Loro Parque beglückwünscht Nestlé für seinen Wiedereinstieg an den runden Tisch über nachhaltiges Palmöl

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Der Loro Parque gibt seine Zufriedenheit darüber bekannt, das Nestlé an den runden Tisch über nachhaltges Palmöl (RSPO) zurückgekehrt ist, nachdem das Unternehmen zugesichert hat, dass es die Regeln einhalten und bis 2023 erreichen wird, zu 100% nachhaltiges und zertifiziertes Palmöl zu verwenden. Dieser Schritt zum Wohl der Umwelt bestätigt die wichtige Rolle, die Zoos, wie der Loro Parque spielen, wenn es darum geht, sich für eine nachhaltigere Welt und den Respekt für die Natur und die Wildtiere einzusetzen.

Deshalb, aufgrund dieser Zusage, hat der Weltverband der Zoos und Aquarien (WAZA) angekündigt, auch weiterhin unter seinen jährlich 700 Millionen Besuchern, Nestlé als nachhaltige Marke zu präsentieren. Außerdem hat er betont, wie wichtig es für den Verband und auch für jeden einzelnen der eingeschriebenen Zoos und Aquarien ist, dass Nestlé daran arbeitet, zu 100% nachhaltiges und zertifiziertes Palmöl für seine Produkte zu verwenden.

Diese Zusage wird zweifelsohne eine positive Auswirkung auf die Umwelt haben, denn die RSPO stellt sicher, dass die Plantagen so bewirtschaftet und zertifiziert werden, dass die Artenvielfalt nicht beinträchtigt wird und dass die Gewinnung von Palmöl – das in Bezug auf die Gesundheit des Verbrauchers genauso ist wie jedes andere gesättigte Öl – nicht die Populationen der Arten benachteiligt, die sich in einem sehr verletzlichen Zustand befinden, weil die Wälder, in denen sie leben zu Plantage verwandelt werden. Wie bei den Organ Utans oder Elefanten in Indonesien.

Aber selbst wenn der Verbraucher das Problem kennt, kann er ohne Information nicht frei wählen, diese Produkte, die nicht nachhaltig gewonnenes Palmöl enthalten zu vermeiden. Der Loro Parque arbeitet, über die Stiftung Loro Parque Fundación, im Rahmen seiner Aufklärungsarbeit daran, die Folgen seiner Verwendung bekannt zu machen. Die Unterstützung dieser Petition des WAZA ist nur ein weiterer konsequenter Schritt für das Engagement des Loro Parque für den Erhalt der Artenvielfalt und der Spezies, die wie die Elefanten und Orang Utans, vom Aussterben bedroht sind.

 

Die Loro Parque Fundación ist offen für neue Projekt-Vorschläge für das Jahr 2019

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Die Stiftung Loro Parque Fundación hat ihren Zeitfenster für Vorschläge neuer Projekte für das Jahr 2019 geöffnet. Die Frist zum Einreichen von Projekten läuft bis Mittwoch, 15. August. Unter allen ausgewählten Projekten, die von einem Komitee unabhängiger Experten geprüft wird, wird die Stiftung 1.000.000 Dollar verteilen.

Diese internationale Einrichtung, von gemeinnützigem Charakter, dessen Hauptsponsor der Loro Parque ist, unterstützt Projekte, die sich hauptsächlch auf Papageien und Meeresbewohner beziehen. Ziel ist es, den Bestand der Arten zu verbessern, die vom Aussterben bedroht sind. Außerdem wird durch die Aktivitäten der Stiftung gezielt für den Erhalt ihrer Lebensräume und die allgemeine Artenvielfalt geworben.

Dank der Tatsache, dass der Park, der als bester Zoo der Welt nach TripAdvisor gilt, die Kosten für die Stiftung übernimmt, können alle Spenden zu 100% in den Umweltschutz fließen. Im Laufe der Jahre wurden dank dieses Engagements über 150 Projekte vorangebracht.

Ausgewählte Projekte 2018

Unter den Projekten des Jahres 2018 hebt sich besonders „Whale Bay“, hervor. Es begann im März diesen Jahres auf der Insel Boavista mit der Beobachtung einer der vier am meisten bedrohten Populationen von Buckelwalen in der Welt, an dem einzigen Fortpflanzungsort im Nordwest-Atlantik, der von dieser Art bekannt ist. Die Zahl der Walkühe mit Jungtieren stieg auf 15 bis 16 an. Eine beachtliche Zahl, wenn man bedenkt, dass 2016 kein einziges Neugeborenes beobachtet werden konnte. Dank des Projekts „Whale Bay“ wurden Daten gesammelt, die es erlauben, die Deklaration von Bahía de Sal-Rei zum Meeresschutzgebiet für Buckelwale zu unterstützen. Es wird für einen Verhaltenskodex geworben und Normen für ein gutes Verhalten von Veranstaltern von Whale Whatching Ausflügen per Boot festgelegt. Zudem werden nationale und internationale Biologen in den grundlegenden Techniken der Walbeobachtung ausgebildet.

