Stellungnahme des Loro Parque zum neuen französischen Tierschutzgesetz

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Bezugnehmend auf das von der französischen Nationalversammlung am vergangenen Freitag, den 29. Januar, verabschiedete Gesetz stellt der Loro Parque fest, dass die Ausrichtung dieser neuen Gesetzgebung, die eigentlich die elementaren Grundlagen des Tierschutzes schützen sollte, bedauerlicherweise in Wirklichkeit nur noch sehr wenig damit zu tun hat.

Darüber hinaus handelt es sich um eine rein politische Entscheidung, die nicht einmal die Meinung der Fachleute des französischen Ministeriums berücksichtigt. So wurde die Ministerin für ökologischen Wandel mehrmals von einigen Abgeordneten darum gebeten, den von den Beamten ihres Ministeriums erstellten Bericht zu veröffentlichen, der die Situation der Wale in den französischen Delfinarien in den letzten zwei Jahren bewerten sollte. Die Ministerin hat sich jedoch geweigert, diesen vorzulegen. Warum? Ganz einfach, weil der Bericht bestätigt, dass die Wale und Delfine in den zoologischen Einrichtungen in Frankreich unter optimalen Bedingungen gehalten werden.

Was wir wirklich beunruhigend finden, ist die Tatsache, dass die Argumente der Ministerin wie auch das vorgeschlagene Gesetz einfach falsche Mythen sind, denen jegliche wissenschaftliche Grundlage fehlt. Die klare Anti-Zoo-Agenda zeigte sich auch darin, dass alle wissenschaftlich untermauerten Argumente derjenigen Parlamentsmitglieder, die sich gegen die Aufnahme von Walen in das Gesetz aussprachen, ignoriert wurden.

Die Erklärung von Hunderten von Wissenschaftlern, die den Brief der European Association for Aquatic Mammals (EAAM) zur Unterstützung von Forschungsaktivitäten in Meeressäugeranlagen unterzeichnet haben, wurde ebenfalls ignoriert:

Die Aussagen der Ministerin lassen sich in wenigen Minuten widerlegen, allein mit den in der Enzyklopädie enthaltenen Argumenten, die auf Hunderten von Publikationen und wissenschaftlichen Berichten basieren, die über Jahre hinweg erarbeitet wurden und der
Öffentlichkeit zur Verfügung stehen.

Für uns ist es mehr als klar, dass weder die Ministerin noch einer der Befürworter dieses Gesetzes sorgfältig über das Leid nachgedacht haben, das sie nun all den Delfinen zufügen werden. Denn diese müssen nun in Gruppen nach ihrem Geschlecht getrennt und höchstwahrscheinlich auch Behandlungen mit Verhütungsmitteln unterzogen werden, die Nebenwirkungen hervorrufen, die sie ihr Leben lang beeinträchtigen werden. Ganz zu schweigen davon, dass die Tiere in verschiedene Gruppen aufgeteilt werden müssen, da kein Zoo die Verantwortung für die Pflege so vieler Delfine allein übernehmen kann.

Jeder, der sich vorstellt, dass eines dieser Tiere jemals in einem Sanctuary leben wird, macht sich etwas vor! Wie wir bereits wiederholt festgestellt haben, gibt es keine geeigneten Sanctuaries für Meeressäuger. Nehmen Sie zum Beispiel den Fall des Belugawal-Sanctuary-Projekts in Island, wo die Tiere wenige Wochen nach ihrer Freilassung in die Bucht zurück in ihre sehr kleinen Innenanlagen gebracht werden mussten, unter dem Vorwand, dass sie dort besser versorgt werden könnten. Ganz offensichtlich ist das Märchen von den Sanctuaries doch nicht so schön und perfekt!

Wir appellieren an den gesunden Menschenverstand wahrer Tier- und Naturfreunde und -schützer sich gegen dieses regelrechte Verbrechen an Walen und Delfinen auszusprechen, die in den Einrichtungen moderner Zoos und Delfinarien geboren und in menschlicher Obhut gehalten werden.

Pole Pole

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Wir sind sehr traurig, heute den Tod von Pole Pole, einem Westlichen Flachlandgorilla (Gorilla gorilla gorilla), der seit 1995 Teil der Loro Parque Familie war, bekannt geben zu müssen. Pole Pole, der ursprünglich aus dem Zoo Zürich stammte, war ein wahrer Botschafter seiner Art und ein wichtiger Teil der Gruppe der einzeln lebenden Männchen. Er wird uns sehr fehlen.

In den letzten 5 Jahren kämpfte Pole Pole mit einer degenerativen Erkrankung, die seine Wirbelsäule im Lendenbereich betraf und seine körperliche Verfassung zunehmend beeinträchtigte. Kürzlich verschlechterte sich sein Gesundheitszustand aufgrund unerwarteter Komplikationen, die vermutlich zu einem Schlaganfall führten. Nach Rücksprache mit den Experten des internationalen EEP (European Endangered Species Programme), zu dem er gehörte, kam man zu dem Schluss, dass eine humane Euthanasie die einzige Alternative war. In seinen letzten Lebensjahren konnten wir ihm die höchstmögliche Lebensqualität garantieren, indem wir die Einrichtung an die veränderten Bedürfnisse anpassten und ihm alle notwendige Pflege zukommen ließen.

In Zoos werden in der Regel Tiere gehalten, die aufgrund bestimmter Bedingungen in der Natur nicht überleben könnten, z. B. Tiere, die ein sehr hohes Alter erreichen und bei denen der natürliche Alterungsprozess zum Tod führen würde. In zoologischen Gärten haben wir jedoch die Möglichkeit, den Tieren noch viele Jahre lang eine gute Lebensqualität zu bieten. So auch im Fall von Schorsch, einem blinden Gorilla von fast 50 Jahren, der im Loro Parque lebt und der sich auf die enorme Zuneigung all seiner Pfleger verlassen kann, die sich mit großer Hingabe um ihn kümmern und ihn mit allem versorgen, was er braucht. Dabei versuchen sie, seinen Tagesablauf so anzupassen, dass es ihm an nichts fehlt.

Die Junggesellengruppe ist ein wichtiger Bestandteil des EEP Programms, da sie einen größeren genetischen Austausch ermöglicht und hilft, die Familiengruppen in anderen Zoos zu erhalten. Ein besonders erfolgreicher Fall innerhalb dieses Programms ist der von Leon, einem Gorilla, der vom Loro Parque nach Brasilien geschickt wurde, um eine eigene Familie zu gründen. Mit seinen beiden Gefährtinnen Imbi und Lou Lou hat er bereits 3 Nachkommen gezeugt.

Stellungnahme von Wissenschaftlern zur Unterstützung der Forschung in Einrichtungen für Meeressäuger

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Quelle: https://eaam.org/eaam-email-to-french-deputies-distributing-2021-scientist-statement/

Wir, die unterzeichnenden Mitglieder der wissenschaftlichen Gemeinschaft, möchten die Bedeutung der Haltung von Meeressäugern in Zoos, Aquarien und Anlagen für Meeressäugetiere betonen und unsere Unterstützung für die in diesen Einrichtungen durchgeführte Forschung zum Ausdruck bringen. Wir wissen, dass entscheidende Forschungsergebnisse aus Studien an Delfinen und verwandten Arten aus Einrichtungen, in denen die Tiere in menschlicher Obhut betreut werden, stammen, die den Großteil des Wissens über ihre Wahrnehmung, Physiologie und Kognition geliefert haben. Dies umfasst sowohl grundlegende Fakten zu diesen Tieren (z. B. zur Echoortung und ihrer Funktionsweise1, zur Tauchphysiologie2, zum Energiehaushalt3, zur Trächtigkeitsdauer4, zum Hörbereich5, zu Signaturpfiffen6 usw.) als auch angewandte Informationen, z. B. zur Reaktion auf Umweltstressoren7 und zur Diagnose und zur Behandlung von Krankheiten.8

Die Vorteile einer solchen Forschung gehen weit über die Tiere in zoologischen Einrichtungen hinaus. Die Interpretation von Daten aus Feldstudien wird direkt von dem beeinflusst, was wir über die Kognition und Physiologie dieser Tiere in von Menschen betreuten Einrichtungen gelernt haben. Da die Wissenschaft von Natur aus ein gemeinschaftliches Unterfangen ist, tragen die Forschungsergebnisse dieser Tiere außerdem zu unserem kollektiven Verständnis des gesamten Tierreichs bei.

Schließlich wirkt sich die Forschung in betreuten Einrichtungen auf die Naturschutzmaßnahmen aus, indem sie: (a) die grundlegenden Informationen, die für die Erstellung von Artenschutzplänen und -praktiken erforderlich sind (z. B. typische Atmungsraten, Stoffwechselraten, Trächtigkeitsdauer, Hörbereich und Hörschwellen usw.) bereitstellt, (b) physiologische und ethologische Reaktionen auf Umweltstressoren wie Lärm und Schadstoffe7 zur Information für das Populationsmanagement dokumentiert und (c) die Entwicklung und Erprobung von Techniken und Werkzeugen zur Untersuchung von Tieren im Freiland ermöglicht.9

Die Fortschritte, die durch die Forschung in Einrichtungen für Meeressäugetiere erzielt wurden, hätten nicht durch Studien an Tieren in der Natur erreicht werden können. Freilandstudien sind von entscheidender Bedeutung, doch viele Forschungsfragen können nicht aus der Distanz erforscht zu werden. Studien über die Trächtigkeit, Geburt und die Entwicklung von Kälbern erfordern eine genaue und konsequente Beobachtung, wie sie nur in zoologischen Einrichtungen möglich ist.

Das Testen von Hypothesen, das für Fragen bezüglich Kognition, Wahrnehmung und Physiologie erforderlich ist, erfordert die Fähigkeit, die Tiere mit spezifischen Situationen und Herausforderungen zu konfrontieren und dabei die notwendigen Kontrollen, die Konsistenz und die Wiederholung zu nutzen, die in der Natur unmöglich erreicht werden können. Wie bei der Forschung in jeder Disziplin erfordert ein umfassendes Verständnis dieser Tiere eine Kombination aus In-situ- und Ex-situ-Studien; Studien in der Natur und in zoologischen Einrichtungen. Diese Idee ist weder neu noch gilt sie speziell für Meeressäuger, aber sie ist grundlegend für die Funktionsweise wissenschaftlicher Forschung.

