Loro Parque – 45 Jahre Fortschritt

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Autor: Rosemary Low

Als Wolfgang Kiessling ein kleines Hotel auf Teneriffa kaufte, hätte niemand ahnen können, dass dies das kleine Dorf Punta Brava weltweit bekannt machen würde. Der Papageienpark, welchen er im Jahr 1972 eröffnete, war der Vorläufer dessen, was heute von TripAdvisor zum besten Zoo der Welt gewählt wurde. Daneben erhielt er zahllose andere Auszeichnungen.

Als ich im Oktober dort war, traf ich ein englisches Paar, das mir sagte: „Wir mögen keine Zoos. Aber der Loro Parque ist beeindruckend. Wir lieben ihn!“

Der Erfolg des Parks beruht nicht nur auf seinen makellosen Konditionen und der auβergewöhnlichen Schönheit der botanischen Umgebung, sondern auch auf seinem konstanten Ausbau und der Einweihung neuer Ausstellungen. Und dennoch, was hinter den Kulissen passiert macht den Loro Parque zum Weltrang Besten. Seine 4.000 Papageien machen ihn zum wichtigsten Reservat für Papageienarten und -Unterarten weltweit. Noch wichtiger ist in meinen Augen aber die Arbeit der Loro Parque Fundación.

Gegründet im Jahr 1994, um Papageien zu schützen, setzt sie dies unangefochten um. Bis 2016 hat sie sich mit mehr als 17 Millionen Dollar für die Erhaltung, hauptsächlich von Papageien, aber auch von Cetaceen (Wale und Delfine), eingesetzt. Beim letzten Beiratstreffen im Oktober 2017 wurden erneut über eine Million Dollar für den Artenschutz im kommenden Jahr zur Verfügung gestellt.

Der Loro Parque ist berühmt dafür, alle vier Jahre der Gastgeber des Internationalen Papageienkongresses zu sein. Der Erste wurde im Jahr 1986 abgehalten. Diese Konferenzen sind ein Mekka für jeden, der ein ernsthaftes Interesse an Papageien hat. Darüber hinaus is es ein Treffen unter Freunden der Papageienwelt.

Herr Kiessling sagte einmal im Spaβ, auf das Event anspielend: „Das ist alles Deine Schuld!”, denn ich war es, die bei unserem ersten Treffen im Jahr 1984 den Gedanken eines Kongresses äuβerte.

Ich habe viele Erinnerungen an diese wichtigen Treffen, aber es gibt eine, die alle anderen überragt. Im Jahr 1994 war ich von dem Vortrag von Dr. Niels Krabbe zu Tränen gerührt. Er sprach über den Gelbohrsittich (Ognorhynchus icterotis) – jetzt der Gruppe der Sittiche zugehörig. Er präsentierte ein Video der letzten bekannten Population. Lediglich das Überleben von 60 Vögeln war bekannt. In diesem Jahr begann die Loro Parque Fundación (LPF) die Arbeit von Dr. Krabbe in Ecuador zu unterstützen. Er versuchte das Land, auf dem die letzte Population erfasst wurde, zu beschützen.

Ich befürchtete, dass dies der nächste Papagei sein würde, der ausstirbt. Traurigerweise, verschwand die Population in Ecuador bald danach, wahrscheinlich aufgrund von Wilderei, aber die Spezies wurde, im Jahr 1997, in Kolumbien wieder entdeckt. Die Gebiete, die sie besiedelten, waren so abgelegen, dass ihr Aussterben lediglich von den Einheimischen bemerkt worden wäre.

Die Geschichte des Gelbohrsittichs ist ohne Zweifel eine der Bemerkenswertesten in der ganzen Geschichte der Erhaltung von Papageien und zählt zu einer der Besten der Vogelerhaltung weltweit.

Heute liegt die Zahl der Population bei mehr als 2.500 Individuen und ihre Reichweite hat sich enorm gesteigert. Ohne die Unterstützung der Loro Parque Fundación, welche mehr als 1,5 Millionen Dollar investierte, sowie die Feldarbeit des Personals von ProAves, wäre der charakteristische Gelbohrsittich zweifellos ausgestorben.