In Ecuador konnten im Laufe dieses Jahres, dank der Unterstützung durch die Loro Parque Fundación, Exemplare des großen Soldaten-Aras (Ara ambiguus) ausgewildert werden. Alle Exemplare sind unter kontrollierten Umständen über bei Wilderei konfiszierten Tieren gezüchtet worden. Die Beobachtung dieser Bechsteinaras, wie sie auch genannt werden, im ecuadorianischen Dschungel ist dank moderner Satellitensysteme möglich. Dadurch können viele Daten von großem wissenschaftlichem Interesse zum Schutz dieser Art und aller Arten, die mit ihnen in Verbindung stehen, wie Pflanzen, Insekten und sogar Amphibien, zusammengetragen werden.

Eine weiteres interessantes Projekt, das kürzlich in Sardina del Norte auf Gran Canaria initiiert wurde, ist ein Projekt von ElasmoCan, das sich dem Schutz des Engelhais widmet. Es wird über die Stiftung Loro Parque Fundación konfinanziert und über Poema del Mar mit Aufklärungskampagnen unterstützt. Es ergänzt ein anderes Projekt, das 2016 begonnen wurde, um die vorhandenen Engelshaie zu identifizieren, um sie später zählen zu können und so zum Erhalt der Art, durch eine kontinuierliche Beobachtung, die Verfolgung von Bewegungsmustern, der Beschreibung ihres Lebensraums und der Sensibilisierung der Bevölkerung für ihre Existenz und Schutzbedürftigkeit beizutragen.

Ein letztes faszinierendes Projekt dreht sich um den Lear-Ara aus Brasilien. Ein Vogel, der stark gefährdet ist und in einer der trockensten Gegenden des Landes lebt. Vier Exemplare wurden der Stiftung auf Teneriffa von der brasilianischen Regierung übergeben. Schon bald begannen sie sich zu vermehren und auf eine Gruppe von 30 Exemplaren zu wachsen. Die Stiftung konnte so schon neun Exemplare in ihr Herkunftsland zurückschicken. In Kürze werden weitere folgen, um die Erholung des Bestandes im natürlichen Lebensraum, wo auf allen Ebenen wissenschaftliche Studien stattfinden, zu stärken.

9 Arten vor dem Aussterben gerettet

Die Loro Parque Fundación hat dank ihres Einsatzes für den Arterhalt insgesamt schon 9 Papageienarten vor dem Aussterben gerettet. Seit der Gründung im Jahr 1994 hat die Loro Parque Fundación Projekte zum Schutz bedrohter Arten mit 18.000.000 Dollar unterstützt. Der Wechsel der Bedrohungskategorie bei vielen dieser 9 Arten ist ein Erfolg für den Umweltschutz weltweit und macht diese gemeinnützige Organisation auf internationaler Ebene zur Effektivsten ihrer Art.

Die Arten, die von ihrem bevorstehenden Aussterben gerettet wurden, sind: der Gelbohrsittich aus Kolumbien, der Lear-Ara aus Brasilien, der Blaukehl-Ara aus Bolivien, der philippinische Kakadu, der Amazonas-Rotschwanz aus Brasilien, der Mauritiussittich, der Blaukopf-Ara aus Peru, der Hahnenfußsittich aus Neukaledonien und die Unzertrennlichen Rußköpfchen aus Sambia.

Interessierte Organisationen finden den Antrag auf Unterstützung unter folgendem Link: http://www.loroparque-fundacion.org/forms/application_form_2019_eng.pdf

Dank der Arbeit der Loro Parque Fundación konnten 9 Papageienarten vor dem Aussterben gerettet werden

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Der Stiftung, Loro Parque Fundación, ist es dank ihres Einsatzes für den Artenschutz gelungen, insgesamt 9 Papageienarten vor dem Aussterben zu bewahren.

