Loro Parque Fundación spendet dem Karlsruher Zoo 20.000 Euro zum Schutz der Orang-Utans in Indonesien

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Die Loro Parque Fundación hat dem Karlsruher Zoo in Deutschland eine Spende von 20.000 Euro für den Schutz von Orang-Utans in Indonesien zukommen lassen. Die deutsche zoologische Einrichtung wiederum wird den Betrag zwischen zwei gemeinnützigen Vereinen aufteilen, die sich für den Schutz dieser Tiere, die in der Natur vom Aussterben bedroht sind, einsetzen.

Diese Spende wird somit Zentren zur Rettung, Rehabilitation und Wiederauswilderung von Hunderten von Orang-Utans unterstützen, die Opfer der Pandemie, von Abholzung, Jagd und illegalem Handel geworden sind. Ein Teil wird – im Einklang mit den Säulen und Grundprinzipien der Loro Parque Fundación – auch in die Aufklärung der lokalen Gemeinschaften investiert.

Mit dieser Geste unterstreicht die Stiftung ihr Engagement für den Schutz gefährdeter Arten in den natürlichen Lebensräumen, ein Ziel, das sie seit ihrer Gründung 1994 verfolgt. Dank der Finanzierung der Betriebskosten durch Loro Parque fließen 100 % der eingegangenen Spenden direkt in Naturschutz und/oder in Bildungsprojekte in situ und ex situ.

Die Zahlen und Ergebnisse der Loro Parque Fundacion sprechen für sich: es konnten schon mehr als 21,5 Millionen US-Dollar in fast 200 Projekte auf fünf Kontinenten investiert werden, und 10 Papageienarten konnten vor der drohenden Ausrottung gerettet werden.

Zudem ist hervorzuheben, dass Loro Parque die Stiftung auch unter den gegenwärtigen Umständen und inmitten der durch COVID-19 verursachten globalen Krise sowie zudem auch weiterhin ohne jegliche öffentliche Hilfe finanziert, so dass die für 2020 übernommenen Verpflichtungen für den Natur- und Artenschutz erfülltt werden können.

Wissenschaftler auf den Kanarischen Inseln schaffen ein innovatives Netzwerk zur Beobachtung der Meere, um dem Klimawandel entgegenzuwirken

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Die ULL und die ULPGC stellen zusammen mit der Regierung der Kanarischen Inseln und der Loro Parque Fundación im Poema del Mar die ersten Ergebnisse von CanBio vor, einem öffentlich-privaten Projekt, das den Einfluss der Versauerung und der Lärmverschmutzung im Meer auf die biologische Vielfalt der Meere untersucht

Im Aquarium Poema del Mar wurden heute die ersten Ergebnisse von CanBio vorgestellt, einer bedeutenden öffentlich-privaten Forschungsinitiative, die mit 2 Millionen Euro vom Loro Parque und der Regierung der Kanarischen Inseln finanziert und von Forschungsteams der Universität La Laguna und der Universität Las Palmas de Gran Canaria entwickelt wurde. Ziel dieses Netzwerkes ist es, ein Daten- und Beobachtungsnetzwerk für Parameter zu schaffen, die mit dem Klimawandel, der Versauerung der Ozeane, der Lärmverschmutzung unter Wasser und deren Auswirkungen auf die marine Biodiversität der Kanarischen Inseln zusammenhängen.

Der Koordinator von CanBio und Direktor der Loro Parque Fundación, Javier Almunia, erklärte zu den ersten Ergebnissen, die sich mit der Untersuchung allgemeiner Umweltprobleme in Makaronesien befassen, dass der vor der Küste Teneriffas verzeichnete Temperaturanstieg eine Veränderung des Küstenlebensraums bewirkt und dazu führt, dass vermehrt tropische Arten in grössere Tiefen ausweichen. Er fügte auch hinzu, dass “Veränderungen der akustischen Unterwasserumgebung untersucht werden. Dazu wurden kürzlich eine Boje in Gando installiert und eine weitere soll demnächst in El Hierro folgen. Sie messen den Lärm im Meer und ermöglichen, die Auswirkungen auf die Fauna sowie den Verlust der Artenvielfalt im Meer, die Veränderung der Ökosysteme und das Verschwinden von Arten zu untersuchen. CanBio Canarias wird das einzige spanischeMeeresobservatorium, das in das europäische Netzwerk zur Überwachung der Ozeanversauerung integriert ist.

