Loro Parque begrüßt den IUCN-Report, der bestätigt, dass die Zucht in menschlicher Obhut die Hoffnung für die Rettung vieler Walarten ist

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Ein neuer Bericht, der Anfang Oktober von der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) veröffentlicht wurde, unterstreicht die dringende Notwendigkeit, praktische, wissenschaftlich untermauerte und wirksame Lösungen zu definieren und umzusetzen, um den Walpopulationen zu helfen. Diese gehen rapide zurück, hauptsächlich als Folge von Beifang und anderen Faktoren, die alle menschengemacht sind. Unter diesen Lösungen ist die enorme Bedeutung von Zuchtprogrammen für Wale und Delfine in menschlicher Obhut für die Erhaltung von Walpopulationen in der Natur besonders hervorzuheben.

Loro Parque begrüßt diese neuen Aussagen der führenden Experten für die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf internationaler Ebene und möchte in diesem Sinne den großen Widerspruch zu der jüngsten Initiative in Frankreich hervorheben, die die Haltung von Walen und Delfinen in spezialisierten zoologischen Einrichtungen des Landes verbieten will. Eine Initiative, die in der Luft hing – wahrscheinlich seit einigen langen Monaten – und die uns im Loro Parque dazu veranlasst hat, die Weisheit der Mitglieder des französischen Parlaments zu feiern.

Es ist kaum zu glauben, dass gerade jetzt, wo die größte Naturschutzorganisation der Welt, die IUCN, die Bedeutung und Notwendigkeit der Zucht von Cetaceen in menschlicher Obhut zur Rettung gefährdeter Delfine erkennt, ein Land wie Frankreich versucht, Delfinarien abzuschaffen. In Delfinarien arbeiten die Experten, hier gibt es geeignete Einrichtungen und auch die notwendigen wissenschaftlichen Kenntnisse, um Wale und Delfine in menschlicher Obhut halten zu können. Durch den Versuch, Delfinarien zu verbieten, hat Frankreich sich in die unangenehme Lage gebracht, sich gegen die Meinung der führenden Experten für die Erhaltung der Biodiversität zu stellen, und dies als eines der fortschrittlichsten und demokratischsten Länder Europas.

Es war bereits klar, dass die Initiative zum Verbot von Zoos und Delfinarien aus Gründen des Tierschutzes nicht von der Wissenschaft unterstützt wird, aber jetzt wird zudem aufgezeigt, dass sie dem Erhalt der Biodiversität und dem Naturschutz entgegenwirkt. Und all dies trotz des Umstands, dass nach den jüngsten UN-Berichten mehr als 1.000.000 Arten auf der Welt potentiell von der Ausrottung bedroht sind. Diese populistische politische Initiative, die unter dem Druck von radikalen französischen Anti-Zoo-Lobbys erfolgt, erweist sich daher als fehlgeleiteter und bedauerlicherweise als kontraproduktiver denn je zuvor.

Darüber hinaus bringt Loro Parque seine uneingeschränkte Zustimmung zu den Schlussfolgerungen des Berichts zum Ausdruck, der unter anderem hervorhebt, dass die Ausrottung des Chinesischen Flussdelfins oder Baiji im Jahr 2006 durch die rechtzeitige Aufnahme entsprechender Artenschutzprogramme für diese Art in menschlicher Obhut hätte vermieden werden können, Ohne diese Maßnahmen und angesichts der Bedrohungen wie dem Verlust des Lebensraums, Beifang und Kollisionen mit Booten – die alle vom Menschen verursacht werden – war das Schicksal der Art besiegelt und führte schließlich zu ihrer vollständigen Ausrottung.

Ein weiteres Beispiel, das dem gleichen Muster folgt und im IUCN-Bericht ausdrücklich erwähnt wird, ist die Situation des mexikanischen Vaquita (Phocoena sinus), einem Schweinswal, der ausschließlich im oberen Golf von Kalifornien vorkommt und bald aussterben wird, wenn der illegale Fischfang nicht eingestellt wird, dem der Vaquita wahllos zum Opfer fällt, wenn er sich in Fischernetzen verfängt. Bescheidene Versuche von Forschern, einige wenige Exemplare mit dem Ziel zu fangen, ein Zuchtprogramm in menschlicher Obhut einzurichten, waren nicht erfolgreich, hauptsächlich aufgrund des Drucks von Anti-Zoo-Organisationen.

In diesem Sinne unterstützt der Loro Parque diesen Bericht der IUCN uneingeschränkt und bestätigt erneut, dass er sein Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der natürlichen Lebensräume fortsetzen und damit seine Rolle als eine wahre Botschaft der Tierwelt erfüllen wird.

Vollständigen Bericht herunterladen

Es gab keine Einigung über den Gesetzenwurf des abgeordneten Villani, der unter anderem die Abschaffung von Delfinarien und Zoos beinhaltete

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Der Gesetzesentwurf des Abgeordneten Cédric Villani (Mitglied der Fraktion für Ökologie, Demokratie und Solidarität, EDS) zum Tierschutz ist in der öffentlichen Sitzung vom vergangenen Donnerstag, den 8. Oktober, nicht verabschiedet worden.

Die französischen Abgeordneten fanden keinen Konsens, und als gegen Mitternacht noch immer keine Einigung zustande kam, konnte (mit Ausnahme des ersten Artikels) über den Text (der bereits im Wirtschaftsausschuss der Nationalversammlung weitgehend abgeändert worden war) nicht, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen war, abgestimmt werden, denn der Gesetzentwurf erhielt zahlreiche Änderungen und wurde inhaltlich kritisiert.


Die Abgeordneten führten im Plenarsaal eine lebhafte Debatte, ohne über den Gesetzentwurf von Villani abzustimmen. „Wie Aschenputtels Kutsche wird die Vorlage um Mitternacht verschwinden“, bemerkte Villani wenige Minuten vor Ende der Sitzung in einer Rede, in der er seine Enttäuschung darüber, dass er sein Ziel nicht erreicht hat, zum Ausdruck brachte.

