VIVA Canarias – Stiftung Loro Parque

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Original Artikel: VIVA Canarias – Stiftung Loro Parque

Es war ein ‚normaler‘ Montag einer wie immer stressigen Redaktionsschlusswoche, als ich unverhofft eine formale Einladung erhielt, die Loro Parque Stiftung kennenzulernen sowie hinter die Kulissen der verschiedenen Arbeitsbereiche dieses gigantischen Tierparks blicken zu können. Wie interessant es werden würde, das konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt gar nicht vorstellen. Aber immerhin besuchen über zwei Millionen Menschen den Loro Parque jährlich, also um das Zehnfache als das meistbesuchte Museum auf Ganaria (Kolumbushaus). Ich möchte Sie jetzt nicht mit einer Menge Fakten überladen, sondern in diesem ersten Teil – soviel nehme ich vorweg – einladen, mich auf dieser zweitägige Tour zu begleiten.

Donnerstag sollte es los gehen und so verschob ich alle Termine, die ursprünglich an diesen beiden Tagen hätten stattfinden sollen. Nur meinen Fotografen konnte ich nicht frei bekommen, denn ich hatte ihn auf Bitten von Gran Canaria Natural (Abteilung der Inselregierung) schon ‚verkauft‘. Der Konzern Loro Parque hat sicher einige Fotos im Fundus. Ich beschloss also, dass mein Hirn und meine Aufmerksamkeit reichen müssen und beschloss diese Tour alleine zu machen.

TREFFPUNKT: POEMA DEL MAR

Vielleicht haben Sie es schon gehört, dass Loro Parque derzeit in Las Palmas riesiges Aquarium bauen lässt, das den poetischen Namen „Poema del Mar“ trägt und sicher eines der Touristenattraktionen der Stadt werden wird. Dort war der Treffpunkt und ich parkte mein Auto im Einkaufszentrum El Muelle nebenan (präge mir die Parknummer ein, denn ansonsten ist nachher stundenlanges Suchen angesagt).

Ich hetze zum Gebäude, ein kurzer und bestimmender Pfiff zwingt meinen Blick nach rechts, wo eine Dame neben einem kleinen Bus steht und winkt. Ich sehe mich um und nachdem sich hier niemand außer mir befindet, muss wohl ich gemeint sein. Überaus freundlich werde ich von Señora Begoña Vera Guanche begrüßt, die Presse- und Kommunikationskoordinatorin auf Gran Canaria (ihr Pendant auf Teneriffa heißt Natalia).

Ich nahm in der ersten Reihe im Bus Platz und binnen weniger Minuten kamen die anderen Teilnehmer, cool, zielstrebig und selbstbewusst (während meines immer kleiner wurde). Viele kannten sich untereinander und begrüßten sich überschwänglich.

DIE GLORREICHEN ZWÖLF

Zwölf Pressevertreter waren wir und vertreten war das ‚Who is Who‘ der spanischen bzw. kanarischen Presseszene, wie z. B. EFE (die spanische Presseagentur), die größten Tageszeitungen Canarias 7 und La Provincia, zwei TV-Sender eine Online-Redaktion etc. Jetzt stieg mein Selbstbewusstsein wieder, denn ich war das einzige nicht spanisch-sprachige Medium, das mit diesem illustren Kreis mit durfte.

Nur eines bereitete mir Bauchweh, denn ich merkte, dass weitere Teammitglieder (sprich die Kameraleute und Fotografen) von anderen Inseln direkt in Teneriffa dazu stoßen werden. Und ich ‚arme kleine Viva‘ war mit nichts bewaffnet außer mit meinem Notizblock. Ich fragte im Flüsterton Begoña, ob ich ein paar Fotos aus ihrem Loro Parque Fundus erhalten könnte, da mein Fotograf anderweitig verbucht war. Das sei überhaupt kein Problem (sie managte an diesen beiden Tagen alles wie ein Profi und es gab aber auch wirklich nichts, dass sie aus der Ruhe bringen konnte. Sie lächelte und machte) ie dass ist kein Problem, sie kümmert sich gleich darum (und ich rutschte ein wenig tiefer in meinen Sitz).

Es ging los und kurze Zeit später waren wir am Flughafen Gando angelangt. Wir wurden fast durchgeschleust, mein bisher schnellstes Check-In (mir fielen die neugierigen Blicke der anderen Flughafenpassagiere auf, die uns beobachteten während wir schnellen Schrittes mit allerlei technischem Equipment an ihnen vorbei marschierten). Der Flug verging wie im Nu und schon waren wir im schönen Teneriffa. Mir stachen sofort die dicht bewachsenen Berghänge ins Auge und während der kurzen Fahrt nach Puerto de la Cruz saugte ich die Gegend auf. Ein besonderer Augenschmaus war natürlich der Teide, der imposant das Umfeld überragte und auch die anderen Teilnehmer zu fesseln schien. Ansonsten war es lebhaft im Bus und alle unterhielten sich kreuz und quer. Journalisten müssen wohl kommunikativ sein, sonst wären sie wahrscheinlich eine Fehlbesetzung.

STIL AUF HÖCHSTEM NIVEAU

Mir blieb fast die Spucke weg (verzeihen Sie diese Formulierung) als ich sah, in welchem Hotel man uns einquartierte. Es ist das Beste Haus auf Teneriffa, das einzige, das mit einem Gran Lujo ausgezeichnet wurde – quasi fünf Sterne Plus.

Das Hotel Botanico & The Oriental Spa Garden liegt in Puerto de la Cruz. Es zu beschreiben würde den Rahmen sprengen und es verdient eine eigene Story. Ich war schon in vielen guten Häusern, aber dieses hatte ein außergewöhnlich hohes Niveau und einfach Stil. Im Zimmer lag auf dem Bett sogar ein handgeschriebener (!) Willkommensbrief der Hoteldirektion. Dort merkte ich auch, dass ich bei all dem Stress auf Gran Canaria einiges vergessen hatte – das größte Malheur war aber, dass meine Augengläser auch nicht dabei waren. Halbblind wie ein Maulwurf muss ich also umso mehr aufpassen und sicherheitshalber mit dem Handy alles abfotografieren, damit ich es mir dann vergrößern kann. Flexibilität ist mein zweiter Vorname…

CHRISTOPH KIESSLING, PRÄSIDENT DER LORO PARQUE FUNDACIÓN: 17 Millionen Dollar in Projekte in 30 Ländern

Präsident der Fundación Loro Parque und Viz-Präsident des Parks Trip Advisor attestiert dem Loro Parque, der beste Europas zu sein und die Nummer Zwei weltweit. Darauf kann man mehr als Stolz sein. Gegründet hat den Zoo der Deutsche Wolfgang Kiessling bereits im Jahr 1972. Und es war sehr herausfordernd als Ausländer, der zwar perfekt französisch sprach, dafür kein Wort spanisch, seine Ideen umzusetzen. Ich war schon gespannt auf seinen Sohn Christoph Kiessling, Präsident der Loro Parque Fundación und Vize-Präsident des Loro Parque.

