Peta’s Kampagne gegen Orcahaltung geht nach hinten los

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Quelle: http://www.huffingtonpost.de/philipp-j-kroia/kampagne-gegen-orcahaltung-hebt-ab-_b_16507450.html

Angeblich sollen nun Eurowings und Airberlin die PETA-Werbeanzeige gegen Delfinarien im Board-Magazin abdrucken. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Anzeige der Tierrechtsorganisation finden Reisende noch bis Ende Juni im Bordmagazin aller Flugzeuge der Air Berlin. Mit Air Berlin fliegen jährlich durchschnittlich 30 Millionen Menschen, zum Beispiel nach Teneriffa […] .

Auch Millionen Fluggäste von Eurowings und Germanwings finden die Anzeige von PETA im Inflight Magazin, das noch bis Ende August an Bord aller Flugzeuge ausliegt.“

Beide Airlines fliegen in dieser Zeit allerdings Teneriffa gar nicht an: Bereits seit Jahresbeginn hat airberlin die Linie an eine andere Fluggesellschaft abgegeben und Eurowings bedient das Ziel erst wieder ab Oktober. Ob PETA das seinen Rezipienten der Pressemitteilung absichtlich vorenthält oder selbst nicht weiß, ist schlicht nicht überliefert.

Mit seiner edukativen Orcashow erreicht der Park tausende Besucher pro Tag.

Für die Fluglinien könnte das einen Imageschaden bedeuten. Die PETA-Werbung enthält die falsche Pauschalbehauptung, dass Orcas in Menschenobhut immer leiden würden, was nicht stimmt und für moderne Haltungen, wie den erwähnten Loro Parque, bereits widerlegt wurde.

Zudem wird auch gegen andere moderne Zoos und Aquarien Stimmung geschürt, die für umfassenden Arten- und Naturschutz, sowie für die naturkundliche Bildung unerlässlich sind.

Hier ist das Vancouver Aquarium ein gutes Beispiel, wo man verschiedene Delfinarten artgemäß hält, aber man ermöglicht auch Forschung, die für den Artenschutz notwendig ist: etwa die Schweinswalforschung zur Unterstützung des Vaquita-Rettungsplanes.

Außerdem rettet das Rettungszentrum des Aquariums rund 100 Meeressäugern pro Jahr das Leben. Auch gegen solche Einrichtungen richtet sich die PETA-Werbung. Solche populistische Anti-Werbung, die Lügen enthält, schadet der Glaubwürdigkeit eines Mediums, das Werbung verbreitet, weil solche Werbung auch ein schlechtes Bild auf die andere gezeigte Werbung wirft.

Hier müssen Werbekunden abwägen, ob ein zukünftiges Placement in den Board-Magazinen sinnvoll ist, nachdem bekannt wurde, dass beide Unternehmen auch völlig unseriöse Werbung abdrucken.

Delfinarien bekommen Rückenwind von der Wissenschaft

Derweil stärken unabhängige Wissenschaftler den Rücken moderner Delfinarien. Die Wissenschaft ist für die Haltung von Meeressäugern.

Eine vergleichende Studie brachte zudem zum Vorschein, dass Delfine in Zoos gesünder sind als ihre wilden Artgenossen. Ebenso wurde schon vor längerer Zeit nachgewiesen, dass Delfine in Menschenobhut unter keinem chronischen Stress leiden, sondern sogar völlig normale Stresswerte aufweisen – ganz anders als oftmals ihre wilden Artgenossen, die deutlich gestresster sind . Ebenso konnte für Wale in Menschenobhut nachgewiesen werden, dass sie beim Training das Glückhormon Dopamin ausstoßen.

Das Wohlergehen der Tiere im Loro Parque wird auch von unabhängigen Experten überprüft. © Philipp J. Kroiß

Solche unabhängig geprüften Studien sind wichtig, um in der Diskussion die Fakten zu klären und sachlich zu diskutieren. Den Delfinariengegnern gehen derweil die Argumente aus und es werden Aktionen gestartet wie in Nürnberg, wo radikale Tierrechtler eine Rauchbombe in einem Delfinarium zündeten und schließlich zu den Tieren ins Wasser sprangen. Das ist natürlich alles andere als sachlich und seriös.

Der Wind dreht sich Langsam wird klar, dass all die populistischen Anschuldigungen, die Aktivisten gegen Delfinarien in den letzten Jahren führten, falsch sind. Die, die den Desinformanten nun vertraut haben, stehen ziemlich lächerlich gemacht dar.

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde PETA gegenüber SeaWorld völlig entmachtet und ein paar Tage zuvor war ihnen in Deutschland das Verbandsklagerecht verwehrt worden.

Man scheiterte hierbei an den Kriterien: „Gesetzlich festgelegte Kriterien, […] stellen dabei sicher, dass nur […] demokratisch strukturierte Organisationen anerkannt werden […]. Darüber hinaus müssen diese jahrelange Erfahrung im Tierschutz nachweisen und so verantwortungsvoll mit ihren neuen Möglichkeiten umgehen können.“ Dies hat PETA wohl nicht nachweisen können.

Der größte ‚Erfolg‘ gegen die Delfinarien war bisher immer die Zerstörung von SeaWorlds Orca-Zuchtprogramm gewesen. Das hat aber eine nicht mehr artgerechte Haltung der Tiere zu Folge und eine ethisch nicht zu rechtfertigende, dauerhafte Medikation der Tiere. In Europa haben sowohl die EU, als auch der europäische Zooverband (EAZA), solche Entscheidungen aus guten Gründen unmöglich gemacht.

In den USA war ein Implementierung rechtlich möglich, aber wie lange sie unter den neuen chinesischen Einflüssen im Unternehmen Bestand hält, ist fraglich, denn es ist bekannt, dass China Orcas züchten will und niemand zweifelt ernsthaft daran, dass sie dies auch tun. Die letztendliche Frage ist nur, wo die Zucht stattfindet bzw. stattfinden kann und wo somit das Unternehmen zukünftig Millionen investieren wird und entsprechend Arbeitsplätze schafft.