Seit ihrer Gründung im Jahr 1994 hat die Loro Parque Fundación Arterhaltungsprojekte mit über 18.000.000 Millionen Dollar unterstützt. Eine Veränderung des Bedrohungsstatus bei vielen dieser neun Arten ist ein großer Umweltschutzerfolg auf Weltebene, die diese gemeinnützige Organisation international zur Effektivsten macht.

Die „Rote Liste“ der internationalen Artenschutzunion, Unión Internacional para la Conservación de la Naturaleza (IUCN), katalogisiert die unterschiedlichen Arten in verschiedene Bedrohungskategorien: in wenig besorgniserregend, fast bedroht, verletzlich, vom Aussterben gefährdet, kritisch vom Aussterben bedroht, in der Natur ausgestorben und ausgestorben.

Die Psittaziden – die Papageien – zählen zu den Vogelarten, die rund um den Planeten am meisten bedroht sind. Dank der Bemühungen der Stiftung, konnten 9 Arten vor dem bevorstehenden Verschwinden gerettet werden.

Nachfolgend werden die Arten mit spezifischer Information über jedes einzelne Projekt und seine Resultate vorgestellt.

Gelbohrpapagei (Ognorhynchus icterotis) – Kolumbien

Im Jahr 1998 wurden kaum mehr als 82 Exemplare des Gelbohrpapageis in Kolumbien gezählt. Dank der technischen und finanziellen Unterstützung durch die Loro Parque Fundación und der Zuwendung von über 1.500.000 Dollar ist ihre Zahl inzwischen auf 4.000 Exemplare angewachsen. Dadurch wurde die Art von der Kategorie „kritisch vom Aussterben bedroht“ in „gefährdet“ heruntergestuft.

Diese Vogelart ist direkt mit der lokalen Palme verbunden. Von ihr werden die Blätter zu religiösen Festen und kulturellen Traditionen abgeschnitten. Die Abhängigkeit zwischen beiden Arten ist so eng, dass wenn die Palme verschwindet auch der Gelbohrpapagei ausstirbt. Verschiedene Aufforstungs- und Aufklärungskampagnen der lokalen Bevölkerung und ihrer Behörden, in Kombination mit künstlichen Nestern haben so erfolgreich Früchte getragen, dass man den Papagei heute in Schwärmen beobachten kann. Über die lokale Organisation „ProAves“ wurden Maßnahmen ergriffen, die dazu führten, dass die Einheimischen direkt in den Schutz ihres einzigartigen Naturschatzes eingebunden sind.

Guacamayo de Lear (Anodorhynchus leari) – Brasilien

Der Guacamayo de Lear, Lear-Ara, der aus dem Nordosten Brasiliens stammt, ist historisch schon immer ein Opfer der Jagd, Plünderung, Zerstörung seines Lebensraumes oder anderer Schwierigkeiten, in einem Gebeit mit extremen Lebensbedingungen geworden. Im Jahr 1994 wurden nicht einmal mehr 200 Exemplare gezählt. Trotzdem ist ihre Zahl heute auf bis zu 1.300 Individuen angestiegen und ist von der Kategorie „kritisch bedroht“ in „gefährdet“ gesunken. Die Loro Parque Fundación hat mehrere Aktionen zur Erholung des Bestandes mit über 460.000 Dollar unterstützt.

Zu den wichtigsten zählt, die Entschädigung der Maisbauern in der Region, die diese Art für Ernteausfälle verantwortlich machten. Die Schaffung von Fonds durch verschiedene Institutionen erlaubt es, dass Landwirte, die tatsächliche Schäden belegen können, eine entsprechende Ausgleichszahlung erhalten. Im Gegenzug müssen sie sich verpflichten, die Guacamayos, die gelegentlich Schäden an ihren Feldern anrichten können, nicht auszurotten. Die Region, in der sie leben, Caatinga, bedeutet in der Sprache der Tupí (Sprache der Eingeborenen in Südamerika) „weißer Wald“ – denn in Zeiten extremer Trockenheit verlieren die Bäume alle Blätter und die äußeren Enden ihrer Zweige färben sich weiß – ist sehr einzigartig. Denn trotz der hohen Temperaturen und der extremen Trockenheit beherbergt sie einen große endemische Artenvielfalt. Die Erholung des Bestandes dieser Art, erlaubt es, die sehr weitläufige und schwer zu überschauende Gegend zu schützen.

