieferanten, Großkunden und Mitglieder der Stiftung. Zusätzlich generiert man Einnahmen durch den Verkauf von Merchandising Produkten.

Was mir besonders gefallen hat ist, dass 100 Prozent der Spendeneinnahmen die Stiftung in die Projekte investiert. Das bedeutet, dass alle administrativen Projektkosten (wie z. B. Kommunikationskosten, Büromaterialien etc.) zusätzlich vom Loro Parque getragen und nicht vom Geld der Stiftung abgezogen werden. (Anm. Das ist leider bei vielen anderen karitativen Organisationen ganz anders.) Wieso wird Geld benötigt? Weil es leider immer mehr vom Aussterben bedrohte Tierarten gibt, teilweise in kritischem Level. Mit dem Steigen der Anzahl der Projekte wachsen auch die benötigten Finanzmittel.

BEWUSSTSEINSBILDUNG SCHON BEI KINDERN

Die weltweite Sensibilisierung hinsichtlich der vom Aussterben bedrohten Arten ist das wichtigste Anliegen. Das zieht sich auch auf die Bereiche, wie beispielsweise Bedeutung von Biodiversität für Mensch und Tier, die Situation hinsichtlich der Rodungen der Wälder, und Themen wie Klimawandel, Übersäuerung der Ozeane, Plastikmüll in den Ozeanen, Überfischung, Wilderei etc.

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

Der Zoo ist Privat auf auf freiwilliger Basis werden die höchsten internationalen Standards erfüllt, wie z. B. die ISO 9000 und ISO 14001-Zertifizierung sowie EMAS. Sie haben zudem das Qualitätssiegel für Verantwortungsvollen Tourismus (Biosphere Responsible Tourism). Der Loro Parque sammelt Ehrungen wie andere Porzellanpuppen, man denke an den Prinz von Asturien Preis für die unternehmerische Spitzenleistung oder die Goldmedalle im Tourismussektor durch das spanische Wirtschaftsministerium etc. Wie Sie sehen können, war dieser Tag sehr ereignisreis und komprimiert hinsichtlich dem Informationsgehalt. Uns allen rauchten die Köpfe. Aus diesem Grund würde ich gerne einzelne repräsentative Themen herausnehmen, und Sie in unseren nächsten Ausgaben präsentieren. Übrigens können auch Sie die Loro Parque Stiftung unterstützung. Auf der Webseite finden Sie alle benötigten Informationen dazu. Initiierung von bewusstseinsbildenden Programmen, welche Gewohnheiten ändern (z. B. Müllvermeidung, Sparen von Strom, Wasser und Energie sowie den Anreiz nehmen Tiere als Souvenirs zu betrachten.

Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

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Original-Artikel: Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

Erschienen in The Biologist [63(5) p9]. Autor: James Borrell

Der Biologe und TEDx-Sprecher erklärt, warum Zoos für Natur- und Artenschutz von enormer Bedeutung sind.

Übersetzung der 8 Gründe:

