Loro Parque unterstützt KAZA Project

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Quelle: Loro Parque unstersützt Kaza-Project (VIVA Canarias N° 137, pag 18-19)

Die Loro Parque Stiftung setzt den vor vielen Jahren eingeschlagenen Weg fort, die Biodiversität auf unserer Erde zu erhalten sowie die Menschen für den Umwelt- und Artenschutz zu sensibilisieren. „Wir schützen, was wir kennen“, sagte mir Christoph Kiess- ling bei meinem Besuch vor einem Jahr. Die Arbeit trägt Früchte und die Menschen sind fasziniert und begeistert von den Tieren, wie die jährlichen Besucherrekorde des Loro Parque auf Teneriffa, der übrigens schon vor 45 Jahren eröffnet wurde, belegen. TripAdvisor attestiert ihm gemäß der Be- sucherbewertungen der Schönste auf der Welt zu sein. Einen artengerechten und möglichst naturnahen Lebensraum zu bieten ist eine der Säulen der Arbeit dieses Zoos und das belohnen die tierischen Bewohner mit jeder Menge Nachwuchs. Alleine in den letzten drei Monaten schlug der ‚Baby Boom‘ bei den Schimpansen, Seelöwen, Haien, Papageien, Pinguinen und den Trauerschwänen zu.

Zehn Prozent jeder Eintrittskarte des Zoos fließt in die Non-Profit-Stiftung des Loro Parque für die Realisierung von Umweltschutzprojekten mit Nachhaltigkeit. Der Schutz von vom Aussterben bedrohten oder gefährdeten Tiere ist das oberste Ziel und jedes Jahr wird aus allen weltweit eingereichten Projekten festgelegt, wofür das Geld verwendet wird.

Loro Parque Stiftung unter unterstützt KAZA

Vor drei Monaten wurde eines der jüngsten Projekte der Stiftung vorgestellt und das zum Artenschutz der Löwen von Angola und zwar in der Region KAZA (Angola, Botswana, Namibia, Zambia und Simbabwe). Die Loro Parque Stiftung hat bereist im Jahr 2015 mit ‚in situ‘ (vor Ort) Aktivitäten begonnen und nun weitere 120.000 Euro zur Verfügung gestellt.Der natürliche Lebensraum dieser Wildkatzen hat sich auf ein Viertel der ursprünglichen Fläche reduziert. Das starke Bevölkerungswachstum in großen Teilen Afrikas sowie die (il)legale Jagd auf Löwen hat den Bestand in den letzten 50 Jahren von 100.000 auf 25.000 Exemplare reduziert. Ihr Terrain umfasst nunmehr 4,5 Millionen Quadratmeter der südlichen Sahara, also 22 Prozent des ursprünglichen Lebensraums.

In den letzten Jahren wurden viele Anstrengungen seitens der Behörden unternommen, um die Bevölkerung auf die Bedeutung dieses ‚Naturschatzes‘ aufmerksam zu machen. Was wäre Afrika ohne Löwen, Giraffen, Gazellen, Elefanten, Antilopen oder Nashörner? Der Kontinent bietet eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzen und Tieren mit atemberaubenden Landschaftsbildern.

Eingesetzte Wildhüter und initiierte (sogar grenzüberschreitende) Natur- und Landschaftsschutzprojekte sowie Kampagnen zur Bewusstseinsbildung tragen inzwischen Früchte. Die steigenden Tourismuszahlen und Einkünfte durch Safaris unterstützen diese Einstellung, denn sie sind zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor vieler Länder geworden. Nachhaltiger Tourismus könnte eine Chance für den gesamten Kontinent sein.

Lion’s Kingdom im Loro Parque

Drei dieser wahrhaft königlichen Tiere leben seit etwa einem Jahr im Loro Parque auf unserer Nachbarinsel Teneriffa. Sie stammen aus Angola, Frankreich und aus einem Zoo in Lissabon. Es handelt sich um ein Männchen (Simba, geboren am 15. August 2015) und zwei Weibchen (Malika und Sarabi, geb. Juli 2016). Die drei Exemplare sind sehr gutmütig und haben sich in ihrem neuen 1.000 Quadratmeter umfassenden Gehege des Loro Parque sehr gut eingelebt. Sie spielen miteinander und erkunden die Welt. Die Zoowächter lassen sich jeden Tag neue Dinge einfallen, um die Tiere neugie- rig und aktiv zu behalten. Das Gehege wurde, wie alle anderen des Zoos, weitestgehend originalgetreu den natürlichen Gegebenheiten ihres originären Lebensraums nachgebildet. Es wurde sogar ein kleiner See integriert, in dem sie sich erfrischen können. Zudem hat Loro Parque in Zusammenarbeit mit dem deutschen Reiseveranstalter Futouris ein Schutzprojekt ins Leben gerufen. Mit dabei sind die Umweltschutzorganisationen Panthera und WildCRU der Universität Oxford. Dabei kommen sogenannte Fototrampeo Kameras zum Einsatz, die über Satelliten die Ausdehnung des Lebens- raums der Löwen erfassen. Dadurch sollen Konflikte, die durch ein Aufeinandertreffen der Wildkatzen und der Menschen entstehen können, vermieden werden.

Im Loro Parque wachsen zwei Rote-Ibis-Küken heran

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Im Loro Parque wurden kürzlich zwei neue Geburten im Vogelgehege Südamerikas gefeiert. In diesem Fall bereiteten die Küken des Roten Ibis Grund zur Freude. Die Vogelart stammt aus Südamerika und hat ein besonders auffälliges, leuchtend rotes Gefieder.

Es ist das erste Mal, dass diese Art im Loro Parque für Nachwuchs sorgte. Der gesamte Fortpflanzungsprozess erfolgte auf natürliche Weise, was beweist, dass die verschiedenen Vogelarten, die in diesem Gehege harmonisch zusammenleben, optimale Bedingungen vorfinden.

Die Küken des Roten Ibis, oder Eudocimus ruber, wie er mit wissenschaftlichem Namen heißt, werden nach einer Brutzeit von 23 Tagen geboren. Sie haben ein schwarzes Federkleid, das später durch Federn in Rottönen ersetzt wird. Nach rund anderthalb Jahren sind sie komplett rot. Diese Färbung ist nicht zufällig, sondern ist den Pigmenten der Krustentiere geschuldet, von denen sich die Vögel ernähren.