Villani wusste das von Anfang an und beschwerte sich über das Vorgehen im Wirtschaftsausschuss: „Ich weiß, wie unbefriedigend der aus der Arbeit des Wirtschaftsausschusses hervorgegangene Text ist. Ich habe ihn öffentlich akzeptiert. Es wurden jedoch wichtige Fortschritte erzielt: das Ziel, Wildtiere nicht unter ungeeigneten Bedingungen zu halten, und das Ende der Nerzzucht für ihr Fell. Es ist für mich und insbesondere für das Wohlergehen dieser Tiere wichtig, dass diese Verbesserungen heute verabschiedet werden und sie sollen während der parlamentarischen Debatte weiter verbessert und erweitert werden.

Jeder, innerhalb und außerhalb dieser Kammer, kennt unser Engagement in diesem Thema. Im Interesse des Tierschutzes selbst fordern wir alle Redner auf, sich so kurz zu fassen wie ich, damit wir zumindest innerhalb von zwei Stunden den aus der Arbeit des Ausschusses resultierenden Text verabschieden. Da unsere Diskussionen öffentlich sind, wird jeder in der Lage sein, die erwiesene Mithilfe und den guten Willen eines jeden zu beurteilen (Beifall in den Reihen der EDS-Fraktion und von einigen Sitzen der LaREM-Fraktion). Herr Pierre-Yves Bournazel applaudierte ebenfalls).


Doch Villanis Wunsch erfüllte sich nicht: Der einzige Punkt, in dem Einigkeit herrschte, betraf die mögliche Einrichtung einer Kommission zur Bewertung und Überwachung der bestehenden Vorschriften zum Tierschutz.

Zahl der Stimmberechtigten 94
Anzahl der abgegebenen Stimmen 87
Absolute Mehrheit 44
Für die Einführung 63
Dagegen 24
(Artikel 1 wurde verabschiedet)

Die Abgeordneten hatten nur bis zum Ende des Abends Zeit, um über die Bedingungen für Tierhaltung zu diskutieren und die Sitzung musste um Mitternacht unterbrochen werden. Ein kurzer Überblick über viele Themen, die nur gestreift werden konnten. Die Mitglieder der EDS-Fraktion machten kein Geheimnis aus ihrer Verärgerung über die Vielzahl von Änderungsanträgen und Reden zu Themen, die nicht im Text enthalten sind, wie z.B. das rituelle Schlachten: „Wir sahen, wie lange die Debatten dauerten und wir haben alle dafür gemachten Verstrickungen gesehen (…), sagte Herr Villani. Welches Bild von Effizienz vermitteln wir einer Gesellschaft, die vom Parlament erwartet, dass es korrekt debattiert? „

Und sein Ziel, das Tierschutzgesetz, erhielt alle möglichen Ergänzungen. Es wurde in Frage gestellt, weil es alle Bedingungen und Situationen in Bezug auf wildlebende Tiere vermischt und verallgemeinert: Es wurde von den Verteidigern der Tierzucht, der Zoos, der Jagdtradition und der Biodiversität kritisiert.

Der bereits eine Woche zuvor im Wirtschaftsausschuss weitgehend umgeschriebene und um seine Artikel über intensive Zucht und das Verbot bestimmter Jagden bereinigte Text schlug vor, in das Gesetz ein Verbot der Präsenz von Wildtieren in Zirkussen sowie ein Ende der Pelztierzucht von Nerzen aufzunehmen. Diese beiden Bestimmungen waren von der Regierung einige Tage zuvor bei den Ankündigungen der Ministerin für ökologischen Wandel, Barbara Pompili, am 29. September aufgegriffen worden.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass das Thema Tierschutz von Interesse ist. Von Seiten der Gegner des Textes wurden die Schlagworte nachdrücklich zurückgewiesen: „althergebrachte Praktiken“ zur Bezeichnung bestimmter traditioneller Jagden, „Humanismus“ im Gegensatz zu Antispeziesismus oder „wirtschaftliche Interessen“, denen vorgeworfen wird, den Sinn des Textes zu beeinflussen, in Anspielung auf das Engagement mehrerer Wirtschaftsführer, darunter Xavier Niel (Einzelaktionär von Le Monde), in einem Entwurf für ein gemeinsames Initiativreferendum zum Tierschutz. Pascal Brindeau (UDI) beschuldigte die Vereinigung L214, seine Mailbox mit „Spam“ zu überfluten.

Abgeordnete und Minister, die an der Debatte der Nationalversammlung am 8. Oktober teilgenommen haben.

  • Mme Sitzungsleiterin
  • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
  • Mme Bérangère Abba, Ministerin
  • Allgemeine Diskussion
    • Mme Yolaine de Courson
    • Mme Aurore Bergé
    • M. Julien Dive
    • M. Fabien Lainé
    • M. Hubert Wulfranc
    • M. Dimitri Houbron
    • M. Thierry Benoit
    • M. Bastien Lachaud
    • M. François-Michel Lambert
    • M. Dominique Potier
    • M. Nicolas Meizonnet
  • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
  • Diskussion von Artikeln
    • Artikel 1
      • M. Arnaud Viala
      • M. Pierre-Yves Bournazel
      • M. Pascal Brindeau
      • Mme Caroline Fiat
      • Diskussion der Änderungen
      • Einstellung
    • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
    • Mme Bérangère Abba, Ministerin
    • Mme Vorsitzende

Video der Nationalversammlung
Wenn Sie auf die Namen im Video klicken, erscheint die jeweilige Rede.
http://videos.assemblee-nationale.fr/video.9628862_5f7f6dea67859.3eme-seance–conditions-de-vie-des-animaux–8-octobre-2020

Offener Brief des Loro Parque anlässlich der Erklärung von Barbara Pompili, der französischen Ministerin für ökologischen Wandel, über die Zukunft der Delphinarien des Landes

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Es ist wirklich überraschend, dass inmitten des 21. Jahrhunderts in einem so fortschrittlichen europäischen Land wie Frankreich derart populistische Entscheidungen getroffen werden, die eindeutig von bestimmten Tierrechtsgruppen mit dem Interesse verfolgt werden, das Konzept des modernen Zoos und mit ihm all seine Errungenschaften und Beiträgen zum Tierschutz und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten zu diskreditieren und zu zerstören. Wir beziehen uns hier auf die Ankündigung der französischen Ministerin für den ökologischen Wandel, Barbara Pompili, in der sie die Haltung von Cetaceen (Walen und Delfinen) in menschlicher Obhut verbietet, das heißt, die Haltung in spezialisierten zoologischen Einrichtungen, die über alle Zertifizierungen und Lizenzen, sowie über Experten mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Tierpflege verfügen.