  1. Es gibt 39 Tierarten, die derzeit von der IUCN als Ausgestorben in der Wildnis aufgeführt sind. Dies sind Arten, die völlig verschwunden wären, wenn es keine Vertreter in menschlicher Obhut auf der ganzen Welt geben würde, von denen viele in Zoos (oder bei Pflanzen: botanische Gärten) wohnen.
  2. Für Arten, deren Überleben in der Wildnis in Gefahr ist, bauen Zoos häufig Rückversicherungs-Populationen auf, in Menschenobhut lebende Gruppen von Tieren, die im schlimmsten Fall zur Wiedereinführung in die Wildnis beitragen könnten, sollte die ursprüngliche Population aussterben. Die Zoological Society of London, als Beispiel, hat an mehr als 160 dieser Programme.
  3. Auswilderungen. Es wird oft argumentiert, dass Zoos schlecht sind, weil so wenige Auswilderungen tatsächlich passieren. Ich würde behaupten, dass es nicht die Zoos sind, die schuld sind – eine Wiedereinführung kann nicht stattfinden, wenn der Grund, warum eine Spezies in erster Linie zum Aussterben getrieben wurde, nicht gelöst ist.
  4. Im Jahr 2014 besuchten 700 Millionen Menschen Zoos weltweit. Nicht alle Zoos engagieren sich gut, und in der Tat sind nicht alle Zoos gute Orte. Allerdings sicherlich erzeugt die Besucheranzahl eine Art von Verbindung mit der natürlichen Welt, die es anders nicht geben würde.
  5. Zoos sind ein lebendiges Museum. Was wir über wilde Tiere in Menschenobhut lernen, kann uns helfen, sie in freier Wildbahn zu managen und zu schützen – vom Verhalten des Tieres über die Fortpflanzungsrate bis hin zu den Ernährungsanforderungen.
  6. Zoos erwirtschaften Geld für die Zuchtbemühungen. Es ist schwierig, Menschen zu Schutzarbeit zu motivieren, die eine halbe Welt entfernt stattfindet. Aber durch die Möglichkeit, Tiere aus erster Hand zu erleben, können wir die Teilnahme an internationalen Naturschutzaktivitäten erhöhen.
  7. Hilfe bei Notfällen. Chytrid-Pilz hat sich als eine tödliche Bedrohung für die Amphibienpopulationen weltweit berausgestellt und 168 Arten sind in 20 Jahren ausgestorben. Auf Bedrohungen wie diese zu reagieren, ist sicher einer der größten Nutzen von Zoos auf der ganzen Welt. Viele haben spezielle Amphibienzentren eingerichtet und sind leisteten Pionierarbeit in Behandlungs- und Zuchtprogrammen.
  8. Sie erinnern uns daran, dass wir Erfolg haben können. Schutzarbeit ist voll von schlechten Nachrichten, aber bei vielen Gelegenheiten habe ich durch Glas oder Maschen eine Spezies gesehen, die schon nicht existieren würden. Für mich zumindest, erinnern uns Zoos, dass die Schutzarbeit funktioniert – wir brauchen nur mehr davon.

Loro Parque wildert eine auf Gran Canaria verletzt aufgefundene Meeresschildkröte aus, nachdem sie sich im Aquarium erholt hatte

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Die Loro Parque Fundación hat vor kurzem eine Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), nachdem sich im Aquarium des Zoos zwei Monate lang erholen konnte, wieder ausgewildert. Das Tier war zuvor an einem Strand in Gran Canaria mit einem Angelhaken im Hals aufgefunden und gerettet worden. Nach ihrer erfolgreichen Behandlung im Wildlife Recovery Center von Tafira entschieden die Experten, dass der beste Ort für die erfolgreiche Rehabilitation der Meersschildkröte und für ihre Vorbereitung auf die Wiederauswilderung im Meer der Loro Parque ist.

Während der Auswilderung am Strand von Punta Brava erklärten Pädagogen der Loro Parque Fundación und der Direktor des Wildlife Recovery Centers von Tafira, Pascual Calabuig, mehr als 100 Schülern der Primarstufe der Schule von Punta Brava die Bedeutung des Naturschutzes und die Gefährdung der Tierwelt durch Meersverschmutzung, zum Beispiel durch Plastikabfälle. Der mit Spannung erwartete Moment kam, als die Schüler Spalier standen, und die Schildkröte durch den zentralen Gang zu ihrem ersehnten Ziel kroch: dem Ozean..

Für die Umweltstiftung des Loro Parque ist die ethische Verantwortung moderner Zoos für Wildtiere in Not von elementarer Bedeutung. Loro Parque wird dieser Verantwortung durch seine Bereitschaft, Tiere, die eine vorübergehende Unterbringung benötigen, aufzunehmen und sie zu pflegen, gerecht. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen von besonderer Wichtigkeit.

Jährlich kommen mehr als 200 Meeresschildkröten in die Wildtierrettungszentren auf den Kanarischen Inseln, die meisten von ihnen aufgrund von Problemen, die sie bedingt durch die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf das Meer haben. Ein großer Teil der Tiere kann rehabilitiert und ins Meer zurückgesetzt werden. Die Loro Parque Fundación wird ihr Engagement für den Naturschutz und für die Sensibilisierung der Bevölkerung der kanarischen Inseln für den Umwelt- und Tierschutz auch weiterhin verstärken.