Abgesehen davon, dass die Jungtiere durch die dunklen Töne eindeutig von den Eltern zu unterscheiden sind, sind sie die perfekte Tarnung vor den Fressfeinden. In den Vogelgehegen des Loro Parque wird die schrittweise Verwandlung des Federkleides bis hin zum leuchtenden Rot des erwachsenen Tieres zu beobachten sein.

Die Präsenz der Spezies, wenngleich ihre Population im Katalog der Internationalen Union für den Erhalt der Natur (UICN) als „wenig besorgniserregend“ gilt, nimmt aktuell ab, weil ihr Lebensraum durch den Menschen verringert wird, indem beispielsweise gewildert wird, Kanäle gebaut und die Mangroven entlang der Küsten beschädigt werden.

Die Imitiation ihres Lebensraumes im Loro Parque, innerhalb des tropischen Vogelgeheges, spiegelt das Engagement des Unternehmens wider, konstant Innovationen zu fördern, die dem Erhalt der Artenvielfalt und der Sensibilisierung für die Bedeutung des Umweltschutzes dienen. Diese Lebensräume im Park repräsentieren Systeme, in denen verschiedene Arten zusammenleben. Sie ermöglichen es, die Flugfähigkeit und Muskulatur zu entwickeln sowie untereinander zu interagieren, was eine perfekte Bereicherung des Ambientes darstellt.

Geburt eines Zügelpinguins im Loro Parque

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Die Pinguinfamilie im Loro Parque konnte kürzlich, mit der Geburt eines Zügelpinguin-Kükens ein neues Mitglied begrüßen. Vor zwei Jahren ist es zum ersten Mal gelungen, die Art im Pinguinarium des Parks nachzuzüchten. Dass es erneut Nachwuchs gegeben hat, wird als großer Erfolg gewertet, denn die Tiere sind sehr sensibel und ihre Vermehrung ist daher eine echte Herausforderung.

Dieses Küken wurde am 11. Dezember mit 88 Gramm Körpergewicht geboren und in den ersten Tagen im Brutkasten aufgezogen. Die Aufzucht erfolgte auf der Baby-Pinguinstation des Pinguinariums per Hand. Die Nahrungsmenge beträgt zehn Prozent seines Körpergewichts und setzt sich aus Fischmehl und ergänzenden Zusatzstoffen wie Vitaminen und Kalzium zusammen. In den ersten anderthalb Monaten erhält das Küken fünf Mal am Tag kleine Mahlzeiten. Sie werden in einem Drei-Stunden-Rhythmus verabreicht. Danach werden die Mahlzeiten nach und nach auf zwei am Tag reduziert und dann beginnt das Küken auch schon feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Im Moment ist es 46 Tage alt und wiegt inzwischen stattliche 736 Kilogramm. Gerade hat der Sozialisierungsprozess in die Gruppe begonnen und wird langsam an die neue Umgebung gewöhnt, bis es schließlich vollständig in die Pinguingruppe integriert ist und im PlanetPenguin bleibt.

Der Zügelpinguin ist eine Art, die aus den Gewässern rund um die Antarktis stammt. Er ist mittelgroß (zwischen 41 und 61 Zentimetern) und wiegt in der Regel fünf bis acht Kilogramm. Es kann bis zu 70 Meter tief tauchen und seine Nahrung besteht fast vollständig aus antarktischem Krill. Obwohl er auch kleine Fische und andere Meeresfrüchte frisst, wenn er die Gelegenheit dazu hat.

Diese Geburt, zusammen mit vier weiteren kleinen Felsenpinguinküken lassen das Jahr im Pinguinarium gut beginnen. Ganz abgesehen davon, ist die Geburt eines Jungtieres immer ein sicheres Indiz dafür, dass es den Tieren gut geht. Nur wenn die Bedürfnisse der Tiere erfüllt sind, beginnen sie in der Konsequenz, sich fortzupflanzen.

Im Loro Parque wird jedes Detail als wichtig erachtet. Ganz abgesehen von den zwölf Tonnen Schnee, die täglich im Planet Penguin fallen, wird der Lichtzyklus der Antarktis imitiert. Das bedeutet: Im Moment herrscht polarer Sommer mit viel Licht und langen Tagen.

Der Präsident von Loro Parque erhält den „Global Humanitarian Award“ von American Humane

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Herr Wolfgang Kiessling, Präsident und Gründer von Loro Parque und Loro Parque Fundación, erhielt den Global Humanitarian Award von American Humane – die wichtigste staatliche Tierschutzorganisation in den Vereinigten Staaten – als Anerkennung seiner Bemühungen für den Schutz der Natur und ihrer Artenvielfalt. Die Auszeichnung wurde während der amerikanischen Humane Hero Dog Awards 2017 gewährt, die bundesweit im Fernsehen übertragen wurden und im Beverly Hilton Hotel in Los Angeles, Kalifornien (USA) stattfand.

Herr Kiessling ist die erste Person, die diese Anerkennung erhält und dies nachdem der Loro Parque im Mai dieses Jahres als erster europäischer Zoo das Humane Certified ™ Zertifikat von American Humane erhielt. Der 13,5 Hektar große Zoo überstand eine rigorose unabhängige Auditkontrolle, die bestätigt, dass Loro Parque den American Humane-Erhaltungsnormen entspricht und dafür sorgt, dass die Tiere des Parks unter den besten Bedingungen in Bereichen Gesundheit, Wohnraum, soziale Interaktionen, angemessene Umgebungen und richtige Vorbereitung und Protokolle für die Verwaltung von medizinischen oder operativen Notfällen, leben.

In diesem Sinne wurde Loro Parque auch kürzlich von TripAdvisor als der beste Zoo der Welt anerkannt, ein Preis, der auf Tausenden von unabhängigen Meinungen von Besuchern basiert ist, die ihre Erfahrungen in Loro Parque, mit anderen Nutzern dieser internationalen Plattform, teilen möchten.

Auch bestätigte Loro Parque, die Erfüllung der Tierschutzstandards von ABTA, nachdem er von Global Spirit Auditoren geprüft wurde und die höchstmögliche Punktzahl erhielt, nämlich 100%. Unter den ABTA-Mitgliedern gehören die führende Tourismusindustrie Unternehmen wie Thomas Cook und TUI UK.