Auf der Pressekonferenz hob der Referent für ökologischen Wandel, Kampf gegen den Klimawandel und Landschaftsplanung, José Antonio Valbuena Alonso, die Bedeutung der öffentlich-privaten Zusammenarbeit hervor und betonte, dass “das Herzstück, in dem die Weichen für die Entscheidungen gestellt werden, die beiden kanarischen Elite-Hochschulen bilden, die wir haben”. Außerdem lieferten die Forschungsprojekte, wie sie von der ULL und der ULPGC durchgeführt werden, “immer mehr Erkenntnisse, nicht nur zur Bekämpfung der Folgen und Auswirkungen des Klimawandels auf den Kanarischen Inseln, sondern im globalen Kontext”, sagte er.

Die bisherigen Forschungsansätze in diesen Bereichen, so der Rektor der Universität Las Palmas de Gran Canaria, Rafael Robaina, “haben das Problem nicht übergreifend behandelt”, und CanBio sieht eine “inter- und transdisziplinäre Forschung vor, die es ermöglicht, mehr Informationen zu erhalten, um das Wissen über die Ozeane zu erweitern”. Er betonte auch, dass obwohl wir “in Spanien im Allgemeinen und auf den Kanarischen Inseln im Besonderen wenig in die Wissenschaft investieren”, aber dank der Zusammenarbeit und Unterstützung des privaten Sektors bei Projekten wie diesem, das “ein Beispiel für transdisziplinäre Wissenschaft und öffentlich-private Wissenschaft ist, das genau das ist, was wir für die Zukunft brauchen”, sagte er.

Der Vizerektor für Forschung an der Universität La Laguna, Ernesto Pereda, bewertete seinerseits positiv, dass “die Loro Parque Fundación trotz der schwierigen Situation, in der wir uns momentan befinden, weiterhin Forschungs- und Entwicklungsprojekte unterstützt und sich in der Wissenschaft engagiert, was es ermöglicht, solche Projekte voranzubringen”, neben anderen Projekten, die mit der Universität La Laguna ins Leben gerufen wurden. In diesem Sinne dankte der Vizepräsident des Loro Parque, Christoph Kiessling, den kanarischen Universitäten für ihr Engagement und ihre Unterstützung bei dieser Initiative, deren Ergebnisse er als “sehr wichtig für die Erhaltung der Biodiversität, die auch unser vorrangiges Ziel ist” würdigte.

WAZA Jahrestagung 2020 ein großer Erfolg für den moderne Zoo sowie Naturschutz, Artenschutz, Umweltschutz und Tierschutz

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Ein großer Erfolg für die modernen Zoos sowie für den Natur-, Arten-, Umwelt- und Tierschutz war die diesjährige Jahreskonferenz des Weltzooverbands WAZA vom 12. bis 15. Oktober, obwohl sie aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig nur virtuell stattfinden konnte.

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage bestätigte sich die wachsende gesellschaftliche Bedeutung moderner Zoos. Erst zu Monatsbeginn hatte die IUCN als die weltweit bedeutendste Naturschutzorganisation in ihrem Report „Ex Situ Options for Cetacean Conservation“ die Bedeutung moderner Zoos und Delfinarien für die Rettung hochgradig bedrohter Meeressäuger hervorgehoben.

Wenige Tage später betonten dann auch die Teilnehmer bedeutender externer Organisationen an der WAZA-Konferenz, unter anderem der Biodiversitätskonvention CBD und des Washingtoner Artenschutzübereinkommens CITES, dass die modernen Zoos aufgrund ihrer großen Expertise und ihres Engagements im Natur- und Tierschutz sowie der Umweltbildung und der naturschutzrelevanten Forschung gerade in der Zeit der Klimakrise und des sechsten globalen Massenaussterbens immer wichtiger werden.