Im Loro Parque sind vier Felsenpinguine geschlüpft

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Die Pinguin-Kolonie des Loro Parque vergrößert sich um vier im Pinguinarium geschlüpfte Felsenpinguin-Küken. Die Küken erfreuen sich bester Gesundheit und entwickeln sich in der Pinguin-Aufzuchtstation prächtig. Sie sind am 4., 9., 12. und 15. Dezember geschlüpft, und blieben zunächst einige Tage lang im Inkubator. Sie werden mit einer besonderen Mischung aus Fischbrei mit Calcium-Zusatz in einem Anteil von 10% ihres Körpergewichts gefüttert.

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Etwa 2 Monate lang werden die Küken in der Aufzuchtstation des PlanetPenguin versorgt, wo die während der ersten Lebenswochen unabdingbare besondere Fürsorge erhalten. Danach beginnt der Integrationsprozess, während dem sie langsam an ihre neue Umgebung gewöhnt werden, um letztlich ganz in die Pinguingruppe integriert zu werden. In diesem Stadium ist das Geschlecht der Küken noch unbekannt, bis es schließlich mit Hilfe von Blutproben bestimmt wird.

Die Experten des Loro Parque versorgen die Vögel mit großem Sachverstand sowie mit Liebe und Respekt. Auf dieser Grundlage hat Loro Parque großartige Ergebnisse, denn es gelingt die Nachzucht aller hier gepflegten Meeresvögel (Humboldtpinguin, Königspinguin, Eselspinguin, Felsenpinguin und Atlantischer Papageientaucher). Den Bewohnern einer der besten Pinguin-Anlagen der Welt kommt eine Einrichtung zugute, die 12 Tonnen Schnee täglich produziert, die ein Filtersystem gegen mikrobiologische Luftverunreinigungen hat, und die für die optimale Reproduktion der Tiere ideale Bedingungen für Lichteinfall und Temperatur bietet.

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Dank des im polaren Ökosystem der Antarktis alljährlich im Frühjahr verfügbaren Nahrungsangebots bilden Pinguine riesige Kolonien, die aus hunderttausenden von Exemplaren bestehen. Leider ist dieser Nahrungsreichtum ernsthaft durch die Überfischung der Meere und durch den Klimawandel bedroht, der die Meeresströmungen negativ beeinflusst! Beispielsweise sind der beständige Schneefall und die Gletscher, auf denen die Pinguine gewöhnlich nisten, in großer Gefahr durch den vom Treibhauseffekt verursachten Klimawandel zu verschwinden. Diese Umstände sind eine ernste Gefahr für die Zukunft dieser erstaunlichen Vögel!

Deswegen engagiert sich Loro Parque als moderner Zoo dafür, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese Probleme zu fördern und die Naturschutzprojekte zu unterstützen. Gleichzeitig hat Loro Parque ein Umweltmanagementsystem realisiert, eine eigene Photovoltaik-Solarenergieanlage zur Gewinnung elektrischer Energie errichtet, fördert einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und setzt sich für den Schutz der natürlichen Lebensräume der Tiere ein.

Rockhopper-Babies im Loro Parque

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Original Artikel: http://zoos.media/medien-echo/rockhopper-babies-loro-parque/

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Seit Jahren hält der Loro Parque Felsenpinguine, die im Englischen den schönen Namen „Rockhopper“ tragen. Diese Tiere brauchen solche Aufmerksamkeit in Zoos, denn der Gesamtbestand der Art ist in den letzten 30 Jahren umd fast ein Drittel zurückgegangen. Moderne Zoos sind wichtige Akteure im Artenschutz im Lebensraum der Wildtiere selbst (in situ) und außerhalb (ex situ).

Es gibt etwa 80 in Europa gehaltene Exemplare, wovon etwa die Hälfte im Tiergarten Schönbrunn lebt, wo sie ebenfalls gezüchtet werden. Ebenso hält der Loro Parque diese Tiere seit Jahren und auch züchtet erfolgreich. Um die Aufzucht des Pinguinachwuchses des Zoos auch transparent zu zeigen, wurde in Planet Penguin eine spezielle Babystation eingerichtet wie es sie auch in der Animal Embassy für Papageien gibt. Die Besucher können hier sehen wie die Experten für die Tiere sorgen.