Der sprichwörtliche Drops ist aber lange noch nicht gelutscht – in Mexiko wird gerade viel in eine Anti-Delfinarienkampagne gesteckt, die einen Zuchtstopp gesetzlich festschreiben will und in Kanada versuchen Tierrechtler das einzige Kanadische Rettungszentrum für Meeressäuger zu schließen und Walhaltung zu verbieten. Das Tierwohl ist dabei egal – wie schon im Fall SeaWorld, wo es Tierrechtler durch Lobbyarbeit und entsprechende, drücken wir es vorsichtig aus, ‚Motivation‘ von Politikern erreicht haben, dass nun viele Orcas unter einem völlig unnatürlichen Zuchtstopp leben müssen und sinnlose Medikation durch Verhütungsmittel erhalten, die langfristig unter Umständen lebensbedrohliche Krankheiten verursachen.

In der Wildbahn spitzt sich die Lage zu Die Verschmutzung der Umwelt schreitet fort und Walpopulationen schrumpfen. Der chemische Verseuchung der Meere sorgt unter anderem dafür, dass Orcas unfruchtbar werden – es braucht aktuell Forschung an der Reproduktion der Schwertwale dringender denn je. SeaWorld blockiert dies aktuell bzw. muss dies blockieren.

Die Southern Residents Schwertwal Population ist so bedroht wie noch nie. Während man wissenschaftlich geführte Haltungen dieser Tiere nun immer wichtiger werden, versuchen Zoogegner ihnen zu schaden. Alternativkonzepte existieren aber nicht, weil in Delfinarien Forschungen möglich sind, die in der Wildbahn nie möglich sein können.

Keto, Kohana, Skyla und Morgan (v.l.) zeigen sich während der Show als Botschafter ihrer Art und ihres Lebensraumes. | © Philipp J. Kroiß

Während moderne Zoos Millionen in den Schutz dieser Tiere, ihrer Art und ihres Lebensraums investieren, versucht man ihnen durch Populismus zu schaden. Airberlin und Eurowings scheint das egal zu sein! Solange man sie bezahlt, scheinen sie offenbar gerne den Steigbügelhalter für populistische Kampagnen zu spielen, die wichtigen Forschungs-, Natur- und Artenschutzakteuren schaden. Man muss sich auch fragen wie eine Fluglinie, die lieber falschen Darstellungen als wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten zu vertrauen scheint, vertrauenswürdig genug ist, mit ihr in den Urlaub zu fliegen.

Anmerkung: Sowohl Airberlin, als auch Eurowings wurden angeschrieben, damit sie die Gelegenheit bekommen, Stellung zu nehmen. Beide nahmen dies nicht wahr.

 

„In der Natur geht es dem König der Tiere zunehmend an den Kragen“

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Quelle: http://www.wochenblatt.es/kanarische-inseln/in-der-natur-geht-es-dem-koenig-der-tiere-zunehmend-an-den-kragen/

Der Loro Parque in Puerto de la Cruz erwartet in den nächsten Wochen Familienzuwachs. Drei junge Löwen werden in ein für sie entworfenes und gebautes Gehege einziehen und als Botschafter ihrer Art die Parkbesucher auf ihre Notlage in der Natur aufmerksam machen. Wolfgang Rades, seit Dezember 2015 zoologischer Direktor des berühmten Tierparks auf Teneriffa, hat dem Wochenblatt im Interview Einzelheiten und Hintergründe dieses Projektes verraten.

Wochenblatt: Herr Rades, vor Ihrer neuen Aufgabe im Loro Parque waren Sie Chef des Tierparks Herborn. Wie hat es Sie aus Hessen auf die Insel verschlagen? Wie kamen Sie in Kontakt mit Familie Kiessling?

Wolfgang Rades: Ich bin engagierter Naturschützer und begeisterter Tiergärtner. Ein senegalesischer Ökologe hat bereits 1968 einen Satz geprägt, der heute der Leitsatz des modernen Zoos in Deutschland ist, und der kurzgefasst lautet: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“ Dies hat meine positive Beziehung zu zoologischen Gärten ebenso beeinflusst wie das Wirken des berühmten langjährigen Frankfurter Zoodirektors Professor Bernhard Grzimek und seine naturkundlichen Filme. Im Biologiestudium spezialisierte ich mich auf Tiergartenbiologie und Tierökologie. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich bin ich seit Jahrzehnten gleichermaßen im Zoobereich wie auch im Natur-, Arten- und Tierschutz engagiert. Unter anderem war ich fast ein Jahrzehnt lang als Artenschutzreferent beim Naturschutzbund Deutschland NABU, dem größten deutschen Naturschutzverband, und als Leiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, einer großen Wildtierauffangstation in Niedersachsen, angestellt. Aufgrund dieses Engagements kam ich im November 2013 im Rahmen eines Informationsbesuchs erstmals in den Loro Parque, und zwar zur Beurteilung der Orcahaltung, der ich zunächst sehr kritisch gegenüberstand. Denn ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass es möglich ist, solch ein großes Meeressäugetier artgerecht in einem Delfinarium zu halten. Hintergrund war, dass wir über den Orca Morgan, der im niederländischen Wattenmeer hilflos aufgefunden worden war, und der in der Natur nicht überlebensfähig wäre, gesprochen hatten, um die Rechtmäßigkeit seiner Haltung im Loro Parque zu überprüfen. Wie ich inzwischen weiß, hat Morgan glücklicherweise auf Anfrage der Niederlande im Loro Parque eine neue Heimat gefunden, und konnte hier bestens in die Orcagruppe integriert werden. Dieser Informationsbesuch öffnete mir die Augen für die im Loro Parque gegebene große Qualität der absolut tiergerechten Orcahaltung.

So kam der Kontakt zur Familie Kiessling zustande, die mich durch ihr vorbildliches Engagement für den Tierschutz wie auch den Natur- und Artenschutz stark beeindruckt hat.