Die Arbeit der Stiftung war das Hauptanliegen für diese Einladung an die Presse und ehrlicherweise musste ich gestehen, dass ich davor noch nie von dieser Fundación gehört habe. Wie wichtig Herrn Kiessling die Stiftung ist, bewies er, dass er uns an beiden Tagen begleitete. Es war eine wertvolle Bereicherung und er gab immer wieder interessante Einblicke und Hintergrundinformationen, aber auch einige amüsante Anekdoten, von sich gab. Die spanische Delegation war schier sprachlos, denn uns ist durch die Reportagen im TV ja schon einiges Bekannt aber die Spanier wusste gar nicht, welch wichtige Rolle die Arbeit der Loro Park Stiftung auf internationalem Terrain vollbringt.

KNIGGE SAMT FAKTEN

Wir finden uns alle pünktlich im Präsentationsraum des Hotels ein. Christoph Kiessling muss sich nicht beweisen. Das ist wohl Jedem von uns klar. Er erscheint tiefsinnig, ambitioniert und interessiert. Er hat Knigge nicht gelesen, sondern sich verinnerlicht, ohne an Bodenständigkeit und Lockerheit zu verlieren. Sein Auftreten ist klarerweise selbstbewusst, aber nicht abgehoben. Elegantes Business Casual würde ich sein Outfit beschreiben, Jeans mit marinefarbenem Sakko und trendiges Shirt… ein interessanter Mix. „Das Fenster, das die einzigartige Schönheit unter Wasser zeigt“, das möchte Loro Parque mit seinem neuen Projekt „Poemas del Mar“ in Las Palmas realisieren. Und wenn nur ein Teil der Professionalität und Kreativität dieser „Macher-Familie“ umgesetzt wird, dann können wir davon ausgehen, dass es auch gelingen wird.

WACHSEN MIT BEDACHT

Das Unternehmen wurde 1972 gegründet und Herr Christoph Kiessling beginnt gleich mit einer Anekdote über die Gründung des Loro Parque. Wolfgang Kiessling wollte einen Safaripark mit Löwen und Tiger realisieren, alles was man sich in einem afrikanischen Dschungel so vorstellt. Also ging er zu seinem Vater, um für das Startkapital zu erbitten. Dieser hörte seinen Sohn interessiert zu und fragte: „Was essen denn Löwen? Wieviel kostet die Verpflegung etc.?“ Einige solcher Fragen später ging der Sohn in sich und überdachte alles. Er griff die Idee auf einen Papageienzoo zu machen und startete mit 120 Exemplaren auf einem Terrain von 13.000 Quadratmetern. Das hat er sich damals wohl nicht vorstellen können, welche Dimensionen diese damalige Idee einmal einnehmen wird. Heute ist der Park zehn Mal so groß und verfügt über 4.000 Exemplare (350 Spezies), neben weiteren Tieren… Das geschah nicht von heute auf morgen. Die Erweiterungen wurden sukzessive gemacht und so wie das Unternehmen Geld erwirtschaftete, wurde es für reinvestiert. Der Zoo – das ist eine andere Geschichte.

TRANSPARENZ SCHAFFT WISSEN UND RESPEKT

Transparenz schafft Wissen und das widerrum Respekt für die Tiere. In vielen Bereichen arbeiten die Teams und Fachleute quasi vor den Augen der Besucher, so wie beispielseise in der Veterinärabteilung. Man kann ihnen durch eine Glasscheibe zusehen.

Beeindruckende Fakten: Der Loro Parque ist Weltführer im Artenschutz von Papageienvögel (Ordnung der Psittaciformes). Im September fand die III Internationale „Parrot Convention“ statt, bei der Wissenschaftler und Forscher aus aller Welt kamen. Das Wissen der Fachkräfte ist gefragt, denn sie kennen die Tiere wie ihre Westentasche und können mit wertvollen Hintergrundinformationen dienen. Der Loro Parque verfügt über die größte Gendatenbank der Welt.

Die Stiftung hat 120 Projekte in über 30 Ländern und investierte 17 Millionen USD seit Beginn der Tätigkeit in diese Projekte. Artenschutz ist wichtiger, als wir (Laien) uns das vorstellen können. Stirbt eine Spezies aus, dann hat das mitunter für andere Arten eine existenzbedrohende Konsequenz und diese zieht immer größere Kreise, wenn die Biodiversität aus dem Gleichgewicht rutsch. Einige dieser Projekte wurden kurz umrissen und zeigen den enormen Erfolg, die die Stiftung sich auf die Fahne heften kann. Die Arbeit erfordert viel Einfühlungsvermögen und Sensibilisierung der Leute an vorderster Reihe (und auch eine große Portion Kreativität). Manche dieser extrem vom Aussterben bedrohten Arten schrumpften auf lediglich einige Dutzend Exemplare. In wenigen Jahren konnten die Populationen vergrößert werden. Zu einer ihre Erfolgsstorys zählt der in seiner Heimat ausgestorbene Spix-Ara im Jahr 2000. Der Weltbestand konnte von ein paar Dutzend Exemplaren auf mehr als 1000 gehoben werden. Ich werde Ihnen ein oder zwei dieser super interessanten Projekte gesondert vorstellen. Diese unterteilen sich in Projekte von Meeresbewohnern und jene an Land.

