Antwort auf The Journal of Oral Biology “Tooth damage in captive orcas”

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In den letzten Tagen wird viel über die Veröffentlichung „Zahnschäden bei Orcas in Gefangenschaft“ im Journal of Oral Biology gesprochen. Sie wurde, unter anderem,  von John Jett (ehemaliger SeaWorld-Trainer und jetzt als Biologe tätig) , Ingrid Visser (Aktivistin für die Freilassung von Orcas und Forscherin), Jeffrey Ventre (früher wegen unangemessenem Verhalten bei SeaWorld entlassener Trainer und jetzt als Physiotherapeut tätig) geschrieben. Auf den ersten Blick mag die Studie wie eine wissenschaftliche Arbeit erscheinen, die erstellt wurde, um die Probleme von Orcas besser zu verstehen, aber wenn man sie näher betrachtet, ist sie eine einfache statistische Analyse von Fotos, die Ingrid Visser und andere Aktivisten von SeaWorld und Loro Park-Killerwalen gemacht haben. Und die bedeutendste Schlussfolgerung dieser Studie ist, dass in menschlicher Obhut gepflegte Killerwale Zahnschäden haben. Um etwas dermaßen Offensichtliches zu entdecken, bedarf es mit Sicherheit keiner wissenschaftlichen Studie.

Wir könnten uns fragen, wie dieses Wissen die Kenntnisse über die Art und ihren Naturschutzstatus verbessern wird? Die Antwort ist sehr einfach – keinesfalls! Schlechte Zähne bei 50 Orcas, die in menschlicher Obhut gehalten werden, sind für den Schutz der Art absolut irrelevant. Es wäre beispielsweise sehr viel interessanter gewesen, zu untersuchen, wie die Kontamination mit Schadstoffen die Killerwale in der Natur beeinflusst (so wie dies die Forschungsarbeit macht, bei der Loro Parque mit der Universität von Aarhus zusammenarbeitet, um zu untersuchen, wie Giftstoffe in Killerwalen ihr Immunsystem beeinflussen). Dies ist um so wichtiger, weil es zunehmend Hinweise darauf gibt, dass die Umweltverschmutzung die Fortpflanzung von wilden Orcas beeinträchtigt.  Jede weitere Forschung über die Auswirkungen des Lärms im Meer, die Verfügbarkeit von Nahrung oder Auswirkungen der Fischerei wäre für die Art eine große Hilfe. Aber dies scheint für die Free Morgan Foundation nicht wichtig zu sein, diese Organisation hat andere Interessen: die Zoos, die Orcas halten, zu eliminieren, und dafür ist ihnen jedes Mittel recht.

Bei sorgfältiger Lektüre des Artikels „Zahnschäden bei Orcas in Gefangenschaft“ wird deutlich, dass dieser nicht zeigt, dass Zahnschäden bei Orcas zu Problemen im Wohlbefinden führen, sondern er spekuliert nur über diese Möglichkeit. Er spekuliert über Schmerzen und Unbehagen, liefert aber keinerlei Beweise, weil es unmöglich ist, solche Probleme mit Fotos zu ermitteln, die aus 40 Metern Entfernung gemacht wurden. Wozu dient dieser Artikel? Es ist typisch, dass einige der Autoren darin spekulative Aussagen machen, die keinesfalls auf Forschung basieren. John Jett stellt in Voice of the Orcas (eine gegen SeaWorld gerichtete Webpage, die von ehemaligen Trainern nach Blackfish  eingerichtet wurde) fest: „Wir fanden heraus, dass mehr als 65% mäßige oder schwere Zahnschäden an ihrem Unterkiefer hatten, hauptsächlich aufgrund des Beissens in Zementoberflächen und in Stahl in den Becken.“ Was für eine riesige Spekulation, denn wenn dieses Verhalten so häufig wäre – warum haben sie dies nicht fotografisch dokumentiert? Wie kann man durch ein einfaches Bild die Ursachen von Zahnschäden ermitteln?

Seinerseits sagt Jeffrey Ventre, dass „Zahnschäden bei Killerwalen in Gefangenschaft nicht nur Mortalität und Morbidität verursachen, sondern häufig zu chronischen Therapien mit Antibiotika führen, die dem Immunsystem von Orcas schaden“. Dieser wissenschaftliche Artikel erlaubt diese Schlussfolgerung nicht, da es sich um Spekulationen ohne veterinärmedizinische Grundlage handelt. Es stimmt nicht, dass Zahnschäden zwangsläufig Mortalität oder Morbidität verursachen, und die Autoren liefern dafür keinen Beweis. Wie viele Orcas starben aufgrund von Zahnproblemen in Zoos? Bei guter Zahnhygiene gibt es keine Zahninfektion, daher ist es falsch, dass es Tiere mit längeren Behandlungen gibt (Dr. Ventre sollte wissen, dass Behandlungen nie chronisch sind und dass dieser Ausdruck nur im Zusammenhang mit Krankheiten verwendet wird, so sollte er vielleicht seine Fachkenntnisse einmal überprüfen). Andererseits ist die Behauptung, dass antibiotische Behandlungen das Immunsystem nachteilig beeinflussen, falsch. Es ist schon sehr besorgniserregend, dass jemand wie er die therapeutischen Wirkungen und Nebenwirkungen von Antibiotika als eines weit verbreiteten Arzneimittels nicht kennt. Derartige Behauptungen, die gemacht wurden, ohne eines der Tiere klinisch zu bewerten und ohne ihre medizinischen Aufzeichnungen zu überprüfen, sind nichts als subjektive Spekulation.

Und was ist mit den Aussagen von Dr. Ingrid Visser? Für diese, wie auch für die oben genannten, finden sich weder im wissenschaftlichen Artikel noch in seinen Schlussfolgerungen Belege. Für Dr. Visser müssen „solche Wunden sehr schmerzhaft sein.“ Wie kann man so etwas sagen, ohne auch nur ein Tier wirklich erforscht zu haben, und was zudem der Expertise der auf Meeresäugetiere spezialisierten Tierärzte mit mehr als 40 Jahren Erfahrung widerspricht? Ihr einziges Ziel ist es zu beweisen, dass Zoos, die Orcas halten, angeblich Tiere misshandeln und ihnen Schmerzen zufügen, sie kümmert sich nicht um Wissenschaft oder Wahrheit. Alle Tiere stehen unter täglicher Kontrolle, alle Entzündungen, schmerzhaften oder (sehr selten) infektiösen Erkrankungen, werden von spezialisierten Tierärzten behandelt. Deswegen verursachen derartige Läsionen in Zoos keine Schmerzen und sind kaum von Bedeutung. Würden diese Tiere allerdings in die Natur entlassen oder in einem Bereich gepflegt, wo ihre Kontrolle und Behandlung schwieriger wäre, würden sie Schmerzen, Unwohlsein und Infektionen verursachen.