Mit freundlichen Grüßen,

Charles I. Abramson, PhD, Oklahoma State University (2021)
Michael Adkesson, DVM, Dipl ACZM, Chicago Zoological Society / Brookfield Zoo (2016)
Javier Almunia, PhD, Loro Parque Fundación (2016)
Audra Ames, PhD, Fundación Oceanografic (2021)
Mats Amundin, PhD, Kolmarden Wildlife Park (2021)
Kristin Anderson Hansen, PhD in behaviour and bioacoustics, University of Southern Denmark, Universi-
ty of Veterinary Medicine (2021)
Manuel Arbelo Hernández, DVM, PhD, University of Las Palmas de Gran Canaria (2021)
Carlos Barros García, BVSc, BSc, Fundación Oceanogràfic (2021)
Richard Bates, PhD, University of St. Andrews (2016)
Gordon B. Bauer, PhD, New College of Florida (2016)
Don R. Bergfelt, PhD, Ross University, School of Veterinary Medicine (2016)
Simone Bertini, PhD, University of Parma (2021)
Alicia Borque Espinosa, PhD Student, University of Valencia & Fundació Oceanogràfic (2021)
Gregory D. Bossart, VMD, PhD, Georgia Aquarium (2016)
Ann E. Bowles, PhD, Hubbs-SeaWorld Research Institute (2016)
David Brammer, DVM, DACLAM, University of Houston (2016)
Micah Brodsky, VMD, Consulting (2016)
Jason N. Bruck, PhD, University of St. Andrews, School of Biology, Sea Mammal Research Unit (2016)
Josep Call, PhD, University of St Andrews (2016)
Susan Carey, PhD, Harvard University (2016)
Tonya Clauss, DVM, Georgia Aquarium (2016)
Fernando Colmenares, PhD, Universidad Complutense de Madrid (2016)
Richard C. Connor, PhD, University of Massachusetts Dartmouth (2016)
José Luís Crespo Picazo, BVSc, Fundación Oceanogràfic (2021)
Boris Culik, PhD, F3 (2016)
Leslie M. Dalton, DVM, SeaWorld San Antonio (2016)
Robin Kelleher Davis, PhD, Harvard Medical School & Schepens Eye Research Institute (2016)
Randall Davis, Regents Professor, Texas A&M University (2021)
Renaud de Stephanis, PhD, CIRCE (2021)
Fabienne Delfour, PhD, L.E.E.C., Paris 13 University (2016)
Stacey N. DiRocco, DVM, SeaWorld of Florida (2021)
Manuel E. dos Santos, PhD, MARE-ISPA (2021)
Alistair D.M. Dove, PhD, Georgia Aquarium (2016)
Samuel Dover, DVM, Channel Islands Marine & Wildlife Institute (2016)
Maureen Varina Driscoll, PhD, Sea Research Foundation Inc. dba Mystic Aquarium (2021)
Kathleen M. Dudzinski, PhD, Dolphin Communication Project; Editor, Aquatic Mammals Journal (2016)
Holli Eskelinen, PhD, Dolphins Plus (2016)
Andreas Fahlman, PhD, Fundación Oceanografic (2021)
Antonio J. Fernández Rodríguez, DVM, PhD, Veterinary School University, Las Palmas de Gran Canaria
(2016)
Letizia Fiorucci, DVM, MRCVS, PhD, Jungle Park & Aqualand Costa Adeje (2021)
Frank E. Fish, PhD, West Chester University (2021)
Jen Flower, DVM, MS, Dipl. ACZM, Mystic Aquarium (2021)
Lars Folkow, Professor, PhD, University of Tromsø the Arctic University of Norway (2021)
Vanessa Fravel, DVM, Six Flags Discovery Kingdom (2016)
Erin Frick, PhD., Eckerd College (2021)
María del Carmen Fuentes Albero, MSc, University of Murcia, Fundación Oceanografic (2021)
Steven J.M. Gans, MD, St. Jansdal Hospital (2016)
Lino García Morales, PhD, Universidad Politécnica de Madrid (2021)
Daniel García Párraga, DVM, Dipl.ECZM(ZHM), Dipl.ECAAH(N-P), Fundación Oceanogràfic (2021)
Joseph Gaspard, PhD, Pittsburgh Zoo & PPG Aquarium (2016)
William G. Gilmartin, President, Hawai`i Wildlife Fund (2016)
Joan Giménez Verdugo, PhD, MaREI-University College Cork (2021)
Carrie Goertz, MS, DVM, Alaska SeaLife Center (2021)
Francesco Grande, DVM, MRCVS, Spec. in Animal Health, Loro Parque Fundación (2021)
Andrew Greenwood, MA VetMB DipECZM CBiol FRSB FRCVS, Wildlife Vets International (2021)
Federico Guillén Salazar, PhD, Universidad CEU Cardenal Herrera (Valencia, Spain) (2021)
Heidi E. Harley, PhD, New College of Florida (2016)
Martin Haulena, DVM, MSc, DACZM, Ocean Wise Conservation Association (2021)
M. Victoria Hernández Lloreda, PhD, Universidad Complutense de Madrid (2021)
Susan Hespos, PhD, Northwestern University (2016)
Heather M. Hill, PhD, St. Mary s University (2016)
Matthias Hoffmann-Kuhnt, PhD, Tropical Marine Science Institute, National University of Singapore
(2016)
Bradley Scott Houser, DVM, Wildlife World Zoo and Aquarium (2016)
Dorian Houser, PhD, National Marine Mammal Foundation (2021)
Marina Ivančić, DVM, DACVR, AquaVetRad (2016)
Kelly Jaakkola, PhD, Dolphin Research Center (2016)
Vincent Janik, Prof., University of St. Andrews (2021)
Frants H. Jensen, PhD, Aarhus University (2016)
Eve Jourdain, PhD, Norwegian Orca Survey (2021)
Allison B. Kaufman, PhD, University of Connecticut, Avery Point (2016)
Darlene Ketten, PhD, Boston University – Woods Hole Oceanographic Institution (2021)
Stephanie L. King, PhD, Centre for Evolutionary Biology, University of Western Australia (2016)
Sara Königson, Researcher at SLU Aqua, Swedish University of Agriculture Science (2021)
Anastasia Krasheninnikova, PhD, Max-Planck-Institute for Ornithology, Seewiesen (2021)
Stan Kuczaj, PhD, University of Southern Mississippi (2016)
Peter H. Kvadsheim, PhD, Norwegian Defence Research Establishment (2021)
Geraldine Lacave, DVM, Marine Mammal Veterinary Services (2021)
Robert C. Lacy, PhD, Chicago Zoological Society (2016)
Jef Lamoureux, PhD, Boston College (2016)
Jennifer Langan, BS, DVM, Dipl. ACZM, Dipl. ECZM (ZHM), University of Illinois, Chicago Zool. Soci-
ety / Brookfield Zoo (2021)
Gregg Levine, DVM, (2016)
Malin Liley, PhD, Texas A&M University- San Antonio (2021)
Christina Lockyer, B.Sc., M.Phil., Sc.D., Age Dynamics, Kongens Lyngby (2021)
Juliana López Marulanda, PhD, Universidad de Antioquia (2021)
Klaus Lucke, PhD, Centre for Marine Science & Technology, Curtin University (2016)
Heidi Lyn, PhD, University of Southern Mississippi (2016)
Radhika Makecha, PhD, Eastern Kentucky University (2016)
Xavier Manteca, BVSc, MSc, PhD, Diplomate European College of Animal Welfare, Autonomous Univer-
sity of Barcelona (2021)
Letizia Marsili, PhD, Università di Siena (2021)
José Matos, PhD, National Institute for Agrarian and Veterinary Research (2021)
James McBain, DVM, (retired) SeaWorld USA (2021)
Katherine McHugh, PhD, Chicago Zoological Society (2016)
Eduardo Mercado III, PhD, University at Buffalo, SUNY (2016)
Lance Miller, PhD, Chicago Zoological Society / Brookfield Zoo (2016)
Lee A. Miller, Associate Professor (Emeritus), University of Southern Denmark (2021)
Tania Monreal Pawlowsky, Lic. Vet., MRCVS, International Zoo Veterinary Group (2021)
Jason Mulsow, PhD, National Marine Mammal Foundation (2021)
Paul Nachtigall, PhD, Hawaii Institute of Marine Biology, University of Hawaii (2016)
Gen Nakamura, PhD, Tokyo University of Marine Sciences and Technology (2021)
Shawn R. Noren, PhD, Institute of Marine Science, University of California, Santa Cruz (2016)
Steven Pinker, PhD, Harvard University (2016)
Diana Reiss, PhD, Hunter College (2021)
Michael S. Renner, DVM, Marine Mammal Veterinary Consulting Practice (2016)
Jill Richardson, PhD, Rosenstiel School of Marine and Atmospheric Science (2016)
Sam Ridgway, DVM, PhD, National Marine Mammal Foundation (2021)
Tracy Romano, PhD, Vice President of Research, Mystic Aquarium (2021)
Fernando Rosa, PhD, Universidad de La Laguna (2016)
Consuelo Rubio Guerri, DVM, PhD, Universidad Cardenal Herrera CEU (2021)
James A. Russell, PhD, Boston College (2016)
Guillermo J. Sánchez Contreras, DVM, MSc, Marineland Limited – Mediterraneo Marine Park, Malta
(2021)
Todd Schmitt, DVM, SeaWorld of California (2021)
Yuske Sekiguchi, PhD, Chiba University of Commerce, Japan (2021)
Steve Shippee, PhD, Marine Wildlife Response (2016)
K. Alex Shorter, PhD, University of Michigan (2016)
Ursula Siebert, PhD, Institute for Terrestrial and Aquatic Wildlife Research (ITAW), University of Veteri-
nary Medicine Hannover, Foundation (2021)
Mark S. Sklansky, MD, David Geffen School of Medicine at UCLA (2016)
Christian Sonne, DVM, PhD, dr.med.vet., Dipl. ECZM-EBVS (Wildlife Health), Aarhus University (2021)
Mario Soriano Navarro, BD, Centro de Investigación Príncipe Felipe (2021)
Brandon Southall, PhD, University of California, Santa Cruz (2016)
Judy St. Leger, DVM, DACVP, SeaWorld (2016)
Grey Stafford, PhD, Aquatic Mammals Editorial Board (2016)
Jeffrey L. Stott, PhD, University of California, Davis (2016)
Francys Subiaul, PhD, The George Washington University (2016)
Miwa Suzuki, PhD, Nihon University (2021)
Oriol Talló Parra, DVM, MSc, PhD, Universitat Autònoma de Barcelona (2021)
Alex Taylor, PhD, University of Auckland (2016)
Roger K. R. Thompson, PhD, Franklin & Marshall College (2016)
Laura Thompson, PhD, Mystic Aquarium (2021)
Walter R. Threlfall, DVM, PhD, DACT, The Ohio State University (2016)
Michael Tift, PhD, University of North Carolina Wilmington (2021)
Dietmar Todt, PhD, Free University of Berlin (2016)
Michael Tomasello, PhD, Max Planck Institute for Evolutionary Anthropology (2016)
Sara Torres Ortiz, MSc Biology, PhD student, Max Planck Institute (2021)
Jakob Tougaard, PhD, Aarhus University (2021)
Forrest Townsend Jr, DVM, Gulfarium Marine Adventure Park (2016)
Marie Trone, PhD, Valencia College (2016)
Pam Tuomi, DVM, Veterinarian Emeritus, Alaska SeaLife Center (2021)
Mark Turner, PhD, Dolphin Communication Analytics (2021)
Allison D. Tuttle, DVM, Diplomate ACZM, Mystic Aquarium/Sea Research Foundation, Inc. (2021)
Peter Tyack, PhD, University of St Andrews (2021)
Yulán Úbeda, PhD, University of Girona (2021)
Ebru Unal, MSc, PhD, Mystic Aquarium (2021)
Basilio Valladares Hernández, PhD, Universidad de La Laguna (2016)
William Van Bonn, DVM, A. Watson Armour III Center for Animal Health and Welfare, John G. Shedd
Aquarium (2021)
Lorenzo von Fersen, PhD, Zoo Nuremberg & YAQU PACHA e.V. (2021)
Jennifer Vonk, PhD, Oakland University (2016)
Magnus Wahlberg, PhD, University of Southern Denmark (2021)
Samantha Ward, PhD, Nottingham Trent University (2021)
David A. Washburn, PhD, Georgia State University (2016)
Rebecca Wells, DVM, Gulfarium Marine Adventure Park (2016)
Randall Wells, PhD, Chicago Zoological Society (2016)
Thomas Welsh, MRes, University Centre Askham Bryan (2021)
Nathan P. Wiederhold, Pharm.D, FCCP, University of Texas Health Science Center at San Antonio (2016)
Daniel Wilkes, PhD, Centre for Marine Science and Technology, Curtin University (2016)
Terrie Williams, University of California Santa Cruz (2021)
Clive D. L. Wynne, PhD, Arizona State University (2016)
Pamela K. Yochem, DVM, PhD, Hubbs-SeaWorld Research Institute (2016)
Annalisa Zaccaroni, PhD, European Registered Toxicologist, University of Bologna (2021)
José Fco. Zamorano Abramson, PhD, Pontificia Universidad Católica de Chile (2016)