Das Futter, das sie bekommen ist speziell auf ihre Bedürfnisse, ihr Alter und ihr Gewicht abgestimmt und genügt höchste Qualitätsanforderungen. Es ist jahrlange Erfahrung von professionellen Pinguinhaltungen, die den Kleinen heute zugutekommt. Später dann sieht man die Tiere in der Eiswelt Antarcica der großen Pinguinariums, wo sie als Nahrung Fisch in Restaurantqualität bekommen.

Die Schneemaschinen des schneesichersten Flecken Erde auf Teneriffa produzieren 12 Tonnen Schnee an jedem Tag. Die Luft wird speziell gefiltert und die Lichtsituation genau an das natürliche Vorbild angepasst. Es gibt weltweit sehr wenige Installationen, die diese Qualität zuverlässig jeden Tag für Pinguine bereit stellen können.

Die Pfleger behandeln die Tiere mit viel Liebe und großen Respekt. Sie kümmern sich rührend um jedes Tier und versorgen es auf Basis neuster wissenschaftliche Erkenntnisse – das ist ein Kennzeichen jedes modernen Zoos.

Letzten September konnten wir ein Video von der besonderen Installation drehen, das wir auf Facebook veröffentlicht haben. Das das kann weiter unten auf dieser Seite entdecken. Darin sieht man auch den Felsenpinguinnachwuchs aus dem letzten Jahr. Darunter findet man dann ein aktuelles Video von der Versorgung des Loro Parque der Jungtiere.

Wichtige Botschafter ihres Lebensraumes

Der naturgetreue Nachbau des Lebenraumes hat neben dem Wohlbefinden seiner Bewohner auch noch einen edukativen Nutzen. Moderne Zoos zeigen ihre Tiere in Gehegen, die in erste Linie den Anforderungen der Tiere gerecht werden, aber auch einen Ausschnitt des natürlichen Lebensraumes darstellen. Aus diesem Grund bietet der Loro Parque für die Felsenpinguine auch speziell naturgetreue Felslandschaften, wo sich die Tiere gerne aufhalten und auch in den Brutbetrieb einsteigen.

Durch die Gemeinschaftshaltung mit Eselspinguinen, Zügelpinguinen und Königspinguinen in der antarktischen Installation, sind sie Botschafter eines hochgradig bedrohten Lebensraumes. Durch Einflussnahme des Menschen und den Wandel des Klimas stehen Polar-Zonen und ihre Bewohner generell vor großen Herausforderungen.

Die Heimat des Felsenpinguins, die von subtropischen bis zu subantarktisch Inseln reicht, muss geschützt werden, wenn sie nicht für immer verloren sein soll und von sämtlichen Tierarten entvölkert werden soll. Auch hier nehmen Zoos eine wichtige Rolle ein. Zoos auf der ganzen Welt zeigen deshalb immer wieder Vertreter dieses Lebensraumes und schützen verschiedenste Arten von Pinguinen aktiv.

Besonders schwer ist es für Zoos, Habitate zu bauen, die so ganz anders sind als das Klima, indem sie selbst erbaut sind. Aber einige Zoos scheuen hier weder Kosten noch Mühen, um so Millionen von Besuchern auch die Polarregionen zeigen zu können, denn diese sind vom Klimawandel mit am meisten betroffen und brauchen Aufmerksamkeit, die Zoos bieten können. So können selbst Urlauber, die eigentlich die Wärme suchen, noch für dem Schutz antarktischer Pinguine inspiriert werden.

Southern Resident Orcas stark bedroht

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Original Artikel: Southern Resident Orcas stark bedroht

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Einen im „Guardian“ erschienenen Artikel möchte ich zum Anlass nehmen, die Geschichte der Southern Residents nachzuvollziehen – sowohl an einem guten Beispiel in Menschenobhut als auch in der irreführenderweise als „Freiheit“ bezeichneten und von Menschen immer stärker bedrohten Natur.