Wochenblatt: Hatten Sie denn schon zuvor vom Loro Parque auf Teneriffa gehört bzw. die Insel besucht?

Wolfgang Rades: Natürlich hatte ich auch schon zuvor vom Loro Parque gerade wegen seiner qualitativ insgesamt sehr guten Tierhaltung und wegen seines vorbildlichen internationalen  Naturschutzengagements mit seiner Naturschutzstiftung gehört. Ich kannte den laut TripAdvisor besten Zoo Europas jedoch ebenso wie die sehr schöne Insel Teneriffa bis zu meinem ersten Besuch 2013 nicht persönlich. Als dann 2015 Matthias Reinschmidt als vorheriger zoologischer Direktor nach 15 Jahren Teneriffa als Direktor des Zoos Karlsruhe zurück in seine badische Heimat ging, entschied ich mich, mich zum Ende des Jahres 2015 der Herausforderung eines der weltweit attraktivsten und im Naturschutz engagiertesten modernen Zoos zu stellen.

Wochenblatt:Im Herborner Tierpark begegnen Besuchern vor allem gefiederte Arten. Da liegt die Verbindung zum Loro Parque nahe. Doch die Bereiche Fische und Meeressäuger stellen Sie auf Teneriffa sicherlich vor neue Herausforderungen.

Wolfgang Rades: Für Wale und Delfine trifft dies zu, mit Robben und terrestrischen Säugetieren (vom Tiger bis zum Elefanten) ebenso wie mit Reptilien, Amphibien und Fischen hatte ich jedoch auch zuvor in anderen Tierparks (Heidelberg, Solingen, Bochum und Herborn) und teils auch im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde gearbeitet.

Wochenblatt: Gibt es eine lustige Anekdote oder (Tier-)Begegnung aus Ihrer ersten Zeit im Loro Parque?

Wolfgang Rades: Ich möchte hier gar nicht mal so sehr etwas Lustiges hervorheben, als vielmehr die enorme Faszination, die die großartige und besonders vertrauensvolle Mensch- Tier-Beziehung zwischen den Trainern und den mit ihnen bestens harmonierenden Meeressäugetieren, besonders den Delfinen und Orcas, mit sich bringt. Hier geschieht in Training und Shows selbstverständlich nichts durch irgendwelche Zwänge (was nach heutigen Erkenntnissen auch gar nicht ginge!), sondern die Tiere machen spielerisch und vollkommen freiwillig auf der Basis positiver Verstärkung mit!

Wochenblatt: Nun wirft im Loro Parque wieder einmal ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Vor einigen Wochen überraschte die Nachricht, dass bald der König des Tierreichs im Loro Parque einziehen wird. Wann ist es so weit, und warum hat sich der Loro Parque ausgerechnet für Löwen entschieden?

Wolfgang Rades: Der Löwe gilt als der König der Tiere. Aber selbst dieser majestätischen Tierart geht es, wie auch anderen Großtieren, weltweit und jetzt zunehmend auch im bislang noch relativ dünn besiedelten Afrika, bedingt durch menschliche Bevölkerungszunahme und die Übernutzung der natürlichen Lebensräume, in der Natur beängstigend schlecht! In Afrika leben heute nur noch weniger als 25.000 Löwen, nachdem es vor fünfzig Jahren noch etwa 100.000 waren. Neben dem Lebensraumverlust spielt gerade beim Löwen als Fleischfresser die Konkurrenzsituation zum Menschen eine Rolle, denn aufgrund des zunehmenden Mangels an natürlichen Beutetieren verschärfen sich die Mensch-Tier-Konflikte. Zunehmend müssen die Löwen in Rinderherden einbrechen, wenn sie nicht verhungern wollen. In der Folge werden die Tiere oftmals illegal abgeschossen oder vergiftet! Über solche Zusammenhänge zu informieren, hat sich Loro Parque zum Ziel gesetzt, denn zweifellos ist dies eine der wichtigsten Aufgaben des modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere!

Selbstverständlich engagiert sich Loro Parque im Rahmen seiner Naturschutzprojekte gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter auch mit Reiseunternehmen, wie der Nachhaltigkeitsinitiative Futoruis in Deutschland, für die Schaffung von Grundlagen für ein nachhaltiges naturtouristisches Angebot. Und natürlich kommt dem Löwen als einer Flaggschiffart, einem Vertreter der berühmten afrikanischen „Big Five“, im KAZA-Transfrontier Schutzgebiet, das im Rahmen internationaler Zusammenarbeit fünf südafrikanische Staaten umfasst, eine ganz besonders große Bedeutung zu.   

Wochenblatt: Die Löwen, die im Loro Parque einziehen werden, gehören zur Unterart des Angola-Löwen. Welche Besonderheiten kennzeichnen diese Unterart?

Wolfgang Rades: Zunächst ist der südwestafrikanische Angola-Löwe die für das KAZA-Projekt typische Unterart, von der es nach den vorliegenden Erkenntnissen leider nur noch etwa 400 Tiere gibt. Dass diese Unterart mit einer goldgelben bis hellbraunen Grundfärbung und einer zumeist prächtigen blonden Mähne des Männchens zudem sehr attraktiv ist, ist natürlich ein positiver Nebeneffekt, der die Stellung der Tiere im Loro Parque als Botschafter für die in der Natur lebenden Artgenossen untermauern dürfte.

Wochenblatt: Woher kommen die Löwen und weshalb dieser Umzug?

Wolfgang Rades: Das Männchen kam im Zoo Lissabon, der bei der Haltung und Zucht des Angola-Löwen eine große Tradition hat, im August 2015 zur Welt. Die beiden Löwenmädchen wurden im Juli 2016 im auf Wildkatzenhaltung spezialisierten französischen Parc des Felins geboren. Der Austausch von Tieren und die Kooperation in internationalen Zuchtgemeinschaften ist wesentlicher Bestandteil der modernen Tiergartenbiologie. Und natürlich hoffen wir auf die Gründung einer harmonischen Löwenfamilie, die den Bestand des Angola-Löwen in menschlicher Obhut als genetische Reserve für die bedrohte Population der Unterart in der Natur sichern hilft.