Die Bemühungen von Loro Parque in Bezug auf Schutz, Erhaltung und Bildung könnte man nicht begründen, ohne ihre Forschungs- und Erhaltungsprogramme zu kennen, die seit 1994 durch die Stiftung von Loro Parque Fundación durchgeführt wurden. Dank der Unterstützung von Loro Parque und seinen Partnern, Besuchern, Freunden und Mitarbeitern wurden mehr als 17 Millionen Dollar in die Entwicklung von Konservierungsprogrammen sowohl in situ als auch in ex situ investiert.

Loro Parque ist laut TripAdvisor der beste Zoo der Welt

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Das renommierte Reiseportal TripAdvisor hat Loro Parque im Rahmen des jährlichen Travellers‘ Choice 2017 als BESTEN ZOO DER WELT geehrt. Diese Auszeichnung basiert auf unabhängigen Bewertungen, die von den Nutzern dieser weltweiten Plattform abgegeben werden.

Diese Auszeichnung ist eine weitere Würdigung des Engagements des Loro Parque für den Schutz der Biodiversität und für die Sensibilisierung der Bevölkerung für den Schutz der natürlichen Lebensräume der wilden Tiere unserer Erde. Diese Wahl zum besten Zoo der Welt ist eine wirkliche Anerkennung des Engagements des Loro Parque für den Tierschutz, und folgt weiteren Zertifizierungen, die der Park neulich empfangen hat. So hat Loro Parque hat bereits zuvor in diesem Jahr, als erster Zoo in Europa, der mit diesem Standard ausgezeichnet wurde, die von der renommierten Tierschutzorganisation American Humane verliehene Auszeichnung HumaneCertified mit dem bestmöglichen Ergebnis erhalten. Zudem wurde Loro Parque von den Prüfern von Global Spirit die hundertprozentige Einhaltung der Global Welfare Standards der Association of British Travel Agents (ABTA) bestätigt. Unter den Mitgliedern von ABTA sind führende Reiseveranstalter wie Thomas Cook oder TUI UK.

Die Auszeichnung des Loro Parque als weltbester Zoo auch im Tierschutzbereich durch die Nutzer von TripAdvisor gewinnt noch mehr an Gewicht, wenn man weiß, in welchem Ausmaß sich die Loro Parque Fundación seit 1994 für das Forschungs- und Naturschutzprogramm des Loro Parque engagiert. So wurden dank der Unterstützung des Loro Parque, seiner Partner, Besucher, Freunde und Mitarbeiter mehr als 17 Millionen US-Dollar unter dem Motto ‚100% for Nature‛ (zu 100% für die Natur) direkt in Naturschutzprogramme sowohl in situ als auch ex situ investiert.

Unter zahlreichen großen Erfolgen, die auch wichtige Leistungen für den Meeresschutz umfassen, hat die Arbeit der Loro Parque Fundación bereits neun Papageienarten vor dem unmittelbaren Aussterben bewahren können. Darunter ist beispielsweise der ursprünglich aus Beni, Bolivien, stammende Blaulatzara, dessen Bestand im Rahmen des Projekts von 50 auf 350 Tiere gestiegen ist, oder der Lear-Ara, dessen Bestand von nur 22 auf inzwischen über 1.200 Vögel angewachsen ist. Gleiches gilt für den Gelbohrsittich aus Kolumbien mit mittlerweile mehr als 4.000 Vögeln. Im Jahre 1999, bevor die Loro Parque Fundación dieses Projekt aufnahm, in dem sie sich zudem für den Schutz einer für den Gelbohrsittich besonders wichtigen Palme engagiert, gab es nur noch 82 Vertreter dieser Papageienart in der Natur.

Die Erfolge der koordinierten und innovativen Anstrengungen des Loro Parque und der Loro Parque Fundación werden einmal mehr mit dem aktuellen Engagement für das KAZA-Projekt demonstriert, das sich grenzübergreifend in fünf afrikanischen Ländern für den Lebenraumschutz und für den Schutz des afrikanischen Löwen stark macht, einer hochgefährdeten Tierart – deren Zahl in den letzten 50 Jahren von 100.000 um mehr als 75% auf weniger als 25.000 zurückgegangen ist! Ganz aktuell konnten drei Angola-Löwen als Neuankömmlinge in Loro Parques Lion’s Kingdom begrüßt werden. Sie spielen hier eine wichtige Rolle als Botschafter ihrer Art und tragen dazu bei, das Bewusstsein für den Schutz der Tiere und ihrer natürlichen Lebensräume zu wecken.

Fast 45 Jahre nachdem der Loro Parque auf nur 13.000 Quadratmetern Fläche und mit 30 Beschäftigten seine Tore öffnete, erntet das Unternehmen jetzt die Früchte seiner erfolgreichen Firmenpolitik, die darin besteht, alle Gewinne in die kontinuierliche Weiterentwicklung und Verbesserung des Parks zu reinvestieren und den bestmöglichen Tierschutz zu gewährleisten. Mehr als 47 Millionen Gäste haben Loro Parque seitdem besucht, wo ihnen auf mittlerweile 135.000 Quadratmetern Fläche in naturnahen Anlagen die Schönheit der biologischen Vielfalt aufgezeigt wird.

Zieht man dies und die Zahl von alljährlich weltweit mehr als 700 Millionen Zoobesuchern in Betracht, ist die Auszeichnung durch TripAdvisor ein klarer Beweis dafür, dass Loro Parque als authentische Botschaft der Tiere seinen Besuchern aus allen Teilen der Welt ein unvergessliches Erlebnis bietet. Diese Auszeichnung verstärkt die kürzlich erfolgte Anerkennung des Siam Park, der unter der gleichen Firmenpolitik der kontinuierlichen, innovativen und hochwertigen Weiterentwicklung errichtet wurde, und der jetzt zum vierten mal in Folge als der Beste Wasserpark der Welt ausgezeichnet wurde.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://www.tripadvisor.com/TravelersChoice-Attractions-cZoos

Im Aquarium des Loro Parque gibt es Neuzugang

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Das Zuchtprogramm des Aquariums im Loro Parque weist einen weiteren Erfolg auf. Diesmal wurden sechs Rochen (Dasyatis americana), auf den Kanaren genannt „chuchos“, geboren.

Nach einer unkomplizierten Geburt wurde entschieden, die Tiere in einem Hängebassin im grossen Ausstellungsbecken zu belassen. Somit erleiden die Neugebornen keinen abrupten Wasserwechsel und sind zugleich von den andern Fischen jeglicher Art, die sich in der Ausstellung befinden, geschützt.