Wieder einmal hat die Free Morgan Foundation ihre Strategie von Verwirrungen und Fehlinformationen genutzt, um die Zoologischen Gärten anzugreifen, die Orcas in ihrer Obhut haben. Allerdings werden wir nicht schweigen, sondern wir werden weiterhin ihre Lügen und ihre Manipulationsversuche aufdecken.

Loro Parque trauert um das Delfinweibchen Sanibel

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Heute morgen ist unser Delfin Sanibel im stolzen Alter von etwa 37 Jahren gestorben. Dadurch wurde heute unsere Freude von gestern über die Geburt von drei Seelöwen stark getrübt.

Sanibel wurde in die ULPGC zur Autopsie durch Professor Antonio Fernandez übergeben. In den nächsten Tagen werden wir die Todesursache erfahren.Wir verlieren mit Sanibel ein Gründertier und bedauern sehr, dass für sie nichts mehr getan werden konnte.

Eingesperrt und depressiv?

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Quelle: https://elsternest.blog/2017/06/16/eingesperrt-und-depressiv-teil-iii/

Die Haltung von Meeressäugern im Loro Parque Teneriffa

Die Haltung von Meeressäugern in zoologischen Gärten und Aquarien ist mittlerweile sehr umstritten. In der Tat deutlich stärker, als die Haltung der meisten anderen Tiere. Auch Menschen, die Zoos sonst eher positiv betrachten, lehnen die Haltung dieser Tiere aus vielen Gründen komplett ab. Die Tiere seien depressiv, ihrer Freiheit und Würde beraubt. Zusätzlich wird dieser Eindruck durch „Skandale“, in Form von Videos oder Fotos, bestärkt.

Im Februar dieses Jahres war es mir erfreulicherweise gestattet, einen Blick hinter die Kulissen der Tierhaltung im Loro Parque auf Teneriffa zu werfen. Dort werden derzeit zwei Arten von Delfinen gehalten: Schwertwale (Orcinus orca) und Große Tümmler (Tursiops truncatus). (Eine Anmerkung vorab: Der Einfachheit halber verwende ich im weiteren Verlauf den Begriff „Delfin“, wenn ich mich auf beide Arten beziehe.)

In dieser Reihe blicke ich auf die wichtigsten Themen der Meeressäugerhaltung, zeige populäre Irrtümer auf und erläutere anhand des Beispiels im Loro Parque, was ein modernes Delfinarium ausmacht.

Teil III: Beschäftigung und Training

Shows und Präsentationen gehören zu ziemlich jedem Delfinarium dazu. Bei den Besuchern meist sehr beliebt, werden hier unter anderem akrobatische Sprünge der Delfine gezeigt und mittlerweile immer öfter Wissenswertes über die Meeressäuger vermittelt. Dennoch bleiben diese Präsentationen nach wie vor ein Dorn im Auge von Delfinarien-Gegnern und Aktivisten aus der Tierrechts-Szene. Die Vorführungen seien unnatürlich, würden nur wenig zur Bildung der Besucher beitragen und wären für die Tiere selbst Quälerei.

Training

Wer glaubt, die Delfine würden einzig und allein zur Unterhaltung der Besucher „Tricks“ vorführen, der liegt falsch. Ein moderner Zoo wie der Loro Parque nutzt das Training als wichtige Beschäftigung für seine Schützlinge und legt Wert darauf, dass die Tiere Spaß daran finden. Die Pfleger arbeiten nicht etwa mit Futterentzug, sondern durch die Methode der positiven Verstärkung: Zeigt ein Delfin das gewünschte Verhalten, wird er belohnt, unerwünschtes Verhalten wird nicht bestraft, sondern lediglich ignoriert. Diese Methode ist mittlerweile maßgebend für das Training mit jeglichen Tieren, auch mit Haustieren wie Hunden. Denn mittlerweile ist erwiesen, dass es sich um die effizienteste Methode handelt, da sie auf jegliche Bestrafung verzichtet und so die Beziehung zwischen Mensch und Tier nicht belastet. Bestrafungen oder gar Schläge gehören erfreulicherweise in den allermeisten Fällen schon lange der Vergangenheit an. Aber wie werden die Delfine belohnt? Bei den Delfinen und Orcas des Loro Parque (und vieler anderer Delfinarien) wird zwischen verschiedenen Belohnungen unterschieden. Sobald ein Delfin beispielsweise den gewünschten Sprung ausführt, erzeugt der Pfleger mit seiner Pfeife ein akustisches Signal, welches dem Tier signalisiert, dass es alles richtig gemacht hat. Im Loro Parque gibt es bei den Orcas dazu noch eine Besonderheit: Da das gehörlose Weibchen Morgan seit 2010 dort mit den anderen Orcas lebt, mussten sich die Trainer für sie ein anderes Signal einfallen lassen. Anstelle eines Pfiffs wird mit Morgan mithilfe von Lichtsignalen kommuniziert, kleine Leuchten sind dafür an mehreren Stellen der Becken angebracht. Auch bei den anderen Orcas werden diese Signale zusätzlich zu den Pfiffen eingesetzt, damit keine Eifersucht unter den Tieren durch die unterschiedliche Behandlung entsteht. In jedem Fall folgt bei korrektem Verhalten eine Belohnung, bei der es sich nicht unbedingt immer um Fisch handeln muss. Auch Gelatinewürfel, Eis (hier zu sehen) und sogar simple Streicheleinheiten werden von den Tieren gerne angenommen. Letztere sind besonders wichtig um die Bindung und das Vertrauen zwischen Trainer und Tier zu stärken.