Wochenblatt: Inwieweit ist das Gehege dem natürlichen Habitat seine Bewohner ähnlich?

Wolfgang Rades: Die etwa 1.000 qm umfassende Löwenanlage wird mit ihrer großen Naturnähe mit Savannenpflanzen und Felslandschaften dem Habitat des Angola-Löwen in der KAZA-Region mit trockenen Buschsavannen in Wassernähe sehr nahekommen. Malerisch eingerahmt wird das Ganze zudem mit den für die Kanarischen Inseln typischen Drachenbäumen, die den Löwen im Sommer willkommenen Schatten spenden werden.

Wochenblatt: Wie engagiert sich Loro Parque für den Schutz des Angola-Löwen in Afrika?

Wolfgang Rades: In Zusammenarbeit mit namhaften Naturschutzorganisationen und dem Projekt WildCRU der Universität Oxford werden die Aktionsräume der Löwen in der KAZA Region mithilfe von Fotofallen und der Besenderung einzelner Löwen mit Satelliten-Halsbändern erforscht. Die resultierenden Erkenntnisse sollen dem besseren Schutz der Löwen (und anderer Wildtiere) zugutekommen, auch, indem sie zur Vermeidung von Mensch-Tier-Konflikten beitragen. Bislang hat die Loro Parque Fundación hierfür 125.000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Wochenblatt: Wie denken Sie, schafft es ein Zoo, den Artenschutz-Gedanken an seine Besucher weiterzugeben?

Wolfgang Rades: Loro Parque liegt auf einer beliebten Urlaubsinsel, und wir müssen hier besonders beachten, dass die meisten Menschen den Park nicht als außerschulischen Lernort (der er natürlich ist) wahrnehmen und nutzen wollen, sondern dass sie sich vielmehr hier in ihrer Freizeit entspannen und erholen möchten. Deswegen setzen wir zunächst darauf, dass wir unseren Besuchern durch die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier die Faszination und Schönheit der Natur und der Tierwelt vermitteln, und sie dabei im Rahmen eines sogenannten „Edutainments“, also einer geschickten Mischung von Unterhaltung und Bildungsarbeit, eher unmerklich für die Tierwelt interessieren und über sie informieren. Dass zudem im vergangenen Jahr fast 129.000 unserer Gäste an einer Discovery-Tour mit weiteren Hintergrundinformationen über die  Tiere teilgenommen haben, ist eine schöne Bestätigung dieses Konzepts.

Wochenblatt: Bei Facebook gibt es zur bevorstehenden Eröffnung des Löwengeheges die verschiedensten Meinungen. Viele Kommentare loben die Bemühungen des Loro Parque um eine artgerechte Haltung, aber es gibt auch Gegner. So fordert zum Beispiel ein Kritiker die Schaffung eines „virtuellen Zoos mit Hologrammen der Tiere“, ein anderer fragt sich, warum die Löwen nicht in Afrika ausgewildert werden. Was sagen Sie dazu?

Wolfgang Rades: Zunächst einmal möchte ich betonen, dass die Tierhaltung im Loro Parque natürlich im Einklang mit den neuesten tiergarten- und verhaltensbiologischen Erkenntnissen absolut tiergerecht erfolgt. Die ablehnenden Kommentare in den sogenannten sozialen Medien sprechen hingegen nicht für die Sachkenntnisse der Kommentatoren. Es ist schon eine verrückte Zeit: Es gibt Menschen, die lesen irgendwelche emotional verklärten und völlig realitätsfremden Posts bei Facebook etc. und meinen dann, mehr von den Tieren zu verstehen als die Wissenschaftler, Tierärzte und Tierpfleger, die sich seit etlichen Jahren intensiv mit den Tieren befassen. Diese Stimmung wird geschickt von den Funktionären radikaler Tierrechtsorganisationen wie PETA oder der Born Free Foundation, oftmals unter gezielter Verbreitung von Lügen, geschürt, um an die Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde zu gelangen. Zumeist kommen diese Spenden jedoch nicht dem Natur- und Tierschutz zugute, sondern dienen zum überwiegenden Teil der Eigengefälligkeit radikaler Tierrechtsfunktionäre!

Hingegen unterstützt Loro Parque die Naturschutzarbeit der Loro Parque Fundación mit 10% der Eintrittsgelder. Diese konnte schon mehr als 17 Millionen Dollar in mehr als 130 Schutzprojekte in über 30 Ländern zum Schutz seltener Arten investieren, und dadurch beispielsweise wesentlich dazu beitragen, dass sich die Bestandszahlen von zumindest acht hochgradig von der Ausrottung bedrohten Papageienarten in der Natur erfreulich erhöht haben.

Doch zurück zur Rolle des modernen Zoos in unserer von Verstädterung und der daraus resultierenden Naturentfremdung. Vonseiten der Tierrechtsaktivisten heißt es oft, wir bräuchten keine Zoos mehr, denn es gäbe heute ein großes Angebot gut gemachter Naturdokumentationen und andere virtuelle Angebote. Dabei übersehen sie, dass die große Mehrheit der naturentfremdeten Bevölkerung gar keine Motivation hat, sich Naturdokus über Orcas und ihre Gefährdung durch Umweltgifte, Plastikmüll und überfischte Meere, oder über die Gefährdung der Menschenaffen durch die Abholzung der Regenwälder und die Anlage von Palmölplantagen, oder eben auch über die Gefährdung des Königs der Tiere anzusehen. Ähnlich wie ein Video nicht das unmittelbare Erlebnis eines Konzertbesuchs ersetzen kann, ist die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier durch nichts zu ersetzen! Dass diese hauptsächlich im Zoo erfolgen sollte, liegt auf der Hand.  Denn natürlich können die weltweit mehr als 700 Millionen Jahresbesucher zoologischer Gärten nicht auf Safari in die letztverbliebenen Lebensräume der bedrohten Tierwelt geschickt werden. Nicht wenige Zoobesucher werden aber nach der faszinierenden Begegnung mit dem lebenden Tier sehr viel eher aufnahmebereit für Informationen über Tierwelt und Natur sein, und folglich für die Notwendigkeit des Naturschutzes und eines Tierschutzes mit Augenmaß sensibilisiert sein. Von diesen Zoobesuchern sind jedenfalls nicht solche wirklichkeitsfremden Vorschläge wie die nach einer Auswilderung der zoogeborenen Löwen zu erwarten. Denn wir informieren ja im Loro Parque darüber, dass es in der Natur dem König der Tiere zunehmend an den Kragen geht, wenn wir nicht, mithilfe der modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere, in Kooperation mit seriösen Naturschutzverbänden, dagegensteuern.