Auf den Philippinen wird die Katala Foundation, geleitet von dem dynamischen Duo Indira und Peter Widmann, gröβtenteils von der LPF unterschützt. Das Aussterben des Rotsteisskakadus (Cacatua haematuropygia) wurde mit Hilfe des vielseitigen Programms der Feldarbeit und mit Aufklärung verhindert. Übrigens befindet sich die gröβte genetische Reserve dieses Kakadus im Loro Parque.

Auf den Philippinen wird die Katala Foundation, geleitet von dem dynamischen Duo Indira und Peter Widmanm, gröβtenteils von der LPF fpf unterschützt. Es hat fast gänzlich das Aussterben des Rotsteiβkakadus (Cacatua haematuropygia), mithilfe des vielseitigen Programs der Feldarbeit und Aufklärung, verhindert. Übrigens befindet sich die gröβte genetische Reserve dieses Kakadus im Loro Parque.

Es gibt zu viele Beispiele für den groβen Erfolg anderer Projekte, um sie hier zu nennen. Aber die Arbeit der Stiftung endet nicht mit der Feldarbeit. Wissenschaftliche und  tierärztlich Forschungen sind von groβer Bedeutung. Tierärzte und Veterinärmedizinstudenten der besten Universitäten weltweit haben als Praktikanten in der Klinik des Loro Parque gearbeitet. Dabei konnten sie viel über die Gesundheit und das Wohlergehen von Papageien lernen, was ihnen nun ermöglicht ihr erworbenes Wissen zu teilen.

Beim Beiratstreffen berichtete die Kuratorin Marcia Weinzettl über die Brutzeit von 2017. Es wurden überragende Erfolge erzielt, dazu zählen 23 Blaulatz-Aras (Ara glaucogularis), 10 Gelbschnabelamazonen (Amazona collaria), 27 Apoloris (Trichoglossus johnstoniae) und 8 Borstenköpfe (Psittrichas fulgidus).

Marcia´s Ziel, seit dem sie die Position der Kuratorin annahm, ist jährlich die prozentuale Anzahl der Aufzucht junger Vögel von ihren Eltern zu steigern. Die Richtlinien der Loro Parque Fundación sind, zu 100% die Erziehung der Jungtiere von ihren Eltern zu unterstützen und nur mit technischen Hilfsmitteln einzugreifen, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Andere interessante Zahlen sind, dass im letzten Jahr 190 neue Paare gemacht worden sind und 59,7% der Papageien der Zuchtstation erwachsen sind.

Die Loro Parque Fundación ist stark in den Medien vertreten. 2017 wurden, bis Oktober, 256 Artikel über ihre Arbeit veröffentlicht. Unter anderem gab das Personal 33 Radio Interviews, 12 Fernseh-Interviews und 32 Vorträge auf Konferenzen. Die Stiftung hat tausende Follower bei Facebook und das öffentliche Interesse für die Aktivitäten steigt immer weiter.

Sechsunddreiβigtausend Exemplare der Zeitschrift Cyanopsitta sind herausgegeben worden. Viele davon wurden in lokalen Zeitungen publiziert, bunte Seiten eingeschlossen, damit die Aufmerksamkeit von Kindern gewonnen wird.

Bildung, besonders hinsichtlich der Bedrohungen für unseren Planeten und seine Tierwelt sind von besonders hoher Bedeutung. Als ich den Park verlieβ war ich besonders beeindruckt, als ich eine kleine Broschüre mit Informationen über die menschliche Überpopulation, den steigenden Umfang der Abholzung, den Mord an Delfinen (mehr als 300.000 jährlich), Plastikmüll und andere wichtige Themen erhielt. Ich kenne keine andere weltweit aktive Organisation, die sich so sehr um diese Themen sorgt. Wie die Broschüre sagt: „Dem Loro Parque ist nichts wichtiger, als Liebe und Respekt für Tiere.“

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