Aber wofür ist dieses Training dann gut? Einfach gesagt, Delfine sind intelligente Tiere und brauchen deshalb Beschäftigung. In freier Wildbahn verbringen sie die meiste Zeit mit der Suche nach Nahrung, aber diese fällt im Delfinarium natürlich gänzlich weg. Um sie trotzdem körperlich und geistig fit zu halten, wird mit ihnen auf freiwilliger Basis trainiert. Selbstverständlich ist eine Delfin-Show auch ein Publikumsmagnet, doch handelt es sich bei einer Vorführung vor Besuchern um nichts anderes als ein öffentliches Training. Die gezeigten Sprünge sind oftmals an natürliche Verhaltensweisen angelehnt. In vielen Delfinarien gehen die Trainer auch zu den Tieren ins Wasser, werden von ihnen in die Luft katapultiert und durch das Becken gezogen, auch bei den Großen Tümmlern im Loro Parque. Dies hat selbstverständlich wenig mit dem Verhalten wilder Delfine zu tun, doch ob es einem nun persönlich gefällt, ist letztendlich Geschmackssache, da die Tiere auch hier freiwillig mitmachen und keine körperlichen Schäden davontragen. Sprünge durch brennende Reifen und andere gefährliche Aktionen werden in Delfinarien schon lange nicht mehr gezeigt. Die Dauer und Struktur des Trainings wird, um es für die Tiere interessant zu halten, variiert. Wenn ein Tier mal keine Lust hat, muss es nicht mit machen und erhält trotzdem sein Futter.

Ein weiterer Vorteil des Trainings ist sicherlich der vertraute Umgang mit den Tieren. Sie sind an den engen Kontakt zum Menschen gewöhnt und sind deshalb auch bei medizinischen Untersuchungen gelassener, was die Arbeit der Veterinäre natürlich erleichtert. Das „Medical Training“ ist fester Bestandteil der modernen Delfinhaltung. Diese Art des Trainings beruht ebenfalls auf freiwilliger Mitarbeit der Tiere und es werden dabei beispielsweise die Blutabnahme oder Ultraschalluntersuchungen geübt.

Besonders interessant fand ich die folgende Situation während meines Besuches bei den Großen Tümmlern des Loro Parque: Als ein Trainer mit uns am Beckenrand stand, kam eines der Tiere auf ihn zu und brachte ihm ein Blatt, das wohl in sein Becken gefallen war. Der Trainer lobte den Delfin überschwänglich und streichelte ihn. Er erklärte uns, dass den Tieren beigebracht wurde, Gegenstände in ihren Becken zu ihren Pflegern zu bringen, um sie gegen eine Belohnung zu „tauschen“. Damit wird verhindert, dass die Delfine fremde Gegenstände von Besuchern fressen oder sich daran verletzen. Obgleich Personal sicherstellt, dass die Besucher den Tieren vor und nach den Vorführungen nicht zu nahe kommen und nichts in die Becken werfen, wird es leider immer wieder Individuen geben, die solche Maßnahmen erst notwendig machen.

Beschäftigung

Neben den Trainingseinheiten wird gerne eine Fülle an Spielzeug angeboten, mit denen die Tiere alleine, gemeinsam oder mit ihren Pflegern spielen können. Für die Großen Tümmler werden unter anderem herkömmliche Bälle verwendet, das Spielzeug der Orcas fällt dagegen eine Nummer größer aus. Die Trainer lassen sich immer wieder neue Dinge einfallen, damit ihren Schützlingen nicht langweilig wird. Die Beschäftigung der Tiere ist ein wichtiger Bestandteil einer guten Tierhaltung, denn man ist sich in zoologischen Einrichtungen durchaus bewusst, dass die etwas andere Lebenssituation der Tiere in menschlicher Obhut auch gewisse Herausforderungen mit sich bringt.

Blick in die „Spielkiste“ der Orcas

Natürlich kann niemand in die Köpfe der Tiere schauen und mit Sicherheit behaupten, dass sie zufrieden seien. Jedoch kann man sich durchaus sicher sein, dass die Delfine zumindest Gefallen an der Arbeit mit ihren Trainern finden, da sie freiwillig daran teilnehmen und immer wieder Aufmerksamkeit fordern, obwohl sie ebenso Kontakt zu ihren Artgenossen suchen könnten. Kontakt zu Artgenossen ist für diese sozialen Tiere selbstverständlich von erheblicher Wichtigkeit, aber dennoch scheint ihnen auch der Kontakt zu ihren Pflegern wichtig zu sein. Stereotypische oder apathische Verhaltensweisen waren während meiner Besuche im September und Februar nicht zu beobachten. Man sollte den häufig gezeigten Momentaufnahmen angeblich apathischer Tiere ohnehin kritisch begegnen, da sie immer nur einen kurzen Augenblick im Tagesablauf des Tieres zeigen, und das meistens ohne den Kontext genauer zu beleuchten. Tatsächlich befinden sich viele angeblich apathische Delfine zum Zeitpunkt solcher Aufnahmen in einer Ruhephase, denn dann harren nämlich auch Delfine nach Möglichkeit an einer Stelle aus, mit dem Blasloch an der Oberfläche, um Luft holen zu können. Das würden die Tiere sicher nicht tun, wenn sie stark gestresst und verängstigt wären. Die Behauptung, die Tiere seien „depressiv“ ist ohnehin sehr weit her geholt, da Depressionen bisher eine nur beim Menschen bekannte psychische Erkrankung ist. Deshalb ist es doch ausgesprochen fraglich, wie diese bei einem Tier wie einem Delfin diagnostiziert werden kann und welche Verhaltensweisen dafür ausschlaggebend sein sollen.

Übrigens: Die Frage, weshalb man zur „natürlichen“ Beschäftigung der Tiere nicht einfach lebende Fische verfüttert, lässt sich einfach beantworten, denn es ist gesetzlich nicht erlaubt. Wirbeltiere dürfen nur unter besonderen Umständen lebend verfüttert werden, etwa dann, wenn eine geregelte Nahrungsaufnahme der zu fütternden Tiere nicht anders gewährleistet werden kann (Beispielsweise bei bestimmten Schlangen). Delfine nehmen problemlos den toten Fisch an und fallen deshalb nicht unter diese Ausnahmeregelung. Man hat mir übrigens erklärt, dass der verfütterte Fisch Restaurant-Qualität hat. Es werden regelmäßig Qualitätskontrollen durchgeführt und die Kühlkette wird bis zur Fütterung nicht unterbrochen.

Spielender Delfin

Wofür das alles?

Zum einen hat das Training, wie schon erwähnt, den Zweck, die Tiere körperlich und geistig fit zu halten und sogar die medizinische Versorgung zu vereinfachen. Außerdem ist eine Delfin-Show nach wie vor das Highlight schlechthin für die Besucher und gute Zoos nutzen daher diese Möglichkeit nicht nur zur Unterhaltung des Publikums, sondern auch dafür, es über die gezeigten Tiere zu informieren. Diese Art der edukativen und gleichzeitig unterhaltsamen Präsentation findet nicht nur mit Meeressäugern statt, sondern beispielsweise auch mit Vögeln oder Seelöwen.