So waren denn auch Dekarbonisierung, Entwaldung und Wiederaufforstung sowie die von der WAZA und nicht zuletzt auch dem Loro Parque unterstützte Initiative „Reverse the Red“ zur Umkehrung des negativen Trends des Artensterbens bedeutende Themen der diesjährigen WAZA-Konferenz mit mehr als 700 Teilnehmern aus 48 Ländern und Regionen.

Loro Parque und Loro Parque Fundacion gratulieren dem WAZA-Team um Präsident Prof. Theo Pagel (Zoo Köln) und CEO Dr Martín Zordan zur Ausrichtung dieser erfolgreichen Konferenz. Und natürlich gratulieren wir Leipzigs Zoodirektor Prof. Jörg Junhold herzlich zum Empfang des Heini Hediger Awards als der höchsten WAZA-Auszeichnung des Jahres!

Zusammenhängend: Wir brauchen Zoos und Aquarien

Loro Parque Fundación zeichnet die besten naturwissenschaftlichen Abschlussarbeiten der Universität von La Laguna aus

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Ein weiteres Jahr fördert die Loro Parque Fundación die Auszeichnungen der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität La Laguna für die besten Abschlussarbeiten, die im akademischen Jahr 2019-2020 eingereicht werden. Ziel dieser Auszeichnungen ist es, herausragende Studienleistungen zu fördern und die Bemühungen um die Erhaltung der Artenvielfalt an Land und im Meer sowie um Umweltschutz und Nachhaltigkeit zu unterstützen.

Die Loro Parque Fundación ist eine gemeinnützige Organisation, zu deren Zielen die Erhaltung gefährdeter Arten und ihrer Lebensräume, die Förderung der wissenschaftlichen Forschung zur Erhaltung der biologischen Vielfalt und zur Bildung sowie die Sensibilisierung für die Bedrohungen, denen der Planet ausgesetzt ist, gehören.

Bewerbungen sind ausschließlich über das dafür vorgesehene Online-Formular einzureichen. Die Bewerbungsfrist läuft von Freitag, 16. Oktober, bis Mittwoch, 28. Oktober 2020, 13.00 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt wird der Zugang zum Formular geschlossen und die vorläufige Liste der Kandidaten auf der Website der Naturwissenschaftlichen Fakultät veröffentlicht.

Es gibt zwei Gruppen mit je vier Preisen. Es werden Preise für die besten Abschlussarbeiten vergeben, die im Studiengang Biologie und in den Studiengängen Umweltwissenschaften, Chemie, Physik und Mathematik präsentiert werden. In beiden Fällen sind die Preise wie folgt dotiert: ein erster Preis in Höhe von 1.200 Euro, ein zweiter in Höhe von 800 Euro, ein dritter in Höhe von 600 Euro und ein vierter in Höhe von 400 Euro.

Studierende der an der Naturwissenschaftlichen Fakultät unterrichteten Studiengänge, die ihre Abschlussarbeit im akademischen Jahr 2019-2020 eingereicht haben, können sich bewerben, unabhängig von der jährlichen Aufforderung zur Einreichung, auf die hin sie diese erstellt haben. Ausnahmsweise wird eine Bewerbung für eine Abschlussarbeit in Umweltwissenschaften für das akademische Jahr 2018-19 geprüft, die wegen eines Empfangsfehlers in der vorherigen Ausschreibung nicht bewertet wurde.

Bewerbung: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSeDNYKORli9bEfnmm-tyHu8dfyz7BCVM6uEO06TAptT-aVc5A/viewform

Loro Parque begrüßt den IUCN-Report, der bestätigt, dass die Zucht in menschlicher Obhut die Hoffnung für die Rettung vieler Walarten ist

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Ein neuer Bericht, der Anfang Oktober von der Internationalen Naturschutzunion (IUCN) veröffentlicht wurde, unterstreicht die dringende Notwendigkeit, praktische, wissenschaftlich untermauerte und wirksame Lösungen zu definieren und umzusetzen, um den Walpopulationen zu helfen. Diese gehen rapide zurück, hauptsächlich als Folge von Beifang und anderen Faktoren, die alle menschengemacht sind. Unter diesen Lösungen ist die enorme Bedeutung von Zuchtprogrammen für Wale und Delfine in menschlicher Obhut für die Erhaltung von Walpopulationen in der Natur besonders hervorzuheben.