IN SITU – EX SITU

Wissenschaftliche Forschung unter kontrollierten und idealen Bedingungen für die Tiere, um mehr über sie zu erfahren (die Physiologie, Biologie, Toxikologie etc.). Diese Kenntnisse helfen den Erhalt sicherzustellen. Es gibt eine Art Kommunikationszonen, wo beispielsweise gerettete Tiere mit jenen, die in der Loro Parque Zuchtstation geboren sind, sich kennenlernen können. Ziel ist es schließlich, dass die in menschlicher Obhut gezüchteten Vögel eines Tages in die freie Natur entlassen werden können (Auswilderung). Die Arbeit der Loro Parque Stiftung ist international etabliert und inzwischen reichen Organisationen, Wissenschaftler, Länder etc. Anträge ein, welche um Unterstützung bitten. Nachdem ein Gremium entschieden hat welche Projekte realisiert werden, werden diese in die „ToDo“-Liste aufgenommen und mit erhalten den Status „in Arbeit“.

100% DER FINANZMITTEL FLIESST IN DIE PROJEKTE

Loro Parque ist der größte Sponsor mit über 2,5 Millionen Euro pro Jahr (10 Prozent der Eintrittskarten des Zoos gehen in die Stiftung). Weitere Unterstützer sind Lieferanten, Großkunden und Mitglieder der Stiftung. Zusätzlich generiert man Einnahmen durch den Verkauf von Merchandising Produkten.

Was mir besonders gefallen hat ist, dass 100 Prozent der Spendeneinnahmen die Stiftung in die Projekte investiert. Das bedeutet, dass alle administrativen Projektkosten (wie z. B. Kommunikationskosten, Büromaterialien etc.) zusätzlich vom Loro Parque getragen und nicht vom Geld der Stiftung abgezogen werden. (Anm. Das ist leider bei vielen anderen karitativen Organisationen ganz anders.) Wieso wird Geld benötigt? Weil es leider immer mehr vom Aussterben bedrohte Tierarten gibt, teilweise in kritischem Level. Mit dem Steigen der Anzahl der Projekte wachsen auch die benötigten Finanzmittel.

BEWUSSTSEINSBILDUNG SCHON BEI KINDERN

Die weltweite Sensibilisierung hinsichtlich der vom Aussterben bedrohten Arten ist das wichtigste Anliegen. Das zieht sich auch auf die Bereiche, wie beispielsweise Bedeutung von Biodiversität für Mensch und Tier, die Situation hinsichtlich der Rodungen der Wälder, und Themen wie Klimawandel, Übersäuerung der Ozeane, Plastikmüll in den Ozeanen, Überfischung, Wilderei etc.

QUALITÄT UND NACHHALTIGKEIT

Der Zoo ist Privat auf auf freiwilliger Basis werden die höchsten internationalen Standards erfüllt, wie z. B. die ISO 9000 und ISO 14001-Zertifizierung sowie EMAS. Sie haben zudem das Qualitätssiegel für Verantwortungsvollen Tourismus (Biosphere Responsible Tourism). Der Loro Parque sammelt Ehrungen wie andere Porzellanpuppen, man denke an den Prinz von Asturien Preis für die unternehmerische Spitzenleistung oder die Goldmedalle im Tourismussektor durch das spanische Wirtschaftsministerium etc. Wie Sie sehen können, war dieser Tag sehr ereignisreis und komprimiert hinsichtlich dem Informationsgehalt. Uns allen rauchten die Köpfe. Aus diesem Grund würde ich gerne einzelne repräsentative Themen herausnehmen, und Sie in unseren nächsten Ausgaben präsentieren. Übrigens können auch Sie die Loro Parque Stiftung unterstützung. Auf der Webseite finden Sie alle benötigten Informationen dazu. Initiierung von bewusstseinsbildenden Programmen, welche Gewohnheiten ändern (z. B. Müllvermeidung, Sparen von Strom, Wasser und Energie sowie den Anreiz nehmen Tiere als Souvenirs zu betrachten.

Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

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Original-Artikel: Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

Erschienen in The Biologist [63(5) p9]. Autor: James Borrell

Der Biologe und TEDx-Sprecher erklärt, warum Zoos für Natur- und Artenschutz von enormer Bedeutung sind.

Übersetzung der 8 Gründe:

  1. Es gibt 39 Tierarten, die derzeit von der IUCN als Ausgestorben in der Wildnis aufgeführt sind. Dies sind Arten, die völlig verschwunden wären, wenn es keine Vertreter in menschlicher Obhut auf der ganzen Welt geben würde, von denen viele in Zoos (oder bei Pflanzen: botanische Gärten) wohnen.
  2. Für Arten, deren Überleben in der Wildnis in Gefahr ist, bauen Zoos häufig Rückversicherungs-Populationen auf, in Menschenobhut lebende Gruppen von Tieren, die im schlimmsten Fall zur Wiedereinführung in die Wildnis beitragen könnten, sollte die ursprüngliche Population aussterben. Die Zoological Society of London, als Beispiel, hat an mehr als 160 dieser Programme.
  3. Auswilderungen. Es wird oft argumentiert, dass Zoos schlecht sind, weil so wenige Auswilderungen tatsächlich passieren. Ich würde behaupten, dass es nicht die Zoos sind, die schuld sind – eine Wiedereinführung kann nicht stattfinden, wenn der Grund, warum eine Spezies in erster Linie zum Aussterben getrieben wurde, nicht gelöst ist.
  4. Im Jahr 2014 besuchten 700 Millionen Menschen Zoos weltweit. Nicht alle Zoos engagieren sich gut, und in der Tat sind nicht alle Zoos gute Orte. Allerdings sicherlich erzeugt die Besucheranzahl eine Art von Verbindung mit der natürlichen Welt, die es anders nicht geben würde.
  5. Zoos sind ein lebendiges Museum. Was wir über wilde Tiere in Menschenobhut lernen, kann uns helfen, sie in freier Wildbahn zu managen und zu schützen – vom Verhalten des Tieres über die Fortpflanzungsrate bis hin zu den Ernährungsanforderungen.
  6. Zoos erwirtschaften Geld für die Zuchtbemühungen. Es ist schwierig, Menschen zu Schutzarbeit zu motivieren, die eine halbe Welt entfernt stattfindet. Aber durch die Möglichkeit, Tiere aus erster Hand zu erleben, können wir die Teilnahme an internationalen Naturschutzaktivitäten erhöhen.
  7. Hilfe bei Notfällen. Chytrid-Pilz hat sich als eine tödliche Bedrohung für die Amphibienpopulationen weltweit berausgestellt und 168 Arten sind in 20 Jahren ausgestorben. Auf Bedrohungen wie diese zu reagieren, ist sicher einer der größten Nutzen von Zoos auf der ganzen Welt. Viele haben spezielle Amphibienzentren eingerichtet und sind leisteten Pionierarbeit in Behandlungs- und Zuchtprogrammen.
  8. Sie erinnern uns daran, dass wir Erfolg haben können. Schutzarbeit ist voll von schlechten Nachrichten, aber bei vielen Gelegenheiten habe ich durch Glas oder Maschen eine Spezies gesehen, die schon nicht existieren würden. Für mich zumindest, erinnern uns Zoos, dass die Schutzarbeit funktioniert – wir brauchen nur mehr davon.