Im Loro Parque hat man sich für diese Kombination aus Unterhaltung und Bildung entschieden. Sowohl bei der Vorführung mit den Großen Tümmlern als auch in „Orca Ocean“ ertönt passende Musik und es gibt sowohl Elemente, die reine Unterhaltung sind, als auch informative. So wird zum Beispiel erklärt, welche äußerlichen Merkmale männliche von weiblichen Delfinen unterscheiden oder wie der korrekte Umgang mit einem gestrandeten Delfin aussieht, denn dieses Szenario ist auf den Kanaren durchaus im Bereich des Möglichen. Bei den Orcas wird unter anderem gezeigt, wie mit der tauben Morgan kommuniziert und trainiert wird. Ob man nun ein Freund dieser Art von Vorstellung ist, bleibt wohl Geschmackssache, dem Großteil der Besucher scheint es zu gefallen. Jedenfalls braucht man sich keine Sorgen machen, dass die verwendete Musik gar schädlich für die Tiere sei, denn Delfine hören über Wasser nicht besonders gut und „ohrenbetäubend“ ist diese Musik ohnehin nicht. Davon mal abgesehen, dass ein Großteil der Geräusche unter Wasser überhaupt nicht ankommt. Es ist bestimmt nicht einfach, eine gute Mischung aus Information und Unterhaltung zu finden, die den Besucher anspricht. Allzu trockene Darbietungen werden nun einmal nur wenige begeistern, dass muss sich auch der eher kritische Leser eingestehen. Ich persönlich bin der Meinung, dass man den Besucher nicht nur ausreichend informieren sollte, sondern auch sein Herz für diese Tiere gewinnen muss. Wir sollten nie vergessen, dass Orcas noch im vergangenen Jahrhundert als blutrünstige Killer verschrien waren, die bei jeder Möglichkeit getötet wurden. Die US-Luftwaffe nutzte noch in den 1950er Jahren wilde Orcas für ihre Zielübungen, da die Tiere durch ihre Färbung auch aus der Ferne für die Piloten gut sichtbar waren. Selbst wenn man sich mit der Haltung der Schwertwale in Gefangenschaft nicht anfreunden kann, sollte man zumindest einsehen, dass auch die Shows mit diesen Tieren ihren Ruf deutlich verbessert haben.

Neben den genannten Vorteilen gibt es einen weiteren, äußerst wichtigen Aspekt: Die Forschung. Schon allein das Wissen um die Intelligenz von Walen und Delfinen entstammt größtenteils aus der direkten Arbeit mit den Tieren. Auch die Beziehung von Müttern zu ihren Kälbern wurde hier eingehend erforscht, ebenso wie die Biologie und die Kommunikation der Tiere untereinander. Im Loro Parque wurde kürzlich gemeinsam mit Forschern ein neuer Sender erprobt, der bei wilden Buckelwalen zum Einsatz kommen soll. Das Gerät ist in eine Art Gürtel integriert, welcher den Tieren um den Bereich vor der Schwanzflosse gelegt werden soll. Da die herkömmliche Methode, die Tiere über einen unter der Haut befestigten Sender zu markieren, gelegentlich zur Infektion der kleinen Wunde führt, sucht man derzeit nach einer Alternative. Dieser Gürtel soll so befestigt werden, dass er nicht vorzeitig abfällt und gleichzeitig das Tier nicht bei der Fortbewegung behindert. Schwertwalbulle „Keto“ eignete sich als großes Männchen am besten für den Test. Mit wilden Walen ist so eine Arbeit undenkbar, da sie kaum lange genug ausharren würden, um mehrere Testläufe mit dem Sender starten zu können. Keto jedoch ist an den Kontakt zu Menschen gewöhnt und kann problemlos einige Zeit „still halten“. Ich persönlich bin gespannt, wie die Ergebnisse im Umgang mit den wilden Buckelwalen umgesetzt werden. Des Weiteren erfolgte eine Studie zur Kommunikation von Schwertwalen, mit dem Ziel, Hinweise auf individuelle „Signaturlaute“, ähnlich solchen von Großen Tümmlern, zu finden. Tatsächlich konnte man bestätigen, dass auch Orcas solche individuellen Laute von sich geben, was zum einen widerlegt, dass die Kommunikationsfähigkeit der Tiere in Gefangenschaft degeneriere, und zum anderen hilfreich bei der Identifikation von Individuen in freier Wildbahn sein kann. Zudem wird derzeit daran geforscht, die Umweltverschmutzung in den Gewässern um die Kanaren an den im Fettgewebe enthaltenen Schwermetallen von gestrandeten Delfinen nachzuweisen. Letzteres hat zwar keinen direkten Bezug zu den im Loro Parque gehaltenen Tieren, doch die Einnahmen von dort fließen zu großen Teilen in die Loro Parque Fundación und damit in den Schutz der Tiere. (Weitere Informationen über die Arbeit der Fundación gibt es hier)

Das Training mit den intelligenten Meeressäugern ist also ein wichtiger Bestandteil einer tiergerechten Haltung, die sie sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene fordert und fördert. Die Fähigkeit zu Lernen ist für wilde Delfine von enormer Wichtigkeit und muss deshalb auch in menschlicher Obhut immer wieder neu angeregt werden. Shows mit Delfinen sind dennoch nach wie vor umstritten und obwohl es solche Vorführungen und Trainingseinheiten beispielsweise auch mit Seelöwen gibt, bleiben diese größtenteils von Kritikern verschont, obwohl die Trainingsmethoden die gleichen sind und in beiden Fällen auf einen spielerischen und zwanglosen Umgang mit den Tieren geachtet wird. Der Großteil der Kritik fußt auf falschen Annahmen bezüglich des Trainings, etwa, dass mit Futterentzug oder Schlägen gearbeitet wird. Solche Methoden haben in modernen Einrichtungen jedoch keinen Platz, und das ist auch gut so.

Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

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Original-Artikel: Acht Gründe warum Zoos gut für die Schutzarbeit sind

Erschienen in The Biologist [63(5) p9]. Autor: James Borrell

Der Biologe und TEDx-Sprecher erklärt, warum Zoos für Natur- und Artenschutz von enormer Bedeutung sind.