Hierzu möchte ich abschließend meinen Hochschullehrer, Professor Gunther Nogge, den ehemaligen Direktor des Kölner Zoos, zitieren, der einmal gesagt hat: „Gäbe es noch keine Zoos, so wäre es an der Zeit, sie zu erfinden!“ – Denn: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“

Großer Erfolg des Loro Parque: Vier junge Sandbankhaie feiern ihren ersten Geburtstag

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Loro Parque, laut TripAdvisor der beste Zoo in Europa und der zweitbeste der Welt, hat mal wieder einen Grund zu feiern. Die im Aquarium des Loro Parque geborenen Sandbankhaie, sind nämlich ein Jahr alt geworden, und entwickeln sich prächtig! Abel, Airam, Liam und Juan waren die ersten Jungtiere dieser Haiart, die auf den kanarischen Inseln in menschlicher Obhut geboren wurden. Sie sollen noch in diesem Jahr nach Las Palmas de Gran Canaria in das neue, bald vor der Eröffnung stehende. Großaquarium Poema del Mar umziehen, um dort ein Riffaquarium zu beleben.

Die Junghaie werden fünf mal wöchentlich mit einer Mischung aus weißem und nährstoffreichem Fisch, geschälten Garnelen und Tintenfischen gefüttert. Dabei erhalten sie eine Nahrungsmenge, die 3% ihres Körpergewichts entspricht, und die ihnen ein konstantes Wachstum bei guter Gesundheit ermöglicht. Obwohl sie noch sehr jung sind, nehmen sie bereits am innovativen und im Aquarium des Loro Parque bemerkenswert ausgereiften Trainingsprogramm für Haie teil. Diese freiwilligen Übungen ermöglichen die stressfreie Durchführung biologischer und medizinischer Untersuchungen der Tiere, wie das Wiegen, Vermessen oder medizinische Check-ups.

Sandbankhaie können bis zu 45 Jahre alt werden und bekommen nur alle zwei Jahre Nachwuchs. Diese Haie sind lebendgebärende Tiere, ihr Nachwuchs kommt bereits vollständig entwickelt zur Welt. Bei jeder Geburt kann das Weibchen bis zu 7 bis 10 Junge gebären.

Im Loro Parque sind diese Haie perfekte Botschafter, die die Zoobesucher auf die Probleme und Gefahren, denen die Meerestiere in der Natur durch menschlichen Raubbau ausgesetzt sind, aufmerksam machen. Bereits heute stehen 11 Haiarten auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, und jährlich sterben etwa 100 Millionen Haie infolge menschlicher Ausbeutung!

Zwar bewohnen die Haie bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren unseren Planeten, aufgrund unverantwortlichen menschlichen Handelns drohen diese großartigen Tiere jetzt jedoch für immer zu verschwinden!

Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

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Original-Artikel: Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

Erschienen in The Biologist [63(5) p9]. Autor: James Borrell

Der Biologe und TEDx-Sprecher erklärt, warum Zoos für Natur- und Artenschutz von enormer Bedeutung sind.

Übersetzung der 8 Gründe:

  1. Es gibt 39 Tierarten, die derzeit von der IUCN als Ausgestorben in der Wildnis aufgeführt sind. Dies sind Arten, die völlig verschwunden wären, wenn es keine Vertreter in menschlicher Obhut auf der ganzen Welt geben würde, von denen viele in Zoos (oder bei Pflanzen: botanische Gärten) wohnen.
  2. Für Arten, deren Überleben in der Wildnis in Gefahr ist, bauen Zoos häufig Rückversicherungs-Populationen auf, in Menschenobhut lebende Gruppen von Tieren, die im schlimmsten Fall zur Wiedereinführung in die Wildnis beitragen könnten, sollte die ursprüngliche Population aussterben. Die Zoological Society of London, als Beispiel, hat an mehr als 160 dieser Programme.
  3. Auswilderungen. Es wird oft argumentiert, dass Zoos schlecht sind, weil so wenige Auswilderungen tatsächlich passieren. Ich würde behaupten, dass es nicht die Zoos sind, die schuld sind – eine Wiedereinführung kann nicht stattfinden, wenn der Grund, warum eine Spezies in erster Linie zum Aussterben getrieben wurde, nicht gelöst ist.
  4. Im Jahr 2014 besuchten 700 Millionen Menschen Zoos weltweit. Nicht alle Zoos engagieren sich gut, und in der Tat sind nicht alle Zoos gute Orte. Allerdings sicherlich erzeugt die Besucheranzahl eine Art von Verbindung mit der natürlichen Welt, die es anders nicht geben würde.
  5. Zoos sind ein lebendiges Museum. Was wir über wilde Tiere in Menschenobhut lernen, kann uns helfen, sie in freier Wildbahn zu managen und zu schützen – vom Verhalten des Tieres über die Fortpflanzungsrate bis hin zu den Ernährungsanforderungen.
  6. Zoos erwirtschaften Geld für die Zuchtbemühungen. Es ist schwierig, Menschen zu Schutzarbeit zu motivieren, die eine halbe Welt entfernt stattfindet. Aber durch die Möglichkeit, Tiere aus erster Hand zu erleben, können wir die Teilnahme an internationalen Naturschutzaktivitäten erhöhen.
  7. Hilfe bei Notfällen. Chytrid-Pilz hat sich als eine tödliche Bedrohung für die Amphibienpopulationen weltweit berausgestellt und 168 Arten sind in 20 Jahren ausgestorben. Auf Bedrohungen wie diese zu reagieren, ist sicher einer der größten Nutzen von Zoos auf der ganzen Welt. Viele haben spezielle Amphibienzentren eingerichtet und sind leisteten Pionierarbeit in Behandlungs- und Zuchtprogrammen.
  8. Sie erinnern uns daran, dass wir Erfolg haben können. Schutzarbeit ist voll von schlechten Nachrichten, aber bei vielen Gelegenheiten habe ich durch Glas oder Maschen eine Spezies gesehen, die schon nicht existieren würden. Für mich zumindest, erinnern uns Zoos, dass die Schutzarbeit funktioniert – wir brauchen nur mehr davon.

