Kiessling fordert ein Schutzgebiet für Meeressäuger in ganz Makaronesien

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Quelle: EFE

Der Präsident der Loro Parque Gruppe, Wolfang Kiessling, fordert, die Meerestiere, die in den Gewässern Makaronesiens leben, durch die Schaffung eines „Schutzgebietes für Meeressäuger“, zu schützen. Eine Initiative, die seiner Meinung nach eine große Hilfe für die Natur wäre.

In einem Interview mit EFE sagte Kiessling, dass er seit 1988 die Schaffung dieses Schutzgebietes fordert, „etwas, das weder Fischer noch irgendeine Regierung etwas kostet“, und erklärte, er sei überzeugt, dass nahe gelegene Länder wie Marokko an einem solchen Schutz der Gewässer rund um die fünf im Atlantik gelegenen Archipele (Kanarische Inseln, Azoren, Madeira, Kapverden und Wilde Inseln) interessiert wären.

Der Präsident des Loro Parque erinnert daran, dass das Projekt CanBio, das mit der kanarischen Regierung unterzeichnet wurde und an dem die beiden öffentlichen Universitäten der Kanarischen Inseln beteiligt sind, gestartet wurde, um den Klimawandel im Meer und die Versauerung der Ozeane und ihre Auswirkungen auf die biologische Vielfalt der Meere auf den Kanaren und im restlichen Makaronesien, insbesondere auf Wale, Meeresschildkröten, Haie und Rochen, zu untersuchen.

Kiessling weist darauf hin, dass es in seinem Zoo in Puerto de la Cruz, als er vor 48 Jahren seine Pforten öffnete, zwar nur Papageien und Kakadus gab, aber mit der Ankunft von Delfinen und Killerwalen hat sich das Interesse der Forschung der Stiftung Loro Parque Fundación auch auf die Ozeane erweitert.

Der Präsident der Loro Parque Gruppe, Wolfang Kiessling, fordert, die Meerestiere, die in den Gewässern Makaronesiens leben, durch die Schaffung eines „Schutzgebietes für Wassersäuger“, zu schützen. Eine Initiative, die seiner Meinung nach eine große Hilfe für die Natur wäre. EFE/Ramón de la Rocha

Laut ihm hat die Loro Parque Fundación in den 25 Jahren ihres Bestehens 21,2 Millionen Dollar in 180 Projekte investiert, von denen 47 noch laufen und dank denen zehn vom Aussterben bedrohte Arten gerettet werden konnten.

Zu den geretteten Arten gehören der Gelbohrsittich aus Kolumbien, der Lear-Ara aus Brasilien, die Rotschwanz-Amazone oder Amazona Brasiliensis aus Brasilien, der Blaukopf-Ara aus Peru, die Kuba-Amazone, der Mauritius-Papagei aus Mauritius, der Hornsittich aus Neukaledonien, das Rußköpfchen aus Sambia, der Goffinkakadu aus Indonesien und der Salvadori-Weißohrsittich aus Brasilien.

Der Präsident des Loro Parque hat eine sehr kritische Einstellung zu den Folgen des Klimawandels und weist darauf hin, dass es vor 100 Jahren bei zwei Milliarden Menschen auf der Erde zehn Millionen Elefanten gab. „Heute gibt es 350.000 Elefanten, und jeden Tag werden 100 getötet“, sagt Kiessling. Er befürchtet, dass es in zehn Jahren keine Elefanten mehr geben wird, „weil die Dummheit derer, die etwas Elfenbein brauchen, zu groß ist.  Dasselbe sei mit den Löwen und Tigern geschehen. Denn obwohl sie sich einfach fortpflanzen, sei ihr Bestand in den letzten Jahren auf 25.000 wild lebende Tiere zurückgegangen.

Afrika und Südamerika, die Vergessenen

Er betont auch, dass fast eine Milliarde Tiere in den australischen Waldbränden gestorben sind, „dabei sprechen wir aber nicht über die Brände, die in Afrika oder Südamerika auftreten“, Kontinente, auf denen auch viel Flora und Fauna zerstört wird: „Der Klimawandel wird sehr schwer zu korrigieren sein“, sagt Kiessling, der nicht versteht, wie Aktivisten die Existenz von Zoos ablehnen können, wobei solche Zentren seiner Meinung nach als Beschützer der Wildtiere fungieren und garantieren, dass sie nicht aussterben. „Wenn es keine Zoos gäbe, wäre es das Wichtigste, sie zu gründen“, verteidigt der Eigentümer des Loro Parque. Deshalb hat er darauf hingewiesen, dass sich der Leitgedanke der Einrichtung geändert hat und sie nun eine “ Tierbotschaft “ ist. Denn es sei ihm klar, dass, wenn Zoos nicht als Botschaften für wilde Tiere fungieren würden, „es niemand tun würde“.

Plastik, der „Feind der Menschheit“

Er glaubt, dass das Bevölkerungswachstum, das bereits stattgefunden hat und in den kommenden Jahren auch weiterhin zu verzeichnen sein wird, Platz, den „wir nicht haben“, für alles benötigt. Auch für den Abfall. „Wir haben unseren Boden und unsere Meere mit einem Material verseucht, das unsere Umwelt zerstört – mit Kunststoff“, sagt er, bevor er betont, dass sein Unternehmen ein Vorreiter im Kampf gegen den Gebrauch von Plastik war. Ein Material, das zu einem Feind der Menschheit geworden ist und dessen Beseitigung „ein sehr langer Weg sein wird“.

Mit Hilfe von recyceltem Plastik, das bei verschiedenen Strandreinigungen zusammen mit Studenten, Mitarbeitern und anderen Freiwilligen gesammelt wurde, wurden Skulpturen erstellt, die durch die Gedichte von Néstor Martín Fernández de la Torre inspiriert wurden. Dabei wurde auch versucht, den Jugendlichen durch Aktionen an der Universität die schädlichen Auswirkungen von Plastik auf die Natur bewusst zu machen, erklärt er.

Im Hinblick auf die diesjährigen Projekte nennt Kiessling den Bau weiterer Becken für die Wale, die Bereitstellung von 400 neuen Parkplätzen sowohl im Loro Parque als auch im Siam Park und die Installation einer vier Megawatt starken Photovoltaik-Anlage zur Gewinnung von Solarenergie auf Gran Canaria. Diese Energie wird zusätzlich zu den drei Megawatt, die in der Anlage des Loro Parque verarbeitet werden, und einer weiteren Anlage mit 10 Mw in Arico produziert. Damit ist die von diesem Unternehmen erzeugte saubere Energie höher als die Energie, die in seinen Anlagen verbraucht wird, betont Kiessling. EFETUR

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