Was uns auch aufhorchen lässt, ist, dass die Entscheidung durch einen Ministerialerlass getroffen werden musste, da der Vorschlag dieses anti-zoologischen Projekts auf der parlamentarischen Ebene desselben Landes auf kein Interesse stieß.

Daher möchten wir die Ministerin und die interessierte Öffentlichkeit auf Folgendes aufmerksam machen:

  1. Erstens basiert die Maßnahme nicht auf tierschutzfachlichen, sondern auf politischen Beweggründen. Es gibt keinen einzigen Tierschutzexperten, der sich für ein Verbot der Zucht von Cetaceen in Zoos ausgesprochen hat. Der Begriff „Tierschutzexperte“ muss sehr wohl klar definiert werden, denn dabei handelt es sich um Tierärzte, die sich dem Studium und der Verbesserung des Wohlergehens von Tieren widmen, und nicht um Tierrechtsaktivisten. Da es offensichtlich ist, dass Wale und Delfine in Zoos keine Einschränkungen ihres Wohlergehens erfahren, wird auch deutlich, dass diese Maßnahme keinen Sinn ergibt.
  2. Zu glauben, dass alle Delfine und Killerwale Frankreichs in Meeresschutzgebiete umgesiedelt werden können, ist so naiv wie die Annahme, dass sich das Wohlergehen der Wale spontan verbessert, sobald man sie in einem Meeresgehege unterbringt. In den Schutzgebieten sind die Tiere der Meeresverschmutzung und Verunreinigungen ausgesetzt (wie z.B. der Rotalgenblüte, Ölverschmutzungen, Plastik, Unterwasserlärm …), und sie sind auch Krankheitserregern und Parasiten ausgesetzt, die es in Zoos nicht gibt. Ein Sturm könnte das Netz des Schutzgebietes zerstören und dazu führen, dass alle Delfine am Strand ertrinken, wie es in Portugal durch Ringwadenfischerei geschehen ist. Die Tiere würden wahrscheinlich nicht lernen selbst Fisch zu fangen (wie es im isländischen Beluga-Wal-Schutzgebiet geschieht), und wenn sie es täten, würden sehr schnell alle Fische aus der Bucht verschwuden sein (wie es auch im isländischen Beluga-Wal-Schutzgebiet der Fall ist). Ganz zu schweigen von der Verschmutzung des Wassers durch die Anhäufung von Exkrementen einer Gruppe von riesigen Raubtieren in einer kleinen Bucht.
  3. Derzeit gibt es Sanctuaries im Meer weder für Delfine noch für Orcas. Nach zehnjähriger Suche nach einem Ort für den Bau eines Sanctuaries im Meer für seine Delfine (um die Investition in eine neue Anlage zu vermeiden) gab das Baltimore Aquarium auf und berichtete, dass es unter den derzeitigen Bedingungen aufgrund des Klimawandels nicht möglich sei, einen geeigneten Ort für den Bau eines Sanctuaries in der Karibik zu finden. Eine ähnliche Situation ist bei den Delfinen des Zoos von Barcelona aufgetreten. Nachdem der Stadtrat mehrere Jahre lang versucht hatte, sie in ein Sanctuary umzusiedeln, erkannte er, dass solche Einrichtungen nicht existieren, und verlegte sie in einen Zoo in Griechenland. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Cetaceen Frankreichs zehn Jahre lang dort bleiben werden, wo sie sind, oder in ein anderes Delfinarium außerhalb Europas gebracht werden müssen. Der Zuchterfolg in den europäischen Delfinarien hat dazu geführt, dass kein Platz mehr zur Verfügung steht und die Überbestände wegen extravaganter politischer Entscheidungen wie der von Frankreich ins Ausland verlagert werden müssten.
  4. Die Verhinderung der Fortpflanzung von Tieren schränkt ihr Verhalten stark ein und verdammt sie dazu, für den Rest ihres Lebens in kleinen und sozial instabilen Gruppen zu leben. In der Praxis wird diese Maßnahme das Wohlergehen der Cetaceen in menschlicher Obhut in Frankreich für mehrere Jahrzehnte beeinträchtigen und die Tiere leiden lassen.
  5. Es hat sich gezeigt, dass die längere Verwendung von Verhütungsmitteln Veränderungen in den Ovulationsszyklen von Cetaceen hervorruft und zu schweren Pathologien, hormonellen Veränderungen und Verhaltensproblemen führen kann. Es wird vermutet, dass diese Art der Behandlung mit empfängnisverhütenden Hormonen sogar mit dem Auftreten von Gebärmutterkrebs zusammenhängen könnte. All dies beeinträchtigt ernsthaft das Wohlergehen der Tiere.
  6. Wenn Delfinarien gezwungen werden, ihre Aktivitäten einzustellen, verringert sich der Platz für die Versorgung gestrandeter Cetaceen, die nicht sofort auswilderungsfähig sind, was bedeutet, dass sie nicht überleben würden, wenn sie ins Meer zurückgebracht werden. Derzeit sind Zoos die einzige Alternative für diese Tiere, die sonst euthanasiert werden müssten. Jetzt können Tiere, die nicht ins Meer zurückgebracht werden können, in Delfinarien umgesiedelt werden, wo sie tierärztliche Versorgung, Nahrung und geeignete Umweltbedingungen erhalten, ohne dass der öffentlichen Verwaltung Kosten entstehen.
  7. Wenn die Delphinarien ihre Arbeit einstellen, gehen besonders wertvolle Bildungseinrichtungen verloren, die auf die Probleme aufmerksam machen, unter denen die Cetaceen in der Natur leiden, wie z.B. die chemische Verschmutzung, die bis 2050 50% der Orca-Populationen zu vernichten droht, die Lärmbelästigung, die die Zahl der mit Hörproblemen umherwandernden Cetaceen vergrößert hat, die Kollisionen mit Schiffen, die dafür verantwortlich sind, dass der Atlantische Glattwal vor der Ausrottung steht, oder der unbeabsichtigte Beifang, der jedes Jahr schätzungsweise 300.000 kleine Cetaceen weltweit tötet. In den letzten Jahren ist Frankreich ein gutes Beispiel für die schrecklichen Auswirkungen dieses unbeabsichtigten Beifangs, denn jedes Jahr tauchen Hunderte von verstümmelten Delfinen an den französischen Küsten auf: https://www.independent.co.uk/news/world/europe/dolphins-killed-beach-dead-france-sea-shepherd-atlantic-coast-a8828371.html
  8. Ohne die Delfinarien geht eine erstklassige wissenschaftliche Ressource verloren, in der Wissenschaftler wesentliche Fragen zur Physiologie und Intelligenz der Cetaceen sowie zu den negativen Auswirkungen untersuchen können, die die Substanzen, mit denen wir das Meer verunreinigen, auf sie haben. Grundlegende Fragen wie die Echoortung oder die Kommunikation von Cetaceen wurden dank der in Delfinarien gehaltenen Tiere entdeckt. Wenn sie verschwinden, verschwinden mit ihnen auch enorme Möglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung.
  9. Wenn die Vermehrung von Walen und Delfinen in Zoos verboten wird, bedeutet das nicht nur das Ende der Delfinarien, sondern auch das Ende der beruflichen Laufbahn der Experten, die für die Pflege, die Gesundheit, die Fütterung, die Handhabung usw. der Tiere verantwortlich sind. Der Verlust hunderter von Fachleuten, deren Karriere beendet werden würde, würde den Verlust der essentiellen Erfahrung in der Pflege geretteter Wale bedeuten. Zudem würden die Experten fehlen, wenn es in Zukunft notwendig werden wird, Zuchtprojekte für kritisch bedrohte Walarten in menschlicher Obhut einzurichten. Ohne erfahrene Tierärzte, Tierpfleger und Trainer für Meeressäuger sind die Chancen, in Zukunft Programme zur Zucht und Wiederansiedlung von vom Aussterben bedrohten Walarten in menschlicher Obhut einzurichten, überaus gering. Wenn der nächste Kalifornische Schweinswal oder Chinesische Flussdelfin gerettet werden muss, wo können die Experten dies tun?