Loro Parque wildert eine auf Gran Canaria verletzt aufgefundene Meeresschildkröte aus, nachdem sie sich im Aquarium erholt hatte

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Die Loro Parque Fundación hat vor kurzem eine Unechte Karettschildkröte (Caretta caretta), nachdem sich im Aquarium des Zoos zwei Monate lang erholen konnte, wieder ausgewildert. Das Tier war zuvor an einem Strand in Gran Canaria mit einem Angelhaken im Hals aufgefunden und gerettet worden. Nach ihrer erfolgreichen Behandlung im Wildlife Recovery Center von Tafira entschieden die Experten, dass der beste Ort für die erfolgreiche Rehabilitation der Meersschildkröte und für ihre Vorbereitung auf die Wiederauswilderung im Meer der Loro Parque ist.

Während der Auswilderung am Strand von Punta Brava erklärten Pädagogen der Loro Parque Fundación und der Direktor des Wildlife Recovery Centers von Tafira, Pascual Calabuig, mehr als 100 Schülern der Primarstufe der Schule von Punta Brava die Bedeutung des Naturschutzes und die Gefährdung der Tierwelt durch Meersverschmutzung, zum Beispiel durch Plastikabfälle. Der mit Spannung erwartete Moment kam, als die Schüler Spalier standen, und die Schildkröte durch den zentralen Gang zu ihrem ersehnten Ziel kroch: dem Ozean..

Für die Umweltstiftung des Loro Parque ist die ethische Verantwortung moderner Zoos für Wildtiere in Not von elementarer Bedeutung. Loro Parque wird dieser Verantwortung durch seine Bereitschaft, Tiere, die eine vorübergehende Unterbringung benötigen, aufzunehmen und sie zu pflegen, gerecht. Dabei ist eine Zusammenarbeit mit anderen Institutionen von besonderer Wichtigkeit.

Jährlich kommen mehr als 200 Meeresschildkröten in die Wildtierrettungszentren auf den Kanarischen Inseln, die meisten von ihnen aufgrund von Problemen, die sie bedingt durch die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf das Meer haben. Ein großer Teil der Tiere kann rehabilitiert und ins Meer zurückgesetzt werden. Die Loro Parque Fundación wird ihr Engagement für den Naturschutz und für die Sensibilisierung der Bevölkerung der kanarischen Inseln für den Umwelt- und Tierschutz auch weiterhin verstärken.

Im Loro Parque sind vier Felsenpinguine geschlüpft

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Die Pinguin-Kolonie des Loro Parque vergrößert sich um vier im Pinguinarium geschlüpfte Felsenpinguin-Küken. Die Küken erfreuen sich bester Gesundheit und entwickeln sich in der Pinguin-Aufzuchtstation prächtig. Sie sind am 4., 9., 12. und 15. Dezember geschlüpft, und blieben zunächst einige Tage lang im Inkubator. Sie werden mit einer besonderen Mischung aus Fischbrei mit Calcium-Zusatz in einem Anteil von 10% ihres Körpergewichts gefüttert.

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Etwa 2 Monate lang werden die Küken in der Aufzuchtstation des PlanetPenguin versorgt, wo die während der ersten Lebenswochen unabdingbare besondere Fürsorge erhalten. Danach beginnt der Integrationsprozess, während dem sie langsam an ihre neue Umgebung gewöhnt werden, um letztlich ganz in die Pinguingruppe integriert zu werden. In diesem Stadium ist das Geschlecht der Küken noch unbekannt, bis es schließlich mit Hilfe von Blutproben bestimmt wird.

Die Experten des Loro Parque versorgen die Vögel mit großem Sachverstand sowie mit Liebe und Respekt. Auf dieser Grundlage hat Loro Parque großartige Ergebnisse, denn es gelingt die Nachzucht aller hier gepflegten Meeresvögel (Humboldtpinguin, Königspinguin, Eselspinguin, Felsenpinguin und Atlantischer Papageientaucher). Den Bewohnern einer der besten Pinguin-Anlagen der Welt kommt eine Einrichtung zugute, die 12 Tonnen Schnee täglich produziert, die ein Filtersystem gegen mikrobiologische Luftverunreinigungen hat, und die für die optimale Reproduktion der Tiere ideale Bedingungen für Lichteinfall und Temperatur bietet.

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Dank des im polaren Ökosystem der Antarktis alljährlich im Frühjahr verfügbaren Nahrungsangebots bilden Pinguine riesige Kolonien, die aus hunderttausenden von Exemplaren bestehen. Leider ist dieser Nahrungsreichtum ernsthaft durch die Überfischung der Meere und durch den Klimawandel bedroht, der die Meeresströmungen negativ beeinflusst! Beispielsweise sind der beständige Schneefall und die Gletscher, auf denen die Pinguine gewöhnlich nisten, in großer Gefahr durch den vom Treibhauseffekt verursachten Klimawandel zu verschwinden. Diese Umstände sind eine ernste Gefahr für die Zukunft dieser erstaunlichen Vögel!