Übersetzung der 8 Gründe:

  1. Es gibt 39 Tierarten, die derzeit von der IUCN als Ausgestorben in der Wildnis aufgeführt sind. Dies sind Arten, die völlig verschwunden wären, wenn es keine Vertreter in menschlicher Obhut auf der ganzen Welt geben würde, von denen viele in Zoos (oder bei Pflanzen: botanische Gärten) wohnen.
  2. Für Arten, deren Überleben in der Wildnis in Gefahr ist, bauen Zoos häufig Rückversicherungs-Populationen auf, in Menschenobhut lebende Gruppen von Tieren, die im schlimmsten Fall zur Wiedereinführung in die Wildnis beitragen könnten, sollte die ursprüngliche Population aussterben. Die Zoological Society of London, als Beispiel, hat an mehr als 160 dieser Programme.
  3. Auswilderungen. Es wird oft argumentiert, dass Zoos schlecht sind, weil so wenige Auswilderungen tatsächlich passieren. Ich würde behaupten, dass es nicht die Zoos sind, die schuld sind – eine Wiedereinführung kann nicht stattfinden, wenn der Grund, warum eine Spezies in erster Linie zum Aussterben getrieben wurde, nicht gelöst ist.
  4. Im Jahr 2014 besuchten 700 Millionen Menschen Zoos weltweit. Nicht alle Zoos engagieren sich gut, und in der Tat sind nicht alle Zoos gute Orte. Allerdings sicherlich erzeugt die Besucheranzahl eine Art von Verbindung mit der natürlichen Welt, die es anders nicht geben würde.
  5. Zoos sind ein lebendiges Museum. Was wir über wilde Tiere in Menschenobhut lernen, kann uns helfen, sie in freier Wildbahn zu managen und zu schützen – vom Verhalten des Tieres über die Fortpflanzungsrate bis hin zu den Ernährungsanforderungen.
  6. Zoos erwirtschaften Geld für die Zuchtbemühungen. Es ist schwierig, Menschen zu Schutzarbeit zu motivieren, die eine halbe Welt entfernt stattfindet. Aber durch die Möglichkeit, Tiere aus erster Hand zu erleben, können wir die Teilnahme an internationalen Naturschutzaktivitäten erhöhen.
  7. Hilfe bei Notfällen. Chytrid-Pilz hat sich als eine tödliche Bedrohung für die Amphibienpopulationen weltweit berausgestellt und 168 Arten sind in 20 Jahren ausgestorben. Auf Bedrohungen wie diese zu reagieren, ist sicher einer der größten Nutzen von Zoos auf der ganzen Welt. Viele haben spezielle Amphibienzentren eingerichtet und sind leisteten Pionierarbeit in Behandlungs- und Zuchtprogrammen.
  8. Sie erinnern uns daran, dass wir Erfolg haben können. Schutzarbeit ist voll von schlechten Nachrichten, aber bei vielen Gelegenheiten habe ich durch Glas oder Maschen eine Spezies gesehen, die schon nicht existieren würden. Für mich zumindest, erinnern uns Zoos, dass die Schutzarbeit funktioniert – wir brauchen nur mehr davon.

Studie belegt: Säugetiere leben länger in Zoos

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Zürich/Halle/Berlin, 07.11.2016. Das Leben in der Wildbahn ist durch Beutegreifer, Futterknappheit, raue Klimabedingungen und starke Konkurrenz geprägt. In Zoos dagegen sind die Tiere vor diesen Gefahren geschützt. Ein internationales Forscherteam mit Beteiligung der Universität Zürich (UZH) und des Zoologischen Gartens Halle hat nun bei über 50 Säugetierarten untersucht, ob diese Tiere im Zoo oder in der Natur länger leben.

Die scheinbar triviale Frage nach der Lebensdauer von Tieren ist nicht einfach zu beantworten. Besonders bei Tieren in der Wildbahn ist es extrem schwierig, die genauen Geburts- und Todesdaten der Mitglieder einer bestimmten Population zu bestimmen. Zoologische Gärten dagegen zeichnen in der Regel alle Daten ihrer Tiere lückenlos auf. Mittlerweile stehen auch genügend Studien von freilebenden Tieren mit genauen Altersangaben zur Verfügung, um die Lebensdauer in der Natur und in Zoologischen Gärten vergleichen zu können.

Auch Fleischfresser leben länger Ein von den Universitäten Zürich und Lyon, sowie dem Zoo Halle geleitetes Forschungsteam hat dies nun getan und analysierte die demografischen Parameter von mehr als 50 Säugetierarten. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass über 80 Prozent der Arten im Zoo länger leben als in der Wildbahn – darunter so verschiedene Arten wie Kaffernbüffel, Rentiere, Zebras, Biber oder Löwen. „Alle 15 Raubtierarten erreichten gemäss unseren Datensätzen eine höhere Lebensdauer im Zoo“, sagt Marcus Clauss, Professor für Vergleichende Verdauungsphysiologie von Wildtieren der UZH. „Offenbar ist auch als Räuber das Überleben in der Natur nicht unbedingt leicht.“

Zooverband begrüßt Studie Der Verband der Zoologischen Gärten (VdZ), der im deutschsprachigen Raum 70 wissenschaftlich geleitete Zoos vertritt, begrüßt die Ergebnisse der Studie. „Zootierhaltung muss unter wissenschaftlichen Kriterien beurteilt und weiterentwickelt werden. Die Ergebnisse der Studie entkräften das häufig von Zookritikern vorgebrachte Argument der ungewöhnlich hohen Sterblichkeitsrate von Zootieren und belegen, dass die Zoos den Tieren artgemäße Lebensbedingungen bieten“, sagt Volker Homes, Geschäftsführer des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ).

Komplexe Beurteilung von Zoos Die Forscher betonen, dass die Lebensdauer nur ein Faktor unter vielen ist, um die Tierhaltung ethisch beurteilen zu können. „Die vielleicht wichtigste Erkenntnis unsere Studie ist, dass das Leben in der Wildbahn kein Dasein unter paradiesischen Bedingungen ist“, schliesst Prof. Clauss. Die Studie kommt auch zur Erkenntnis, dass einige wenige, besonders langlebige Arten in der Natur eine etwas höhere Lebenserwartung hatten. Dies betrifft zum Beispiel die Schimpansen. „Gerade bei den Menschenaffen wurden in den letzten beiden Jahrzehnten jedoch in einem enormen Umfang in neue Anlagen und Haltungssysteme investiert“, stellt Dr. Dennis Müller, Co-Autor der Studie und Direktor des Zoologischen Garten Halle fest und erläutert weiter: „Den Erfolg dieser Anstrengungen wird man aufgrund der Langlebigkeit dieser Arten jedoch erst in 20 – 30 Jahren statistisch belegen können.“ Volker Homes ergänzt: „Angesichts des massiven Artensterbens im Freiland durch die Vernichtung von Lebensräumen sind die Zootierpopulationen von unschätzbarem Wert für den Erhalt der biologischen Vielfalt.“

Die Studie finden Sie unter http://www.nature.com/articles/srep36361

Forschung der Intelligenz der Papageien

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Entdecken Sie die interessanten Projekte, die das Max-Planck-Institut in seiner Niederlassung im Loro Parque und in Zusammenarbeit mit der Loro Parque Fundación, zur Forschung der Intelligenz der Papageien, durchführt.