Gemeinsamer Brief der EAAM-Koalition an die französische Ministerin für ökologischen Wandel, Barbara Pompili

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Quelle: https://eaam.org/join-letter-to-french-minister/

Sehr geehrte Frau Ministerin,

die European Association of Zoos and Aquaria (EAZA), die European Association for Aquatic Mammals (EAAM), die World Association of Zoos and Aquariums (WAZA), die Association of Zoos Aquariums (AZA) und die Alliance of Marine Mammal Parks and Aquariums (AMMPA) repräsentieren einige der besten zoologischen Einrichtungen der Welt und engagieren sich sowohl lokal als auch global in den Bereichen Naturschutz, Forschung und Bildung.

Wir möchten Sie dringend bitten, die am 29. September 2020 angekündigte Entscheidung, die Zucht von Walen und Delfinen (Cetaceen) in den französischen Zoos und Aquarien zu verbieten, noch einmal zu überdenken. Sollte diese Entscheidung umgesetzt werden, könnte dies negative Auswirkungen auf die In-situ- und Ex-situ-Schutzprojekte von Walen und Delfinen in Frankreich und die Arbeit französischer Naturschützer auf der ganzen Welt haben und das Wohlergehen der Tiere beeinträchtigen.

Nach dem Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity) sind alle Vertragsparteien, einschließlich Frankreich, verpflichtet, Naturschutz-Maßnahmen Ex-situ als Ergänzung zu den In-situ-Maßnahmen zu ergreifen.i

Die Weltnaturschutzunion (International Union for the Conservation of Nature, IUCN) definiert den Artenschutz Ex-situ als denjenigen, bei dem Tiere unter künstlichen Bedingungen gehalten werden und einem anderen Selektionsdruck ausgesetzt sind als unter natürlichen Bedingungen in einem natürlichen Lebensraum.ii

Der Ex-situ-Artenschutz ist ein Schlüsselelement eines umfassenderen, ganzheitlichen Naturschutzansatzes und steht im Mittelpunkt der meisten Aktivitäten, die von professionellen Zoos und Aquarien durchgeführt werden.

Zoos und Aquarien werden von Einrichtungen wie dem Übereinkommen der Vereinten Nationen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD)iii, dem Übereinkommen über den internationalen Handel mit gefährdeten Arten (Convention on International Trade in Endangered Species CITES), der IUCN, der Päpstlichen Akademie der Wissenschaftenv, der Europäischen Unionvi und vielen anderen führenden Organisationen und Institutionen, die sich für den Erhalt der biologischen Vielfalt engagieren, als führend im Ex-situ-Artenschutz anerkannt.

Fachkenntnisse über das Ex-situ-Management von Cetaceen, wie es in Zoos und Aquarien zu finden ist, sind für die Zukunft der vom Aussterben bedrohten Delfin- und Schweinswalarten von entscheidender Bedeutung. In der Tat weist ein aktueller Bericht der IUCN auf die dringende Notwendigkeit eines frühzeitigen Eingreifens von Ex-situ-Naturschützern hin, um Arten zu retten.vii Er weist darauf hin, dass das Fehlen eines solchen Engagements zu entscheidenden Zeitpunkten direkt zum Aussterben des Yangtse-Flussdelfins (Lipotes vexillifer) und dem wahrscheinlichen Aussterben des Vaquita oder Kalifornischen Schweinswals (Phocoena sinus) geführt hat. Wir sind deswegen der Überzeugung, dass die Abschaffung jeglicher Ex-situ-Schutzmaßnahmen für diese Arten, wie auch für andere, ein schwerwiegender Fehler wäre. Diese Möglichkeit umfasst notwendigerweise die Zucht von Walen und Delfinen, die ein wesentlicher Teil der Lebenserfahrung von Tieren ist, zu deren Sozialverhalten die Jungtieraufzucht gehört.

Durch das Auslaufenlassen der Haltung von Cetaceen in französischen Einrichtungen durch ein Zuchtverbot würde es die französische Regierung ihrem Land unmöglich machen, sich an solchen Schutzmaßnahmen zur Rettung der schon heute oder möglicherweise morgen am stärksten bedrohten Delfinarten zu beteiligen Während die Großen Tümmler derzeit nicht unmittelbar vom Aussterben bedroht sind, ist bei anderen Arten ein unerwarteter und sehr starker Rückgang der Wildpopulationen in sehr kurzen Zeiträumen zu verzeichnen (z. B. der Rückgang der Giraffenpopulationen um etwa 60 % in den letzten zwei Jahrzehnten).

Die Population des Großen Tümmlers (Tursiops truncatus) in Europa wird von der EAZA als EEP (EAZA Ex situ Programm) gemanaged. Das EEP für den Großen Tümmler gehört zu den erfolgreichsten Programmen seiner Art und hat zu einer langfristigen, demographisch und genetisch selbsttragenden Population in Europa geführt. Während das Programm sehr gut funktioniert, würde der Verlust der 29 Delfine in der Obhut französischer Institutionen aus dem Zuchtpool (11% der EEP-Population) die Gesamtsituation prekär machen. Unsere Verbände lehnen die Auflösung von Populationen durch Zuchtverbote entschieden ab, da dies oft das Wohlergehen der Tiere beeinträchtigt, die allein gelassen werden, wenn ihre soziale Gruppe allmählich ausstirbt.

Unsere Netzwerke sind nicht groß genug, um diese Tiere aufzunehmen, und unsere Verbände würden sich energisch gegen jeden Versuch aussprechen, Tiere in Einrichtungen mit einem niedrigeren Tierschutzstandard zu bringen. Außerdem kann kein Tier, das sich derzeit in der Obhut französischer Einrichtungen befindet, ins Meer entlassen werden, und es gibt kein Mandat oder irgendeinen Grund für solche Maßnahmen, denn eine solche Freilassung würde ernsthafte Risiken für einzelne Tiere und wilde Cetaceen-Populationen mit sich bringen. Sollte die angekündigte Entscheidung umgesetzt werden, wären unserer Meinung nach die Lebenschancen dieser Tiere stark eingeschränkt und stünden im Widerspruch zur Auffassung der französischen Öffentlichkeit, dass das positive Wohlergehen der betroffenen Tiere gewährleistet sein muss.

Die Anziehungskraft von Walen und Delfinen, die sich in den Besucherzahlen widerspiegelt, bietet zoologischen Einrichtungen hervorragende Möglichkeiten, die Öffentlichkeit über den Schutz der biologischen Vielfalt aufzuklären und sie zu einem naturschutzorientierten Verhalten zu motivieren.