Loro Parque wildert eine auf Gran Canaria verletzt aufgefundene Meeresschildkröte aus, nachdem sie sich im Aquarium erholt hatte

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Die Loro Parque Fundación hat vor kurzem eine Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), nachdem sich im Aquarium des Zoos zwei Monate lang erholen konnte, wieder ausgewildert. Das Tier war zuvor an einem Strand in Gran Canaria mit einem Angelhaken im Hals aufgefunden und gerettet worden. Nach ihrer erfolgreichen Behandlung im Wildlife Recovery Center von Tafira entschieden die Experten, dass der beste Ort für die erfolgreiche Rehabilitation der Meersschildkröte und für ihre Vorbereitung auf die Wiederauswilderung im Meer der Loro Parque ist.

Während der Auswilderung am Strand von Punta Brava erklärten Pädagogen der Loro Parque Fundación und der Direktor des Wildlife Recovery Centers von Tafira, Pascual Calabuig, mehr als 100 Schülern der Primarstufe der Schule von Punta Brava die Bedeutung des Naturschutzes und die Gefährdung der Tierwelt durch Meersverschmutzung, zum Beispiel durch Plastikabfälle. Der mit Spannung erwartete Moment kam, als die Schüler Spalier standen, und die Schildkröte durch den zentralen Gang zu ihrem ersehnten Ziel kroch: dem Ozean..

Für die Umweltstiftung des Loro Parque ist die ethische Verantwortung moderner Zoos für Wildtiere in Not von elementarer Bedeutung. Loro Parque wird dieser Verantwortung durch seine Bereitschaft, Tiere, die eine vorübergehende Unterbringung benötigen, aufzunehmen und sie zu pflegen, gerecht. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen von besonderer Wichtigkeit.

Jährlich kommen mehr als 200 Meeresschildkröten in die Wildtierrettungszentren auf den Kanarischen Inseln, die meisten von ihnen aufgrund von Problemen, die sie bedingt durch die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf das Meer haben. Ein großer Teil der Tiere kann rehabilitiert und ins Meer zurückgesetzt werden. Die Loro Parque Fundación wird ihr Engagement für den Naturschutz und für die Sensibilisierung der Bevölkerung der kanarischen Inseln für den Umwelt- und Tierschutz auch weiterhin verstärken.

Im Loro Parque sind vier Felsenpinguine geschlüpft

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Die Pinguin-Kolonie des Loro Parque vergrößert sich um vier im Pinguinarium geschlüpfte Felsenpinguin-Küken. Die Küken erfreuen sich bester Gesundheit und entwickeln sich in der Pinguin-Aufzuchtstation prächtig. Sie sind am 4., 9., 12. und 15. Dezember geschlüpft, und blieben zunächst einige Tage lang im Inkubator. Sie werden mit einer besonderen Mischung aus Fischbrei mit Calcium-Zusatz in einem Anteil von 10% ihres Körpergewichts gefüttert.

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Etwa 2 Monate lang werden die Küken in der Aufzuchtstation des PlanetPenguin versorgt, wo die während der ersten Lebenswochen unabdingbare besondere Fürsorge erhalten. Danach beginnt der Integrationsprozess, während dem sie langsam an ihre neue Umgebung gewöhnt werden, um letztlich ganz in die Pinguingruppe integriert zu werden. In diesem Stadium ist das Geschlecht der Küken noch unbekannt, bis es schließlich mit Hilfe von Blutproben bestimmt wird.

Die Experten des Loro Parque versorgen die Vögel mit großem Sachverstand sowie mit Liebe und Respekt. Auf dieser Grundlage hat Loro Parque großartige Ergebnisse, denn es gelingt die Nachzucht aller hier gepflegten Meeresvögel (Humboldtpinguin, Königspinguin, Eselspinguin, Felsenpinguin und Atlantischer Papageientaucher). Den Bewohnern einer der besten Pinguin-Anlagen der Welt kommt eine Einrichtung zugute, die 12 Tonnen Schnee täglich produziert, die ein Filtersystem gegen mikrobiologische Luftverunreinigungen hat, und die für die optimale Reproduktion der Tiere ideale Bedingungen für Lichteinfall und Temperatur bietet.

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Dank des im polaren Ökosystem der Antarktis alljährlich im Frühjahr verfügbaren Nahrungsangebots bilden Pinguine riesige Kolonien, die aus hunderttausenden von Exemplaren bestehen. Leider ist dieser Nahrungsreichtum ernsthaft durch die Überfischung der Meere und durch den Klimawandel bedroht, der die Meeresströmungen negativ beeinflusst! Beispielsweise sind der beständige Schneefall und die Gletscher, auf denen die Pinguine gewöhnlich nisten, in großer Gefahr durch den vom Treibhauseffekt verursachten Klimawandel zu verschwinden. Diese Umstände sind eine ernste Gefahr für die Zukunft dieser erstaunlichen Vögel!

Deswegen engagiert sich Loro Parque als moderner Zoo dafür, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese Probleme zu fördern und die Naturschutzprojekte zu unterstützen. Gleichzeitig hat Loro Parque ein Umweltmanagementsystem realisiert, eine eigene Photovoltaik-Solarenergieanlage zur Gewinnung elektrischer Energie errichtet, fördert einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und setzt sich für den Schutz der natürlichen Lebensräume der Tiere ein.

Rockhopper-Babies im Loro Parque

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Original Artikel: http://zoos.media/medien-echo/rockhopper-babies-loro-parque/

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Seit Jahren hält der Loro Parque Felsenpinguine, die im Englischen den schönen Namen „Rockhopper“ tragen. Diese Tiere brauchen solche Aufmerksamkeit in Zoos, denn der Gesamtbestand der Art ist in den letzten 30 Jahren umd fast ein Drittel zurückgegangen. Moderne Zoos sind wichtige Akteure im Artenschutz im Lebensraum der Wildtiere selbst (in situ) und außerhalb (ex situ).