LoroParque Fundación begrüßt den 18. Workshop über Papageie

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Die LoroParqueFundación begrüßt zwischen dem 28. April und 5. Mai 2016,die achtzehnte Ausgabe des Workshops über Papageie,die dieses Institut jedes Jahr organisiert. Wir erwarten in diesem Jahr vierzig Teilnehmer. Über fünfzehn Vorträge werdenüber die Erhaltung und Vermehrung von Papageien in deutscher Sprache gehalten, und haben eine klare internationale Ausrichtung.

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Die Besucher aus Ländern wie Deutschland, Österreich und der Schweiz werden aus erster Hand wegweisenden Techniken der Paarung und Reproduktion aus der LoroParqueFundación kennenlernen, als auch die Einrichtungen des Zoo Gartens,die AusstellungAnimalEmbassyund die Zusammenarbeit mit renommierten Forschungszentren wie das Max-Planck-Institut, welches im LoroParque über einen einzigartigen Sitz verfügt um die Intelligenz der Tiere zu lernen.

Die Biologen vom LoroParque werden zusammen mit Experten aus verschiedenen Ländernin ihrenVorträgen ihre Erfahrungen weitergeben,undtiefgreifende Kenntnisse über diverse Papagei Artenvermitteln – sowohlüber diein Freiheit lebenden,als auch über die in Gefangenschaft lebenden.Einige Ausstellungen werden durch vorzeige-Veranstaltungenüber Vogelfütterung und Handaufzucht ergänzt.

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Loro Parque erhält erneut Besuch von Ingrid Visser

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Letzte Woche erhielt der Loro Parque erneut Besuch von Aktivisten der Free Morgan Foundation, angeführt von Dr. Ingrid Visser. Der Besuch war dem Loro Parque vorher nicht angekündigt (wie vorherige Besuche) und wurde auch nicht auf Grund gesundheitlicher Bedenken oder dem Wohlergehen Morgans durchgeführt. Sehr wahrscheinlich war der Besuch durch den Workshop „Bewertung des Wohlbefindens von Meeressäugetieren in zoologischen Gärten“, welcher in wenigen Tagen im Nürnberger Zoo stattfinden wird, motiviert.

Die Gastgeber des Workshops sind der Nürnberger Zoo, die Europäische Vereinigung für Meeressäugetiere (EAAM), die Europäische Vereinigung für Zoos und Aquarien (EAZA), die Allianz für Meeressäugetiere in Parks und Aquarien (AMMPA) und die Weltweite Vereinigung für Zoos und Aquarien (WAZA). Das Ziel des Workshops ist es, die Indikatoren, die zur Berurteilung des Wohlergehens von Meeressäugetieren verwendet werden, wissenschaftlich zu bewerten. Mit diesem Workshop kooperieren sowohl die interparlamentarische Gruppe für „Klimawandel, Artenvielfalt und nachhaltige Entwicklung“ als auch der Loro Parque.

In der Vergangenheit erhielten wir mehrfach Besuche von Dr. Ingrid Visser, bereits vor den gerichtlichen Verhandlungen und Urteilen zu Morgan. Deswegen scheint es nicht ungewöhnlich, dass die Free Morgan Foundation neue Bemühungen anstrebt, den Loro Parque zu kritisieren, trotz der fünf Richtersprüche und der endgültigen Entscheidung des Obersten Gerichtshof der Niederlande, Morgan nicht wieder auszuwildern. Es gibt keinerlei Grund diese „Undercover“-Taktiken anzuwenden, da Fotos und Gewicht von Morgen, welche ihr gesundes Wachstum beweisen, regelmäßig auf der Homepage des Loro Parque aktualisiert werden.

Am ersten Tag an dem Dr. Visser den Loro Parque besuchte wurde sie von unserem Team kontaktiert, um unsere Überraschung über einen erneuten „Undercover“-Besuch auszudrücken. Nach einigen Tagen, an denen sie jede Präsentation besuchte, unzählige Fotos von Morgan schoss und den Unterwassersicht-Bereich mit der Discovery Tour besuchte, wobei sie die Instruktionen des Gruppenleiters, dass keine Fotos und Aufnahmen gemacht werden dürfen, ignorierte, schickte sie eine E-Mail, in der sie „Bedenken zur Transparenz über Morgan“ ausdrückte. Trotz der Tatsache, dass Loro Parque nicht dazu verpflichtet ist, jeglichen Organisationen den Zugang oder die Einsicht zu gestatten, weil unsere Einrichtungen von fachkundigen Sachverständigen (welche nie von der Free Morgan Foundation oder anderen Gruppen, die über Morgans Zustand Bedenken äußern, kontaktiert wurden) anerkannt und jährlich inspiziert werden. Einmal mehr zeigte der Loro Parque seine Transparenz, in dem Morgan in der ersten Show des Tages auftrat und man Dr. Visser und anderen FMF-Mitgliedern erlaubte, noch über eine halbe Stunde, nachdem das Publikum Orca Ocean bereits verlassen hatte, Morgan zu beobachten und Aufnahmen zu machen. Trotz vorheriger Ankündigung blieb die Teilnahme von Morgan an der Show von Dr. Visser vollständig unbeachtet. Jedenfalls begleiteten, nach der Show, Dr. Javier Almunia (Direktor für Umweltangelegenheiten und Experte im Fall Morgan) und zwei der verantwortlichen Tierärzte von Morgan, welche Dr. Visser all ihre Fragen beantworteten, während sie weiterhin Morgan fotografierte. Die Tierärzte bestätigten das Morgan an keinen Krankheiten leidet und deswegen aktuell nicht unter tierärztlicher Behandlung steht. Dr. Visser fragte nach den Medikamenten, welche Morgan und die anderen Orcas regelmäßig erhalten (Antibiotika, Diazepam, etc.) und das Veterinär-Team erklärte, dass der Loro Parque kein Diazepam an die Orcas, oder Delfine, verabreicht und keine systematische Medikamentengabe stattfindet, sondern ausschliesslich wenn eine Erkrankung vorliegt und die Tierärzte eine medizinische Behandlung empfehlen. Dr. Visser erhielt ebenfalls die letzten tierärztlichen Berichte eines unabhängigen, internationalen Veterinärs mit über 40-jähriger Erfahrung mit Killerwalen, der erneut bestätigte, dass es keine Bedenken über Morgans physische Gesundheit gibt. Dr. Visser erkundigte sich nach Morgans „abgebrochenen Zähnen“, die Veterinäre bestätigten, dass die Zähne nicht abgebrochen seien, sondern nur einige von ihnen Abnutzungen zeigen.