Loro Parque begrüßt diese neuen Aussagen der führenden Experten für die Erhaltung der biologischen Vielfalt auf internationaler Ebene und möchte in diesem Sinne den großen Widerspruch zu der jüngsten Initiative in Frankreich hervorheben, die die Haltung von Walen und Delfinen in spezialisierten zoologischen Einrichtungen des Landes verbieten will. Eine Initiative, die in der Luft hing – wahrscheinlich seit einigen langen Monaten – und die uns im Loro Parque dazu veranlasst hat, die Weisheit der Mitglieder des französischen Parlaments zu feiern.

Es ist kaum zu glauben, dass gerade jetzt, wo die größte Naturschutzorganisation der Welt, die IUCN, die Bedeutung und Notwendigkeit der Zucht von Cetaceen in menschlicher Obhut zur Rettung gefährdeter Delfine erkennt, ein Land wie Frankreich versucht, Delfinarien abzuschaffen. In Delfinarien arbeiten die Experten, hier gibt es geeignete Einrichtungen und auch die notwendigen wissenschaftlichen Kenntnisse, um Wale und Delfine in menschlicher Obhut halten zu können. Durch den Versuch, Delfinarien zu verbieten, hat Frankreich sich in die unangenehme Lage gebracht, sich gegen die Meinung der führenden Experten für die Erhaltung der Biodiversität zu stellen, und dies als eines der fortschrittlichsten und demokratischsten Länder Europas.

Es war bereits klar, dass die Initiative zum Verbot von Zoos und Delfinarien aus Gründen des Tierschutzes nicht von der Wissenschaft unterstützt wird, aber jetzt wird zudem aufgezeigt, dass sie dem Erhalt der Biodiversität und dem Naturschutz entgegenwirkt. Und all dies trotz des Umstands, dass nach den jüngsten UN-Berichten mehr als 1.000.000 Arten auf der Welt potentiell von der Ausrottung bedroht sind. Diese populistische politische Initiative, die unter dem Druck von radikalen französischen Anti-Zoo-Lobbys erfolgt, erweist sich daher als fehlgeleiteter und bedauerlicherweise als kontraproduktiver denn je zuvor.

Darüber hinaus bringt Loro Parque seine uneingeschränkte Zustimmung zu den Schlussfolgerungen des Berichts zum Ausdruck, der unter anderem hervorhebt, dass die Ausrottung des Chinesischen Flussdelfins oder Baiji im Jahr 2006 durch die rechtzeitige Aufnahme entsprechender Artenschutzprogramme für diese Art in menschlicher Obhut hätte vermieden werden können, Ohne diese Maßnahmen und angesichts der Bedrohungen wie dem Verlust des Lebensraums, Beifang und Kollisionen mit Booten – die alle vom Menschen verursacht werden – war das Schicksal der Art besiegelt und führte schließlich zu ihrer vollständigen Ausrottung.

Ein weiteres Beispiel, das dem gleichen Muster folgt und im IUCN-Bericht ausdrücklich erwähnt wird, ist die Situation des mexikanischen Vaquita (Phocoena sinus), einem Schweinswal, der ausschließlich im oberen Golf von Kalifornien vorkommt und bald aussterben wird, wenn der illegale Fischfang nicht eingestellt wird, dem der Vaquita wahllos zum Opfer fällt, wenn er sich in Fischernetzen verfängt. Bescheidene Versuche von Forschern, einige wenige Exemplare mit dem Ziel zu fangen, ein Zuchtprogramm in menschlicher Obhut einzurichten, waren nicht erfolgreich, hauptsächlich aufgrund des Drucks von Anti-Zoo-Organisationen.

In diesem Sinne unterstützt der Loro Parque diesen Bericht der IUCN uneingeschränkt und bestätigt erneut, dass er sein Engagement für den Erhalt der biologischen Vielfalt und den Schutz der natürlichen Lebensräume fortsetzen und damit seine Rolle als eine wahre Botschaft der Tierwelt erfüllen wird.