Es gibt etwa 80 in Europa gehaltene Exemplare, wovon etwa die Hälfte im Tiergarten Schönbrunn lebt, wo sie ebenfalls gezüchtet werden. Ebenso hält der Loro Parque diese Tiere seit Jahren und auch züchtet erfolgreich. Um die Aufzucht des Pinguinachwuchses des Zoos auch transparent zu zeigen, wurde in Planet Penguin eine spezielle Babystation eingerichtet wie es sie auch in der Animal Embassy für Papageien gibt. Die Besucher können hier sehen wie die Experten für die Tiere sorgen.

Das Futter, das sie bekommen ist speziell auf ihre Bedürfnisse, ihr Alter und ihr Gewicht abgestimmt und genügt höchste Qualitätsanforderungen. Es ist jahrlange Erfahrung von professionellen Pinguinhaltungen, die den Kleinen heute zugutekommt. Später dann sieht man die Tiere in der Eiswelt Antarcica der großen Pinguinariums, wo sie als Nahrung Fisch in Restaurantqualität bekommen.

Die Schneemaschinen des schneesichersten Flecken Erde auf Teneriffa produzieren 12 Tonnen Schnee an jedem Tag. Die Luft wird speziell gefiltert und die Lichtsituation genau an das natürliche Vorbild angepasst. Es gibt weltweit sehr wenige Installationen, die diese Qualität zuverlässig jeden Tag für Pinguine bereit stellen können.

Die Pfleger behandeln die Tiere mit viel Liebe und großen Respekt. Sie kümmern sich rührend um jedes Tier und versorgen es auf Basis neuster wissenschaftliche Erkenntnisse – das ist ein Kennzeichen jedes modernen Zoos.

Letzten September konnten wir ein Video von der besonderen Installation drehen, das wir auf Facebook veröffentlicht haben. Das das kann weiter unten auf dieser Seite entdecken. Darin sieht man auch den Felsenpinguinnachwuchs aus dem letzten Jahr. Darunter findet man dann ein aktuelles Video von der Versorgung des Loro Parque der Jungtiere.

Wichtige Botschafter ihres Lebensraumes

Der naturgetreue Nachbau des Lebenraumes hat neben dem Wohlbefinden seiner Bewohner auch noch einen edukativen Nutzen. Moderne Zoos zeigen ihre Tiere in Gehegen, die in erste Linie den Anforderungen der Tiere gerecht werden, aber auch einen Ausschnitt des natürlichen Lebensraumes darstellen. Aus diesem Grund bietet der Loro Parque für die Felsenpinguine auch speziell naturgetreue Felslandschaften, wo sich die Tiere gerne aufhalten und auch in den Brutbetrieb einsteigen.

Durch die Gemeinschaftshaltung mit Eselspinguinen, Zügelpinguinen und Königspinguinen in der antarktischen Installation, sind sie Botschafter eines hochgradig bedrohten Lebensraumes. Durch Einflussnahme des Menschen und den Wandel des Klimas stehen Polar-Zonen und ihre Bewohner generell vor großen Herausforderungen.

Die Heimat des Felsenpinguins, die von subtropischen bis zu subantarktisch Inseln reicht, muss geschützt werden, wenn sie nicht für immer verloren sein soll und von sämtlichen Tierarten entvölkert werden soll. Auch hier nehmen Zoos eine wichtige Rolle ein. Zoos auf der ganzen Welt zeigen deshalb immer wieder Vertreter dieses Lebensraumes und schützen verschiedenste Arten von Pinguinen aktiv.

Besonders schwer ist es für Zoos, Habitate zu bauen, die so ganz anders sind als das Klima, indem sie selbst erbaut sind. Aber einige Zoos scheuen hier weder Kosten noch Mühen, um so Millionen von Besuchern auch die Polarregionen zeigen zu können, denn diese sind vom Klimawandel mit am meisten betroffen und brauchen Aufmerksamkeit, die Zoos bieten können. So können selbst Urlauber, die eigentlich die Wärme suchen, noch für dem Schutz antarktischer Pinguine inspiriert werden.

Southern Resident Orcas stark bedroht

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Original Artikel: Southern Resident Orcas stark bedroht

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Einen im „Guardian“ erschienenen Artikel möchte ich zum Anlass nehmen, die Geschichte der Southern Residents nachzuvollziehen – sowohl an einem guten Beispiel in Menschenobhut als auch in der irreführenderweise als „Freiheit“ bezeichneten und von Menschen immer stärker bedrohten Natur.

Winston

Wir schreiben das Jahr 1970. Ein junger Orca, der später den Namen Winston tragen wird, von der Wildbahn in eine betreute Meeresbucht gebracht und von dort aus ins Seattle Marine Aquarium.

Er war mit Mitglied der unter dem Namen Southern Resident Killer Whales (kurz: SRKW) zusammengefassten Population. Insgesamt wurden dutzende Orcas aus dieser Population an Aquarien verkauft – unter anderem gehört auch die bekannte Lolita, die heute im Miami Seaquarium lebt, zu den Orcas, die dort zu dieser Zeit gefangen wurden.

Der Windsor Safari Park in Großbritannien meldete sich für den Kauf des Tieres. Unter dem Namen Ramu kam er der Orca in die Ausstellung. Er blieb dort sechs Jahre lang. Aus knapp vier Metern Länge wurden schnell knapp sechs – der Orca wurde für den Park in der Nähe von London zu groß, und die Haltung war nicht mehr tolerierbar.

Also nahm sich SeaWorld des Tieres an und in einer DC8 kam er es nach San Diego. Dort wurde der Orca in Winston umbenannt. 1978 hatte er dann die 6-Meter-Marke geknackt und wog knapp 3,5 Tonnen.

Man muss wissen, dass sich SeaWorld einiger Tiere annahm, die aus der SRKW-Population gefangen wurden, um sie vor schlechter Haltung oder dem Tod zu bewahren. Wir befanden uns damals in einem Orca-Boom und jeder wollte die Tiere halten, unterschätzte aber die Haltungsanforderungen der Tiere. Einzig SeaWorld, so kristallisierte sich bald heraus, hatte diese Aufgabe nicht unterschätzt und musste später viele Tiere aus Einrichtungen übernehmen, die sich übernommen hatten.