Die sechs jungen Rochen gehören zur Familie der Plattenkiemer, welche sich in subtropischen Meeren des Südatlantiks, der Karibik und des Golf von Mexico’s heimisch fühlen. Sie haben einen flachen, diamantförmigen Körper, der an der Oberfläche schlammbraun und unterhalb weiss ist.

Diese Art von Rochen toleriert weite Temperaturspannen und Salzgehalte. Ein Rochen gebärt lebend und kann 4-7 Jungtiere hervorbringen. Die Schwangerschaftsperiode ist im Vergleich zu anderen Rochenarten sehr kurz, nur vier Monate. Die Weibchen können sich zweimal pro Jahr vermehren. Die durchschnittliche Größe der Jungtiere liegt bei 40 cm.

Das Team des Loro Parque freut sich über diese erfolgreiche Nachzucht, die wieder einmal mehr zum Schutz und der Erhaltung der Arten beiträgt.

Loro Parque Fundación: das einzige zoologische Zentrum in Europa, der es geschafft hat, den Lear-Ara zu züchten.

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Loro Parque erhält weiterhin hervorragende Ergebnisse durch sein Zuchtprogramm, und bei dieser Gelegenheit ist die Loro Parque Fundación das einzige europäische Zentrum, das es geschafft hat, den Lear-Ara (Anodorhynchus leari) zu züchten, eine bedrohte Tierart, die im Norden Brasiliens lebt und jetzt im Park ausgestellt ist.

Seit 2006, als die brasilianische Regierung ein Paar zur Förderung der Zucht in den Loro Parque schickte, erzielte die Stiftung die Nachzucht von 30 Tiere, die auf Teneriffa geboren wurden, von denen sie neun nach Brasilien mit dem effektiven System, das im besten Zoo in Europa verwendet wurde, geschickt hat. Die Akklimatisierung war von großer Bedeutung, um ein Zuchtvolumen zu erreichen, dass so hoch ist wie das von der Loro Parque-Stiftung: die Nachahmung der Felsen, wo sie in Brasilien leben, das gute Klima der Insel und der Licuri, das selbe Futter wie in der Natur, waren die Schlüssel zu guten Ergebnissen.

Der Lear’s Ara leidet unter dem illegalen Handel mit der Gefangennahme seiner Jungen, und wenn sie erwachsen sind, werden sie von Landwirte gejagen die ihre Mais schützen wollen. Ihr Lebensraum wird zunehmend durch die zunehmende Nutzung von Land für Rinder, und auch durch die wahllose Sammlung von Blättern und Früchten der Licuri Palme verschlechtert.

Der wissenschaftliche Direktor der Loro Parque Foundation, Rafael Zamora, erklärt den Prozess der Anpassung und die Schaffung eines Lebensraumes, der ihrer natürlichen Umgebung am ähnlichsten ist: „Als das Paar ankam, machten wir ein Foto von der Klippe, wo sie vorher im Gebiet von Brasilien wohnten, so dass unsere Baumeister eine Nachahmung dieser Felsen, so ähnlich wie möglich herstellen konnten, wir haben es geschafft, Brasilien in einem Park zu repräsentieren, der mehr als eine Million Besucher pro Jahr erhält. „

Die Loro Parque Stiftung hat es geschafft, die Arte wiederherzustellen und die Schutzkategorie von kritisch gefährdeten zu bedrohten zu verbessern, eine wichtige Tatsache in der Erhaltung. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden fast 500.000 € in den Schutz von freien Lears Ara investiert, was zum Aufstellen von vorrangigen Maßnahmen beiträgt, wie zuvor ihre geographischen Bewegungen und Nahrungsmittelressourcen studieren aber auch die Sensibilisierung der örtlichen Bevölkerung auf die Bedeutung der Aufrechterhaltung der Licuri Palme.

Das Ziel bleibt, Lear’s Aras als ein Art zu entlassen die nicht mehr verwaltet werden muss, seine Drohungen zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass sich die die Anzahl der wilde Bevölkerung erholt, zusätzlich der Schutz von den Palmen, der für die langfristige Wiederherstellung der Spezies wesentlich ist.

Peta’s Kampagne gegen Orcahaltung geht nach hinten los

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Quelle: http://www.huffingtonpost.de/philipp-j-kroia/kampagne-gegen-orcahaltung-hebt-ab-_b_16507450.html

Angeblich sollen nun Eurowings und Airberlin die PETA-Werbeanzeige gegen Delfinarien im Board-Magazin abdrucken. In der Pressemitteilung heißt es: „Die Anzeige der Tierrechtsorganisation finden Reisende noch bis Ende Juni im Bordmagazin aller Flugzeuge der Air Berlin. Mit Air Berlin fliegen jährlich durchschnittlich 30 Millionen Menschen, zum Beispiel nach Teneriffa […] .

Auch Millionen Fluggäste von Eurowings und Germanwings finden die Anzeige von PETA im Inflight Magazin, das noch bis Ende August an Bord aller Flugzeuge ausliegt.“

Beide Airlines fliegen in dieser Zeit allerdings Teneriffa gar nicht an: Bereits seit Jahresbeginn hat airberlin die Linie an eine andere Fluggesellschaft abgegeben und Eurowings bedient das Ziel erst wieder ab Oktober. Ob PETA das seinen Rezipienten der Pressemitteilung absichtlich vorenthält oder selbst nicht weiß, ist schlicht nicht überliefert.

Mit seiner edukativen Orcashow erreicht der Park tausende Besucher pro Tag.

Für die Fluglinien könnte das einen Imageschaden bedeuten. Die PETA-Werbung enthält die falsche Pauschalbehauptung, dass Orcas in Menschenobhut immer leiden würden, was nicht stimmt und für moderne Haltungen, wie den erwähnten Loro Parque, bereits widerlegt wurde.

Zudem wird auch gegen andere moderne Zoos und Aquarien Stimmung geschürt, die für umfassenden Arten- und Naturschutz, sowie für die naturkundliche Bildung unerlässlich sind.

Hier ist das Vancouver Aquarium ein gutes Beispiel, wo man verschiedene Delfinarten artgemäß hält, aber man ermöglicht auch Forschung, die für den Artenschutz notwendig ist: etwa die Schweinswalforschung zur Unterstützung des Vaquita-Rettungsplanes.