Die Loro Parque Fundación nimmt an einem Programm „ex situ“ teil. Die brasilianische Regierung hat im Jahr 2006 zwei Papageienpaare, die im Zuge des illegalen Tierhandels beschlagnahmt wurden, in die Fundación zur Nachzucht geschickt. Schon nach sechs Wochen gab es einen ersten Erfolg. Inzwischen sind schon 32 Exemplare geboren worden, von denen 9 in ihr Herkunftsland zurückgekehrt sind. Sie sind Teil eines Netzwerkes zum Schutz der Art unter kontrollierten Bedingungen.

Guacamayo Barbazul (Ara glaucogularis) Bolivien

El Guacamayo Barbazul, oder Blaukehlara, eine endemische Art, die aus den Ebenen von Beni in Bolivien stammt, ist ein wahres Juwel der Natur, das in den 90er Jahren nicht einmal mehr 50 Exemplare zählte. Obwohl die Art immer noch kritisch vom Aussterben bedroht ist, konnte beobachtet werden, dass die Population in dem weitläufigen Territorium, in dem sie leben, auf über 250 Exemplare angestiegen ist. Eine großzügige Investition seit dem Jahr 1995 von über 1.500.000 Dollar hat erreicht, die lokale Bevölkerung für die Bedrohung dieser Art, deren Federn jahrelang zur Umsetzung traditioneller Riten ausgebeutet wurden, zu sensibilisieren.

Die Herstellung künstlicher Federn und Workshops, in denen gelernt wurde, Kopfschmuck anzufertigen, hat es ermöglicht, dass tausende Guacamayos, verschiedener Arten, davon profitieren. Arbeiten vor Ort, in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und wissenschaftlichen Behörden konnten einen Fortschritt für diese Art erreichen. Aufgrund der Einzigartigkeit ihres Lebensraumes und ihres Verhaltens sind weitere, kontinuierliche Bemühungen notwendig.

Philipinnen-Kakadu (Aacatua haematuropygia) Philipinnen

Der Philipinnen-Kakadu ist eines der Hauptprojekte, die die Loro Parqe Fundación unterstützt. Dank des enormen Einsatzes der lokalen, gemeinnützigen Organisation „Katala Foundation“ ist die Population rasant gewachsen. Von 22 Exemplaren in den 90er Jahren auf mittlerweile über 1.200 zum jetzigen Zeitpunkt. Sogar mit einer jüngsten Freilassung von 7 Exemplaren, die als Jungtiere im Rahmen des illegalen Handels sichergestellt wurden.

Eine der führenden Persönlichkeiten, Indira Widman, ist kürzlich für ihren großen Einsatz für diese Spezies mit dem Preis „Withley Awards for Nature and Conservation“ ausgezeichnet worden. Sie lebt auf den Inseln und setzt dadurch sehr komplexe Arbeiten zur Erholung und Kontrolle des Bestandes um.

Eine ihrer originellsten Strategien war es, Insassen des lokalen Gefängnisses und ehemalige Nesträuber und –händler zu „Wächtern des Wildlebens“ auszubilden, sodass sie heute die Gebiete beschützen, in denen sie selbst ein Zehntel der Population überwachen.

Amazonas-Rotschwanz(Amazona brasiliensis) – Brasilien

Die brasilianische Amazonas-Rotschwanz, ist eine bedrohte Art des atlantischen Tropenwaldes, die vorwiegend in den Staaten Sao Paulo und Paraná (mit ganz wenigen Exemplaren in Norden des Staates Santa Catarina) im Südosten Brasiliens lebt. Über ein Jahrzehnt lang hat die Loro Parque Fundación Aktivitäten zum Erhalt der wildlebenden Population unterstützt. Dieses Engagement hat sich als großer Erfolg erwiesen.

In den 80er Jahren war die Gesamtpopulation des Amazonas-Rotschwanzes auf kaum mehr als 2.500 Exemplare geschrumpft. Inzwischen ist der Bestand auf schätzungsweise über 9.000 Exemplare angestiegen und die Kategorie wurde von „gefährdet“ auf „verletzlich“ heruntergestuft. Der Großteil der Population – etwa 70% – lebt in Paraná, wo sie sich auf niedrigen, waldreichen Inseln entlang der Küste vermehren. Der Wald ist anfällig für Störungen, die vor allem durch den Tourismus entstehen und durch das Abholzen von Bäumen, die der Papagei zum Nestbau favorisiert.

Deshalb hat die Loro Parque Fundación die „Sociedade de Pesquisa em Vida Selvagem e Educação Ambiental” (SPVS) dabei unterstützt, die Brutstätten zu überwachen und zu schützen. Es ist wichtig die Bevölkerung miteinzubeziehen, um die Bäume zu erhalten, von denen der Bestand dieser Art abhängt. Es macht Mut, zu beobachten, wie innerhalb kurzer Zeit, die Nutzung von künstlichen Nestern als Bruthilfe, gute Erfolge erzielte und direkt zur Zunahme des Bestandes beigetragen hat.