Winston

Wir schreiben das Jahr 1970. Ein junger Orca, der später den Namen Winston tragen wird, von der Wildbahn in eine betreute Meeresbucht gebracht und von dort aus ins Seattle Marine Aquarium.

Er war mit Mitglied der unter dem Namen Southern Resident Killer Whales (kurz: SRKW) zusammengefassten Population. Insgesamt wurden dutzende Orcas aus dieser Population an Aquarien verkauft – unter anderem gehört auch die bekannte Lolita, die heute im Miami Seaquarium lebt, zu den Orcas, die dort zu dieser Zeit gefangen wurden.

Der Windsor Safari Park in Großbritannien meldete sich für den Kauf des Tieres. Unter dem Namen Ramu kam er der Orca in die Ausstellung. Er blieb dort sechs Jahre lang. Aus knapp vier Metern Länge wurden schnell knapp sechs – der Orca wurde für den Park in der Nähe von London zu groß, und die Haltung war nicht mehr tolerierbar.

Also nahm sich SeaWorld des Tieres an und in einer DC8 kam er es nach San Diego. Dort wurde der Orca in Winston umbenannt. 1978 hatte er dann die 6-Meter-Marke geknackt und wog knapp 3,5 Tonnen.

Man muss wissen, dass sich SeaWorld einiger Tiere annahm, die aus der SRKW-Population gefangen wurden, um sie vor schlechter Haltung oder dem Tod zu bewahren. Wir befanden uns damals in einem Orca-Boom und jeder wollte die Tiere halten, unterschätzte aber die Haltungsanforderungen der Tiere. Einzig SeaWorld, so kristallisierte sich bald heraus, hatte diese Aufgabe nicht unterschätzt und musste später viele Tiere aus Einrichtungen übernehmen, die sich übernommen hatten.

Mit Orcas gab es damals ein ähnliches Phänomen wie leider jedes Jahr an Weihnachten: da kaufen auch viele Leute neue Haustiere zum Verschenken und später merken sie dann, dass deren Pflege doch nicht so einfach ist, wie sie sich das vorgestellt hatten, und geben die Tiere ins Tierheim.

SeaWorld wurde so zum „Tierheim“ für Orcas und hatte die Tiere nicht nur unterzubringen, sondern auch mit den Problemen dieser Tiere zu kämpfen, die aus inadäquater Unterbringung und Fürsorge resultierten.

Winston war jahrelang in England schlecht trainiert worden und in einem nicht artgemäßen Becken gehalten worden. Erst mit der ‚head in mouth‘-Methode (ja, das ist buchstäblich genau das, wonach es sich anhört) konnten dem Tier Vertrauenserfahrungen gegeben werden. Es ist erst den Experten in SeaWorld gelungen aus einem unsteten, frustrierten und deshalb teils aggressiven Tier, einen Orca zu machen, der artgemäße Haltung erfuhr und umgänglich wurde. Es war ähnlich wie bei einem Hund, der jahrelang schlechte Haltung und schlechtes Training erfuhr und dann endlich in Expertenhand ein gutes Leben geschenkt bekommt.

Heutzutage wird SeaWorld von Anti-Delfinarien-Aktivisten gerne vorgeworfen viele Tiere der SRKW in seiner Obhut gehabt zu haben und deshalb die schlechte Situation der Wildpopulation ausgelöst zu haben. Das ist aber genauso als würde man die deutschen Tierheime für die Problematik der Weihnachtsgeschenk-Haustiere verantwortlich machen: man verwechselt Ursache und Lösung.

In SeaWorld entwickelte sich Winston prächtig. Er wurde Teil des Pods und vermehrte sich erfolgreich. Seine erste Tochter Kalina (*1985) war auch zugleich die erste erfolgreiche Orca-Aufzucht in Menschenobhut. Ein Jahr später starb Winston an einem chronischen Herzfehler und konnte seinen Nachwuchs nicht aufwachsen sehen.