Außerdem rettet das Rettungszentrum des Aquariums rund 100 Meeressäugern pro Jahr das Leben. Auch gegen solche Einrichtungen richtet sich die PETA-Werbung. Solche populistische Anti-Werbung, die Lügen enthält, schadet der Glaubwürdigkeit eines Mediums, das Werbung verbreitet, weil solche Werbung auch ein schlechtes Bild auf die andere gezeigte Werbung wirft.

Hier müssen Werbekunden abwägen, ob ein zukünftiges Placement in den Board-Magazinen sinnvoll ist, nachdem bekannt wurde, dass beide Unternehmen auch völlig unseriöse Werbung abdrucken.

Delfinarien bekommen Rückenwind von der Wissenschaft

Derweil stärken unabhängige Wissenschaftler den Rücken moderner Delfinarien. Die Wissenschaft ist für die Haltung von Meeressäugern.

Eine vergleichende Studie brachte zudem zum Vorschein, dass Delfine in Zoos gesünder sind als ihre wilden Artgenossen. Ebenso wurde schon vor längerer Zeit nachgewiesen, dass Delfine in Menschenobhut unter keinem chronischen Stress leiden, sondern sogar völlig normale Stresswerte aufweisen – ganz anders als oftmals ihre wilden Artgenossen, die deutlich gestresster sind . Ebenso konnte für Wale in Menschenobhut nachgewiesen werden, dass sie beim Training das Glückhormon Dopamin ausstoßen.

Das Wohlergehen der Tiere im Loro Parque wird auch von unabhängigen Experten überprüft. © Philipp J. Kroiß

Solche unabhängig geprüften Studien sind wichtig, um in der Diskussion die Fakten zu klären und sachlich zu diskutieren. Den Delfinariengegnern gehen derweil die Argumente aus und es werden Aktionen gestartet wie in Nürnberg, wo radikale Tierrechtler eine Rauchbombe in einem Delfinarium zündeten und schließlich zu den Tieren ins Wasser sprangen. Das ist natürlich alles andere als sachlich und seriös.

Der Wind dreht sich Langsam wird klar, dass all die populistischen Anschuldigungen, die Aktivisten gegen Delfinarien in den letzten Jahren führten, falsch sind. Die, die den Desinformanten nun vertraut haben, stehen ziemlich lächerlich gemacht dar.

Vor gar nicht allzu langer Zeit wurde PETA gegenüber SeaWorld völlig entmachtet und ein paar Tage zuvor war ihnen in Deutschland das Verbandsklagerecht verwehrt worden.

Man scheiterte hierbei an den Kriterien: „Gesetzlich festgelegte Kriterien, […] stellen dabei sicher, dass nur […] demokratisch strukturierte Organisationen anerkannt werden […]. Darüber hinaus müssen diese jahrelange Erfahrung im Tierschutz nachweisen und so verantwortungsvoll mit ihren neuen Möglichkeiten umgehen können.“ Dies hat PETA wohl nicht nachweisen können.

Der größte ‚Erfolg‘ gegen die Delfinarien war bisher immer die Zerstörung von SeaWorlds Orca-Zuchtprogramm gewesen. Das hat aber eine nicht mehr artgerechte Haltung der Tiere zu Folge und eine ethisch nicht zu rechtfertigende, dauerhafte Medikation der Tiere. In Europa haben sowohl die EU, als auch der europäische Zooverband (EAZA), solche Entscheidungen aus guten Gründen unmöglich gemacht.

In den USA war ein Implementierung rechtlich möglich, aber wie lange sie unter den neuen chinesischen Einflüssen im Unternehmen Bestand hält, ist fraglich, denn es ist bekannt, dass China Orcas züchten will und niemand zweifelt ernsthaft daran, dass sie dies auch tun. Die letztendliche Frage ist nur, wo die Zucht stattfindet bzw. stattfinden kann und wo somit das Unternehmen zukünftig Millionen investieren wird und entsprechend Arbeitsplätze schafft.

Der sprichwörtliche Drops ist aber lange noch nicht gelutscht – in Mexiko wird gerade viel in eine Anti-Delfinarienkampagne gesteckt, die einen Zuchtstopp gesetzlich festschreiben will und in Kanada versuchen Tierrechtler das einzige Kanadische Rettungszentrum für Meeressäuger zu schließen und Walhaltung zu verbieten. Das Tierwohl ist dabei egal – wie schon im Fall SeaWorld, wo es Tierrechtler durch Lobbyarbeit und entsprechende, drücken wir es vorsichtig aus, ‚Motivation‘ von Politikern erreicht haben, dass nun viele Orcas unter einem völlig unnatürlichen Zuchtstopp leben müssen und sinnlose Medikation durch Verhütungsmittel erhalten, die langfristig unter Umständen lebensbedrohliche Krankheiten verursachen.

In der Wildbahn spitzt sich die Lage zu Die Verschmutzung der Umwelt schreitet fort und Walpopulationen schrumpfen. Der chemische Verseuchung der Meere sorgt unter anderem dafür, dass Orcas unfruchtbar werden – es braucht aktuell Forschung an der Reproduktion der Schwertwale dringender denn je. SeaWorld blockiert dies aktuell bzw. muss dies blockieren.

Die Southern Residents Schwertwal Population ist so bedroht wie noch nie. Während man wissenschaftlich geführte Haltungen dieser Tiere nun immer wichtiger werden, versuchen Zoogegner ihnen zu schaden. Alternativkonzepte existieren aber nicht, weil in Delfinarien Forschungen möglich sind, die in der Wildbahn nie möglich sein können.

Keto, Kohana, Skyla und Morgan (v.l.) zeigen sich während der Show als Botschafter ihrer Art und ihres Lebensraumes. | © Philipp J. Kroiß

Während moderne Zoos Millionen in den Schutz dieser Tiere, ihrer Art und ihres Lebensraums investieren, versucht man ihnen durch Populismus zu schaden. Airberlin und Eurowings scheint das egal zu sein! Solange man sie bezahlt, scheinen sie offenbar gerne den Steigbügelhalter für populistische Kampagnen zu spielen, die wichtigen Forschungs-, Natur- und Artenschutzakteuren schaden. Man muss sich auch fragen wie eine Fluglinie, die lieber falschen Darstellungen als wissenschaftlich nachgewiesenen Fakten zu vertrauen scheint, vertrauenswürdig genug ist, mit ihr in den Urlaub zu fliegen.

Anmerkung: Sowohl Airberlin, als auch Eurowings wurden angeschrieben, damit sie die Gelegenheit bekommen, Stellung zu nehmen. Beide nahmen dies nicht wahr.