Mauritius-Papagei (Psittacula eques) – Mauritius

Der Mauritius-Papagei ist der letzte eingeborene Überlebende einer Art, die früher alle westlichen Inseln des Indischen Ozeans bevölkerte. Die Mauritius-Sittiche waren auf der Insel Mauritius weit verbreitet, aber ihr Bestand und ihre geographische Verteilung begann sich ab Mitte des 18. Jahrhunderts zu reduzieren. Im Jahr 1986 bestand die Population aus 8 bis 12 Individuen, darunter nur noch drei Weibchen im fortpflanzungsfähigen Alter.

Diese Reduzierung war die Konsequenz aus der massiven Zerstörung und Verschlechterung ihres Lebensraums, die zu einem Mangel an einheimischen Bäumen führte, die der Art als Nahrung dienen und an endemischen großen Bäumen, die sie zum Nisten benötigen.

Die Bemühung, die Art zu erhalten, wurde von der „Mauritius Wildlife Foundation“ initiiert, mit der die Loro Parque Fundación aktiv zusammenarbeitete, um das Hauptziel des Engagements zu erreichen: Etablierung einer lebensfähigen Population des Mauritius-Sittichs in der Natur. Das Programm konnte einen wichtigen Beitrag zum Wachstum der Population leisten, die bis 2003 auf 188 Exemplare (aus ursprünglich 8 bis 12 Sittichen 1986) anwuchs. Außerdem wurden Sittiche, die in Gefangenschaft aufgezogen wurden, erfolgreich ausgewildert und es wurde die Fortpflanzung zwischen freilebenden Sittichen und solchen in Gefangenschaft gefördert. Ein wichtiger Part war es gefangene Weibchen mit einem wildlebenden Männchen zu kreuzen, um die Lebensfähigkeit der Nachkommen zu gewährleisten.

Zwölf Mauritius-Sittiche, die aus der Aufzuchtstation auf der Insel freigelassen wurden, überlebten in ihrem Heimatwald. Das Ergebnis all dieser kontinuierlichen Bemühungen ist ein exponentielles Wachstum der Art, von der heute über 500 Exemplare gezählt werden.

Blaukopfara (Primolius couloni) – Peru

In Peru, Brasilien und Bolivien lebt der seltene Guacamayo Blaukopfara, dessen lokalisierte Populationen nie sehr zahlreich sind. Nichtsdestotrotz wächst die globale Population immer mehr und die Gefährdungskategorie wurde von „gefährdet“ auf „verletzlich“ abgestuft.

Die Loro Parque Fundación hat Feldforschungen zu dieser Art finanziert. Dadurch konnten Landkarten erstellt werden, auf denen Populationen, die temporär mehr oder weniger zahlreich sein können, lokalisiert werden. Genaue Zahlen über diese Art zu erhalten, ist die Grundvoraussetzung ihres Erhalts und das Verändern der Bedrohungskategorie schließt nicht aus, dass sie in bestimmten Gebeiten nicht doch verschwinden könnten.

Hahnenfußsittich (Eunymphicus cornutus) – Nueva Caledonia

In Neukaledonien hat ein Sittich, mit einem eleganten Kopfschmuck, jahrelang unter Invasoren in seinem Lebensraum gelitten. Beispielsweise unter Ratten, die seine Eier und Küken attackieren. Der Wachstum des Bestandes wurde deshalb durch die Überwachung ihres Lebensraumes während der Brutzeit und durch das Kennenlernen ihrer Fortpflanzungsstrategie sowie der Bedingungen ihres Lebensraums in den letzten Jahren erreicht. Die Gefährdungskategorie sank von „gefährdet“ auf „verletzlich“.

Landschaften zu erkennen, in denen sie sich aufhalten, ihr tägliches Verhalten zu studieren und die Probleme kennenzulernen, mit denen sie konfrontiert sind, braucht Zeit für Forschung und technische Arbeiten, die in diesem Fall zu sehr guten Resultaten geführt haben.

Unzertrennliche Rußköpfchen (Agapornis nigrigenis) – Sambia

Die Loro Parque Fundación arbeitet seit 1997 mit dem „Research Centre for African Parrot Conservation” in Südafrika zur Erforschung der Population des Unzertrennlichen Rußköpfchens zusammen. Ein kleiner Papagei, der im Südwesten von Sambia lebt und von dem nur wenig bekannt war.