Vollständigen Bericht herunterladen

Es gab keine Einigung über den Gesetzenwurf des abgeordneten Villani, der unter anderem die Abschaffung von Delfinarien und Zoos beinhaltete

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Der Gesetzesentwurf des Abgeordneten Cédric Villani (Mitglied der Fraktion für Ökologie, Demokratie und Solidarität, EDS) zum Tierschutz ist in der öffentlichen Sitzung vom vergangenen Donnerstag, den 8. Oktober, nicht verabschiedet worden.

Die französischen Abgeordneten fanden keinen Konsens, und als gegen Mitternacht noch immer keine Einigung zustande kam, konnte (mit Ausnahme des ersten Artikels) über den Text (der bereits im Wirtschaftsausschuss der Nationalversammlung weitgehend abgeändert worden war) nicht, so wie es in der Geschäftsordnung vorgesehen war, abgestimmt werden, denn der Gesetzentwurf erhielt zahlreiche Änderungen und wurde inhaltlich kritisiert.


Die Abgeordneten führten im Plenarsaal eine lebhafte Debatte, ohne über den Gesetzentwurf von Villani abzustimmen. “Wie Aschenputtels Kutsche wird die Vorlage um Mitternacht verschwinden”, bemerkte Villani wenige Minuten vor Ende der Sitzung in einer Rede, in der er seine Enttäuschung darüber, dass er sein Ziel nicht erreicht hat, zum Ausdruck brachte.

Villani wusste das von Anfang an und beschwerte sich über das Vorgehen im Wirtschaftsausschuss: “Ich weiß, wie unbefriedigend der aus der Arbeit des Wirtschaftsausschusses hervorgegangene Text ist. Ich habe ihn öffentlich akzeptiert. Es wurden jedoch wichtige Fortschritte erzielt: das Ziel, Wildtiere nicht unter ungeeigneten Bedingungen zu halten, und das Ende der Nerzzucht für ihr Fell. Es ist für mich und insbesondere für das Wohlergehen dieser Tiere wichtig, dass diese Verbesserungen heute verabschiedet werden und sie sollen während der parlamentarischen Debatte weiter verbessert und erweitert werden.

Jeder, innerhalb und außerhalb dieser Kammer, kennt unser Engagement in diesem Thema. Im Interesse des Tierschutzes selbst fordern wir alle Redner auf, sich so kurz zu fassen wie ich, damit wir zumindest innerhalb von zwei Stunden den aus der Arbeit des Ausschusses resultierenden Text verabschieden. Da unsere Diskussionen öffentlich sind, wird jeder in der Lage sein, die erwiesene Mithilfe und den guten Willen eines jeden zu beurteilen (Beifall in den Reihen der EDS-Fraktion und von einigen Sitzen der LaREM-Fraktion). Herr Pierre-Yves Bournazel applaudierte ebenfalls).


Doch Villanis Wunsch erfüllte sich nicht: Der einzige Punkt, in dem Einigkeit herrschte, betraf die mögliche Einrichtung einer Kommission zur Bewertung und Überwachung der bestehenden Vorschriften zum Tierschutz.

Zahl der Stimmberechtigten 94
Anzahl der abgegebenen Stimmen 87
Absolute Mehrheit 44
Für die Einführung 63
Dagegen 24
(Artikel 1 wurde verabschiedet)

Die Abgeordneten hatten nur bis zum Ende des Abends Zeit, um über die Bedingungen für Tierhaltung zu diskutieren und die Sitzung musste um Mitternacht unterbrochen werden. Ein kurzer Überblick über viele Themen, die nur gestreift werden konnten. Die Mitglieder der EDS-Fraktion machten kein Geheimnis aus ihrer Verärgerung über die Vielzahl von Änderungsanträgen und Reden zu Themen, die nicht im Text enthalten sind, wie z.B. das rituelle Schlachten: “Wir sahen, wie lange die Debatten dauerten und wir haben alle dafür gemachten Verstrickungen gesehen (…), sagte Herr Villani. Welches Bild von Effizienz vermitteln wir einer Gesellschaft, die vom Parlament erwartet, dass es korrekt debattiert? “

Und sein Ziel, das Tierschutzgesetz, erhielt alle möglichen Ergänzungen. Es wurde in Frage gestellt, weil es alle Bedingungen und Situationen in Bezug auf wildlebende Tiere vermischt und verallgemeinert: Es wurde von den Verteidigern der Tierzucht, der Zoos, der Jagdtradition und der Biodiversität kritisiert.