 

„In der Natur geht es dem König der Tiere zunehmend an den Kragen“

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Quelle: http://www.wochenblatt.es/kanarische-inseln/in-der-natur-geht-es-dem-koenig-der-tiere-zunehmend-an-den-kragen/

Der Loro Parque in Puerto de la Cruz erwartet in den nächsten Wochen Familienzuwachs. Drei junge Löwen werden in ein für sie entworfenes und gebautes Gehege einziehen und als Botschafter ihrer Art die Parkbesucher auf ihre Notlage in der Natur aufmerksam machen. Wolfgang Rades, seit Dezember 2015 zoologischer Direktor des berühmten Tierparks auf Teneriffa, hat dem Wochenblatt im Interview Einzelheiten und Hintergründe dieses Projektes verraten.

Wochenblatt: Herr Rades, vor Ihrer neuen Aufgabe im Loro Parque waren Sie Chef des Tierparks Herborn. Wie hat es Sie aus Hessen auf die Insel verschlagen? Wie kamen Sie in Kontakt mit Familie Kiessling?

Wolfgang Rades: Ich bin engagierter Naturschützer und begeisterter Tiergärtner. Ein senegalesischer Ökologe hat bereits 1968 einen Satz geprägt, der heute der Leitsatz des modernen Zoos in Deutschland ist, und der kurzgefasst lautet: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“ Dies hat meine positive Beziehung zu zoologischen Gärten ebenso beeinflusst wie das Wirken des berühmten langjährigen Frankfurter Zoodirektors Professor Bernhard Grzimek und seine naturkundlichen Filme. Im Biologiestudium spezialisierte ich mich auf Tiergartenbiologie und Tierökologie. Sowohl beruflich als auch ehrenamtlich bin ich seit Jahrzehnten gleichermaßen im Zoobereich wie auch im Natur-, Arten- und Tierschutz engagiert. Unter anderem war ich fast ein Jahrzehnt lang als Artenschutzreferent beim Naturschutzbund Deutschland NABU, dem größten deutschen Naturschutzverband, und als Leiter des NABU-Artenschutzzentrums Leiferde, einer großen Wildtierauffangstation in Niedersachsen, angestellt. Aufgrund dieses Engagements kam ich im November 2013 im Rahmen eines Informationsbesuchs erstmals in den Loro Parque, und zwar zur Beurteilung der Orcahaltung, der ich zunächst sehr kritisch gegenüberstand. Denn ich konnte mir damals nicht vorstellen, dass es möglich ist, solch ein großes Meeressäugetier artgerecht in einem Delfinarium zu halten. Hintergrund war, dass wir über den Orca Morgan, der im niederländischen Wattenmeer hilflos aufgefunden worden war, und der in der Natur nicht überlebensfähig wäre, gesprochen hatten, um die Rechtmäßigkeit seiner Haltung im Loro Parque zu überprüfen. Wie ich inzwischen weiß, hat Morgan glücklicherweise auf Anfrage der Niederlande im Loro Parque eine neue Heimat gefunden, und konnte hier bestens in die Orcagruppe integriert werden. Dieser Informationsbesuch öffnete mir die Augen für die im Loro Parque gegebene große Qualität der absolut tiergerechten Orcahaltung.

So kam der Kontakt zur Familie Kiessling zustande, die mich durch ihr vorbildliches Engagement für den Tierschutz wie auch den Natur- und Artenschutz stark beeindruckt hat.

Wochenblatt: Hatten Sie denn schon zuvor vom Loro Parque auf Teneriffa gehört bzw. die Insel besucht?

Wolfgang Rades: Natürlich hatte ich auch schon zuvor vom Loro Parque gerade wegen seiner qualitativ insgesamt sehr guten Tierhaltung und wegen seines vorbildlichen internationalen  Naturschutzengagements mit seiner Naturschutzstiftung gehört. Ich kannte den laut TripAdvisor besten Zoo Europas jedoch ebenso wie die sehr schöne Insel Teneriffa bis zu meinem ersten Besuch 2013 nicht persönlich. Als dann 2015 Matthias Reinschmidt als vorheriger zoologischer Direktor nach 15 Jahren Teneriffa als Direktor des Zoos Karlsruhe zurück in seine badische Heimat ging, entschied ich mich, mich zum Ende des Jahres 2015 der Herausforderung eines der weltweit attraktivsten und im Naturschutz engagiertesten modernen Zoos zu stellen.

Wochenblatt:Im Herborner Tierpark begegnen Besuchern vor allem gefiederte Arten. Da liegt die Verbindung zum Loro Parque nahe. Doch die Bereiche Fische und Meeressäuger stellen Sie auf Teneriffa sicherlich vor neue Herausforderungen.

Wolfgang Rades: Für Wale und Delfine trifft dies zu, mit Robben und terrestrischen Säugetieren (vom Tiger bis zum Elefanten) ebenso wie mit Reptilien, Amphibien und Fischen hatte ich jedoch auch zuvor in anderen Tierparks (Heidelberg, Solingen, Bochum und Herborn) und teils auch im NABU-Artenschutzzentrum Leiferde gearbeitet.

Wochenblatt: Gibt es eine lustige Anekdote oder (Tier-)Begegnung aus Ihrer ersten Zeit im Loro Parque?

Wolfgang Rades: Ich möchte hier gar nicht mal so sehr etwas Lustiges hervorheben, als vielmehr die enorme Faszination, die die großartige und besonders vertrauensvolle Mensch- Tier-Beziehung zwischen den Trainern und den mit ihnen bestens harmonierenden Meeressäugetieren, besonders den Delfinen und Orcas, mit sich bringt. Hier geschieht in Training und Shows selbstverständlich nichts durch irgendwelche Zwänge (was nach heutigen Erkenntnissen auch gar nicht ginge!), sondern die Tiere machen spielerisch und vollkommen freiwillig auf der Basis positiver Verstärkung mit!

Wochenblatt: Nun wirft im Loro Parque wieder einmal ein großes Ereignis seine Schatten voraus: Vor einigen Wochen überraschte die Nachricht, dass bald der König des Tierreichs im Loro Parque einziehen wird. Wann ist es so weit, und warum hat sich der Loro Parque ausgerechnet für Löwen entschieden?