Kurioserweise war er eine der letzten Papageienarten, die 1906 in Afrika entdeckt wurden. Die Bestände, die in Europa in Menschenobhut gehalten wurden, reduzierten sich nach den zwei Weltkriegen, durch die Einschränkung der Imports von Saatgut nach Europa (was die künftige Nachfrage nach Fängen beeinflussen konnte) stark.

Etwas über ihren Lebensraum, ihre allgemeine biologischen Merkmale und ihre Interaktion mit der lokalen Bevölkerung zu erfahren, damit diese die Bedeutung des Erhaltes ihres Lebensraumes und die Art und Weise, wie dies zu tun ist, versteht, war entscheidend für die Erholung dieser Art, die sich heute wieder weit verbreitet ist. Die Loro Parque Stiftung unterstützt weiterhin die Feldforschung, um aktuelle Bestandzahlen zu erfassen.

Einfrieren von Sperma im Dienste des Artenschutzes

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Papageienküken aus tiefgefrorenem Sperma zur Arterhaltung – Veterinärmediziner der Justus-Liebig-Universität Gießen publizieren ihre Forschungsergebnisse in Theriogenology

Das Einfrieren von Sperma für eine spätere künstliche Besamung ist in der Nutztierhaltung, aber auch beim Menschen bekanntlich längst Routine. Beim Vogel war dieses Verfahren dagegen bislang nur bei wenigen Arten eingeschränkt möglich. Bei Großpapageien beispielsweise, die in ihrer Art stark bedroht sind, greifen Erhaltungszuchtprogramme oftmals nicht. Einem Team um Prof. Dr. Michael Lierz, Klinik für Vögel, Reptilien, Amphibien und Fische der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU), ist es in Kooperation mit seinem Kollegen Prof. Dr. Axel Wehrend, Klinik für Geburtshilfe, Gynäkologie und Andrologie der Groß- und Kleintiere der JLU und dem Friedrich-Loeffler-Institut FLI Mariensee, gelungen, den Nymphensittich als Modelltier für den Papagei zu nehmen und ein Verfahren zu entwickeln, dessen Sperma überlebensfähig einzufrieren. Dies könnte einen weiteren Durchbruch im Sinne des Schutzes bedrohter Arten bedeuten, hoffen die Veterinärmediziner. Ihre Erfolge wurden Anfang April 2018 in Theriogenology publiziert.

Problematisch sei es bei Vögeln, zunächst an das Sperma zu gelangen und dann eine geeignete Methode zu finden, um dieses Sperma überlebensfähig einfrieren zu können, erläutert der Vogelexperte Lierz den Hintergrund seiner Forschungen. Genau dieser Herausforderung komme im Hinblick auf den Artenschutz jedoch eine wichtige Bedeutung zu. Denn: „Viele der heute lebenden Papageienarten sind stark bedroht, und aufgrund ihrer streng monogamen Lebensweise sind Nachzuchtprogramme nur eingeschränkt erfolgreich. Viele Eier werden unbefruchtet gelegt werden.“ Die JLU-Arbeitsgruppe um Prof. Lierz etablierte daher bereits im Jahr 2013 ein Verfahren zur Spermagewinnung beim Papagei, um anschließend erfolgreich künstliche Besamungen durchzuführen und Küken hochbedrohter Arten zu züchten.

Problematisch blieb hierbei die Tatsache, dass Papageien nur wenige Eier legen. Zudem standen die Wissenschaftler vor der Herausforderung, dass zum optimalen Besamungszeitpunkt auch passendes Sperma zur Verfügung stehen muss. Bei der geringen Anzahl fortpflanzungsfähiger Tiere einer bedrohten Art ist dies oftmals nicht möglich.

Daher nutzten die Wissenschaftler den Nymphensittich als Modelltier und entwickelten ein Verfahren, das Sperma überlebensfähig einzufrieren. Anschließend wurde dieses Sperma für Besamungsversuche verwendet. Erstmals konnten auf diese Weise Nymphensittichküken gezüchtet werden. „Dies lässt hoffen, in Zukunft auch Sperma hochbedrohter Papageienarten einfrieren zu können und für den Artenschutz zur Verfügung zu stellen“, sagt Prof. Lierz, der eng mit der Loro Parque Fundacion, Teneriffa, zusammenarbeitet. Die Stiftung hat die Forschungsarbeiten maßgeblich praktisch und finanziell unterstützt.