Deswegen engagiert sich Loro Parque als moderner Zoo dafür, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diese Probleme zu fördern und die Naturschutzprojekte zu unterstützen. Gleichzeitig hat Loro Parque ein Umweltmanagementsystem realisiert, eine eigene Photovoltaik-Solarenergieanlage zur Gewinnung elektrischer Energie errichtet, fördert einen nachhaltigen und verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen und setzt sich für den Schutz der natürlichen Lebensräume der Tiere ein.

Rockhopper-Babies im Loro Parque

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Original Artikel: http://zoos.media/medien-echo/rockhopper-babies-loro-parque/

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Seit Jahren hält der Loro Parque Felsenpinguine, die im Englischen den schönen Namen „Rockhopper“ tragen. Diese Tiere brauchen solche Aufmerksamkeit in Zoos, denn der Gesamtbestand der Art ist in den letzten 30 Jahren umd fast ein Drittel zurückgegangen. Moderne Zoos sind wichtige Akteure im Artenschutz im Lebensraum der Wildtiere selbst (in situ) und außerhalb (ex situ).

Es gibt etwa 80 in Europa gehaltene Exemplare, wovon etwa die Hälfte im Tiergarten Schönbrunn lebt, wo sie ebenfalls gezüchtet werden. Ebenso hält der Loro Parque diese Tiere seit Jahren und auch züchtet erfolgreich. Um die Aufzucht des Pinguinachwuchses des Zoos auch transparent zu zeigen, wurde in Planet Penguin eine spezielle Babystation eingerichtet wie es sie auch in der Animal Embassy für Papageien gibt. Die Besucher können hier sehen wie die Experten für die Tiere sorgen.

Das Futter, das sie bekommen ist speziell auf ihre Bedürfnisse, ihr Alter und ihr Gewicht abgestimmt und genügt höchste Qualitätsanforderungen. Es ist jahrlange Erfahrung von professionellen Pinguinhaltungen, die den Kleinen heute zugutekommt. Später dann sieht man die Tiere in der Eiswelt Antarcica der großen Pinguinariums, wo sie als Nahrung Fisch in Restaurantqualität bekommen.

Die Schneemaschinen des schneesichersten Flecken Erde auf Teneriffa produzieren 12 Tonnen Schnee an jedem Tag. Die Luft wird speziell gefiltert und die Lichtsituation genau an das natürliche Vorbild angepasst. Es gibt weltweit sehr wenige Installationen, die diese Qualität zuverlässig jeden Tag für Pinguine bereit stellen können.

Die Pfleger behandeln die Tiere mit viel Liebe und großen Respekt. Sie kümmern sich rührend um jedes Tier und versorgen es auf Basis neuster wissenschaftliche Erkenntnisse – das ist ein Kennzeichen jedes modernen Zoos.

Letzten September konnten wir ein Video von der besonderen Installation drehen, das wir auf Facebook veröffentlicht haben. Das das kann weiter unten auf dieser Seite entdecken. Darin sieht man auch den Felsenpinguinnachwuchs aus dem letzten Jahr. Darunter findet man dann ein aktuelles Video von der Versorgung des Loro Parque der Jungtiere.

Wichtige Botschafter ihres Lebensraumes

Der naturgetreue Nachbau des Lebenraumes hat neben dem Wohlbefinden seiner Bewohner auch noch einen edukativen Nutzen. Moderne Zoos zeigen ihre Tiere in Gehegen, die in erste Linie den Anforderungen der Tiere gerecht werden, aber auch einen Ausschnitt des natürlichen Lebensraumes darstellen. Aus diesem Grund bietet der Loro Parque für die Felsenpinguine auch speziell naturgetreue Felslandschaften, wo sich die Tiere gerne aufhalten und auch in den Brutbetrieb einsteigen.

Durch die Gemeinschaftshaltung mit Eselspinguinen, Zügelpinguinen und Königspinguinen in der antarktischen Installation, sind sie Botschafter eines hochgradig bedrohten Lebensraumes. Durch Einflussnahme des Menschen und den Wandel des Klimas stehen Polar-Zonen und ihre Bewohner generell vor großen Herausforderungen.

Die Heimat des Felsenpinguins, die von subtropischen bis zu subantarktisch Inseln reicht, muss geschützt werden, wenn sie nicht für immer verloren sein soll und von sämtlichen Tierarten entvölkert werden soll. Auch hier nehmen Zoos eine wichtige Rolle ein. Zoos auf der ganzen Welt zeigen deshalb immer wieder Vertreter dieses Lebensraumes und schützen verschiedenste Arten von Pinguinen aktiv.

Besonders schwer ist es für Zoos, Habitate zu bauen, die so ganz anders sind als das Klima, indem sie selbst erbaut sind. Aber einige Zoos scheuen hier weder Kosten noch Mühen, um so Millionen von Besuchern auch die Polarregionen zeigen zu können, denn diese sind vom Klimawandel mit am meisten betroffen und brauchen Aufmerksamkeit, die Zoos bieten können. So können selbst Urlauber, die eigentlich die Wärme suchen, noch für dem Schutz antarktischer Pinguine inspiriert werden.

Loro Parque begrüßt den ersten Zebrahai geboren im Aquarium

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Loro Parque erlebt einen besonderen Moment. Der beste Zoo Europas und der zweitbeste der Welt, lautTripadvisor, begrüßt Udra, den erstenZebrahai (Stegostoma fasciatum),geboren im Park. Ein weibliches Baby von 72 Gramm und 27 Zentimeternund in einwandfreiem Gesundheitzustand.