Wolfgang Rades: Der Löwe gilt als der König der Tiere. Aber selbst dieser majestätischen Tierart geht es, wie auch anderen Großtieren, weltweit und jetzt zunehmend auch im bislang noch relativ dünn besiedelten Afrika, bedingt durch menschliche Bevölkerungszunahme und die Übernutzung der natürlichen Lebensräume, in der Natur beängstigend schlecht! In Afrika leben heute nur noch weniger als 25.000 Löwen, nachdem es vor fünfzig Jahren noch etwa 100.000 waren. Neben dem Lebensraumverlust spielt gerade beim Löwen als Fleischfresser die Konkurrenzsituation zum Menschen eine Rolle, denn aufgrund des zunehmenden Mangels an natürlichen Beutetieren verschärfen sich die Mensch-Tier-Konflikte. Zunehmend müssen die Löwen in Rinderherden einbrechen, wenn sie nicht verhungern wollen. In der Folge werden die Tiere oftmals illegal abgeschossen oder vergiftet! Über solche Zusammenhänge zu informieren, hat sich Loro Parque zum Ziel gesetzt, denn zweifellos ist dies eine der wichtigsten Aufgaben des modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere!

Selbstverständlich engagiert sich Loro Parque im Rahmen seiner Naturschutzprojekte gemeinsam mit verschiedenen Partnern, darunter auch mit Reiseunternehmen, wie der Nachhaltigkeitsinitiative Futoruis in Deutschland, für die Schaffung von Grundlagen für ein nachhaltiges naturtouristisches Angebot. Und natürlich kommt dem Löwen als einer Flaggschiffart, einem Vertreter der berühmten afrikanischen „Big Five“, im KAZA-Transfrontier Schutzgebiet, das im Rahmen internationaler Zusammenarbeit fünf südafrikanische Staaten umfasst, eine ganz besonders große Bedeutung zu.   

Wochenblatt: Die Löwen, die im Loro Parque einziehen werden, gehören zur Unterart des Angola-Löwen. Welche Besonderheiten kennzeichnen diese Unterart?

Wolfgang Rades: Zunächst ist der südwestafrikanische Angola-Löwe die für das KAZA-Projekt typische Unterart, von der es nach den vorliegenden Erkenntnissen leider nur noch etwa 400 Tiere gibt. Dass diese Unterart mit einer goldgelben bis hellbraunen Grundfärbung und einer zumeist prächtigen blonden Mähne des Männchens zudem sehr attraktiv ist, ist natürlich ein positiver Nebeneffekt, der die Stellung der Tiere im Loro Parque als Botschafter für die in der Natur lebenden Artgenossen untermauern dürfte.

Wochenblatt: Woher kommen die Löwen und weshalb dieser Umzug?

Wolfgang Rades: Das Männchen kam im Zoo Lissabon, der bei der Haltung und Zucht des Angola-Löwen eine große Tradition hat, im August 2015 zur Welt. Die beiden Löwenmädchen wurden im Juli 2016 im auf Wildkatzenhaltung spezialisierten französischen Parc des Felins geboren. Der Austausch von Tieren und die Kooperation in internationalen Zuchtgemeinschaften ist wesentlicher Bestandteil der modernen Tiergartenbiologie. Und natürlich hoffen wir auf die Gründung einer harmonischen Löwenfamilie, die den Bestand des Angola-Löwen in menschlicher Obhut als genetische Reserve für die bedrohte Population der Unterart in der Natur sichern hilft.

Wochenblatt: Inwieweit ist das Gehege dem natürlichen Habitat seine Bewohner ähnlich?

Wolfgang Rades: Die etwa 1.000 qm umfassende Löwenanlage wird mit ihrer großen Naturnähe mit Savannenpflanzen und Felslandschaften dem Habitat des Angola-Löwen in der KAZA-Region mit trockenen Buschsavannen in Wassernähe sehr nahekommen. Malerisch eingerahmt wird das Ganze zudem mit den für die Kanarischen Inseln typischen Drachenbäumen, die den Löwen im Sommer willkommenen Schatten spenden werden.

Wochenblatt: Wie engagiert sich Loro Parque für den Schutz des Angola-Löwen in Afrika?

Wolfgang Rades: In Zusammenarbeit mit namhaften Naturschutzorganisationen und dem Projekt WildCRU der Universität Oxford werden die Aktionsräume der Löwen in der KAZA Region mithilfe von Fotofallen und der Besenderung einzelner Löwen mit Satelliten-Halsbändern erforscht. Die resultierenden Erkenntnisse sollen dem besseren Schutz der Löwen (und anderer Wildtiere) zugutekommen, auch, indem sie zur Vermeidung von Mensch-Tier-Konflikten beitragen. Bislang hat die Loro Parque Fundación hierfür 125.000 Dollar zur Verfügung gestellt.

Wochenblatt: Wie denken Sie, schafft es ein Zoo, den Artenschutz-Gedanken an seine Besucher weiterzugeben?

Wolfgang Rades: Loro Parque liegt auf einer beliebten Urlaubsinsel, und wir müssen hier besonders beachten, dass die meisten Menschen den Park nicht als außerschulischen Lernort (der er natürlich ist) wahrnehmen und nutzen wollen, sondern dass sie sich vielmehr hier in ihrer Freizeit entspannen und erholen möchten. Deswegen setzen wir zunächst darauf, dass wir unseren Besuchern durch die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier die Faszination und Schönheit der Natur und der Tierwelt vermitteln, und sie dabei im Rahmen eines sogenannten „Edutainments“, also einer geschickten Mischung von Unterhaltung und Bildungsarbeit, eher unmerklich für die Tierwelt interessieren und über sie informieren. Dass zudem im vergangenen Jahr fast 129.000 unserer Gäste an einer Discovery-Tour mit weiteren Hintergrundinformationen über die  Tiere teilgenommen haben, ist eine schöne Bestätigung dieses Konzepts.

Wochenblatt: Bei Facebook gibt es zur bevorstehenden Eröffnung des Löwengeheges die verschiedensten Meinungen. Viele Kommentare loben die Bemühungen des Loro Parque um eine artgerechte Haltung, aber es gibt auch Gegner. So fordert zum Beispiel ein Kritiker die Schaffung eines „virtuellen Zoos mit Hologrammen der Tiere“, ein anderer fragt sich, warum die Löwen nicht in Afrika ausgewildert werden. Was sagen Sie dazu?