Im Aquarium des Loro Parque werden mehrere Rochen geboren

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Im Aquarium des Loro Parque wurden vor kurzem drei junge Rochen (Hypanus americanus) geboren, was ein Beweis für den Zustand des Wohlbefindens der Tiere ist, die in seinen Anlagen leben.

Obwohl der Loro Parque wegen der durch COVID-19 verursachten Gesundheitskrise weiterhin für die Öffentlichkeit geschlossen ist, hat sich das Leben im Park normal fortgesetzt, der in dieser Zeit neue Exemplare verschiedener Arten aufgenommen hat.

Dieser Streifen ist lebendgebärend, d.h. nach der inneren Befruchtung entwickeln sich die Embryonen im Inneren der Mütter, die sie ernähren, bis sie bereit sind, geboren zu werden. „Obwohl der Park geschlossen ist, bahnt sich die Natur ihren Weg und die Reproduktionszyklen gehen weiter“, sagt Ester Alonso, die Fisch- und Wirbellosenschützerin des Loro Parque. Darüber hinaus bedeutet die Tatsache, dass sie sich fortpflanzen, dass sich die Tiere wohl fühlen und dass ihr Immunsystem stark genug ist. Eine Kuriosität des Hypanus americanus ist, dass er eine dunkle Rückenpartie hat, um sich mit der Undurchsichtigkeit des Meeres zu vermischen, und einen weißen Bauch, um seine Raubtiere mit der Sonne zu blenden, eine großartige Mimikry-Strategie, wenn sie schwimmen müssen.

Die Welpen entwickeln sich positiv in der Quarantäne, wo sie entfernt werden, um eine Interaktion mit anderen Arten, mit denen sie in den Ausstellungseinrichtungen leben, oder sogar mit anderen größeren Exemplaren zu vermeiden. Da es sich um Fische und nicht um Säugetiere handelt, haben die Mütter keinen Beschützerinstinkt, und selbst sie könnten als mögliche Beute für die Fütterung verwechselt werden. Sobald der Park wiedereröffnet ist, können neue Familienmitglieder in der Humboldt-Pinguin-Anlage im Planet Pinguin besucht werden.

Mit dieser Neugeburt verstärkt der Loro Parque sein Engagement für den Schutz und die Erhaltung von Tieren und demonstriert den Erfolg seines Zuchtsystems innerhalb einer Philosophie, die ihn zu einer wahren Botschaft für Wildtiere gemacht hat.

Offener Brief an PETA

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Es ist wirklich erstaunlich, dass PETA Deutschland immer noch Kampagnen durchführt, in denen sie die Freilassung des Orca Morgan fordern. Und neuerdings fordern sie das Gleiche auch für ihr im Loro Parque zur Welt gekommenes Kalb Ula. Man könnte fast glauben, dass die Mitarbeiter und Aktivisten von PETA Deutschland nicht lesen können oder nicht in der Lage sind, Gerichtsurteile zu verstehen.

Es ist mehr als bewiesen und wurde in 10 Gerichtsentscheidungen und mehreren Verlautbarungen des Petitionsausschusses des Europäischen Parlaments bestätigt, dass Morgan nicht freigelassen werden kann, und dass sie deswegen zu Recht von den niederländischen Entscheidungsträgern im Loro Parque untergebracht wurde, um hier – übrigens mit großem Erfolg – in einem der modernesten Delfinarien der Welt in einen Sozialverband mit Artgenossen integriert zu werden.

Vor fast zehn Jahren hat eine unabhängige Expertengruppe die Begründungen dafür ganz klar festgestellt:

  • Ihre Familie wurde nie gefunden. Es wurden seit 2007 noch nicht einmal mögliche verwandte Gruppen ihrer Familie entdeckt.
  • Als Morgan völlig allein, dehydriert und unterernährt gefunden wurde, war sie so jung, dass sie keine Möglichkeit gehabt hatte, die Jagdtechniken der norwegischen Orca-Grupppen zu erlernen.
  • Sie freizulassen, hätte einen langen Leidensweg und ihren qualvollen Tod bedeutet, und wäre deswegen auch nach wie vor unmöglich und absolut tierschutzwidrig.
  • Die Aufforderung von PETA, die Tiere umgehend in eine Auffangstation am Meer zu überstellen ist schlichtweg utopisch, denn es existiert in Wirklichkeit keine solche Einrichtung.
  • Desgleichen würde die Rückkehr dieser beiden Tiere ins Meer zu einer genetischen Kontamination wildlebender Orca-Populationen mit negativen Auswirkungen auf deren Vitalität führen.