Der bereits eine Woche zuvor im Wirtschaftsausschuss weitgehend umgeschriebene und um seine Artikel über intensive Zucht und das Verbot bestimmter Jagden bereinigte Text schlug vor, in das Gesetz ein Verbot der Präsenz von Wildtieren in Zirkussen sowie ein Ende der Pelztierzucht von Nerzen aufzunehmen. Diese beiden Bestimmungen waren von der Regierung einige Tage zuvor bei den Ankündigungen der Ministerin für ökologischen Wandel, Barbara Pompili, am 29. September aufgegriffen worden.

Die Diskussionen haben gezeigt, dass das Thema Tierschutz von Interesse ist. Von Seiten der Gegner des Textes wurden die Schlagworte nachdrücklich zurückgewiesen: “althergebrachte Praktiken” zur Bezeichnung bestimmter traditioneller Jagden, “Humanismus” im Gegensatz zu Antispeziesismus oder “wirtschaftliche Interessen”, denen vorgeworfen wird, den Sinn des Textes zu beeinflussen, in Anspielung auf das Engagement mehrerer Wirtschaftsführer, darunter Xavier Niel (Einzelaktionär von Le Monde), in einem Entwurf für ein gemeinsames Initiativreferendum zum Tierschutz. Pascal Brindeau (UDI) beschuldigte die Vereinigung L214, seine Mailbox mit “Spam” zu überfluten.

Abgeordnete und Minister, die an der Debatte der Nationalversammlung am 8. Oktober teilgenommen haben.

  • Mme Sitzungsleiterin
  • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
  • Mme Bérangère Abba, Ministerin
  • Allgemeine Diskussion
    • Mme Yolaine de Courson
    • Mme Aurore Bergé
    • M. Julien Dive
    • M. Fabien Lainé
    • M. Hubert Wulfranc
    • M. Dimitri Houbron
    • M. Thierry Benoit
    • M. Bastien Lachaud
    • M. François-Michel Lambert
    • M. Dominique Potier
    • M. Nicolas Meizonnet
  • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
  • Diskussion von Artikeln
    • Artikel 1
      • M. Arnaud Viala
      • M. Pierre-Yves Bournazel
      • M. Pascal Brindeau
      • Mme Caroline Fiat
      • Diskussion der Änderungen
      • Einstellung
    • M. Cédric Villani, Berichterstatter cion aff. éco.
    • Mme Bérangère Abba, Ministerin
    • Mme Vorsitzende

Video der Nationalversammlung
Wenn Sie auf die Namen im Video klicken, erscheint die jeweilige Rede.
http://videos.assemblee-nationale.fr/video.9628862_5f7f6dea67859.3eme-seance–conditions-de-vie-des-animaux–8-octobre-2020

Offener Brief des Loro Parque anlässlich der Erklärung von Barbara Pompili, der französischen Ministerin für ökologischen Wandel, über die Zukunft der Delphinarien des Landes

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Es ist wirklich überraschend, dass inmitten des 21. Jahrhunderts in einem so fortschrittlichen europäischen Land wie Frankreich derart populistische Entscheidungen getroffen werden, die eindeutig von bestimmten Tierrechtsgruppen mit dem Interesse verfolgt werden, das Konzept des modernen Zoos und mit ihm all seine Errungenschaften und Beiträgen zum Tierschutz und zur Erhaltung der biologischen Vielfalt auf unserem Planeten zu diskreditieren und zu zerstören. Wir beziehen uns hier auf die Ankündigung der französischen Ministerin für den ökologischen Wandel, Barbara Pompili, in der sie die Haltung von Cetaceen (Walen und Delfinen) in menschlicher Obhut verbietet, das heißt, die Haltung in spezialisierten zoologischen Einrichtungen, die über alle Zertifizierungen und Lizenzen, sowie über Experten mit langjähriger Erfahrung auf dem Gebiet der Tierpflege verfügen.