Das ist die Erklärung des letzten Besuches der Free Morgan Foundation im Loro Parque, der einmal mehr korrekte Informationen über Morgan herausgab, und bestätigte keine Geheimnisse zu haben, obwohl keine Verpflichtung vorliegt, Daten an Organisationen herauszugeben, welche systematische Verleumdungskampagnen gegen den Loro Parque starten. Die Absicht der Free Morgan Foundation ist dieselbe wie die der Born Free Foundation, PETA, etc., welche von Spenden finanziert werden. Das Problem ist, dass diese das Geld nicht für die Tiere nutzen, sondern für ihr eigenes Wohlergehen, weil ihre sogenannten Tierschutzprojekte, unserer Ansicht nach und basierend auf unserer Erfahrungen, sinnlos, sind. Die Geschichte von Keiko ist ein perfektes Beispiel dafür, dass Spenden für ein sinnloses Projekt verschwendet wurden, die Geschichte können Sie hier nachlesen.

Das Wohlergehen unserer Tiere wird jeden Tag tausenden von Besuchern gezeigt, unser wichtigstes Anliegen dabei ist das Wohlbefinden jedes einzelnen Tieres in unserer Obhut. Das ist der Grund, weswegen wir die heimtückischen Attacken dieser Organisationen abweisen.

Zum Abschluss fragt der Loro Parque all diese Anti-Zoo-Organisationen, was sie wirklich für die Erhaltung gefährdeter und vom Aussterben bedrohter Spezies, die dringend Hilfe benötigen, tun. Bitte widmen sie ihre Bemühungen, dem Kampf gegen die wahren Umweltprobleme, welchen unser Planet ausgesetzt ist und hören sie auf unsere Arbeit, die wir zugunsten der Natur machen und unsere Bemühungen zum Erhalt der Artenvielfalt, zu zerstören.

Schluss mit den falschen Anschuldigungen gegen Loro Parque

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Das Video, welches auf der Webseite “The Dolphin Project” publiziert wurde, ist ein neuerlicher Versuch, durch Manipulierung der Tatsachen, mit Übertreibung und Dramatisierung eine normale Situation, die keinerlei Problem für die Tiere darstellt, zu verfälschen.

Im Video sieht man Morgan (im Behandlungsbecken) und Tekoa im Becken B, die sich durch die Tür verständigen. Die Interpretation, dass Morgan eine Panikattacke hätte, ist absolute inkorrekt und mit böser Absicht unterstellt. Alles was man sieht, ist Morgan, die die Tür öffnen will, um ins Becken B zu gelangen, weil sie bei Tekoa sein will. Wenn eines dieser Tiere (Morgan wiegt über 2.200kg und Tekoa über 2.700kg) mit Kraft gegen die Tür drückt, dann hört man das Türschlagen, wie es im Video zu hören ist.

Diese Interaktion als Panikattacke zu interpretieren, ist absolute lächerlich, da die Orcas darauf trainiert sind, täglich in das Behandlungsbecken zu schwimmen und darin ruhig zu verweilen. Denn dies ist für die Routineuntersuchungen, oder im Krankheitsfall auch für die Behandlungen durch unsere Tierärzte, unabdingbar. Ähnlich wie ein Hund an der Tür kratzt, wenn er in einen anderen Raum möchte, so drückt ein Orca gegen die Türen, wenn sie den Zugang zu einem anderen Becken haben will. Es ist überraschend, dass ausgerechnet die Menschen, die sich für die Beendigung der Zucht von Orcas in menschlicher Obhut einsetzen, sich über diese Bilder entrüsten! Denn die sexuell bedingte Frustration, keinen Zugang zu einem Becken zu erhalten, in dem sich Orcas des anderen Geschlechts befinden, mit denen sie sich paaren wollen, kann ein solches Verhalten auslösen.

Immer häufiger publizieren einige wenige Organisationen, die sich selbst Tierschützer nennen, solche Verleumdungskampagnen ohne jegliche Hintergrundinformation und Wissen über das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere. Die Orcas im Loro Parque sind unter der ständigen Aufsicht und Fürsorge unseres Tierärzte- und Trainerteams. Ausserdem haben wir reguläre Besuche von Tierärzten, die auf Meeressäuger spezialisiert sind, sowie regelmässige Inspektionen von kompetenten Behörden und Experten. Keiner dieser professionellen Fachleute hat bei den Tieren Stress oder Grausamkeit gegen die Tiere festgestellt. Es gibt keinen Zweifel, dass das Interesse der Organisationen die diese Verleumdungskampagnen publizieren, darin liegt, Spenden zu erhalten, allerdings nicht für das Wohl derTiere, sondern zu ihrem eigenen Vorteil und ihrer Bereicherung.

In den letzten 22 Jahren war es, dank der Arbeit eines international anerkannten Zoos wie Loro Parque möglich, mehr als 16 Millionen US Dollar in den Natur- und Artenschutz zu investieren. Der bisher wichtigste Erfolg dieser Arbeit war es, zwei Papageienarten in der Liste der bedrohten Arten herabzustufen und die Populationen vieler anderer Arten zu vermehren und somit vor dem Aussterben zu bewahren. Was hat The Dolphin Project bis jetzt für den Erhalt der Biodiversität erreicht? Wieviel Geld haben sie in die Erhaltung bedrohter Tierarten investiert? Wieviele Arten haben sie schon vor dem Aussterben bewahrt? Das Paradoxe ist, dass sie keinen Beitrag zum Schutz der Natur leisten, aber die aus dem Weg schaffen wollen, die sich dafür einsetzen, Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Wie können sie sich dann noch Tierschützer nennen?