2019 wurde zudem in einem wissenschaftlichen Fachjournal das Ergebnis eines zweiten Audiogramms von Morgan veröffentlicht, das keinen Zweifel an ihrer Taubheit zulässt.

Wie kann eine Organisation, die von sich behauptet, die Rechte der Tiere zu verteidigen, allen Ernstes fordern, dass ein gehörloser Schwertwal ohne Familiengruppe und ohne die Technik des Jagens erlernt zu haben, in eine Auffangstation überführt wird, um anschliessend ins offene Meer entlassen zu werden? Noch dazu in Begleitung ihres zweijährigen Kalbes, die natürlich auch nicht jagen kann und es von ihrer Mutter nicht lernen kann.

Das ist so absurd, dass man glauben könnte, die Mitarbeiter von PETA hätten die Situation einfach nicht verstanden. Aber das ist leider nicht der Fall. Sie nutzen einfach jede Gelegenheit, um mit ihren Hetzkampagnen öffentliche Aufmerksamkeit und Spenden zu erhalten. Spenden von gutherzigen Menschen und Tierfreunden, die in bester Absicht spenden und denken, dass diese Spenden zum Wohl, vernehmlich, leidender Tiere eingesetzt werden. Aber so ist das nicht.

Auch an dieser Stelle möchten wir deutlich klarstellen: unsere Tiere leiden nicht! Sie leben in geräumigen Einrichtungen, werden mit grösster Fürsorge gepflegt, erhalten erstklassiges Futter, beste medizinische Betreuung, tägliche Bewegung um körperlich und geistig fit zu bleiben und alle Liebe und Aufmerksamkeit ihrer Pfleger.

Aber zurück zur Frage der Spendenausgaben von PETA. Von den über 10 Millionen Euro die PETA Deutschland im Jahr 2019 durch Spenden und Erbschaften erhalten hat, wurden weniger als 8% zum Wohl von Tieren ausgegeben. Das bedeutet also, 92 Cent von jedem Euro, der an PETA gespendet wird, wird zwar ausgegeben, aber hilft, laut eigenen Aussagen der Organisation, in Wirklichkeit keinem einzigen Tier (Quelle: https://www.peta.de/mediadb/PETA-Wirtschaftsjahr-2018_2019-01.pdf).

Angesichts der grausamen Art von „Hilfe“, die Tiere erhalten, wenn sie das Pech haben von PETA „gerettet“ zu werden, ist es fast besser, wenn diese Organisation kein Geld für die Finanzierung von Tierheimen ausgibt.

Die Tierheime, die von PETA in den USA geführt werden, haben die höchste Euthanasie-Quote. Im Schnitt werden die Tiere dort innerhalb von 48 Stunden nach ihrer „Rettung“ getötet. Die Präsidentin und Gründerin von PETA, Ingrid Newkirk, bestätigt gar öffentlich:

„Wir treten nicht für das Recht auf Leben für die Tiere ein“. (https://www.snopes.com/fact-check/ingrid-newkirk-quotes-peta-euthanasia/ ).

Es ist für die Tiere, die Hilfe benötigen, wirklich bedauerlich, dass eine Organisation wie PETA, Menschen, die guten Willens sind zu helfen, derartig betrügt. Und es ist eine Schande, dass Organisationen, die sich wie der Loro Parque für den Tierschutz und die Erhaltung der Artenvielfalt einsetzen, diese Unwahrheiten nur wegen der Gier von PETA ertragen müssen.

1994 festigte der Loro Parque sein nachhaltiges Engagement im Tier- und Naturschutz durch die Gründung der Loro Parque Fundación; einer international anerkannten gemeinnützigen Organisation, die sich auf die Erhaltung und den Schutz von Papageienarten und Meeressäugern, sowie anderer Tiere, die vom Aussterben bedroht sind, spezialisiert hat. Da alle laufenden Betriebskosten der Stiftung vom Loro Parque getragen werden, fließen jedes Jahr 100% der eingegangenen Spenden direkt in Natur- und Artenschutz- sowie in Bildungsprojekte in situ und ex situ. So ist „100% für die Natur“ nicht nur ein bloßer Slogan, sondern geht viel weiter: es ist Realität. Die Zahlen und Ergebnisse sprechen für sich: mehr als 21,5 Millionen Dollar, die in fast 200 Projekte auf fünf Kontinenten investiert wurden und 10 Papageienarten, die direkt vor dem drohenden Aussterben gerettet wurden.

Darüber hinaus verfolgt die Loro Parque Fundación ein starkes Engagement für die marine Biodiversität der Kanarischen Inseln und widmet einen bedeutenden Teil ihrer Ressourcen ihrem Schutz durch Projekte in Zusammenarbeit mit dem Aquarium Poema del Mar.

Unter den verschiedenen Projekten ist CanBio hervorzuheben; ein Forschungsprogramm, das gemeinsam von Loro Parque und der kanarischen Regierung finanziert wird. In dessen Rahmen untersuchen verschiedene Forschungsgruppen der Universitäten La Laguna und Las Palmas die Auswirkungen des Klimawandels im Meer, die Versauerung der Ozeane sowie deren Auswirkungen auf die marine Biodiversität der Kanaren und Makaronesiens, insbesondere auf Wale, Meeresschildkröten, Haie und Rochen.

Aber was haben eigentlich Organisationen wie PETA, die angeben, sich um das Wohl der Tiere zu kümmern, in der Zwischenzeit gemacht?

Anstatt gegen die wirklichen Probleme zu kämpfen, die das Überleben vieler Tiere und ganzer Arten und Lebensräume gefährdet, unternehmen sie große Anstrengungen, um moderne und im Natur- und Tierschutz engagierte Zoos, in denen Delfine oder Orcas (sowie andere besonders charismatische Arten) leben, zu diskreditieren und in Verruf zu bringen, obwohl wir alles unsere Bemühungen daran setzen und sicherstellen, dass es unseren Tieren an nichts fehlt und es ihnen in unserer Obhut gut geht.

Jetzt würden wir gerne einmal wissen, was PETA denn bis jetzt getan hat und wieviel von ihnen investiert wurde, um den Bestand der wild lebenden Wale oder jegliche andere Tierart zu schützen?