Mit Orcas gab es damals ein ähnliches Phänomen wie leider jedes Jahr an Weihnachten: da kaufen auch viele Leute neue Haustiere zum Verschenken und später merken sie dann, dass deren Pflege doch nicht so einfach ist, wie sie sich das vorgestellt hatten, und geben die Tiere ins Tierheim.

SeaWorld wurde so zum „Tierheim“ für Orcas und hatte die Tiere nicht nur unterzubringen, sondern auch mit den Problemen dieser Tiere zu kämpfen, die aus inadäquater Unterbringung und Fürsorge resultierten.

Winston war jahrelang in England schlecht trainiert worden und in einem nicht artgemäßen Becken gehalten worden. Erst mit der ‚head in mouth‘-Methode (ja, das ist buchstäblich genau das, wonach es sich anhört) konnten dem Tier Vertrauenserfahrungen gegeben werden. Es ist erst den Experten in SeaWorld gelungen aus einem unsteten, frustrierten und deshalb teils aggressiven Tier, einen Orca zu machen, der artgemäße Haltung erfuhr und umgänglich wurde. Es war ähnlich wie bei einem Hund, der jahrelang schlechte Haltung und schlechtes Training erfuhr und dann endlich in Expertenhand ein gutes Leben geschenkt bekommt.

Heutzutage wird SeaWorld von Anti-Delfinarien-Aktivisten gerne vorgeworfen viele Tiere der SRKW in seiner Obhut gehabt zu haben und deshalb die schlechte Situation der Wildpopulation ausgelöst zu haben. Das ist aber genauso als würde man die deutschen Tierheime für die Problematik der Weihnachtsgeschenk-Haustiere verantwortlich machen: man verwechselt Ursache und Lösung.

In SeaWorld entwickelte sich Winston prächtig. Er wurde Teil des Pods und vermehrte sich erfolgreich. Seine erste Tochter Kalina (*1985) war auch zugleich die erste erfolgreiche Orca-Aufzucht in Menschenobhut. Ein Jahr später starb Winston an einem chronischen Herzfehler und konnte seinen Nachwuchs nicht aufwachsen sehen.

Kalina hatte dafür aber eine tolle Beziehung zu ihrer Mutter Katina, die noch heute in SeaWorld Orlando lebt und schon mehr als 40 Jahre alt ist. Sie brachte 1988 Katerina zur Welt. 1990 kam die von ihrer Mutter schon längst entwöhnte Kalina nach SeaWorld Auroa und danach nach San Antonio. Dort traf sie Kotar, den sie schon aus Orlando kannte.

Er war ein stattlicher Orcabulle und aus ihrem Zusammensein resultierte unter anderem Keto, der heute im Loro Parque lebt und seinerseits auch schon für Nachwuchs sorgte. Er stammt von den Southern Residents ab und ist nun Botschafter für seine Art und ihres Lebensraums.

Loro Parque begeistert die naturentfremdeten Menschenfür die Orcas und informiert sie in edukativen Angeboten über die Situation der Orcas auf der ganzen Welt. Geographisch naheliegend liegt der Hauptfokus der Loro Parque Stiftung aktuell besonders auf dem Schutz der gefährdeten Orcapopulation um Gibraltar.

Öl versus Orcas

Den Orcas der SRKW-Population, die in der Natur blieben, sowie ihren Nachkommen, erging es leider nicht gut. Während Keto heute von der hervorragenden Wasserqualität in OrcaOcean profitiert, sind seine Verwandten die durch die lokale Chemieindustrie weltweit am meisten mit Schadstoffen kontaminierten Meeressäuger, leiden unter menschengemachtem Lärm im Meer und durch Überfischung an einem Mangel an Nahrung.

Nun soll ihr Lebensraum durch eine Expansion der Öl-Pipeline um etwa 1.000 Kilometer von Alberte zur Küstenlinie von Vancouver noch mehr beeinträchtig werden.

Die Population der SRKW ist sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Canada als bedroht anerkannt, und man muss jetzt leider für diese Tiere schwarz sehen:

„Eine Genehmigung für das [Pipeline-]Projekt ist auch eine Genehmigung für das Aussterben der Population. Niemand bestreitet es. Niemand sagt, das ist nicht richtig. Es wurde akzeptiert.“ – Ross Dixon (Raincoast Conservation Foundation) im Guardian Orcas sind zwar global nicht bedroht, aber diese Population ist es sehr wohl. Deshalb ist die Behauptung von Tierrechtlern so gefährlich, wenn Sie sagen, es bräuchte keine Botschafter von Tieren in Menschenobhut.

Das Pikante daran: Viele Aktivisten, die gegen Delfinarien aufbegehren, kümmern sich nach eigenen Angaben genau um diese Population der Southern Residents. So zum Beispiel Ken Balcomb , der die Delfinariengegner-Industrie offenbar lieber fleißig unterstützte, als seine Hausaufgaben zu machen: er verbreitete anscheinend lieber Desinformationen, statt an der Bedrohungssituation etwas zu ändern.

Die Probleme der Population existieren schließlich nicht seit gestern. Balcomb hat aber aus rein ideologischen Gründen die Fäden zu dem wichtigen Forschungszweig und der Naturschutzsensibilisierung in Menschenobhut gekappt und SeaWorld die Schuld an den geschilderten Fangaktionen gegeben, obgleich gerade SeaWorld für die Langzeitfolgen damaliger Fehler aufkam und den Tieren und deren Nachkommen ein artgemäßes Leben bot. Hingegen blieb Balcombs Forschungsarbeit mehr als defizitär.

Im Mai 2015 gründete SeaWorld mit der The National Fish and Wildlife Foundation das Killer Whale Research and Conservation Program (KWRCP), das die Arbeit macht, die der Anti-Delfinarien-Aktivist Balcomb anscheinend offensichtlich in 40 Jahren mit seinem „Centre of Whale Research“ nicht zu Stande brachte: Grundlagenarbeit wie Studien zur Nahrungsverfügbarkeit, Habitatqualität und Standartprotokolle für das Monitoring der Tiere.

So wurde etwa als erste Maßnahme eine Studie zur Schadstoffweitergabe in der Muttermilch realisiert – eine Forschung, die nur in menschenobhut überhaupt möglich ist. Leider werden Studien zur Reproduktionsbiologie von Orcas in SeaWorld in Zukunft nicht mehr möglich sein, da Balcomb und seine Aktivisten-Kollegen solchen irrationalen Druck ausübten, so dass SeaWorld in einer falschen, tierbedürfnisverachtenden und nicht artgemäßen Entscheidung, einen Zuchtstopp für Orcas implementierte.