Obwohl diese charismatischen Arten sehr beliebt sind, gibt es keine solide Begründung, die Haltung und Zucht von Walen und Delfinen anders zu regeln als die von anderen Arten. Wie die Europäische Kommission wiederholt bestätigt hat, sind Cetaceen nicht von der Zoo-Richtlinie ausgeschlossen und unterliegen in der Zoo-Direktive denselben Anforderungen wie alle anderen Arten.viii

Der Schutz der Wale und Delfine befindet sich, wie der gesamte Naturschutz, in einer kritischen Phase, und wir fordern die Regierung nachdrücklich auf, den französischen Zoos und Aquarien zu ermöglichen, weiterhin ihren Beitrag zu leisten.

Wenn wir Ihnen weitere Informationen zum Schutz der Cetaceen, zum Tierschutz und zur Forschung geben können, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Wie Sie sind auch wir der Meinung, dass das Wohlergehen von Walen und Delfinen in menschlicher Obhut eine Angelegenheit von höchstem ethischen und wissenschaftlichen Interesse ist. Wir würden uns über die Möglichkeit freuen, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, um dieses Ergebnis zu erreichen.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. Thomas Kauffels (EAZA-Vorsitzender), Dr. Renato Lenzi, (EAAM-Präsident), Prof. Dr. Theo Pagel (WAZA-Präsident), Dan Ashe (AZA-Präsident und CEO) und Kathleen Dezio, (AMMPA-Präsidentin und CEO)


i Übereinkommen über die biologische Vielfalt, Artikel 9.

ii IUCN Richtlinien der Species Survival Commission zum Einsatz von Ex-situ-Massnahmen für den Artenschutz.

iii https://www.cbd.int/doc/speech/2020/sp‐2020‐10‐14‐unga‐en.pdf

iv https://cites.org/eng/CITES_S‐G_KeynotePresentation_WAZA2020_15102020

v Abschlusserklärung einer Konferenz der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften mit internationalen Partnern aus Naturkundemuseen, Zoologischen Gärten, Botanischen Gärten und Spezialisten für den Schutz der Biodiversität, 13. bis 14. Mai 2019. Casina Pio IV, Vatikanstadt – 15. Mai 2019.

vi EU-Biodiversitätsstrategie für 2030; Pressemitteilung, “European Commission announces global biodiversity coalition” 3. März 2020; EU Zoorichtlinie (Richtlinie 1999/22/EG des Rates vom 29. März 1999 über die Haltung von Wildtieren in Zoos).

vii https://iucn‐csg.org/integrated‐conservation‐planning‐for‐cetaceans‐icpc/

viii Siehe z.B. den Hinweis auf die parlamentarische Anfrage: E‐000682/2015, Antwort von Herrn Vella im Namen der Kommission vom 27. Februar 2015 („Wale und Delfine sind nicht vom Anwendungsbereich der Richtlinie ausgenommen, und es ist Sache der Mitgliedstaaten, dafür zu sorgen, dass die in Artikel 3 genannten Maßnahmen, auch in Bezug auf die Unterbringung der Tiere, im Einklang mit den Anforderungen der Richtlinie angewendet werden.“)

Die Loro Parque Fundación feiert ihr 25-jähriges Bestehen im Jahr 2020 mit einer Rekordzahl an Naturschutzprojekten

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Auf der jährlichen Sitzung des Beratungsausschusses der Loro Parque Fundación, die kürzlich in Puerto de la Cruz stattfand, wurde beschlossen, fast 2 Millionen Dollar für Naturschutzprojekte bereitzustellen, die im nächsten Jahr 2020 auf den fünf Kontinenten durchgeführt werden sollen. Mit dieser Summe beläuft sich der Gesamtbetrag, den die Stiftung bisher für den Schutz der Natur aufgewendet hat, auf 21,2 Millionen Dollar.

Vor allem Projekte mit Schwerpunkt auf den Kanarischen Inseln und gesamt Makaronesien (Kapverden, Madeira und die Azoren) erhalten 37% der Mittel (über 706.000 $), gefolgt von den bedrohten Arten und Ökosystemen des amerikanischen Kontinents, die in diesem Jahr 667.000 $ erhalten. Der Betrag für andere Projekte in Spanien und dem restlichen Europa beträgt 233.000 und die afrikanischen Projekte werden im nächsten Jahr $128.000 erhalten. Mit einer Hilfe von mehr als 79.000 Dollar für Projekte in Asien und mehr als 45.000 Dollar für Projekte in Australien und Ozeanien, ist die Finanzierung auf allen fünf Kontinenten und von 50 Naturschutz- und Forschungsprojekten, die von 34 NGOs und Universitäten auf der ganzen Welt durchgeführt werden, komplett.

Bei der Betrachtung der einzelnen Länder sticht Bolivien mit 300.000 $ hervor, gefolgt von Ecuador mit über 118.000 $ und Brasilien mit 78.000 $. Von besonderer Bedeutung ist die Investition in Bolivien. Sie umfasst den Kauf einer 650 Hektar großen Farm, die in ein Biologisches Reservat für den Blaulatzara umgewandelt und als biologische Station für eine lokale Universität geführt werden soll. Aber die Liste der Länder ist viel länger und in diesem Jahr wird die Stiftung auch Projekte in Mexiko, Ecuador, Nicaragua, Guatemala, Kuba, Belize, Costa Rica, Simbabwe, Äthiopien, auf den Kapverden, in Neuseeland und in Französisch-Polynesien durchführen. Darüber hinaus sind einige dieser Projekte länderübergreifend, so dass auch die Ökosysteme und bedrohten Arten vieler anderer Nachbarländer davon profitieren werden.

Aus ökologischer Sicht werden die terrestrischen Arten und Ökosysteme die meiste Hilfe von der Loro Parque Fundación erhalten (fast 1.145.000 Dollar). Besonders hervorzuheben ist der philippinische Rotsteißkakadu (auf der Roten Liste der Internationalen Union für die Erhaltung der Natur als kritisch gefährdet geführt). Dem Projekt zur Sicherung seiner Populationen auf der Rasa-Insel fließen fast 80.000 Dollar zu. Außerdem wird versucht, den in diesem Gebiet erzielten Reproduktionserfolg auf andere Teile der Region auszudehnen. Weitere Projekte für terrestrische Arten und Ökosysteme werden zum Schutz der Löwen im Hwange-Nationalpark in Simbabwe, und zum Schutz des Grünen Aras und der Amazonas-Eidechse in Ecuador durchgeführt. Alle diese Projekte werden bis 2020 mehr als 60.000 Dollar erhalten.

Nicht zu vergessen sind auch die Bemühungen um den Schutz der marinen Arten und Ökosysteme, denen die Loro Parque Fundación im nächsten Jahr insgesamt mehr als 711.000 Dollar widmen wird. Davon werden fast drei Viertel dem von der Regierung der Kanarischen Inseln mitfinanzierten Projekt Cambio zukommen, das bereits 2019 mit der Installation von Kontroll- und Überwachungssystemen begonnen hat, um den Klimawandel in Makaronesien und seine Auswirkungen auf die Meeresfauna zu kontrollieren. Zwischen 2020 und 2021 werden im Rahmen des Projekts zwei Kontrollbojen installiert, eine auf der Insel Gran Canaria und die andere auf der Insel El Hierro. Diese Stationen werden die Versauerungsrate der Ozeane, den Temperaturanstieg und den Unterwasserlärm analysieren. Außerdem werden autonome Schiffsfahrzeuge für die Durchführung von Messungen im gesamten Archipel eingesetzt, die bis 2023 auf ganz Makaronesien ausgedehnt wird.

Die verbleibenden Mittel für Meeresprojekte werden für die Erhaltung mehrerer kritisch bedrohter Arten wie den Engelshai und Schmetterlingsrochen sowie Meeresschildkröten, Schwertwale, Delfine, Buckelwale und Grindwale eingesetzt.

Offener Brief von Dr. Dag Encke, Leitender Direktor des Nürnberger Zoos, an TripAdvisor

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17.12.2019 Ihre E-Mail vom 5.12.2019 Sehr geehrte Damen und Herren von „TripAdvisor Animal Welfare“, am 5. Dezember erhielten wir folgende E-Mail aus Ihrem Unternehmen:

„Guten Tag Tiergarten Nuremberg,

Vor kurzem haben wir angekündigt, dass TripAdvisor Experiences und Viator ab Januar 2020 den Ticket-Verkauf für alle Attraktionen stoppen, die dazu beitragen, dass künftige Generationen von Waltieren  Wale, Delfine und Tümmler) weiter in Gefangenschaft gehalten werden.

Infolgedessen, ist es jeder kommerziellen Einrichtung, die Wale für die öffentliche zur Schaustellung züchtet oder einführt, ab Januar 2020 untersagt, Tickets auf TripAdvisor und Viator zu verkaufen. Einige Einrichtung qualifizieren sich möglicherweise jedoch für einen Ausnahmestatus und dürfen so weiterhin Tickets über unsere Plattform vertreiben.

Wir haben Tiergarten Nuremberg als eine Einrichtung identifiziert, in der Waltiere öffentlich zu Schau gestellt werden. Daher bemühen wir uns, festzustellen, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus in Frage kommt.

Der Ausnahmestatus wird jeder Einrichtung gewährt, die eines oder mehrere der folgenden Kriterien erfüllt:

Jede Einrichtung zum Schutz der Waltiere, die allen in Gefangenschaft gehaltenen Tieren ein dauerhaftes Lebensumfeld am/im Meer bietet*

Jede kommerzielle oder gemeinnützige Einrichtung, die derzeit alternative Schutzgebiete für in Gefangenschaft lebende Waltiere im Meer entwickelt und sich öffentlich dazu verpflichtet, alle in Gefangenschaft lebenden Tiere, die sie besitzt, in angemessener Weise in diese Umgebungen umzusiedeln.