Der Tierfutterhersteller Versele-Laga und Loro Parque feiern 18 Jahre Zusammenarbeit

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Der Tierfutterhersteller Versele-Laga hat kürzlich seine Zusammenarbeit mit der Loro Parque Fundación erneuert und setzt damit 18 Jahre gemeinsamer Arbeit fort. Während dieser Zeit hat die Stiftung von der belgischen Firma Futtermittel für ihr Papageienreservat – sechs Container pro Jahr – und finanzielle Unterstützung für ihre Projekte erhalten.

Die beiden Organisationen, die ihren gemeinsamen Weg mit einer klaren Vision für den Naturschutz begannen, arbeiten gemeinsam an der Erforschung der Ernährung verschiedener Arten von Papageien mit dem Ziel, die Qualität ihrer Nahrung zu verbessern und zur Erhaltung ihrer Artenvielfalt beizutragen.

Dabei bringt das wissenschaftliche Team des Zoos von Teneriffa seine große Erfahrung in der Haltung und Pflege dieser Vögel ein, denn Loro Parque verfügt über die weltweit größte Reservepopulation von Papageienarten und -unterarten.

Die gewonnenen ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse werden über die Prestige-Premium-Mischungen von Versele-Laga für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Auf diese Weise können alle Vogelliebhaber dieses Produkt verwenden und gleichzeitig die Loro Parque Fundación unterstützen, eine internationale gemeinnützige Organisation, die sich auf den Natur- und Artenschutz für Papageienarten spezialisiert hat, die vom Aussterben bedroht sind.

Ihre Zahlen und Ergebnisse sprechen für sich: mehr als 21,5 Millionen US-Dollar, die in fast 200 Projekte auf fünf Kontinenten investiert wurden, und 10 Papageienarten, die vor dem unmittelbar drohenden Aussterben gerettet wurden.

Im Jahre 1994, als die Stiftung gegründet wurde, spendete Loro Parque der Stiftung seine gesamte Papageiensammlung und verpflichtete sich, die Kosten für deren Unterhalt, einschließlich Futter, zu übernehmen. Obwohl das Futter von Versele-Laga kostenlos bezogen wird, behält der Park sein Engagement bei und spendet die Kosten für das Futter in bar an die Stiftung.

Über Versele-Laga

Versele-Laga, ein 1932 gegründetes Familienunternehmen mit einer starken Verbindung zu Tieren, hält mit der Entwicklung des Marktes Schritt und verfolgt diese aufmerksam mit neuen Investitionen, um immer besser auf die Bedürfnisse und Wünsche der Tierhalter und Heimtiere eingehen zu können.

Zwei Kaiserschnurrbarttamarin-Zwillinge werden im Loro Parque geboren

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Die durch das Coronavirus verursachte Gesundheitskrise hat das Leben im Loro Parque nie zum Stillstand gebracht. Mit der Ankunft des Sommers wurde der Zoo von Puerto de la Cruz, wie schon in den vergangenen Jahren, Zeuge der Geburt von zwei Kaiseräffchen-Zwillingen.

Die Eltern haben 2018 zum ersten Mal Nachwuchs bekommen und die Tatsache, dass sie sich noch immer fortpflanzen, ist ein Indikator für das Wohlergehen der Tiere im Park und dafür, wie gut diese Familie des Saguinus imperator gefestigt ist.

Bei dieser Art ist es das Männchen (oder ein anderes Mitglied der Gruppe), das beim Tragen der Jungen hilft, bis sie von den Eltern unabhängig werden, und sie von Zeit zu Zeit der Mutter zum Säugen gibt. Im Loro Parque wurden bereits drei Zwillingspaare geboren, das letzte erst vor kurzem. Nun kann man beobachten, wie sie gemeinsam in ihrer Einrichtung ihr Familienleben führen, wobei sogar die Brüder die Neugeborenen tragen.

Insofern ist es wichtig, stabile Familiengruppen zu erhalten, damit die älteren Geschwister während des Prozesses des Miteinanders alles Notwendige lernen, um in Zukunft erfolgreiche Eltern zu sein.

Der Kaiserschnurrbarttamarin ist in den Wäldern von Bolivien, Brasilien, Kolumbien und Peru beheimatet, wo er sich hauptsächlich von Insekten, Früchten, Blumen, Nektar und Kleintieren wie Fröschen, Schnecken, Eidechsen oder Spinnen ernährt. Er hat charakteristische Schnurrhaare, Krallen anstelle von Nägeln an allen Fingern mit Ausnahme des Daumens und zwei statt drei Backenzähne auf jeder Seite des Kiefers, beides Aspekte, die ihn von anderen Affenarten unterscheiden.

Glücklicherweise ist er auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Weltnaturschutzunion (IUCN) als wenig gefährdete Art aufgeführt, somit ist er nicht vom Aussterben bedroht. Die Größe ihrer Populationen nimmt jedoch ab und ihr

Lebensraum schrumpft, u.a. aufgrund der Entwicklung von Wohn- und Gewerbegebieten und der Abholzung.

Diese Familie ist Teil eines Ex-situ-Erhaltungsprogramms der European Association of Zoos and Aquariums (EAZA), das in die Vision „One Plan Approach to Conservation“ der IUCN integriert ist. Im Loro Parque treten die Tiere als Vertreter ihrer Artgenossen in freier Wildbahn auf und tragen dazu bei, das Bewusstsein für die Bedeutung des Schutzes der Wildtiere und ihrer natürlichen Lebensräume zu schärfen. Darüber hinaus fördern sie das Wissen über die Art, ihre Fortpflanzung und Zucht, Informationen, die auch für den Schutz von Populationen in der freien Natur sehr wertvoll sind.

Der Tierschutz benötigt eine unabhängige Wissenschaftt

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Quelle:

In den letzten Jahrzehnten hat die Sorge um das Wohlergehen der Tiere weltweit immer mehr zugenommen. Die Lebensqualität von Tieren, sowohl in der Natur als auch in Zoos, ist für die Öffentlichkeit von Bedeutung. Darüber hinaus sind Gesetzgeber und Regulierungsbehörden dafür zuständig, Richtlinien zu erlassen, die Einfluss auf das Wohlergehen dieser Tiere haben können. Es ist wichtig, dass diese Entscheidungen auf der Grundlage unvoreingenommener und genauer Überprüfungen wissenschaftlicher Erkenntnisse getroffen werden. Leider entspricht nicht jede Begutachtung den allgemein anerkannten Standards für die Analyse und die Objektivität.