Kalina hatte dafür aber eine tolle Beziehung zu ihrer Mutter Katina, die noch heute in SeaWorld Orlando lebt und schon mehr als 40 Jahre alt ist. Sie brachte 1988 Katerina zur Welt. 1990 kam die von ihrer Mutter schon längst entwöhnte Kalina nach SeaWorld Auroa und danach nach San Antonio. Dort traf sie Kotar, den sie schon aus Orlando kannte.

Er war ein stattlicher Orcabulle und aus ihrem Zusammensein resultierte unter anderem Keto, der heute im Loro Parque lebt und seinerseits auch schon für Nachwuchs sorgte. Er stammt von den Southern Residents ab und ist nun Botschafter für seine Art und ihres Lebensraums.

Loro Parque begeistert die naturentfremdeten Menschenfür die Orcas und informiert sie in edukativen Angeboten über die Situation der Orcas auf der ganzen Welt. Geographisch naheliegend liegt der Hauptfokus der Loro Parque Stiftung aktuell besonders auf dem Schutz der gefährdeten Orcapopulation um Gibraltar.

Öl versus Orcas

Den Orcas der SRKW-Population, die in der Natur blieben, sowie ihren Nachkommen, erging es leider nicht gut. Während Keto heute von der hervorragenden Wasserqualität in OrcaOcean profitiert, sind seine Verwandten die durch die lokale Chemieindustrie weltweit am meisten mit Schadstoffen kontaminierten Meeressäuger, leiden unter menschengemachtem Lärm im Meer und durch Überfischung an einem Mangel an Nahrung.

Nun soll ihr Lebensraum durch eine Expansion der Öl-Pipeline um etwa 1.000 Kilometer von Alberte zur Küstenlinie von Vancouver noch mehr beeinträchtig werden.

Die Population der SRKW ist sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Canada als bedroht anerkannt, und man muss jetzt leider für diese Tiere schwarz sehen:

„Eine Genehmigung für das [Pipeline-]Projekt ist auch eine Genehmigung für das Aussterben der Population. Niemand bestreitet es. Niemand sagt, das ist nicht richtig. Es wurde akzeptiert.“ – Ross Dixon (Raincoast Conservation Foundation) im Guardian Orcas sind zwar global nicht bedroht, aber diese Population ist es sehr wohl. Deshalb ist die Behauptung von Tierrechtlern so gefährlich, wenn Sie sagen, es bräuchte keine Botschafter von Tieren in Menschenobhut.

Das Pikante daran: Viele Aktivisten, die gegen Delfinarien aufbegehren, kümmern sich nach eigenen Angaben genau um diese Population der Southern Residents. So zum Beispiel Ken Balcomb , der die Delfinariengegner-Industrie offenbar lieber fleißig unterstützte, als seine Hausaufgaben zu machen: er verbreitete anscheinend lieber Desinformationen, statt an der Bedrohungssituation etwas zu ändern.

Die Probleme der Population existieren schließlich nicht seit gestern. Balcomb hat aber aus rein ideologischen Gründen die Fäden zu dem wichtigen Forschungszweig und der Naturschutzsensibilisierung in Menschenobhut gekappt und SeaWorld die Schuld an den geschilderten Fangaktionen gegeben, obgleich gerade SeaWorld für die Langzeitfolgen damaliger Fehler aufkam und den Tieren und deren Nachkommen ein artgemäßes Leben bot. Hingegen blieb Balcombs Forschungsarbeit mehr als defizitär.

Im Mai 2015 gründete SeaWorld mit der The National Fish and Wildlife Foundation das Killer Whale Research and Conservation Program (KWRCP), das die Arbeit macht, die der Anti-Delfinarien-Aktivist Balcomb anscheinend offensichtlich in 40 Jahren mit seinem „Centre of Whale Research“ nicht zu Stande brachte: Grundlagenarbeit wie Studien zur Nahrungsverfügbarkeit, Habitatqualität und Standartprotokolle für das Monitoring der Tiere.

So wurde etwa als erste Maßnahme eine Studie zur Schadstoffweitergabe in der Muttermilch realisiert – eine Forschung, die nur in menschenobhut überhaupt möglich ist. Leider werden Studien zur Reproduktionsbiologie von Orcas in SeaWorld in Zukunft nicht mehr möglich sein, da Balcomb und seine Aktivisten-Kollegen solchen irrationalen Druck ausübten, so dass SeaWorld in einer falschen, tierbedürfnisverachtenden und nicht artgemäßen Entscheidung, einen Zuchtstopp für Orcas implementierte.