Udra war ein wirklicher Erfolg des professionellen Teams vom Aquarium, die das Ei,mithilfe eines Kaiserschnitts geöffnet haben, damit das Zebrahaibaby ohne Probleme schlüpfen konnte. Wäre Udra im Meer geboren, von einer Erstgebärenden,hätten die ersten befruchteten Eier möglicherweise Probleme gehabt zuschlüpfen. Seit ihrer Geburt am 24. Oktober ist die Entwicklung des Tieres optimal, und sie ernährt sich jetzt von kleinen Garnelen-, Muscheln-, Tintenfisch-und Seehechtstücken, in Mengen,die nicht mehr als 4% ihres Körpergewichts erhalten.

Ihre Eltern, Marilyn und Elvis, leben im Aquarium zusammen mit einem anderen Paar Zebrahaie.Nun gibt es ein neues Mitglied in dieser wunderbaren Familie der Haie. Diese Tiere, die bis zu drei Metern gross werden können, haben einen cremefarbenen Körper mit dunklen Pflecken, so dass sie unbemerkt auf dem sandigen Boden des Meeres ruhen können.

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Sie haben einen breiten, flachen Kopf, sowie einen Mund in Bauchposition, mit dem sie einfache kleine Lebewesen suchen können. Der Schwanz ist fast so groβwie die Hälfte ihrer Gesamtlänge, und hat starke seitliche Muskeln. Sie tragen ihren Namen wegen den Streifen,die sie als Jungtiere haben. Als Erwachsene verwandeln sie sich in Punkte.

Er ist ein ziemlich langsamer, aber gleitender Schwimmer. Er verfolgt seine Beutenicht,sondern drängt sie in kleine Orte und benutzt seinen großen und flexiblen Körper, damit sie nicht wegschwimmen können. Sein Kiefer ist auf der ventralen Seite seines Kopfes,und hat die Besonderheit, nach innen zurückgezogen zuwerden, was bewirkt, dass der Hai aerodynamischer wird. Obwohl er seinen seine Kiefer auf diese Weise verändert ,um schneller zu schwimmen, handelt es sichtrotzdem um ein langsames Tier. Diese zusätzliche Geschwindigkeit kann jedoch von entscheidender Bedeutung sein, um seinen Feinden zu entkommen oder seine Beute zu jagen.

Die Arbeit in der Reproduktion und Zucht von Zebrahaien ist entscheidend, um mehr Informationen für das Wohlergehen der vom aussterben bedrohten Arten wie dem Skalare (squatimaSquatima) , dem bedrohtesten der Welt, oder dem Hammerhai (Sphyrnasp.), denen die LoroParque-Stiftung durch Projekten zum Schutz hilft, sammeln zu können.

Loro Parque hatte den ersten Zuchterfolg in Europa mit zwei Gelbohr-Rabenkakadus aus Tasmanien

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Loro Parque engagiert sich weiterhin für den Schutz und Erhalt der verschiedenen Tierarten, die unseren Planeten bewohnen. Bei dieser Gelegenheit, begrüsst die Familie des Loro Parque den Nachwuchs von zwei Rabenkakadu-Küken (Zanda funereus xanthonotus) aus Tasmanien. Der Gelbohr-Rabenkakadu gehört zur Ordnung der Psittacidae und ist in Australien beheimatet. Er sieht mit seinem schwarz-gelben Gefieder spektakulär aus.

Es handelt sich um ein wichtiges Ereignis da es die erste offizielle Eintragung dieser Spezies ist. Die Geburt fand in den Einrichtungen des Parks statt. Das erste Küken kam Anfang August zur Welt und das zweite am Ende des Monats August. Eine erfreuliche Nachricht für die Vogelzucht, denn es bedeutet einen fundamentalen Schritt im Verhalten dieser Spezies.

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Der Biologe der Loro Parque Fundación, Rafael Zamora Padrón, erklärte, dass die wenigen Paare, die sich kannten keinen Erfolg mit der Brut hatten. Nachdem sich mehrere Embryonen, im Ei nicht weiterentwickelten, haben wir eine Anpassung auf die entsprechenden Werte un die Nahrung, welche für einen normalen Schwangerschaftsverlauf nötig sind, vorgenommen.

Der Biologe fügte weiter hinzu, dass das Paar in der Aufzucht noch unerfahren war. Deshalb wurden die Eier vorsichtig in den Inkubator gebracht. Dies führte letztendlich zum Bruterfolg. Es ist allein schon ein Erfolg, dass sie überhaupt Eier legen, da es sich um eine grosse Vogelart mit geringem Gewicht und anspruchsvollen Bedürfnissen handelt.

Die Otterfamilie freut sich auf Ihr neues Zuhause

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Die Kurzkrallenotter-Familie des Loro Parque, auch Zwergotter (Aonyx cinereus) genannt, zieht wieder in Ihr früheres Gehege ein, nachdem dieser renoviert wurde, und nun dem natürlichen Lebensraum dieser Raubtierarten entspricht.

Die Renovierungsarbeiten dauerten circa drei Wochen und umfassten die Reparatur des Teichs und die Wartung der Filteranlage, zur Verbesserung der Wasserqualität. Während dieser Zeit gab es im Park Nachwuchs zu bestaunen. Vier prächtige Otter-Babys sind die neuen Mitbewohner, die es sich bald, in Ihrem naturnah gestalteten neuen Gehege so richtig gemütlichen machen können. Mit den neuen Bewohnern leben jetzt neun Otter im Loro Parque.

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Der Zwergotter hat stark reduzierte Krallen, sein Fell ist an der Oberfläche dunkelbraun, der Nacken und der Bauch sind heller. Sein Fell ist kurz und absolut wasserdicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Ottern haben die Zwergotter recht kurze fingernagelartige Krallen, weshalb sie auch als Kurzkrallenotter bezeichnet werden.

Diese benutzen sie mit unglaublicher Geschicklichkeit. Der Otter kann Nase und Ohren beim Tauchen schließen und so das Eindringen von Wasser verhindern.

Loro Parque, gemäss TripAdvisor der beste Zoo Europas und zweitbester der Welt, erweist sich als wahre Botschaft der wild lebenden Tiere.

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