In einer Arbeit mit dem Titel The Bias and Misrepresentation of Science Undescriptions the Productive Discourse on Animal Welfare Policy: A Case Study (Die verzerrte und falsche Darstellung von Wissenschaft führt in der Tierschutzpolitik zu keinem produktiven Diskurs: Eine Fallstudie) ​ , untersuchte ein internationales Team von Wissenschaftlern unter der Leitung von Dr. Kelly Jaakkola, Forschungsdirektorin am Dolphin Research Center in Grassy Key, Florida, eine schwerwiegende fehlerhafte Beurteilung des Wohlergehens von Orcas (Schwertwalen) in menschlicher Obhut.

Die von ihnen analysierte Studie mit dem Titel The Adverse Effects of Captivity and Chronic Stress on Orca (Orcinus orca) Welfare (Die schädlichen Auswirkungen der Gefangenschaft und des chronischen Stress auf das Wohlbefinden von Schwertwalen (Orcinus orca)) wurde von Dr. Lori Marino, Naomi A. Rose, Ingrid N. Visser, Heather Rally, Hope Ferdowsian und Veronica Slootsky verfasst. Alle Autoren dieser Abhandlung von Marino et al. sind bekannte Gegner der Haltung von Orcas und anderen Meeressäugern in zoologischen Einrichtungen.

Obwohl die angesprochenen Themen, wie Lebenserwartung, Stress, Raumangebot und die Frage, ob Orcas in menschlicher Obhut genügend physische, kognitive und soziale Stimulation erhalten, für den Tierschutz wichtig sind, ist das Papier von Marino et al. weit von einer genauen und unvoreingenommenen Untersuchung entfernt. In ihrer kritischen Stellungnahme untersuchen und erklären Jaakkola et al. eine Reihe von methodischen Fehlern und falschen Darstellungen aus der wissenschaftlichen Literatur, die in der Arbeit von Marino et al zu finden sind, darunter problematische Referenzierungen, überzogene Interpretationen von Daten, irreführende Wahl von Begriffen und voreingenommene Argumentationen.

„Debatten über den Tierschutz in Zoos und Aquarien sind wichtig“, sagt Dr. Jakkola, „aber eine fundierte Entscheidungsfindung erfordert per Definition eine solide wissenschaftliche Grundlage, und das Papier von Marino et al ist keine gute Wissenschaft. Die Quellen sind unvollständig und ungenau, die Argumente sind voreingenommen und ihre Auswertung der Daten irreführend. Derartige allgegenwärtige Probleme untergraben nicht nur die wissenschaftliche Glaubwürdigkeit, sondern können auch zu Fehlinformationen führen, und sogar – noch sehr viel schädlicher – zu falschen Entscheidungen für die Tiere und ihre Pflege“.

Jaakkola et al. beziehen sich mit ihrer Kritik auf die grundsätzliche Diskussion über den Erhalt der Glaubwürdigkeit von wissenschaftlichen Überprüfungen. Sie äußern sich absichtlich nicht dazu, ob Orcas in Zoos und Aquarien gehalten werden sollen. „Es ist absolut notwendig, dass wir als Wissenschaftler nicht zulassen, dass unsere persönlichen Gefühle die Interpretation von Daten verzerren, und das , wie es bei Marino et al. der Fall ist, Agenden die Art und Weise beeinflussen, wie wissenschaftliche Daten analysiert und kommuniziert werden“, sagt Co-Autorin Dr. Stephanie L. King, Dozentin an der Universität von Bristol in Großbritannien. „Letztendlich wird eine schlechte wissenschaftliche Praxis nichts Positives bewirken, weder für die Tiere selbst, noch für die Öffentlichkeit oder die Gesetzgeber und die Regulierungsbehörden.“

ARTICLE: Jaakola, K., Bruck, J.N., Connor, R.C., Montgomery, S.H., King, S.L., (2020) ​Bias and misrepresentation of science undermines productive discourse on animal welfare policy: A case study ​Animals​, 10, 1118. Available with open access at https://www.mdpi.com/2076-2615/10/7/1118

82 Prozent der Deutschen von Zoos überzeugt

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Quelle: https://www.vdz-zoos.org/de/presse/pressemitteilungen/01072020-forsa/

Die Deutschen sind Zoo-Freunde: Eine deutliche Mehrheit befürwortet, dass es zoologische Einrichtungen gibt, bewertet deren Artenschutzbemühungen als sehr wichtig und lernt in ihnen Wertschätzung für Tiere kennen. Das ist das Ergebnis der aktuellsten und umfassendsten Studie zur Einstellung der Deutschen gegenüber Zoos, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchgeführt hat. „Diese Umfrage-Ergebnisse erfüllen uns mit Stolz“, sagt der Präsident des Verbandes der Zoologischen Gärten, Prof. Dr. Jörg Junhold und ergänzt: „Sie zeigen neben der hohen Akzeptanz, dass es unseren Zoos gelingt, als Brücke zwischen urbaner Lebenswelt und den Anliegen des Natur- und Artenschutzes zu fungieren, indem sie diese wichtigen Themen transportieren.“

Die zentrale Frage der repräsentativen Studie im Auftrag des Verbandes war jene nach dem Grad der Akzeptanz. Gefragt, ob sie Zoos in Deutschland befürworten, antworteten überwältigende 82 Prozent mit „Ja“; lediglich 12 Prozent der Deutschen lehnen demnach Zoos ab, die übrigen Befragten machten keine Angaben. Erfreulich für die Zoos ist, dass sich der Zustimmungswert auf diesem hohen Niveau einpendelt; gegenüber der ersten Auflage der Umfrage 2017 ist er sogar noch um einen Prozentpunkt gestiegen.