So hat Balcomb es nicht nur versäumt, selbst wichtige Studien und Aktionen selbst durchzuführen, sondern seine Zeit und Arbeit darin investiert zu verhindern, dass es in Amerika auch jemand anderes kann. Feldforschung und Forschung in Menschenobhut gehören untrennbar zusammen, wenn man erfolgreich Artenschutzarbeit betreiben will.

Aktivisten empfanden Blacombs Weg als den richtigen und zukunftsweisenden. Das Versagen dieses Weges wird immer mehr offenkundig. Nach Vissers Versagen bei der tiergerechten Versorgung eines gestrandeten Orca- Kalbes ist es nun das zweite Mal in diesem Jahr, dass deutlich wird, dass die von Delfinariengegner als richtig propagierten Wege und die als wichtig propagierten angeblichen Experten, diese Lobhudeleien gar nicht einlösen und stattdessen scheitern, wenn es mal wirklich ernst wird. Es zeigt sich, dass ihre angeblich besseren Wege keine solchen sind.

Auch Joel Manby, der CEO von SeaWorld, wird dies einsehen müssen, wenn er SeaWorld in die Position bringen will, den Southern Residents im Sinne des Naturschutzes wirklich zu nützen. Solange aber die Aktivisten vor Ort lieber einen Streifzug gegen moderne Delfinarien führen, als sich um die realen Probleme der Orcas zu kümmern, wird die Population der SRKW vor die Hunde gehen oder tragischerweise zutreffender: im Öl versinken.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel Zitieren möchte ich an dieser Stelle die Worte von Mark Simmons:

„If there is any hope of sustaining a species and its habitat, implementing effective preservation, it will be born of the absolute union between zoological and wild animal sciences, not their division, and most certainly not from the exclusion of zoological experience.“ | „Wenn es irgendeine Hoffnung darauf gibt eine Art und ihren Lebensraum zu erhalten bzw. effektiv zu bewahren, erwächst diese aus einer absoluten Einheit von Wissenschaft in Zoos und in der Natur, nicht aus ihrer Trennung und ganz sicher nicht aus dem Ausschluss der zoologischen Erfahrung.“ – Mark Simmons in Killing Keiko The Book, S. 386 Dies gilt auch für die Population der Southern Residents, die zwar keine eigene Art darstellt, aber genetisch durchaus besonders und einzigartig ist, und natürlich auch deren Habitat. Menschen wie Balcomb, die diese Disziplinen spalten und mit dem modernen Zoo einen wichtigen Partner sogar gänzlich beseitigen wollen, sind eine Gefahr für das Überleben von Arten wie der Fall der Southern Residents zeigt.

Populismus und der Hass Einzelner hat Gruppen, die im Interesse des Gemeinwohls zusammenarbeiten sollten, schon immer gespalten und genau das hat „Blackfish“ und die Anti-SeaWorld-Kampagne, an denen Balcomb mitgearbeitet hat, getan; es war eine Kampagne wie Trumps Wahlkampf – voll von Populismus und Hass gegen andere und postfaktisch geführt.

Ohne eine starke Zusammenarbeit zwischen wichtiger und fundierter Feldforschung und einer starken Forschung in artgemäßer Menschenobhut sind die Southern Residents wie auch andere gefährdete Tierpopulationen dem Untergang geweiht.

Durch die Abschaffung einer artgemäßen Haltung solch charismatischer Tiere in Menschenobhut in den USA durch Balcomb und Manby, wobei der CEO von SeaWorld der entscheidende und, biologisch ausgedrückt, der limitierende Faktor dieses Multifaktorensystems war, wurde auch die reelle Chance des Überlebens der SRKWs zerstört, denn der eine Forschungszweig kann ohne den anderen keine effektive Naturschutzarbeit leisten. Leider werden die Southern Residents wohl nicht die letzte Population sein, die darunter leiden wird.