So hat Balcomb es nicht nur versäumt, selbst wichtige Studien und Aktionen selbst durchzuführen, sondern seine Zeit und Arbeit darin investiert zu verhindern, dass es in Amerika auch jemand anderes kann. Feldforschung und Forschung in Menschenobhut gehören untrennbar zusammen, wenn man erfolgreich Artenschutzarbeit betreiben will.

Aktivisten empfanden Blacombs Weg als den richtigen und zukunftsweisenden. Das Versagen dieses Weges wird immer mehr offenkundig. Nach Vissers Versagen bei der tiergerechten Versorgung eines gestrandeten Orca- Kalbes ist es nun das zweite Mal in diesem Jahr, dass deutlich wird, dass die von Delfinariengegner als richtig propagierten Wege und die als wichtig propagierten angeblichen Experten, diese Lobhudeleien gar nicht einlösen und stattdessen scheitern, wenn es mal wirklich ernst wird. Es zeigt sich, dass ihre angeblich besseren Wege keine solchen sind.

Auch Joel Manby, der CEO von SeaWorld, wird dies einsehen müssen, wenn er SeaWorld in die Position bringen will, den Southern Residents im Sinne des Naturschutzes wirklich zu nützen. Solange aber die Aktivisten vor Ort lieber einen Streifzug gegen moderne Delfinarien führen, als sich um die realen Probleme der Orcas zu kümmern, wird die Population der SRKW vor die Hunde gehen oder tragischerweise zutreffender: im Öl versinken.

Zusammenarbeit ist der Schlüssel Zitieren möchte ich an dieser Stelle die Worte von Mark Simmons:

„If there is any hope of sustaining a species and its habitat, implementing effective preservation, it will be born of the absolute union between zoological and wild animal sciences, not their division, and most certainly not from the exclusion of zoological experience.“ | „Wenn es irgendeine Hoffnung darauf gibt eine Art und ihren Lebensraum zu erhalten bzw. effektiv zu bewahren, erwächst diese aus einer absoluten Einheit von Wissenschaft in Zoos und in der Natur, nicht aus ihrer Trennung und ganz sicher nicht aus dem Ausschluss der zoologischen Erfahrung.“ – Mark Simmons in Killing Keiko The Book, S. 386 Dies gilt auch für die Population der Southern Residents, die zwar keine eigene Art darstellt, aber genetisch durchaus besonders und einzigartig ist, und natürlich auch deren Habitat. Menschen wie Balcomb, die diese Disziplinen spalten und mit dem modernen Zoo einen wichtigen Partner sogar gänzlich beseitigen wollen, sind eine Gefahr für das Überleben von Arten wie der Fall der Southern Residents zeigt.

Populismus und der Hass Einzelner hat Gruppen, die im Interesse des Gemeinwohls zusammenarbeiten sollten, schon immer gespalten und genau das hat „Blackfish“ und die Anti-SeaWorld-Kampagne, an denen Balcomb mitgearbeitet hat, getan; es war eine Kampagne wie Trumps Wahlkampf – voll von Populismus und Hass gegen andere und postfaktisch geführt.

Ohne eine starke Zusammenarbeit zwischen wichtiger und fundierter Feldforschung und einer starken Forschung in artgemäßer Menschenobhut sind die Southern Residents wie auch andere gefährdete Tierpopulationen dem Untergang geweiht.

Durch die Abschaffung einer artgemäßen Haltung solch charismatischer Tiere in Menschenobhut in den USA durch Balcomb und Manby, wobei der CEO von SeaWorld der entscheidende und, biologisch ausgedrückt, der limitierende Faktor dieses Multifaktorensystems war, wurde auch die reelle Chance des Überlebens der SRKWs zerstört, denn der eine Forschungszweig kann ohne den anderen keine effektive Naturschutzarbeit leisten. Leider werden die Southern Residents wohl nicht die letzte Population sein, die darunter leiden wird.

Loro Parque begrüßt den ersten Zebrahai geboren im Aquarium

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Loro Parque erlebt einen besonderen Moment. Der beste Zoo Europas und der zweitbeste der Welt, lautTripadvisor, begrüßt Udra, den erstenZebrahai (Stegostoma fasciatum),geboren im Park. Ein weibliches Baby von 72 Gramm und 27 Zentimeternund in einwandfreiem Gesundheitzustand.

Udra war ein wirklicher Erfolg des professionellen Teams vom Aquarium, die das Ei,mithilfe eines Kaiserschnitts geöffnet haben, damit das Zebrahaibaby ohne Probleme schlüpfen konnte. Wäre Udra im Meer geboren, von einer Erstgebärenden,hätten die ersten befruchteten Eier möglicherweise Probleme gehabt zuschlüpfen. Seit ihrer Geburt am 24. Oktober ist die Entwicklung des Tieres optimal, und sie ernährt sich jetzt von kleinen Garnelen-, Muscheln-, Tintenfisch-und Seehechtstücken, in Mengen,die nicht mehr als 4% ihres Körpergewichts erhalten.

Ihre Eltern, Marilyn und Elvis, leben im Aquarium zusammen mit einem anderen Paar Zebrahaie.Nun gibt es ein neues Mitglied in dieser wunderbaren Familie der Haie. Diese Tiere, die bis zu drei Metern gross werden können, haben einen cremefarbenen Körper mit dunklen Pflecken, so dass sie unbemerkt auf dem sandigen Boden des Meeres ruhen können.

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Sie haben einen breiten, flachen Kopf, sowie einen Mund in Bauchposition, mit dem sie einfache kleine Lebewesen suchen können. Der Schwanz ist fast so groβwie die Hälfte ihrer Gesamtlänge, und hat starke seitliche Muskeln. Sie tragen ihren Namen wegen den Streifen,die sie als Jungtiere haben. Als Erwachsene verwandeln sie sich in Punkte.

Er ist ein ziemlich langsamer, aber gleitender Schwimmer. Er verfolgt seine Beutenicht,sondern drängt sie in kleine Orte und benutzt seinen großen und flexiblen Körper, damit sie nicht wegschwimmen können. Sein Kiefer ist auf der ventralen Seite seines Kopfes,und hat die Besonderheit, nach innen zurückgezogen zuwerden, was bewirkt, dass der Hai aerodynamischer wird. Obwohl er seinen seine Kiefer auf diese Weise verändert ,um schneller zu schwimmen, handelt es sichtrotzdem um ein langsames Tier. Diese zusätzliche Geschwindigkeit kann jedoch von entscheidender Bedeutung sein, um seinen Feinden zu entkommen oder seine Beute zu jagen.