Jede WAZA** akkreditierte Einrichtung, die sich offiziell und öffentlich verpflichtet hat, alle der folgenden Praktiken umzusetzen:

  • Beendigung und Unterbindung der Zucht von Waltieren in ihrem Besitz
  • Beendigung der Einfuhr oder Übernahme von in Gefangenschaft gehaltenen Waltieren aus anderen Einrichtungen, um diese zur Schau zu stellen
  • Beendigung des Einfangens sowie der Einfuhr von wilden Waltieren, um diese zur Schau zu stellen

Wenn Tiergarten Nuremberg eines der oben aufgeführten Ausnahmekriterien erfüllt, können Sie den Ausnahmestatus anfordern, indem Sie auf diese E-Mail antworten oder sich bis spätestens 20. Dezember 2019 an awpolicyreview@tripadvisor.com wenden.

Ihre Antwort muss Belege für einen Antrag auf Freistellung enthalten. Wenn von der Einrichtung öffentliche Zusagen als Beweis angeführt werden, muss dies entweder in Form einer Pressemitteilung oder einer von einem seriösen Medienunternehmen veröffentlichten Berichterstattung erfolgen.

Bitte beachten Sie, dass Tiergarten Nuremberg weiterhin als Attraktion auf TripAdvisor aufgeführt wird, unabhängig davon, ob es für den Ausnahmestatus in Frage kommt. Reisende können weiterhin Bewertungen, Ratings und Fotos abgeben, und die Einrichtung wird weiterhin wie auch heute schon in den TripAdvisor-Rankings angezeigt werden. Erfahren Sie hier mehr über unsere Tierschutzrichtlinien.

Wenn Sie Fragen zu unseren Richtlinien haben oder nicht sicher sind, ob Ihre Einrichtung für den Ausnahmestatus berechtigt ist, wenden Sie sich bitte an: awpolicyreview@tripadvisor.com

Danke,

TripAdvisor Animal Welfare

*Ein Schutzgebiet am Meer ist ein natürlicher Küstenwasserabschnitt wie eine Bucht, in der Waltiere so gut wie möglich in einer natürlichen Umgebung leben, und die gleichzeitig Schutz und Aufsicht durch qualifiziertes Viehzucht- und Veterinärpersonal bietet. Meeresschutzgebiete müssen sich an eine strenge Nichtzuchtrichtlinie halten, dürfen ihre Tiere nicht für Vorführungen oder Aufführungen für die Öffentlichkeit ausbilden und müssen alle Formen der körperlichen Interaktion zwischen Gästen und Tieren, einschließlich der Begegnungen von Mensch und Tier im Wasser, verbieten.

**Die Akkreditierung muss durch einen Mitgliedsverband des Weltverbandes der Zoos und Aquarien (WAZA) erfolgen.“

 

Leider kann ich Ihren Brief an meinen Zoologischen Garten nur unpersönlich beantworten, da Sie ihn mir ohne Nennung eines konkreten Ansprechpartners zugesendet haben. Die Inhalte dieses Briefes hatten Sie im Oktober 2019 als Global News Release veröffentlicht. Da Ihr Schreiben Teil einer öffentlichen Imagekampagne für Ihre Reiseplattform zu sein scheint, antworte ich Ihnen mit größt möglicher Transparenz für Ihre Kunden in der Form des Offenen Briefes.

 Sie haben uns mitgeteilt, dass Sie keine Eintrittskarten in den Tiergarten der Stadt Nürnberg mehr verkaufen werden, weil der Tiergarten Nürnberg Delphine hält.

In Ihren Tierschutzrichtlinien berufen Sie sich auf „wissenschaftliche Beweise“, dass die Haltung von Delphinen tierschutzwidrig sei. Tierschutzwidrigkeit muss anhand konkreter Haltungsbedingungen und konkret betroffener Tiere nachgewiesen werden. Das hierfür notwendige Werkzeug „Animal Welfare Assessment“ ist eine wissenschaftliche Disziplin. Zur Beurteilung des „Animal Welfare Status“, also des individuellen Wohlergehens von Delphinen, bedarf es methodisch einwandfreier wissenschaftlicher Methoden, die in jedem Einzelfall anzuwenden sind. Ihrer Ablehnung unserer Tierhaltung fehlt jeder Bezug auf ein konkretes „Welfare Assessment“. Sie erwähnen nicht einmal, welcher Methode des Assessments Sie sich für Ihre Bewertung bedienten.

Eine pauschale Diskreditierung der Haltung von Delphinen in meiner Zoologischen Einrichtung halte ich aus wissenschaftlicher Sicht für unseriösen Populismus.

Deshalb zur unmissverständlichen Klarstellung: Wir stellen keinen Antrag auf einen „Ausnahmestatus“ bei Ihnen. Wir lehnen Ihre Forderungen aus fachlichen Gründen zum Wohle unserer Tiere ab.

Auf einer vom Tiergarten Nürnberg organisierten internationalen Konferenz zum Schutz von Delphinen in Küsten- und Binnengewässern (ESOCC Meeting – Ex situ Options for Cetacean Conservation) wurde im vergangenen Jahr erst ein integrierter Ansatz zur Rettung von sieben akut gefährdeten Delphinarten formuliert, der dem Konzept des „One Plan Approach“ folgt und die Haltung und Erforschung bedrohter Arten in Menschenobhut als festen und unverzichtbaren Bestandteil aktueller Schutzstrategien identifiziert.

Wir können auf vielen Ebenen Debatten führen über best practice im ex situ Management von marinen Säugetieren, aber es ist heute geradezu unverantwortlich zum Boykott von Einrichtungen aufzurufen, ohne deren Expertise und ohne deren bauliche Infrastrukturen ein erfolgreicher Schutz bedrohter Arten immer schwieriger und unwahrscheinlicher wird.

Ihr Schreiben kommt zur Unzeit und zeugt von großer Ignoranz in Bezug auf Handlungsoptionen und bald wohl Handlungszwänge im internationalen Artenschutz küsten- und binnengewässerbewohnender Delphine

Angesichts der großen Verantwortung, die wir Menschen – und in besonders pikanter Weise auch und besonders die Tourismusindustrie – für die ökologische Integrität von Küsten- und Binnengewässern haben, erschüttert mich die Schludrigkeit Ihres Schreibens, das angeblich dem Wohlergehen von Delphinen dienen soll, faktisch aber überhaupt keine Recherche zu konkreten Handlungsoptionen erkennen läßt.

TripAdvisor hingegen dürfte durchaus profitorientiert arbeiten und sich eher zu den kommerziellen als zu den caritativen Plattformen zählen. Bei Ihrer Vorgehensweise liegt der Verdacht nahe, dass Ihr Einsatz für Delphine in erster Linie eine Marketingkampagne für das Image Ihres Unternehmens sein könnte.

Fehlanzeige 2: Ein „dauerhaftes Lebensumfeld“ am Meer für „in Gefangenschaft gehaltene Tiere“ ist ein unsinniges Kriterium zur Gütefeststellung einer Einrichtung. Meines Wissens gibt es keine erfolgreiche Haltung unter den von Ihnen beschriebenen Bedingungen. Ob die zwei nach Island verfrachteten Belugas in dem für sie wieder ertüchtigten „Sanctuary“ überleben werden, wird sich zeigen, wenn sie im Frühjahr 2020 aus ihrer überdachten Behausung in die eingenetzte Bucht gesetzt werden.

Fehlanzeige 3: „Alternative Schutzgebiete“ werden zurzeit für sieben stark bedrohte Delphinarten gesucht. Diese ex situ Optionen für bedrohte Delphinarten werden sinnigerweise nicht für die noch unbedrohten Tümmler vorgesehen, die unter unserer Obhut bereits ein sehr gutes und behütetes Leben genießen. Wenn wir in die Zukunft von Delphinen investieren wollen, dann sollten wir sinnstiftende Projekte unterstützen, die dem Überleben bedrohter Arten zugutekommen anstatt Experimente mit bereits gut untergebrachten Tieren zu fordern.

Fehlanzeige 4:

In Ihrer Tierwohlrichtlinie beziehen Sie sich ausschließlich auf das Wohl von Tierindividuen, die in Menschenobhut gehalten werden, schlagen aber eine Translokation der Tiere in offene Meereskäfige vor. Damit unterliegen Sie den Kriterien der IUCN-Richtlinien zur Auswilderung und/oder Translokation von Wildtieren. Es ist mir bewusst, dass diese Richtlinien keinen Gesetzescharakter haben. Aber es sind international anerkannte naturschutzfachliche Standards, die eingehalten werden sollten, weil nicht fachgerechtes Ausbringen von Wildtieren große Risiken sowohl für betroffene natürliche Habitate, als auch für die Tiere selbst birgt. Ihre simplen Vorstellungen von Tierwohl und Natur bewerte ich als zielverfehlend.

Fehlanzeige 5:

Die Beendigung der Zucht von Waltieren ist eine tierschutzfachlich leichtfertige Forderung, der wir zum Wohle der Tiere und ihrer Sozialstruktur keinesfalls entsprechen wollen. Unsere Einrichtung dient dem Artenschutz und dem nachhaltigen Populationsmanagement von den bei uns gehaltenen und europaweit koordinierten Zuchtgruppen. Ihre Forderung richtet sich gegen die sozialen Bedürfnisse der Tiere. Das lehnen wir ab. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin im Rahmen des Europäischen Zuchtprogramms Tiere grenzübergreifend austauschen.

Fehlanzeige 6:

Das Einfangen von Tieren aus der Wildbahn können wir leider nicht beenden, weil wir das seit Jahrzehnten nicht mehr tun.

Die Naturentnahme und der Handel mit Pflanzen und Tieren werden zudem über die CITES geregelt und richten sich zum Glück nicht an Interessen der Tourismusindustrie aus.

Das EAZA Ex situ Programm für Große Tümmler koordiniert die Population der Tümmler in den wissenschaftlich geführten Zoos Europas. Seit 2003 werden keine Tümmler aus der Wildbahn in die Population eingebracht. Die Population wächst nachhaltig und geht in die dritte Generation in Menschhand.