Moderne zoologische Gärten haben sich dem Schutz der schwindenden Biodiversität verpflichtet, indem sie bedrohte Tierarten in Zoos und im natürlichen Lebensraum pflegen und erhalten. Diese gesellschaftliche Aufgabe wird von der deutschen Bevölkerung besonders hoch eingeschätzt. Demnach sagen 65 Prozent der Befragten, dass diese Bemühungen „sehr wichtig“ sind; für weitere 28 Prozent sind sie „wichtig“. Ähnlich verhält es sich mit dem Engagement der Zoos vor ihren Toren: 55 Prozent der Deutschen halten es für „sehr wichtig“, wenn sich Tiergärten und Zoo direkt in den bedrohten Lebensräumen für die Tiere stark machen, für weitere 36 Prozent ist es noch „wichtig“. VdZ-Präsident Jörg Junhold, der als Direktor auch den Zoo Leipzig leitet, sagt dazu: „Das sind sehr erfreuliche Werte, die sich mit unserem Ansinnen und Selbstverständnis decken: Wir sind als Zoos die Artenschutzzentren der Gegenwart.“

Die Forsa-Studie zeigt ebenso, dass ein Zoobesuch im 21. Jahrhundert sehr positiv auf die Besucher wirkt. Mehr als zwei Drittel haben nach eigenen Aussagen bei ihrem letzten Besuch etwas über Tiere (11 Prozent „sehr viel“; 58 Prozent „viel“) gelernt. Darüber hinaus entsteht bei einer Mehrheit auch eine emotionale Verbindung: 32 Prozent der Befragten sagen, dass sich ihre Wertschätzung für Tiere durch den Zoobesuch vergrößert hat („voll und ganz“); weitere 48 Prozent stimmen dieser Aussage „eher“ zu. 71 Prozent (20 Prozent „voll und ganz“, 51 Prozent „eher“) sagen, dass sie sich während des Zoobesuches mit der Natur verbunden gefühlt haben.

„Wir sind sehr glücklich, dass die Arbeit unserer modernen Zoos inzwischen solch positiven Widerhall in der Bevölkerung findet“, sagt Jörg Junhold. „Das ist uns Auszeichnung und Ansporn zugleich – wir werden in unseren Bemühungen nicht nachlassen.“

Hinweise: Die Forsa-Befragung wurde mittels eines Online-Tools im November 2019 durchgeführt. In Deutschland wurden bundesweit 1.508 nach einem systematischen Zufallsprinzip ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt. Parallel dazu hat der Verband der Zoologischen Gärten dieselbe Untersuchung auch in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz durchführen lassen. 

Kontakt

Sebastian Scholze, Leiter Kommunikation (sebastian.scholze@vdz-zoos.org; 0175-2731955)

Über den VdZ

Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ) e.V. mit Sitz in Berlin ist die führende Vereinigung wissenschaftlich geleiteter Zoologischer Gärten mit Wirkungsschwerpunkt im deutschsprachigen Raum. Der 1887 gegründete VdZ ist der weltweit älteste Zoo-Verband und gab den Anstoß zur Gründung des Weltzooverbandes (WAZA). Aktuell gehören zum VdZ 71 Mitgliedszoos in Deutschland, Schweiz, Österreich und Spanien.

Das Unternehmen ZEBEC spendet der Loro Parque Fundación einen Ponton-Prototypen zur Rettung von Walen

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Am Vormittag des 30. Juni, lieferte die Firma ZEBEC, Hersteller der Schwimmkörper für den Wasserpark Siam Park, an die Loro Parque Fundación einen ersten Prototyp eines Pontons, der helfen soll gestrandete Wale und Delfine (Cetaceen) zurück ins Wasser zu bringen.

Ziel der Stiftung ist es, aus diesem Prototyp ein optimiertes Modell für die Rettung gestrandeter Cetaceen zu entwickeln. Diese Arbeit wird in Zusammenarbeit mit dem Institut für Tiergesundheit der Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) durchgeführt.

Ab sofort wird der Ponton sowohl dem IUSA als auch den Rettungszentren der Kanarischen Inseln zur Verfügung stehen, die ihn anfordern können, wenn sie einen gestrandeten Wal wieder zurück ins Wasser bringen müssen. Darüber hinaus wird das System dank der Tests, die mit den Tieren des Loro Parque und den gestrandeten Exemplaren der IUSA durchgeführt wurden, weiterentwickelt, um seine Konzeption zu verbessern.

Diese Zusammenarbeit ist Teil des Projekts MARCET II, das sich unter anderem mit der Planung neuer Infrastrukturen und Ausrüstungen zur Rettung von gestrandeten Tieren befasst. Ziel ist es, diese Art von Pontons, sobald das Modell ausgereift ist, nicht nur auf den Kanarischen Inseln, sondern in ganz Makaronesien und insbesondere auf den Kapverdischen Inseln, wo es sehr viele Strandungen von Walen und Delfinen gibt, zur Verfügung zu stellen.

MARCET II: Schutz von Meeressäugern und nachhaltige Entwicklung im makaronesischen Gebiet des Atlantik

Das Projekt MARCET II führt mehrere wissenschaftliche und technologische Forschungsstudien durch, die die Bewertung und Analyse der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten in den geschützten Meeresgebieten der Region Makaronesien im Atlantik ermöglichen. Dabei wurden Wale und Delfine als wichtigste Arten ausgewählt, nicht nur, weil sie als emblematische Arten gelten, sondern auch, weil sie Bioindikatoren für den guten ökologischen Zustand der Meeresgebiete sind, in denen sie leben, und sie somit besonders zum Schutz des marinen Ökosystems beitragen. Ebenso trägt dieses Projekt zur Entwicklung von ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeitskriterien bei, wobei der Beobachtung von Walen und Delfinen besondere Aufmerksamkeit gilt.

MARCET II ist eine Initiative, die von der ULPGC über die IUSA geführt wird und an der weitere fünf Institutionen und Organisationen aus den vier makaronesischen Archipelen direkt beteiligt sind: PLOCAN; CETECIMA; Loro Parque Fundación; Turismo de Tenerife; CEAMAR; Universidad de la Laguna (ULL); Museu da Baleia de Madeira; Observatório Oceânico da Madeira; Instituto das Florestas e Conservação da Natureza IFCN IP-RAM; Direçao Regional dos Assuntos do Mar (DRAM); Universidade dos Açores; Direçao Nacional do Ambiente de Cabo Verde; Instituto Nacional de Desenvolvimiento das Pescas (INDP); BIOS.CV, y Associação de Biólogos e Investigadores de Cabo Verde (ABI-CV).