Wolfgang Rades: Zunächst einmal möchte ich betonen, dass die Tierhaltung im Loro Parque natürlich im Einklang mit den neuesten tiergarten- und verhaltensbiologischen Erkenntnissen absolut tiergerecht erfolgt. Die ablehnenden Kommentare in den sogenannten sozialen Medien sprechen hingegen nicht für die Sachkenntnisse der Kommentatoren. Es ist schon eine verrückte Zeit: Es gibt Menschen, die lesen irgendwelche emotional verklärten und völlig realitätsfremden Posts bei Facebook etc. und meinen dann, mehr von den Tieren zu verstehen als die Wissenschaftler, Tierärzte und Tierpfleger, die sich seit etlichen Jahren intensiv mit den Tieren befassen. Diese Stimmung wird geschickt von den Funktionären radikaler Tierrechtsorganisationen wie PETA oder der Born Free Foundation, oftmals unter gezielter Verbreitung von Lügen, geschürt, um an die Spendengelder gutgläubiger Tierfreunde zu gelangen. Zumeist kommen diese Spenden jedoch nicht dem Natur- und Tierschutz zugute, sondern dienen zum überwiegenden Teil der Eigengefälligkeit radikaler Tierrechtsfunktionäre!

Hingegen unterstützt Loro Parque die Naturschutzarbeit der Loro Parque Fundación mit 10% der Eintrittsgelder. Diese konnte schon mehr als 17 Millionen Dollar in mehr als 130 Schutzprojekte in über 30 Ländern zum Schutz seltener Arten investieren, und dadurch beispielsweise wesentlich dazu beitragen, dass sich die Bestandszahlen von zumindest acht hochgradig von der Ausrottung bedrohten Papageienarten in der Natur erfreulich erhöht haben.

Doch zurück zur Rolle des modernen Zoos in unserer von Verstädterung und der daraus resultierenden Naturentfremdung. Vonseiten der Tierrechtsaktivisten heißt es oft, wir bräuchten keine Zoos mehr, denn es gäbe heute ein großes Angebot gut gemachter Naturdokumentationen und andere virtuelle Angebote. Dabei übersehen sie, dass die große Mehrheit der naturentfremdeten Bevölkerung gar keine Motivation hat, sich Naturdokus über Orcas und ihre Gefährdung durch Umweltgifte, Plastikmüll und überfischte Meere, oder über die Gefährdung der Menschenaffen durch die Abholzung der Regenwälder und die Anlage von Palmölplantagen, oder eben auch über die Gefährdung des Königs der Tiere anzusehen. Ähnlich wie ein Video nicht das unmittelbare Erlebnis eines Konzertbesuchs ersetzen kann, ist die unmittelbare Begegnung mit dem lebenden Tier durch nichts zu ersetzen! Dass diese hauptsächlich im Zoo erfolgen sollte, liegt auf der Hand.  Denn natürlich können die weltweit mehr als 700 Millionen Jahresbesucher zoologischer Gärten nicht auf Safari in die letztverbliebenen Lebensräume der bedrohten Tierwelt geschickt werden. Nicht wenige Zoobesucher werden aber nach der faszinierenden Begegnung mit dem lebenden Tier sehr viel eher aufnahmebereit für Informationen über Tierwelt und Natur sein, und folglich für die Notwendigkeit des Naturschutzes und eines Tierschutzes mit Augenmaß sensibilisiert sein. Von diesen Zoobesuchern sind jedenfalls nicht solche wirklichkeitsfremden Vorschläge wie die nach einer Auswilderung der zoogeborenen Löwen zu erwarten. Denn wir informieren ja im Loro Parque darüber, dass es in der Natur dem König der Tiere zunehmend an den Kragen geht, wenn wir nicht, mithilfe der modernen Zoos als Botschafter für wilde Tiere, in Kooperation mit seriösen Naturschutzverbänden, dagegensteuern.

Hierzu möchte ich abschließend meinen Hochschullehrer, Professor Gunther Nogge, den ehemaligen Direktor des Kölner Zoos, zitieren, der einmal gesagt hat: „Gäbe es noch keine Zoos, so wäre es an der Zeit, sie zu erfinden!“ – Denn: „Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen!“

Großer Erfolg des Loro Parque: Vier junge Sandbankhaie feiern ihren ersten Geburtstag

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Loro Parque, laut TripAdvisor der beste Zoo in Europa und der zweitbeste der Welt, hat mal wieder einen Grund zu feiern. Die im Aquarium des Loro Parque geborenen Sandbankhaie, sind nämlich ein Jahr alt geworden, und entwickeln sich prächtig! Abel, Airam, Liam und Juan waren die ersten Jungtiere dieser Haiart, die auf den kanarischen Inseln in menschlicher Obhut geboren wurden. Sie sollen noch in diesem Jahr nach Las Palmas de Gran Canaria in das neue, bald vor der Eröffnung stehende. Großaquarium Poema del Mar umziehen, um dort ein Riffaquarium zu beleben.

Die Junghaie werden fünf mal wöchentlich mit einer Mischung aus weißem und nährstoffreichem Fisch, geschälten Garnelen und Tintenfischen gefüttert. Dabei erhalten sie eine Nahrungsmenge, die 3% ihres Körpergewichts entspricht, und die ihnen ein konstantes Wachstum bei guter Gesundheit ermöglicht. Obwohl sie noch sehr jung sind, nehmen sie bereits am innovativen und im Aquarium des Loro Parque bemerkenswert ausgereiften Trainingsprogramm für Haie teil. Diese freiwilligen Übungen ermöglichen die stressfreie Durchführung biologischer und medizinischer Untersuchungen der Tiere, wie das Wiegen, Vermessen oder medizinische Check-ups.

Sandbankhaie können bis zu 45 Jahre alt werden und bekommen nur alle zwei Jahre Nachwuchs. Diese Haie sind lebendgebärende Tiere, ihr Nachwuchs kommt bereits vollständig entwickelt zur Welt. Bei jeder Geburt kann das Weibchen bis zu 7 bis 10 Junge gebären.

Im Loro Parque sind diese Haie perfekte Botschafter, die die Zoobesucher auf die Probleme und Gefahren, denen die Meerestiere in der Natur durch menschlichen Raubbau ausgesetzt sind, aufmerksam machen. Bereits heute stehen 11 Haiarten auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten, und jährlich sterben etwa 100 Millionen Haie infolge menschlicher Ausbeutung!

Zwar bewohnen die Haie bereits seit mehr als 400 Millionen Jahren unseren Planeten, aufgrund unverantwortlichen menschlichen Handelns drohen diese großartigen Tiere jetzt jedoch für immer zu verschwinden!