Was uns auch aufhorchen lässt, ist, dass die Entscheidung durch einen Ministerialerlass getroffen werden musste, da der Vorschlag dieses anti-zoologischen Projekts auf der parlamentarischen Ebene desselben Landes auf kein Interesse stieß.

Daher möchten wir die Ministerin und die interessierte Öffentlichkeit auf Folgendes aufmerksam machen:

  1. Erstens basiert die Maßnahme nicht auf tierschutzfachlichen, sondern auf politischen Beweggründen. Es gibt keinen einzigen Tierschutzexperten, der sich für ein Verbot der Zucht von Cetaceen in Zoos ausgesprochen hat. Der Begriff „Tierschutzexperte“ muss sehr wohl klar definiert werden, denn dabei handelt es sich um Tierärzte, die sich dem Studium und der Verbesserung des Wohlergehens von Tieren widmen, und nicht um Tierrechtsaktivisten. Da es offensichtlich ist, dass Wale und Delfine in Zoos keine Einschränkungen ihres Wohlergehens erfahren, wird auch deutlich, dass diese Maßnahme keinen Sinn ergibt.
  2. Zu glauben, dass alle Delfine und Killerwale Frankreichs in Meeresschutzgebiete umgesiedelt werden können, ist so naiv wie die Annahme, dass sich das Wohlergehen der Wale spontan verbessert, sobald man sie in einem Meeresgehege unterbringt. In den Schutzgebieten sind die Tiere der Meeresverschmutzung und Verunreinigungen ausgesetzt (wie z.B. der Rotalgenblüte, Ölverschmutzungen, Plastik, Unterwasserlärm …), und sie sind auch Krankheitserregern und Parasiten ausgesetzt, die es in Zoos nicht gibt. Ein Sturm könnte das Netz des Schutzgebietes zerstören und dazu führen, dass alle Delfine am Strand ertrinken, wie es in Portugal durch Ringwadenfischerei geschehen ist. Die Tiere würden wahrscheinlich nicht lernen selbst Fisch zu fangen (wie es im isländischen Beluga-Wal-Schutzgebiet geschieht), und wenn sie es täten, würden sehr schnell alle Fische aus der Bucht verschwuden sein (wie es auch im isländischen Beluga-Wal-Schutzgebiet der Fall ist). Ganz zu schweigen von der Verschmutzung des Wassers durch die Anhäufung von Exkrementen einer Gruppe von riesigen Raubtieren in einer kleinen Bucht.
  3. Derzeit gibt es Sanctuaries im Meer weder für Delfine noch für Orcas. Nach zehnjähriger Suche nach einem Ort für den Bau eines Sanctuaries im Meer für seine Delfine (um die Investition in eine neue Anlage zu vermeiden) gab das Baltimore Aquarium auf und berichtete, dass es unter den derzeitigen Bedingungen aufgrund des Klimawandels nicht möglich sei, einen geeigneten Ort für den Bau eines Sanctuaries in der Karibik zu finden. Eine ähnliche Situation ist bei den Delfinen des Zoos von Barcelona aufgetreten. Nachdem der Stadtrat mehrere Jahre lang versucht hatte, sie in ein Sanctuary umzusiedeln, erkannte er, dass solche Einrichtungen nicht existieren, und verlegte sie in einen Zoo in Griechenland. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Cetaceen Frankreichs zehn Jahre lang dort bleiben werden, wo sie sind, oder in ein anderes Delfinarium außerhalb Europas gebracht werden müssen. Der Zuchterfolg in den europäischen Delfinarien hat dazu geführt, dass kein Platz mehr zur Verfügung steht und die Überbestände wegen extravaganter politischer Entscheidungen wie der von Frankreich ins Ausland verlagert werden müssten.
  4. Die Verhinderung der Fortpflanzung von Tieren schränkt ihr Verhalten stark ein und verdammt sie dazu, für den Rest ihres Lebens in kleinen und sozial instabilen Gruppen zu leben. In der Praxis wird diese Maßnahme das Wohlergehen der Cetaceen in menschlicher Obhut in Frankreich für mehrere Jahrzehnte beeinträchtigen und die Tiere leiden lassen.