Fazit:

Aus meiner Sicht spielen Sie In Ihrem schlecht recherchierten und potentiell tierschädlichen Forderungsschreiben ein ungutes Spiel mit der Popularität moralisierenden Tierschutzes, mit dem Sie dem Schutz der Spezies fachlich eher schaden und dem Wohlergehen der von uns gehaltenen Tiere keinesfalls nützen.

Es würde mich freuen, wenn Sie künftig in seriöser und partnerschaftlicher Weise auf uns zugehen, wenn Sie offene Fragen zum Wohlergehen unserer Tiere haben. Vielleicht hätten Sie von dem Schreiben abgesehen, wenn Sie unsere Einrichtung vorher kennengelernt hätten.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Dag Encke

Leitender Direktor

Die Stiftung Loro Parque Fundación rettet 10 Papageienarten vor dem Aussterben

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In diesem Jahr ist es der Loro Parque Fundación im Rahmen der Feierlichkeiten zu ihrem 25-jährigen Bestehen gelungen, den Salvadori-Weißohrsittich (Pyrrhura griseipectus) aus Brasilien der Liste der vom Aussterben bewahrten Arten hinzuzufügen. Mit diesem Erfolg feiert die Stiftung bereits die zehnte Papageienart, die sie dank ihrer langjährigen Arbeit zum Schutz und Erhalt  der Tiere in situ und ex situ vor dem Aussterben bewahren konnte.

Der Salvadori-Weißohrsittich, der aus dem Baturité-Gebirge stammt, war durch Wilderei für den Haustiermarkt und durch den Mangel an geeigneten Nistplätzen bedroht. Zweifelsohne hat die Zusammenarbeit zwischen der Loro Parque Fundación und der Organisation AQUASIS die Arbeit des renommierten Biologen Fabio Nunes und seines Teams in der Region vorangebracht, sodass es ihnen gelungen ist, mehr als 1000 Küken zu zählen, die in künstlich angelegten Nestern geboren wurden.

Dieser unglaubliche Erfolg ist direkt auf die Anbringung von Nistplätzen und die Beobachtung seit dem Jahr 2010 zurückzuführen, trotz dabei aufgetretener Schwierigkeiten, wie z.B. die Tiere vor Raubtieren zu schützen.

Eine der Möglichkeiten die Gewohnheiten dieser in der Vergangenheit wenig bekannten Art zu beobachten und zu verstehen, war die aktive Feldarbeit, die es ermöglichte eine große Menge wissenschaftlicher Informationen zu sammeln, die nicht nur für dieses, sondern auch ähnliche Projekte von großer Bedeutung sind.

Außerdem war die Markierung der Tiere durch Ringe von grundlegender Bedeutung, da sie es ermöglichen, Daten über die Bewegung und die Verteilung dieser Sittiche, die sich in der Vegetation wunderbar verstecken können, zu erhalten. Ein weiteres Schlüsselkriterium war die Schaffung von Schutzgebieten, die auch von der lokalen Bevölkerung respektiert werden.

Von nun an beginnt eine neue Phase für diese Art, in der ein Ex-situ-Programm für ihre Wiederansiedlung an einigen bekannten Orten, in denen sie ursprünglich beheimatet war, aber inzwischen verschwunden ist, arbeitet. In diesem Zusammenhang ist es von Bedeutung, dass allein in der Loro Parque Fundación in den letzten Jahren über 60 Exemplare geboren wurden.

Insgesamt hat die Stiftung, seit Beginn dieses Projektes rund 400.000 Dollar in den Schutz des Salvadori-Weißohrsittichs investiert. Auf diese Weise konnte der Bestand von rund 100 Exemplaren auf über tausend im Jahr 2019 erhöht werden. Damit konnte der Gefährdungsgrad auf der Roten Liste der bedrohten Arten der Internationalen Naturschutzunion (UICN) von „kritisch bedroht“ auf „bedroht“ heruntergestuft werden.

Bis heute hat die Stiftung bereits mehr als 21.000.000 Dollar in Schutzprojekte investiert und die Neueinstufung vieler dieser zehn Arten ist ein Erfolg auf weltweiter Ebene, der diese gemeinnützige Organisation zur effektivsten Organisation für die Erhaltung tropischer Ökosysteme durch den Schutz von Papageien macht.

Wolfgang Kiessling: “Wir haben 9 Papageienarten gerettet, die ohne unsere Hilfe nicht mehr existieren würden, und darauf sind wir sehr stolz”

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Quelle: Tribuna de Tenerife https://tribunadecanarias.es/canarias/32308-wolfgang-kiessling-hemos-salvado-9-especies-de-papagayos-que-sin-nuestra-ayuda-ya-no-existirian-y-estamos-muy-orgullosos 

In diesem Jahr werden Sie sich sicherlich besonders freuen, das 25-jährige Bestehen der Loro Parque Fundación zu feiern: Was hat die Gründung der Stiftung für Sie und Ihre Familie bedeutet?

Zuerst, als mir die Idee kam, schlug ich dem Finanzdirektor vor, die gesamte Papageiensammlung einer Stiftung zu überlassen. Doch er sagte mir, dass dies nicht möglich sei, weil diese ein wichtiger Teil des Vermögens des Loro Parque sei. Ich habe darauf bestanden und am Ende haben wir es doch getan. Intern gab es einige kritische Stimmen, aber nach außen hin gab es genügend Anerkennung. Die Idee kam vom Generalsekretär des CITES, und die Wahrheit ist, dass ich es für eine gute Idee hielt. Es ist nicht das Eigentum, das mich interessiert, es war mir wichtiger, die Tiere in der Obhut des Loro Parque zu halten, aber sie der Menschheit zurückzugeben. Ein wichtiger Schritt war, dass sich der Loro Parque verpflichten musste, alle Kosten für die Loro Parque Fundación zu übernehmen, die alle Gelder, die in die Stiftung fließen, zu 100% der Natur zukommen lässt. Heute besitzt die Stiftung die größte Papageiensammlung und schafft damit einen sehr wichtigen Genpool, sowohl für die Loro Parque Fundación als auch für die Welt. Nach 25 Jahren habe ich zu keinem Zeitpunkt bereut, die Stiftung gegründet zu haben.

Was hat Morgan für Sie bedeutet?

Zuerst Zufriedenheit, denn wir konnten das Leben eines Tieres retten, dem drei Möglichkeiten blieben. Die erste bestand darin, es wieder ins Meer zurückzubringen, was seinen Tod bedeutet hätte; die zweite war Euthanasie und die dritte war die Möglichkeit, hierher zu kommen, um mit den anderen 5 Orcas zu leben, die wir damals in unseren Becken hatten. Mit Morgans Ankunft kam aber auch die Kritik vieler, denn sie sehen nicht die Schwierigkeiten, die sie hatte, ins Meer zurückzukehren. Sie haben nicht akzeptiert, dass Morgan ein krankes Tier war. Sie glauben, dass wir Lügner sind, die sagen, dass sie kein Gehör hat, aber das wurde inzwischen geklärt und bewiesen. Ich glaube nicht, dass es weiterhin in Frage gestellt werden wird. Ich glaube offen gesagt, wenn mir etwas nicht gefehlt hätte, dann war es diese Bewegung. Doch mit der Gewissheit, dass es Morgan gut geht, stillt sie jetzt ein perfekt geborenes Baby namens Ula. Die Mutter versteht sich gut mit ihrem Baby. Das alles sind Erkenntnisse, die ohne sie in unseren Einrichtungen nicht möglich gewesen wären.

Die Gründung der Stiftung war für Sie und Ihre Familie in zweierlei Hinsicht eine Herausforderung. Zum einen gehören alle Papageien im Loro Parque der Stiftung und zum anderen investieren Sie mehr als 20 Millionen Dollar in Umweltprojekte. Es gibt immer “vereinzelte” Gruppen, die die Arbeit des Loro Parque kritisieren, obwohl erwiesen ist, dass Sie Millionen in den Naturschutz und in den Tierschutz investieren…

Ich möchte deutlich machen, das zuvor erwähnte Verschenken der Papageien war nicht das einzige Geschenk, das wir verschenkt haben. Zunächst kauften wir eine 3 Hektar große Finca, die der Stiftung zur Verfügung gestellt wurde. Das größte Geschenk war dann, dass der Loro Parque dafür, dass von jeder Art aus der Sammlung ein Pärchen existiert, alle Kosten der Stiftung übernommen hat. Das führt insgesamt zu etwa 2,5 Millionen Euro pro Jahr. Das bedeutet, dass unsere Stiftung mindestens 3,5 Millionen Euro pro Jahr ausgibt, wovon 2,5 Millionen vom Loro Parque bezahlt werden. Was die “vereinzelten” Gruppen betrifft, so halte ich ihre Kritik für das Idiotischste, was es gibt. Im Jahr 1950 hatten wir 2,5 Milliarden Menschen auf der Erde, in 50 Jahren haben wir uns auf 6 Milliarden vervielfacht. Diese Millionen von Menschen auf der Erde nutzen die natürlichen Ressourcen, die eigentlich exotischen Tieren zur Verfügung stehen. So zerstören wir diese Erde mit beeindruckender Geschwindigkeit. Das stellt die aktuelle Bevölkerung von 1,8 Milliarden Menschen dar, wir sind in 19 Jahren um 180 Städte wie London mit allem, was dazugehört, gewachsen. Es gibt einen Kollaps, und wir wissen nicht mehr, wohin es mit der Welt geht. In dieser Zeit, in der die Tiere so schrecklich behandelt werden, gibt es einige Aktivisten, die glauben, Bescheid zu wissen, die keine Profis sind, die keine Spezialisten auf diesem Gebiet sind, die es wagen, uns zu sagen, dass unsere Einrichtungen, die auf einem sehr hohen wissenschaftlichen Niveau sind, schlecht für die Tiere sind. Ein Tier ist auf kleinem Raum völlig zufrieden, mit genügend Futter und gut versorgt, während das Gebiet, das es in der Natur braucht, nur so weitläufig ist, weil es seine Nahrung zum Überleben erjagen muss. Abgesehen davon möchte ich klarstellen, dass in Freiheit zu leben heutzutage für Tiere schwieriger ist. Denken wir zum Beispiel an die Brände im Amazonas oder an die Brände in den Wäldern um Sydney: Halten Sie es nicht für eine Katastrophe, dass Millionen von Tieren in den Flammen sterben? Bei uns haben sie dieses Problem nicht, sie haben weniger Platz, aber mehr Sicherheit und Nahrung. Bei den Löwen zum Beispiel hat uns der Verantwortliche der Born Free Stiftung versichert, dass es ihnen in unseren Einrichtungen besser geht als in Äthiopien, weil sie hier gut versorgt und gefüttert werden. Sie verlangen, dass wir unsere Orcas und Delfine frei lassen. Unsere Tiere sind hier glücklich und wir halten uns an die Gesetze. Wir ermöglichen den Waltieren, sich zu fortzupflanzen und ihren Nachwuchs groß zu ziehen und darüber hinaus forschen wir.