Antwort auf die Forderung von “Proyecto Gran Simio España” die Orca-Show im Loro Parque einzustellen

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In den letzten Wochen haben wir zu mehreren Anfragen von verschiedenen Organisationen, die behaupten, die Rechte der Tiere zu vertreten, Stellung genommen. Die Aufforderungen, die Präsentation der Orcas im Loro Parque abzuschaffen, stützen sich auf keinerlei Fakten sondern begründen sich auf Vermutungen, wie z.B. das fehlende Wohlergehen der Tiere, die niemals bestätigt wurden. Der konkrete Fall des Projektes Gran Simio España ist noch weitaus mehr beschämend, da ihre Anschuldigungen ja bereits mehrmals als falsch aufgedeckt wurden.

  Im Mai 2010 präsentierte Herr Pedro Pozas Terrados, Generaldirektor des Projektes Gran Simio España, in der Kommandantur der spanischen Umweltpolizei (SEPRONA) in Madrid, eine Anzeige gegen Loro Parque mit der Behauptung, dass wir gegen das Zoogesetz verstossen, da wir Delfine und Orcas in Gefangenschaft halten. In der Anzeige behauptete Herr Pozas, dass Loro Parque “…gegen die wissenschaftlichen Ziele der Zoos und das Zoogesetz verstösst” und er zeigt uns desweiteren wegen “..…Misshandlung, Verwahrlosung oder beabsichtigter Verschlechterung oder Nachlässigkeit gegenüber den Tieren des Parks” an. Nach der vorgeschriebenen Inspektion unserer Anlagen, bestätigte ein Team von SEPRONA, dass keine dieser Anschuldigungen der Wahrheit entsprechen und das die Anzeige jeglicher Grundlage entbehrte. Da die Anzeige nicht der Wahrheit entsprach, wurde von Seite der Naturschutzbehörde der Guardia Civil die Ermittlung eingestellt. Als die juristische Vertretung des Loro Parque’s versuchte gegen diese Anzeige von Gran Simio eine Klage einzureichen, wurde diese von Seiten des Projektes Gran Simio nicht angenommen.

  Es scheint, dass das Projekt Gran Simio keinen offiziellen Sitz hat oder aber der Generaldirktor keine offiziellen Mitteilungen entgegen nimmt.

    Im Jahr 2011 präsentierte Herr Pedro Pozas Terrados, als Repräsentant des Projektes Gran Simio España, neuerlich einen offiziellen Antrag an das Komitee des Europäischen Parlaments bezüglich eines angeblichen Verstosses gegen die europäsichen zoologischen Richtlinien im Transport der Orca Morgan in den Loro Parque. Das Projekt Gran Simio publizierte den vollständigen Text des Antrages auf seiner Web-Seite und machte eine Pressemitteilung, um auf die gravierenden Gesundheitsschäden, die Morgan davontragen würde, sollte sie im Loro Parque bleiben, hinzuweisen. Im Mai 2012 beantwortete das Komitee des europäischen Parlaments den Antrag des Projektes Gran Simio, und teilte mit, dass nach Rücksprache mit den zuständigen Behörden der europäischen Kommission, festgestellt wurde, dass der Transport von Morgan völlig legal und nach strikter Einhaltung der Gesetze abgewickelt worden sei. Das Projekt Gran Simio hat diese Anwort des europäischen Parlaments auf seinen Antrag nie publik gemacht. Noch weniger haben sie öffentlich eingestanden, dass ihre Argumente nicht berücksichtigt wurden.

Die Vorhersagen, der gravierenden Gesundheitsschäden von Morgan, ergaben sich ebenfalls als absolut falsch. Morgan ist heute vollständig in die Orca Gruppe des Loro Parque’s integriert, sie ist bei bester Gesundheit und wiegt über 2.000kg.

  Im September 2013 startete das Projekt Gran Simio eine öffentliche Kampagne, um zu verhindern, dass der Gorillamann León in den Zoo von Belo Horizonte transportiert wird, um dort mit zwei Gorillaweibchen eine Familie zu gründen. Der Transfer wurde auf Grund von Empfehlungen der Verantwortlichen des EEP (Komittee für bedrohte Arten) der EAZA (European Association of Zoos and Aquariums) durchgeführt. Es handelt sich um ein weltweites Projekt, dass die bedrohten Arten vor dem Aussterben bewahren soll. Trotz der Katastrophenmeldungen, die das Projekt Gran Simio über den brasilianischen Zoo verbreitete und der Aufzählung potentieller Risikofaktoren, die der Transfer mit sich bringen würde, ist es ein Faktum, dass der Transfer ein absoluter Erfolg war. León ist heute Oberhaupt einer gesunden Familiengruppe und 2014 wurde sein erster Nachwuchs geboren. Das Projekt Gran Simio hat die Fehlerhaftigkeit seiner Kampagne nie berichtigt oder gar seinen Irrtum eingestanden.

  Diese kurze Analyse über die Kampagnen des Projektes Gran Simio gegen den Loro Parque zeigen deutlich, dass diese Organization nur ein Ziel verfolgt und zwar die Abschaffung der Zoos, und dass sie jede Gelegenheit nutzen um schlechte Stimmung zu schueren. Bei jeder einzelnen Anzeige oder Kritik, die das Projekt Gran Simio gegen Loro Parque veröffentlichte, wurde nachgewiesen, dass die Anschuldigungen unbegründet sind. Trotzdem hat das Projekt Gran Simio nie seine Fehler eingestanden oder seine falschen Anschuldigungen zurückgenommen.

    Es wäre wichtig, über einige dieser Organisationen, wieProjekt Gran Simio, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, permanent die zoologischen Gärten zu attackieren, zu recherchieren und herauszufinden, wie sie ihre Spendengelder einsetzen.

  In den letzten 22 Jahren war es, dank der Arbeit eines international anerkannten Zoos wie Loro Parque möglich 16 Millionen US Dollar in den Natur- und Artenschutz zu investieren. Der bisher wichtigste Erfolg dieser Arbeit war es, zwei Papageienarten in der Liste der bedrohten Arten herabzustufen und die Populationen vieler anderer Arten zu vermehren und somit vor dem Aussterben zu bewahren. Was hat das Projekt Gran Simio España bis jetzt für den Erhalt der Biodiversität erreicht? Wieviel Geld haben sie in die Erhaltung bedrohter Tierarten investiert? Wieviele Arten haben sie schon vor dem Aussterben bewahrt? Das Paradoxe ist, dass sie keinen Beitrag zum Schutz der Natur leisten, aber die aus dem Weg schaffen wollen, die sich dafür einsetzen, Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Wie können sie sich dann noch Tierschützer nennen?