Die Arbeit in der Reproduktion und Zucht von Zebrahaien ist entscheidend, um mehr Informationen für das Wohlergehen der vom aussterben bedrohten Arten wie dem Skalare (squatimaSquatima) , dem bedrohtesten der Welt, oder dem Hammerhai (Sphyrnasp.), denen die LoroParque-Stiftung durch Projekten zum Schutz hilft, sammeln zu können.

Studie belegt: Säugetiere leben länger in Zoos

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Zürich/Halle/Berlin, 07.11.2016. Das Leben in der Wildbahn ist durch Beutegreifer, Futterknappheit, raue Klimabedingungen und starke Konkurrenz geprägt. In Zoos dagegen sind die Tiere vor diesen Gefahren geschützt. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Zürich (UZH) und des Zoologischen Gartens Halle hat nun bei über 50 Säugetierarten untersucht, ob diese Tiere im Zoo oder in der Natur länger leben.

Die scheinbar triviale Frage nach der Lebensdauer von Tieren ist nicht einfach zu beantworten. Besonders bei Tieren in der Wildbahn ist es extrem schwierig, die genauen Geburts- und Todesdaten der Mitglieder einer bestimmten Population zu bestimmen. Zoologische Gärten dagegen zeichnen in der Regel alle Daten ihrer Tiere lückenlos auf. Mittlerweile stehen auch genügend Studien von freilebenden Tieren mit genauen Altersangaben zur Verfügung, um die Lebensdauer in der Natur und in Zoologischen Gärten vergleichen zu können.

Auch Fleischfresser leben länger Ein von den Universitäten Zürich und Lyon, sowie dem Zoo Halle geleitetes Forschungsteam hat dies nun getan und analysierte die demografischen Parameter von mehr als 50 Säugetierarten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass über 80 Prozent der Arten im Zoo länger leben als in der Wildbahn – darunter so verschiedene Arten wie Kaffernbüffel, Rentiere, Zebras, Biber oder Löwen. „Alle 15 Raubtierarten erreichten gemäss unseren Datensätzen eine höhere Lebensdauer im Zoo“, sagt Marcus Clauss, Professor für Vergleichende Verdauungsphysiologie von Wildtieren der UZH. „Offenbar ist auch als Räuber das Überleben in der Natur nicht unbedingt leicht.“

Zooverband begrüßt Studie Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), der im deutschsprachigen Raum 70 wissenschaftlich geleitete Zoos vertritt, begrüßt die Ergebnisse der Studie. „Zootierhaltung muss unter wissenschaftlichen Kriterien beurteilt und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse der Studie entkräften das häufig von Zookritikern vorgebrachte Argument der ungewöhnlich hohen Sterblichkeitsrate von Zootieren und belegen, dass die Zoos den Tieren artgemäße Lebensbedingungen bieten“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ).

Komplexe Beurteilung von Zoos Die Forscher betonen, dass die Lebensdauer nur ein Faktor unter vielen ist, um die Tierhaltung ethisch beurteilen zu können. „Die vielleicht wichtigste Erkenntnis unsere Studie ist, dass das Leben in der Wildbahn kein Dasein unter paradiesischen Bedingungen ist“, schliesst Prof. Clauss. Die Studie kommt auch zur Erkenntnis, dass einige wenige, besonders langlebige Arten in der Natur eine etwas höhere Lebenserwartung hatten. Dies betrifft zum Beispiel die Schimpansen. „Gerade bei den Menschenaffen wurden in den letzten beiden Jahrzehnten jedoch in einem enormen Umfang in neue Anlagen und Haltungssysteme investiert“, stellt Dr. Dennis Müller, Co-Autor der Studie und Direktor des Zoologischen Garten Halle fest und erläutert weiter: „Den Erfolg dieser Anstrengungen wird man aufgrund der Langlebigkeit dieser Arten jedoch erst in 20 – 30 Jahren statistisch belegen können.“ Volker Homes ergänzt: „Angesichts des massiven Artensterbens im Freiland durch die Vernichtung von Lebensräumen sind die Zootierpopulationen von unschätzbarem Wert für den Erhalt der biologischen Vielfalt.“

Die Studie finden Sie unter http://www.nature.com/articles/srep36361

Teneriffa entdecken beim Geocaching

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Wir möchten euch gerne etwas Besonderes mitteilen, was uns eine Schule im Südwesten Deutschlands zukommen lieβ. Die Schüler der neunten Klasse haben uns ein Projekt geschickt, an dem sie ganz lange gearbeitet haben. Dieses Projekt betraf Teneriffa, und Loro Parque als Hauptatraktion der Insel. Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer Botschaft alle erreichen und Sie uns als Vorbild moderner Zoo sehen. Wir bedanken uns bei die Schüler und ihre Lehrer, für den groβes Bemühen und ihre tolle Arbeit. Das motiviert uns, uns weiterhin für die Pflege und den Schutz der Tiere einzusetzen.

Halloween 2016

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Heute feiern wir die Halloween Party mit einem ganz besonderen Geschenk für unsere Tiere, die im Loro Parque leben: ihr Lieblingsfutter in sonderbaren, auffälligen Kürbissen, die nicht nur die Einwohner des Parks überraschen werden, sondern auch unsere Besucher. Dieses leckere Dekor haben wir in die Gehege unserer Titi-Affen, Gorillas, Schimpansen und Erdmännchen gestellt, wo die Tiere mit einem Bankett überrascht wurden, und mit Neugier die dekorativen Kürbisse betrachtet haben. Mit dieser Aktion erweitern unsere Betreuer die Programme für dieAusgestaltung der Umgebung jedes Tieres. Obwohl Halloween von den Kelten abstammt, wird es in der angelsächsischen Welt und seit kurzem auch in anderen Ländern, wie Spanien gefeiert. Wir haben beschlossen, diesen besonderen Tag mit unseren Besuchern zu feiern, so dass sie die Reaktion der Tiere auf dieses Erlebniss, das ihnen neue Sinnesreize gibt, entdecken können. Eine Gelegenheit, das beste Halloween in der Botschaft der Wildtiere zu genießen „ohne Trick“.