Im Moment engagieren sich die Zoos, vor allem die wichtigsten weltweit, für den Artenschutz: Was tut der Loro Parque für die Rettung und den Schutz der Arten?

Mit der Stiftung helfen wir Forschern aus der ganzen Welt und finanzieren ihre Projekte. Das ist sehr wichtig und wurde anfangs nur bei den Papageien so gemacht, denn am Anfang gab es im Loro Parque nur Papageien. Später, mit der Ankunft der Waltiere, haben wir unsere Projekte auf Orcas und Delfine ausgeweitet. 1988 finanzierte der Loro Parque ein Forschungsprojekt über die Wale auf der Insel, als das Vorkommen von Pottwalen bestätigt wurde. Wir finanzieren auch Forschungsprojekte für Löwen in Afrika, auch in Äthiopien, und in vielen Bereichen, die nicht mehr nur mit Papageien zu tun haben. Wir haben 9 Papageienarten gerettet, die ohne unsere Hilfe nicht mehr existieren würden, und wir sind sehr stolz darauf. Unsere Arbeit hat viele Früchte getragen. Wir haben es im Stillen getan, ohne Werbekampagnen, um das zu erreichen, was wir wollten, nämlich der Natur zu helfen. Ich bin auch sehr glücklich, weil ich mit den Hundeheimen auf der Insel, wie dem Tierra Blanca Tierheim, oder dem Punta Brava Tierheim und ebenfalls einem in El Sauzal, sehr eng zusammenarbeite. Es gibt jedoch Aktivistinnen, die in Amerika Tierheime haben und, so scheint es, für jedes Tier, das sie sammeln, bezahlt werden, aber die meisten Tiere sterben innerhalb von achtundvierzig Stunden. Die Tierheime, die wir auf der Insel haben, werden im Gegensatz dazu von Freiwilligen betrieben und die Politiker helfen nicht, sie sind sich dessen nicht bewusst. Die Freiwilligen leisten eine enorme Arbeit und die Politiker sollten sich um sie kümmern und ihnen helfen.

Sie haben auch angeregt, dass die Stiftung ihre Arbeit in allen Bereichen der Natur und auch der Ozeane ausbauen soll: Welche Arbeiten führen Sie derzeit im Bereich der Meeresforschung durch?

Wir haben ein Projekt in der Straße von Gibraltar, das wir mit großem Erfolg finanzieren. Wir haben die Bewegung der Tiere überwacht und sind dabei zu der Schlussfolgerung gekommen, dass die Tiere keine 100 Meilen schwimmen, wie die Aktivisten sagen. Wir haben festgestellt, dass sie 6 bis 8 Meilen pro Tag schwimmen, weil sie in diesem Umfeld genug Nahrung finden. Wenn eines Tages die Nahrung ausgeht, dann wandern sie ein wenig weiter, aber das ist der Grund dafür, dass sie nicht aus Freude an der Bewegung weiterziehen, sondern nur zum Überleben. Als nächstes haben wir das Projekt CanBio. Ich danke an dieser Stelle der Regierung der Kanarischen Inseln und den beiden Universitäten der Kanarischen Inseln. Es ist ein Klimaschutzprojekt, das das Meer säubert und die Lärmverschmutzung im Meer reduziert. Wir finanzieren das alles mit 1 Million Euro von unserer Seite aus und 1 Million Euro werden von der kanarischen Regierung bereitgestellt. Alle exotischen Tiere stehen unter enormem Druck. Vor hundert Jahren gab es 10 Millionen Elefanten auf der Welt, heute sind es weniger als 400 000. Wenn wir so weitermachen, werden sie in 30 oder 40 Jahren verschwunden sein. Wenn wir nicht einige in Parks oder Zoos halten, wird kein Exemplar mehr übrig bleiben.

Die Loro Parque Gruppe engagiert sich sehr für die Eliminierung von Kunststoffen und Mikro-Kunststoffen. Welche Aktionen führen Sie in diesem Bereich durch?

Bevor wir das in Erwägung zogen, war mir nicht bewusst, wie schwierig es ist, Plastik zu eliminieren. Wenn man sich umsieht, ist alles aus Plastik. Es ist unmöglich, Plastik von einem Tag auf den anderen zu eliminieren. Dies ist eine Initiative, die von der Industrie ausgehen muss. Sie müssen ein Produkt finden, das dem Kunststoff ähnlich, aber kompostierbar ist. Wir haben in allen unseren Parks Plastik zum Einmalgebrauch eliminiert. Im Poema del Mar machen wir viel Werbung dafür. Außerdem haben wir kürzlich die Erlaubnis bekommen, eines der Fischbecken in unserem Loro Parque Aquarium mit Plastik zu füllen. Bisher habe ich alle menschlichen Eingriffe in unseren Aquarien verboten, weil ich möchte, dass die Besucher die Fische so sehen, als wären sie im Meer. Aber ich habe eine Woche lang eine Ausnahme gemacht, um die Reaktionen unserer Besucher zu sehen. Außerdem hatte ich die Idee, Plastik für die Herstellung von Skulpturen zu verwenden. Ich bin ein Fan der Kunst von Néstor Martín-Fernández de la Torre, dem großen Maler der Kanarischen Inseln. So haben wir den Auftrag erteilt, einige Skulpturen aus Plastik herzustellen, die von der Arbeit dieses wunderbaren Künstlers inspiriert sind. Außerdem wurde dieses Plastik bei den Reinigungsarbeiten an den Stränden, die wir mit Kindern unternommen haben, gesammelt und die Kinder durften auch bei der Herstellung der Skulpturen mithelfen. Das Ergebnis: Wir haben die erste Skulptur an der Universität von La Laguna eingeweiht. Wir wollen vor der Gefahr, die Plastik darstellt, warnen und deutlich machen, dass es auch für andere, nicht schädliche Dinge verwendet werden kann, wie zum Beispiel Kunst.

Kürzlich, bei der Verleihung des Preises Premio Gorila, sagten Sie, dass die Welt in Flammen steht. Was wollten Sie damit sagen?

Ich wollte vor der großen Explosion der Menschheit warnen. Die Bevölkerung hat in den letzten fünfzig Jahren in einem rasanten Tempo zugenommen. Wenn wir in diesem Tempo weitermachen und das Jahr 2050 erreichen, wird es weder einen einzigen Baum noch ein Meer mit Nahrung darin geben. Das meine ich mit dem Ausdruck, dass die Welt in Flammen steht. Außerdem sind die Waldbrände in Brasilien nicht einmal so groß wie die in Afrika. Dort, und ohne dass jemand darüber spricht, brennen sehr große Wälder, und auch in Australien. In den ersten 4.000 Hektar verbrannten 350 Koalas, das ist die Hälfte des Bestandes des Parkes. Es gibt viele Tiere, die jeden Tag durch Brände sterben. Wir zerstören den Planeten.

Um das Thema ein wenig zu wechseln, was waren die Ergebnisse für die Loro Parque Gruppe in diesem Jahr 2019?

Es läuft gut, die Besuche im Loro Parque laufen nach wie vor nach Plan. Das Poema del Mar, das uns am meisten Kopfzerbrechen bereitet hat, bringen wir auch zu einem guten Abschluss. Wir haben ein Mitarbeiter-Team, das sehr gut und in die richtige Richtung arbeitet. Wir haben neun Haie, die im Loro Parque geboren wurden, dorthin geschickt und es ist einfach wunderbar. Auch der Siam Park läuft besonders gut. Das Hotel Botánico könnte etwas mehr Gäste haben, aber alle leiden unter dem Konkurs von Thomas Cook.

Ich nehme an, es wird eine große Freude für Sie sein, dass der Loro Parque als einer der besten Zoos der Welt anerkannt ist, nicht wahr?

Ich bin sehr zufrieden, aber ich war überrascht, dass Tripadvisor uns letztes Jahr als den besten Park der Welt ausgezeichnet hat und dieses Jahr aber erklärt hat, dass er keine Zoos mehr bewerten wird und diese Kategorie der Auszeichnungen gestrichen hat. Das ist unerklärlich, aber ich habe einen recht ernsten Brief an die Verantwortlichen geschrieben. In der Tat habe ich erklärt, dass der Siam Park zukünftige Anerkennungen ablehnen wird, wenn diese Entscheidung nicht rückgängig gemacht wird. Ich glaube nicht, dass es glaubwürdig ist, dass wir zuerst zur Weltspitze erklärt wurden, und im darauf folgenden Jahr die Kategorie gestrichen wird. Aber der Siam Park hat schon eine Reihe von Auszeichnungen erhalten… Aktuell haben wir zum achten Mal den Preis für den besten Park Europas erhalten.

Sie haben ein ausstehendes Projekt auf Gran Canaria mit dem Siam-Park… Wie geht es voran?