  5. Es hat sich gezeigt, dass die längere Verwendung von Verhütungsmitteln Veränderungen in den Ovulationsszyklen von Cetaceen hervorruft und zu schweren Pathologien, hormonellen Veränderungen und Verhaltensproblemen führen kann. Es wird vermutet, dass diese Art der Behandlung mit empfängnisverhütenden Hormonen sogar mit dem Auftreten von Gebärmutterkrebs zusammenhängen könnte. All dies beeinträchtigt ernsthaft das Wohlergehen der Tiere.
  6. Wenn Delfinarien gezwungen werden, ihre Aktivitäten einzustellen, verringert sich der Platz für die Versorgung gestrandeter Cetaceen, die nicht sofort auswilderungsfähig sind, was bedeutet, dass sie nicht überleben würden, wenn sie ins Meer zurückgebracht werden. Derzeit sind Zoos die einzige Alternative für diese Tiere, die sonst euthanasiert werden müssten. Jetzt können Tiere, die nicht ins Meer zurückgebracht werden können, in Delfinarien umgesiedelt werden, wo sie tierärztliche Versorgung, Nahrung und geeignete Umweltbedingungen erhalten, ohne dass der öffentlichen Verwaltung Kosten entstehen.
  7. Wenn die Delphinarien ihre Arbeit einstellen, gehen besonders wertvolle Bildungseinrichtungen verloren, die auf die Probleme aufmerksam machen, unter denen die Cetaceen in der Natur leiden, wie z.B. die chemische Verschmutzung, die bis 2050 50% der Orca-Populationen zu vernichten droht, die Lärmbelästigung, die die Zahl der mit Hörproblemen umherwandernden Cetaceen vergrößert hat, die Kollisionen mit Schiffen, die dafür verantwortlich sind, dass der Atlantische Glattwal vor der Ausrottung steht, oder der unbeabsichtigte Beifang, der jedes Jahr schätzungsweise 300.000 kleine Cetaceen weltweit tötet. In den letzten Jahren ist Frankreich ein gutes Beispiel für die schrecklichen Auswirkungen dieses unbeabsichtigten Beifangs, denn jedes Jahr tauchen Hunderte von verstümmelten Delfinen an den französischen Küsten auf: https://www.independent.co.uk/news/world/europe/dolphins-killed-beach-dead-france-sea-shepherd-atlantic-coast-a8828371.html
  8. Ohne die Delfinarien geht eine erstklassige wissenschaftliche Ressource verloren, in der Wissenschaftler wesentliche Fragen zur Physiologie und Intelligenz der Cetaceen sowie zu den negativen Auswirkungen untersuchen können, die die Substanzen, mit denen wir das Meer verunreinigen, auf sie haben. Grundlegende Fragen wie die Echoortung oder die Kommunikation von Cetaceen wurden dank der in Delfinarien gehaltenen Tiere entdeckt. Wenn sie verschwinden, verschwinden mit ihnen auch enorme Möglichkeiten für die wissenschaftliche Forschung.
  9. Wenn die Vermehrung von Walen und Delfinen in Zoos verboten wird, bedeutet das nicht nur das Ende der Delfinarien, sondern auch das Ende der beruflichen Laufbahn der Experten, die für die Pflege, die Gesundheit, die Fütterung, die Handhabung usw. der Tiere verantwortlich sind. Der Verlust hunderter von Fachleuten, deren Karriere beendet werden würde, würde den Verlust der essentiellen Erfahrung in der Pflege geretteter Wale bedeuten. Zudem würden die Experten fehlen, wenn es in Zukunft notwendig werden wird, Zuchtprojekte für kritisch bedrohte Walarten in menschlicher Obhut einzurichten. Ohne erfahrene Tierärzte, Tierpfleger und Trainer für Meeressäuger sind die Chancen, in Zukunft Programme zur Zucht und Wiederansiedlung von vom Aussterben bedrohten Walarten in menschlicher Obhut einzurichten, überaus gering. Wenn der nächste Kalifornische Schweinswal oder Chinesische Flussdelfin gerettet werden muss, wo können die Experten dies tun?