Ein Beamter hat behauptet, dass ich vierzehn Millionen Schulden habe, das hat mir viel Schaden zugefügt, weil ich laut den Urkunden maximal drei Millionen schulde. Dieser Betrag sollte nach der Fertigstellung des Kanals beglichen werden. Allerdings ist der Kanal immer noch 80 Meter zu kurz. Die Arbeiten wurden nicht umgesetzt, weil es illegale Abwasserrohre gibt, die versetzt werden müssen. Ich stimmte zu, diese Rohre für 240.000 Euro zu reparieren, aber die Stadtverwaltung ist damit nicht zufrieden und wollte, dass ich Canaragua für Rohre, die vor dem Park verlaufen, bezahle. Das lehnte ich ab. Das wären mehr als 500.000 und ich weigere mich, ich brauche keinen Park auf Gran Canaria zum Leben und meine Familie auch nicht. Wir haben einige Parks auf Teneriffa, die wunderbar laufen, und wir haben die Gewinne daraus verwendet, um sie auf Gran Canaria zu investieren, zum Beispiel in das Aquarium, wo wir wie Löwen um unsere Ziele kämpfen.

Welche Projekte planen die Loro Parque Gruppe und die Familie Kiessling mittelfristig?

Wir wollen Punta Brava von seinem Parkplatzproblem befreien. Vor allem im Sommer ist es ein Problem, denn es kommen so viele Besucher, die den Loro Parque besuchen wollen, dass die Autos den Verkehr praktisch lahm legen. Deshalb möchte ich die Tiefgarage erweitern, und zwar um mehr als das Doppelte der jetzigen Größe. Seit fünf Jahren diskutieren wir mit den Behörden über Details und es sieht so aus, als würden wir bald die Genehmigung erhalten. Im Loro Parque möchte ich die Leinwand aus dem Naturavisión-Kino entfernen und dort AquaViva installieren, die Zylinder möchte ich darunter setzen, um etwas noch Schöneres zu machen, als wir es bisher hatten. Außerdem möchte ich dort, wo jetzt das AquaViva ist, alles abreißen und ein Becken für die Orcas anlegen, mit etwa 6.000 Kubikmetern Wasser. Wir haben die Grundstücke oberhalb und links vom Loro Parque gekauft und pflanzen alle Bäume und Pflanzen, die wir benötigen. Wir haben unsere eigene biologische Finca und alle Parks, das Hotel und das Brunelli’s arbeiten mit diesen Produkten. Wir haben den Exit Palast neben dem Siam-Park gekauft, um einige Tiefgaragenplätze anzulegen und darüber ein großes Spa zu errichten, das mit dem Siam-Park verbunden ist. Außerdem wollen wir ein Brunelli’s in der Stadt eröffnen. Zudem errichten wir das zweitgrößte Windrad auf den Kanarischen Inseln. Wir haben viele Projekte.

 

Loro Parque feiert 47 Jahre Liebe zu Natur und Tieren

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Kurz vor Weihnachten feiert der Loro Parque am Dienstag, den 17. Dezember, sein 47-jähriges Bestehen, in einem Jahr, in dem er seine Liebe und sein Engagement für die Natur und Tiere durch den Kampf gegen Plastik noch einmal mehr unter Beweis gestellt hat.

Der Loro Parque begann 1972 mit nur 25 Personen, 150 Papageien und einer Fläche von 13.000 Quadratmetern. Von dieser Zeit bis heute und nach einer Vielzahl von Herausforderungen hat sich der Park zu einer der angesehensten zoologischen Einrichtungen der Welt entwickelt, sowohl wegen seiner Schönheit, als auch aufgrund der hervorragenden Qualität seiner Einrichtungen und des absoluten Respekts vor der Natur.

Bye Bye, Plastic!

Loro Parque setzt sich mit Nachdruck für den Schutz der Umwelt und den Erhalt der Tierwelt ein. So setzte der Park in diesem Jahr angesichts der verheerenden Auswirkungen von Plastik auf den Planeten seine im Jahr 2018 eingeleitete Strategie zur Verbannung von Einweg-Plastik aus seinen Anlagen fort. Auf diese Weise wird es ihm bis 2020 gelingen, auf mehr als 90% dieses äußerst schädlichen Materials zu verzichten und somit nicht mehr mehr als 30 Tonnen Plastikmüll zu erzeugen.

Darüber hinaus wollte der Park in diesem Jahr noch einen Schritt weiter gehen und startete das Projekt Bye Bye, Plastic. Mit diesem Projekt wurden zwei große Skulpturen aus recycelten Objekten aufgestellt, die das ernste Problem, das dieses Material für die Umwelt darstellt, sichtbar machen. Diese Kunstwerke, inspiriert von der Arbeit des kanarischen Malers Néstor Martín-Fernández de la Torre, werden dazu dienen, sowohl Einheimische als auch Besucher auf die dramatischen Auswirkungen von Plastik auf die Ozeane, den Planeten und das Leben aller aufmerksam zu machen.

Loro Parque Fundación, 25 Jahre im Einsatz für die Natur

In diesem Jahr, im September, feierte die Loro Parque Fundación 25 Jahre Liebe zur Natur und Einsatz für ihren Erhalt. Die 1994 vom Loro Parque gegründete gemeinnützige Organisation hat in ihrer Geschichte bereits mehr als 21,5 Millionen Dollar für mehr als 180 Naturschutzprojekte auf fünf Kontinenten bereitgestellt und dazu beigetragen, 9 Papageienarten vor dem totalen Aussterben zu bewahren.

Korallenzucht

Mitte diesen Jahres hat der Loro Parque zum ersten Mal eine einzigartige Ausstellung vorgestellt: eine Farm mit asexuell reproduzierten Korallen. Dank ihr konnten die Besucher aus nächster Nähe die Arbeit des Aquarium-Teams mit diesen Organismen, die in der Natur eine unentbehrliche Rolle für die Ozeane und die Sauerstoffproduktion spielen, beobachten.

Ein Jahr des Nachwuchses

2019 hat im Loro Parque ein regelrechter Babyboom stattgefunden, was zeigt, wie gut es allen Tieren geht. So begrüßte die authentische Tierbotschaft mit großer Freude Nachwuchs bei den Kaiserschnurrbarttamarinen, den Zebrahaien, den Schwarzschwänen, Quallen…. und, wie es sich für das größte Papageienreservat der Welt gehört, zahlreichen Nachwuchs bei den Papageien.

Loro Parque, eine echte Botschaft der Wildtiere

Ein weiteres Jahr neigt sich dem Ende, in dem der Loro Parque seine Position als authentische Tierbotschaft weiter gefestigt hat. Eine Tierbotschaft in der die Exemplare, die in seinen Einrichtungen leben, als Vertreter ihrer Artgenossen fungieren, die nach Angaben der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) meist in gewissem Grad vom Aussterben bedroht sind. Die Besucher lernen diese Tiere aus nächster Nähe kennen und werden sich der Gefahren bewusst, denen sie in der Wildnis ausgesetzt sind. Dadurch kann ein besserer Schutz der Wildbestände gewährleistet werden.

Eine Erfolgsgeschichte

In seiner 47-jährigen Geschichte hat das Unternehmen Loro Parque zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter die vom spanischen Ministerium für Industrie, Handel und Tourismus verliehene Plakette und Goldmedaille für touristische Verdienste, die Goldmedaille der Regierung der Kanarischen Inseln, die Goldmedaille der Stadt Puerto de la Cruz und des Inselrates von Teneriffa. Loro Parque ist auch das einzige Unternehmen auf den Kanarischen Inseln, das den Prince Felipe Award for Business Excellence gewonnen hat.

Die Stiftung Loro Parque Fundación bekräftigt ihr Umweltengagement mit einer neuen Skulptur

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Die Stiftung Loro Parque Fundación hat am Mittwoch, 4. Dezember, eine neue Skulptur präsentiert, die aus Recyclingmaterial geschaffen wurde und das schwerwiegende Problem verdeutlichen soll, das durch Plastik in der Umwelt verursacht wird. Die Einweihung erfolgte im Kreisverkehr der Kreuzung TF-316 nach Las Dehesas, in der Gemeinde Los Realejos.

An der Veranstaltung nahmen der Bürgermeister von Los Realejos Manuel Domínguez González, der Bürgermeister von Puerto de la Cruz Marcos González Mesa sowie der Vizepräsident der Loro Parque Unternehmensgruppe und Präsident der Loro Parque Fundación Christoph Kiessling teil.

Dieses zweite Kunstwerk, ist Teil einer Reihe von Aktivitäten gegen die Nutzung von Einmalplastik, die in den Anlagen der Unternehmensgruppe Loro Parque durchgeführt werden. Dank dieser Strategie, die das Unternehmen seit Anfang 2018 verfolgt, wurden über 30 Tonnen dieses schädlichen Materials eliminiert.

In diesem Sinne, hat sich der Künstler Paolo Bonano, der diese bewusstseinsfördernde Kunstwerke geschaffen hat, von dem aus Las Palmas de Gran Canaria stammenden Künstler Néstor Martín-Fernández de la Torre inspirieren lassen und sein Werk hauptsächlich aus Dosen, Flaschen und Plastikdeckeln geschaffen.

Im Rahmen des gleichen Projektes „Bye Bye Plastic“, weihten die Stiftung Loro Parque Fundación und die Universität von La Laguna,  am 28. November, die erste Skulptur mit dem gleichen Ziel ein: sie soll das Engagement für die Suche nach Lösungsansätzen fördern, um unseren Planeten sauberer zu halten und unsere Mitbürger für das Problem sensibilisieren, dem sich unsere Ozeane und ihre vielfältigen Meeresbewohner gegenübersehen, insbesondere in Bezug auf die Vermüllung des Meeres.

Auf diese Weise weist die Loro Parque Fundación wieder einmal darauf hin, dass die Anhäufung von Plastik in den Ozeanen auf eine schreckliche Weise, die marine Artenvielfalt bedroht. Gemäß den Zahlen der Vereinten Nationen: „13.000.000 Tonnen Plastik gelangen jährlich in den Ozean und verursachen unter anderem den Tod von 100.000 marinen Arten, jedes Jahr“.

Darüberhinaus gehen Schätzungen davon aus, dass im Jahr 2050 mehr Plastik im Ozean zu finden sein wird, als Fische. All dies weist darauf hin, dass die Wildtierschutzzentren, eine besondere Rolle zum Schutz von Arten für die künftigen Generationen spielen.

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